Iran-Krieg im Liveticker+++ 16:00 Außenminister beraten in Pakistan +++
Die Außenminister Saudi-Arabiens, der Türkei, Ägyptens und Pakistans beraten zur Stunde über Wege zur Beendigung des Krieges. Das Treffen in Islamabad sei einberufen worden, "um die sich entwickelnde Lage in der Region zu erörtern und Fragen von gemeinsamem Interesse zu besprechen", teilt das pakistanische Außenministerium mit. Vor dem Vierer-Treffen empfing Pakistans Außenminister Ishaq Dar seine jeweiligen Kollegen separat zu bilateralen Gesprächen. Ägyptens Außenminister Badr Abdelatty und sein türkischer Kollege Hakan Fidan trafen zudem mit Pakistans einflussreichem Armeechef Asim Munir zusammen. Vertreter der USA oder Israels sind nicht zugegen, wie es aus Ministeriumskreisen heißt.
+++ 15:41 Bahrain verhängt Nachtfahrverbot für Schiffe +++
Angesichts fortdauernder Attacken des Iran verhängt der Golfstaat Bahrain ein nächtliches Fahrverbot für Schiffe. Das Fahrverbot gelte von 18.00 Uhr abends bis 04.00 Uhr morgens, "um die Sicherheit für die Seeleute angesichts der iranischen Aggression zu erhöhen", heißt es in einer Erklärung des bahrainischen Innenministeriums. Zuletzt waren in Bahrain zwei Mitarbeiter eines Aluminiumwerks bei Luftangriffen verletzt worden.
+++ 15:11 Iran meldet 35 Festnahmen in der Provinz Lorestan +++
Iranische Behörden haben in der westlichen Provinz Lorestan laut der Nachrichtenagentur Tasnim 35 Personen wegen illegaler Filmaufnahmen und Verbreitung von Falschinformationen verhaftet. Demnach seien 16 Personen wegen illegaler Filmaufnahmen an sensiblen und militärischen Standorten sowie wegen Zusammenarbeit mit "feindlichen" Mediennetzwerken festgenommen worden. Weitere 19 Personen seien wegen der Verbreitung falscher Informationen verhaftet worden.
+++ 14:30 Golfstaaten melden weitere Angriffe +++
Die Vereinigten Arabischen Emirate und weitere regionale Nachbarn am Golf stehen weiter unter Beschuss durch den Iran. Die Flugabwehr habe heute 16 Raketen und 42 Drohnen abgefangen, meldet das emiratische Verteidigungsministerium. Seit Beginn des Kriegs vor vier Wochen habe das Land iranische Angriffe mit mehr als 410 Raketen, 1.900 Drohnen und 15 Marschflugkörpern abgewehrt. Bisher wurden elf Menschen getötet, darunter zwei Soldaten, und rund 180 weitere verletzt. Die Streitkräfte im kleinen Golfstaat Bahrain teilen mit, dass dort bisher 170 Raketen und 390 Drohnen abgewehrt wurden. Auch Saudi-Arabien wehrt weiterhin Angriffe ab. In der Nacht und am frühen Morgen seien zehn Drohnen abgefangen und zerstört worden, teilt das saudische Verteidigungsministerium mit.
+++ 14:00 Bodenoffensive statt Diplomatie? Ghalibaf wirft USA Täuschungsmanöver vor +++
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf wirft den USA Täuschungsmanöver bei ihrem Vorstoß für eine diplomatische Beendigung des Kriegs in Nahost vor. Die USA würden unter dem Deckmantel von Verhandlungsangeboten insgeheim einen Bodenangriff vorbereiten, sagt Kalibaf in einer Botschaft an die Nation. Der Iran sei aber bereit zu reagieren. Seine Streitkräfte warteten auf die Ankunft von US-Bodentruppen, um diese und ihre regionalen Partner zur Rechenschaft zu ziehen.
+++ 13:12 Bundestags-Experten: Krieg gegen Iran ist völkerrechtswidrig +++
Die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags sehen den Krieg der USA und Israels gegen den Iran als völkerrechtswidrig an und weisen auf mögliche Konsequenzen für Deutschland hin. Die Angriffe der beiden Länder stellten "nach herrschender Ansicht" einen Verstoß gegen das in der Charta der Vereinten Nationen verankerte Gewaltverbot dar, da sie weder vom Recht der Selbstverteidigung gedeckt noch vom UN-Sicherheitsrat autorisiert worden seien, heißt es in einem Gutachten der Bundestags-Experten. Es wurde von Abgeordneten der Linksfraktion in Auftrag gegeben.
