Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 03:07 Großbritannien plant neue Sanktionen gegen russische Schattenflotte +++
Großbritannien kündigt neue Sanktionen gegen die russische Schattenflotte und Finanznetzwerke an. Die genauen Details stellt Premierminister Keir Starmer beim G7-Gipfel in Frankreich vor. Die Maßnahmen richten sich laut der Regierung in London direkt gegen Netzwerke, die zur Umgehung westlicher Sanktionen und zur Beschaffung von Militärgütern genutzt werden. Auch Schiffe, die sanktioniertes russisches Flüssigerdgas transportieren, sind betroffen. Hintergrund ist das erstmalige Abfangen eines sanktionierten russischen Öltankers im Ärmelkanal durch britische Spezialeinheiten. Zudem stellt die Regierung 210 Millionen Pfund (282 Millionen Dollar) bereit, damit das britische Unternehmen Urenco angereichertes Uran an den ukrainischen Atomkraftwerksbetreiber Energoatom liefern kann.
+++ 01:24 Ukraine verbessert Dienstbedingungen von Soldaten +++
Die Ukraine reformiert ihr Wehrpflichtsystem. Die neuen Verträge böten "klar definierte Dienstbedingungen", erklärt der ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow. Ihnen liegt demnach "ein neues System der finanziellen Unterstützung sowie mehr Vorhersehbarkeit und Kontrolle über den eigenen Dienst" zugrunde. Die neuen Verträge bieten dem Minister zufolge zudem lukrative Gehälter für Frontsoldaten. Sie reichen demnach von durchschnittlich 300.000 Hrywnja pro Monat (umgerechnet etwa 5770 Euro) bis zu maximal 460.000 Hrywnja für besonders riskante Einsätze. Ab Montag können sowohl aktive Soldaten als auch Zivilisten Verträge mit einer Laufzeit von sechs bis 24 Monaten unterzeichnen.
+++ 23:21 Russischer Künstler in Polen erschossen +++
In Polen ist ein russischer Künstler und Putin-Kritiker auf offener Straße erschossen worden. Auf den 44-Jährigen seien mehrere Schüsse abgegeben worden, sagt ein Polizeisprecher der Woiwodschaft Lublin der polnischen Nachrichtenagentur PAP. Tatort war demnach die Stadt Biala Podlaska, die etwa 35 Kilometer vor der Grenze zu Belarus liegt. Dem Hergang nach sehe es nach einer geplanten Tötung aus, so der Polizeisprecher. Das Motiv sei aber unklar. Bislang konnte der Schütze nicht gefasst werden. Das Opfer hatte sich unter anderem mit Karikaturen über Kremchef Putin und den belarussischen Machthaber Lukaschenko einen Namen gemacht. Der Mann lebte seit 2021 in Polen im Exil.
+++ 22:19 "Neuer Kreis der Hölle": UN warnt vor autonomen Waffen +++
UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat vor den Gefahren autonomer Waffen gewarnt und die internationale Gemeinschaft zu deren Regulierung aufgerufen. "Autonome Waffen dürfen nicht zu einer Art Freifahrtschein für Gräueltaten werden", erklärte Türk am Montag in Genf. Es sei dringend notwendig, dass sich die internationale Gemeinschaft "mit den damit verbundenen moralischen und rechtlichen Fragen auseinandersetzt". Türk beklagte die zahlreichen Todesopfer durch die "unaufhörlichen Drohnenangriffe" in der Ukraine, die "Angst und Schrecken unter der Zivilbevölkerung verbreiten". Auch in der Demokratischen Republik Kongo, im Gazastreifen, in Israel, Libanon und im Myanmar würde durch den Einsatz autonomer Drohnen "ein neuer Kreis der Hölle" geschaffen.
+++ 21:53 Selenskyj: EU-Beitrittsverhandlungen haben Signalwirkung +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Beginn der Beitrittsverhandlungen zur EU gelobt. "Die Eröffnung des ersten Clusters in den EU-Beitrittsverhandlungen Moldaus und der Ukraine senden das klare Signal, dass Europas Fortschritt nicht gestoppt werden kann", sagt Selenskyj in einem auf seinen sozialen Netzwerken verbreiteten Video. Beide Länder hätten hart daraufhin gearbeitet, kooperierten miteinander und würden den Beitritt am Ende auch gemeinsam schaffen, sagt der Ukrainer bei einem Zwischenstopp in der moldauischen Hauptstadt Chisinau kurz vor seinem Abflug zum G7-Gipfel. Nach Darstellung Selenskyjs ist die Beschleunigung der Beitrittsgespräche auch die passende Antwort der Europäer auf den seit mehr als vier Jahre währenden russischen Angriffskrieg gegen sein Land. "Das ist die politische Entscheidung, die Europa heute braucht."
+++ 21:07 "Vielleicht können wir was machen": Trump spricht mit Putin und Selenskyj +++
US-Präsident Donald Trump hat getrennte Telefonate mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geführt. Die Gespräche am Sonntag seien "sehr gut" gewesen, sagte Trump am Montag beim G7-Gipfel im französischen Evian bei einem Treffen mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron. "Vielleicht können wir was machen", sagte Trump, ohne Details zu nennen. "Sie sind beide offen dafür." Im seit mehr als vier Jahre andauernden Ukraine-Krieg sind Vermittlungsversuche bislang gescheitert. Trump ist immer wieder vorgeworfen worden, in dem Konflikt Russland-freundliche Positionen zu vertreten. Vor der US-Präsidentschaftswahl 2024 hatte Trump im Wahlkampf gesagt, er könne den Ukraine-Krieg "binnen 24 Stunden" beenden.
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Ein 22-jähriger Mann ist im Krankenhaus gestorben, nachdem er am 2. Juni bei einem russischen Angriff auf Dnipro verletzt worden war. Das gibt der Gouverneur der ukrainischen Region Dnipropetrowsk bekannt. Die Ärzte hätten bis zuletzt um sein Leben gekämpft, schreibt er. Insgesamt starben 17 Menschen infolge des Angriffs auf die Großstadt. Dort war ein vierstöckiges Wohngebäude nach Beschuss eingestürzt.