+++ 12:43 Iran warnt USA vor Einsatz von Bodentruppen +++
Der Iran hat die USA vor einer Bodenoffensive gewarnt. "Zweifelt keinen Augenblick an der Entschlossenheit unserer Soldaten", sagt Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge. Der Iran sei sich sicher, dass er die USA bestrafen und zur Reue bewegen könne, sodass diese es nicht mehr wagen würden, das Land anzugreifen. Man befinde sich in einem "großen Weltkrieg", so Ghalibaf.
+++ 12:20 Vance über Iran: "Wir werden bald abziehen" +++
Noch während weitere US-Soldaten auf dem Weg in den Nahen Osten sind, stellt Vize-Präsident J. D. Vance die Rückkehr zur Normalität in den Mittelpunkt. Er stellt ein baldiges Kriegsende in Aussicht - und damit fallende Ölpreise.
+++ 11:58 Bahrain zählt 174 abgefangene Raketen binnen vier Wochen +++
Der Golfstaat Bahrain hat nach eigenen Angaben seit Beginn des Irankriegs Ende Februar 174 Raketen abgefangen. Zudem seien 391 Drohnen abgefangen worden, berichtet Al Jazeera unter Berufung auf Angaben aus Bahrain. Unklar, ob es sich ausschließlich um Geschosse aus dem Iran handelt und ob diese alle Bahrain galten. Der kleine Inselstaat im Persischen Golf liegt zwischen Katar und Saudi-Arabien.
+++ 11:21 Ex-Diplomat: Raketen der Huthis auf Israel sind eine Warnung +++
Die Raketenangriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz auf Israel sind nach Einschätzung eines früheren US-Spitzendiplomaten im Jemen zunächst nur eine Warnung an die USA und Israel. Diese Angriffe seien eine vorerst nur symbolische und noch keine vollständige Beteiligung am Krieg, sagte Nabil Churi, ehemaliger Vizechef der US-Mission im Jemen, dem Nachrichtensender Al Jazeera. "Die Huthi sagen: 'Wir sind noch hier, und wenn ihr (die USA und Israel) wirklich gegen den Iran aufs Ganze geht, werden wir einspringen.' Das haben sie bis zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht getan", sagte Churi. Bei einer tatsächlichen Beteiligung im Krieg wäre das stärkste Mittel der Miliz, die Meerenge Bab al-Mandab und damit die Einfahrt zum Roten Meer und zum weiter nördlich gelegenen Suezkanal zu blockieren.
+++ 10:46 Irans Parlamentspräsident: "Warten auf Ankunft der amerikanischen Soldaten" +++
Nach Angaben des Vorsitzenden des iranischen Parlaments, Mohammad Bagher Ghalibaf, sind die iranischen Streitkräfte bereit für die Ankunft US-amerikanischer Truppen. Laut der Nachrichtenagentur IRNA warf Ghalibaf dem US-Präsidenten Donald Trump vor, einerseits die Bereitschaft zu Verhandlungen zu zeigen, andererseits aber "heimlich einen Bodenangriff zu planen". "Der Feind sendet offen eine Botschaft der Verhandlung und plant im Geheimen einen Bodenangriff. Unsere Männer warten auf die Ankunft der amerikanischen Soldaten, um sie in Brand zu setzen", wurde Ghalibaf zitiert, der als einer der mächtigsten noch nicht getöteten Männer des iranischen Regimes gilt. US-Medien berichteten unterdessen, das Pentagon bereite Bodenoperationen in Iran vor, die sich über mehrere Wochen erstrecken könnten. Zuvor hatte das US-Militär die Verlegung von 3.500 Soldaten der 31. Marine-Einheit in den Nahen Osten bestätigt.
+++ 10:34 Internet im Iran nun seit 30 Tagen blockiert +++
Seit einem Monat sind die allermeisten Iranerinnen und Iraner von der digitalen Welt abgeschnitten. Die Internetblockade geht an diesem Sonntag in ihren 30. Tag, wie die Beobachtergruppe Netblocks mitteilt. Aus dem Iran erreichen die Welt seither kaum noch Bilder und unabhängige Informationen.
+++ 10:20 "Erheblicher Schaden": Rakete trifft Büro von katarischem Sender in Teheran +++
Bei einem israelischen Raketenangriff auf die iranische Hauptstadt Teheran ist ein Büro des katarischen Nachrichtensenders Al Arabi beschädigt worden. Der Sender schrieb am Sonntag im Kurzbotschaftendienst X, eine israelische Rakete habe das Gebäude getroffen, in dem sich die Redaktionsräume befinden. Dabei sei "erheblicher Schaden" entstanden, die Live-Berichterstattung sei deswegen unterbrochen worden. Aufnahmen aus dem Inneren des Gebäudes zeigten zerbrochene Scheiben, Glas und Trümmerteile. Aufnahmen von außen zeigten Trümmerteile auf den Straßen und beschädigte Gebäude.
+++ 09:50 Syrische Armee fängt Drohnen mit Ziel US-Basis ab +++
Die syrische Armee hat nach eigenen Angaben einen Drohnenangriff aus dem Nachbarland Irak auf einen der letzten US-Stützpunkte in Syrien abgewehrt. "Heute wurde die US-Militärbasis in Kasrak mit vier Drohnen angegriffen, die von irakischem Territorium aus gestartet worden waren", schreibt Vize-Verteidigungsminister Sipan Hamo beim Onlinedienst X. Die Drohnen seien abgeschossen worden, Verletzte habe es nicht gegeben. Bereits am Samstag hatte die syrische Armee erklärt, einen Drohnenangriff aus dem Irak auf den Stützpunkt al-Tanf abgewehrt zu haben. In al-Tanf im Südosten Syriens waren bis Februar US-Soldaten stationiert. Mit den Angriffen der USA und Israels auf den Iran war auch der Irak Ende Februar in den Nahost-Krieg hineingezogen worden. Pro-iranische Gruppen haben seitdem vom Irak aus wiederholt US-Einrichtungen in der Region attackiert.
+++ 09:29 Israel greift Hisbollah im Libanon von Syrien aus an +++
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erstmals eine grenzüberschreitende Bodenoperation vom syrischen Teil des Hermon-Berges aus durchgeführt. In einer Mitteilung erklärte das Militär, Truppen seien über verschneites Gebirgsgelände vom syrischen Hermon in das Gebiet von Mount Dov (Har Dov) im Süden des Libanon vorgedrungen. Das Gebiet Mount Dov ist von Israel besetzt, wird jedoch von Libanon beansprucht. Die libanesische Hisbollah hatte Israel in der Vergangenheit wiederholt beschuldigt, Angriffe aus syrischem Territorium auf den Libanon zu starten.
+++ 08:45 Staatsmedien: Iranischer Hafen bei Straße von Hormus angegriffen +++
Israel und die USA haben nach Angaben iranischer Staatsmedien einen Hafen nahe der Straße von Hormus angegriffen. Bei dem Angriff auf den Kai des Hafens von Bandar Chamir seien fünf Menschen getötet und vier weitere Menschen verletzt worden, berichtet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna. In der iranischen Hauptstadt Teheran gab es derweil wiederholt Explosionen, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Im Osten der Stadt stieg Rauch auf. Israel bestätigte, in der Nacht eine weitere Angriffswelle auf Iran geflogen zu haben.
+++ 08:35 Oman sucht weiter nach Urheber der Luftangriffe am Samstag +++
Der Golfstaat Oman untersucht weiterhin die "Herkunft und Motive" hinter den jüngsten Angriffen auf das Sultanat. Zu diesen habe sich bislang keine Gruppe bekannt, teilte das Außenministerium mit. Das Ministerium nannte keine konkreten Vorfälle, doch am Samstag waren bei zwei Drohnenangriffen auf den Hafen von Salalah ein Arbeiter verletzt und ein Kran beschädigt worden. Oman betonte, das Land bleibe einer "Politik aktiver Neutralität" verpflichtet und rufe die Konfliktparteien zur Wiederaufnahme diplomatischer Bemühungen auf.
+++ 08:09 Saudi-Arabien meldet weitere Drohnenangriffe +++
Neben den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait ist am Sonntagmorgen offenbar auch Saudi-Arabien zum Ziel von Drohnenangriffen geworden. Wie Al-Jazeera unter Berufung auf das saudische Verteidigungsministerium berichtet, wurden in den vergangenen Stunden mindestens zehn Drohnen zerstört. Zu etwaigen Schäden gibt es zunächst keine Angaben.
+++ 07:46 Fünfter israelischer Soldat bei Kämpfen im Libanon getötet +++
Beim Vorrücken der israelischen Armee im Süden des Libanon ist erneut ein israelischer Soldat getötet worden. Der 22-jährige Fallschirmjäger sei "bei Kampfhandlungen im Südlibanon gefallen", erklärte die Armee. Der Soldat ist das fünfte Todesopfer in den Reihen der israelischen Armee bei den im Zuge des Iran-Kriegs wieder aufgeflammten Kämpfen mit der pro-iranischen Hisbollah-Miliz. Der Libanon wurde Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen, als die vom Iran unterstützte Hisbollah als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel abfeuerte. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Soldaten über die Grenze.
+++ 07:33 Israel bestätigt weitere Angriffswelle auf Teheran +++
Die israelischen Streitkräfte (IDF) haben nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle auf Ziele in Teheran abgeschlossen. Dabei seien provisorische Kommandostellen sowie Einrichtungen zur Waffenproduktion angegriffen worden, teilte das Militär mit. Laut IDF hat das iranische Regime nach früheren Angriffen einige seiner Kommandozentren in mobile Einheiten verlegt. Mehrere dieser mobilen Stellungen seien nun zerstört worden. Zudem seien Kommandeure, die in den betroffenen Hauptquartieren operierten, bei den Angriffen getroffen worden. Am Morgen hatten verschiedene Quellen Detonationen in Teheran gemeldet.
+++ 06:52 Zweite Angriffswelle am Sonntagmorgen: Kuwait schießt Drohnen ab +++
Die Streitkräfte von Kuwait melden den erfolgreichen Abschuss von vier Drohnen. Zuvor waren im Land zum zweiten Mal in den vergangenen Stunden Alarmsirenen zu hören.
+++ 06:43 EU-Mission warnt vor Huthi-Angriffen im Roten Meer +++
Die EU-geführte Marinemission "Aspides" warnt vor Angriffen der proiranischen Huthi-Miliz im Jemen auf die internationale Schifffahrt im Roten Meer und im östlichen Golf von Aden. Schiffe könnte dort erneut ins Visier geraten, teilte die Marinemission mit Sitz im griechischen Larissa mit. Reedereien, deren Schiffe sich in der Region befinden, werde empfohlen, besonders vorsichtig zu sein. Am Samstag hatte die Huthi-Miliz ihre Raketenangriffe auf Israel wieder aufgenommen und ist damit an der Seite des Irans in den vor Monat von den USA und Israel begonnenen Krieg eingetreten. Die Huthi-Miliz hatte bereits in der Vergangenheit im Roten Meer und dem sich südlich anschließenden Golf von Aden immer wieder Handelsschiffe attackiert. Das Rote Meer und der Golf von Aden gelten als eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt.
+++ 06:23 Heftige Detonationen in Teheran am Sonntagmorgen +++
In der iranischen Hauptstadt Teheran sind nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars mehrere Explosionen zu hören, schreibt aljazeera.com. Auch die Nachrichtenagentur AFP berichtet von zwei heftigen Detonationen im Norden Teherans gegen 7:20 Uhr Ortszeit (05:50 Uhr). Demnach sind iranische Luftabwehrsysteme aktiv.
+++ 06:04 Vereinigte Emirate und Kuwait melden erneute Angriffe aus dem Iran +++
Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) meldet, dass die Luftabwehr des Landes derzeit aktiv gegen Raketen- und Drohnenangriffe vorgehe, berichtet der Sender Al-Jazeera. Nach Angaben des Ministeriums handele es sich bei den im ganzen Land zu hörenden Geräuschen um "Einsatzgeräusche", die mit diesen Abwehrmaßnahmen in Verbindung stünden. Die Armee von Kuwait meldet laut AFP ebenfalls "feindliche Raketen- und Drohnenangriffe". Explosionen, die im Land zu hören seien, "sind darauf zurückzuführen, dass Luftabwehrsysteme feindliche Ziele abfangen", erklärte die Armee auf X.
+++ 05:44 Elf Verletzte bei iranischem Raketenangriff in Israel +++
Bei einem iranischen Raketenangriff auf ein Dorf im Zentrum Israels sind nach Angaben von Rettungskräften elf Menschen verletzt worden. Mehrere Gebäude in dem Dorf Eshtaol wurden bei dem Einschlag schwer beschädigt, wie AFP-Journalisten berichten. In derselben Region waren zu Beginn des Iran-Kriegs vor einem Monat neun Menschen durch eine iranische Rakete getötet worden.
+++ 04:45 Hunderte Israelis protestieren gegen Krieg +++
Einen Monat nach Beginn des Iran-Kriegs haben hunderte Menschen in Tel Aviv und weiteren israelischen Städten gegen den Krieg demonstriert. Polizisten gingen in Tel Aviv am Samstagabend gewaltsam gegen Demonstranten vor und stießen Protestierende zu Boden, mindestens ein Teilnehmer wurde in den Würgegriff genommen, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichten. Die Proteste waren nicht genehmigt; aus Furcht vor iranischen Angriffen sind größere Menschenansammlungen in Israel derzeit verboten. Die Polizei erklärt, die "illegale Demonstration" sei aufgelöst worden. 13 Menschen wurden demnach festgenommen.
+++ 03:47 Bericht: Pentagon bereitet wochenlange Bodenoffensive im Iran vor +++
Das US-Verteidigungsministerium bereitet sich einem Zeitungsbericht zufolge auf wochenlange Bodeneinsätze im Iran vor. Die Pläne könnten Kommandoeinsätze von Spezialkräften sowie Vorstöße regulärer Infanterie umfassen, berichtet die "Washington Post" am Samstag (Ortszeit) unter Berufung auf Insider aus Regierungskreisen. Ob Präsident Donald Trump diese Vorhaben genehmigen werde, sei jedoch ungewiss. Die Regierung in Washington hat bereits Marineinfanteristen in den Nahen Osten verlegt und plant zudem, Tausende Soldaten der 82. Luftlandedivision in die Region zu entsenden.
+++ 02:45 Bahrain: Aluminiumwerk Alba bestätigt iranischen Angriff +++
Aluminium Bahrain (Alba) bestätigt einen iranischen Angriff auf die eigenen Anlagen am Vortag. Dabei seien zwei Menschen leicht verletzt worden, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Bahrains unter Berufung auf das Unternehmen. Das Ausmaß der Schäden werde derzeit untersucht. Die iranischen Revolutionsgarden rechtfertigen die Attacke auf Alba und Emirates Global Aluminium als Vergeltung für den Beschuss zweier Stahlwerke im eigenen Land.
+++ 01:49 Irak: Drohne nahe Residenz von Kurdenführer Barsani abgeschossen +++
In der kurdischen Autonomieregion im Norden des Iraks ist die Residenz des Präsidenten, Nechirvan Barsani, angegriffen worden. Barsani sagte dem kurdischen Medienportal "Rudaw", der Angriff auf seine Residenz in der Stadt Duhok am Samstag stelle "eine gefährliche Eskalation für den gesamten Irak" dar. Zur selben Zeit wurden in der Region Kurdistan laut "Rudaw" mehr als ein halbes Dutzend Drohnenangriffe registriert. Bislang hat sich niemand zu den Angriffen bekannt. Zuletzt hatten sowohl der Iran als auch proiranische Milizen im Irak Angriffe auf die Kurdenregion für sich reklamiert. Die USA machten "Stellvertreter der iranischen Terror-Milizen im Irak" dafür verantwortlich.
+++ 00:47 Iran droht mit Angriffen auf US-Universitäten in der Golfregion +++
Die iranischen Revolutionsgarden haben mit Angriffen auf US-Universitäten in der Golfregion gedroht, nachdem Universitäten in der Hauptstadt Teheran mutmaßlich von US-israelischen Luftangriffen getroffen wurden. "Wenn die US-Regierung möchte, dass ihre Universitäten in der Region verschont bleiben, muss sie in einer offiziellen Erklärung bis Montagmittag um 12.00 Uhr die Bombardierung der (iranischen) Universitäten verurteilen", erklären die Revolutionsgarden in iranischen Medien. Alle "Mitarbeiter, Professoren und Studenten amerikanischer Universitäten in der Region" sowie Anwohner der dortigen Campusgelände sollten sich mindestens einen Kilometer von den Universitäten entfernen, heißt es in der Erklärung weiter. Mehrere US-Universitäten haben regionale Zweigstellen in der Golfregion, darunter die Texas A&M University in Katar und die New York University in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
+++ 00:29 Huthi-Miliz reklamiert zweiten Angriff auf Israel für sich +++
Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen reklamiert einen zweiten Angriff auf Israel binnen 24 Stunden für sich. Dabei seien Raketen und Drohnen eingesetzt worden, teilt Militärsprecher Jahja Sari in einer Fernsehansprache mit. Die militärischen Operationen würden in den kommenden Tagen fortgesetzt.
+++ 23:44 Polizei vereitelt Sprengstoffanschlag auf Bank of America in Paris +++
Die französische Polizei hat einen Sprengstoffanschlag auf die Pariser Niederlassung der US-Großbank Bank of America vereitelt. Nach Angaben der Ermittler wurde ein Verdächtiger gefasst, als er in der Nacht zum Samstag einen Sprengsatz vor dem Gebäude im Zentrum der französischen Hauptstadt niederlegte. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen. Aus Ermittlerkreisen verlautet, ein Zusammenhang mit iranischen Drohungen gegen israelische und US-Unternehmen in Europa wegen des Iran-Kriegs sei wahrscheinlich. Der selbst gebaute Sprengsatz bestand aus einem mutmaßlich mit Treibstoff gefüllten Fünf-Liter-Kanister sowie einem Feuerwerkskörper als Zünder. Bei einem Verhör sagte der Festgenommene nach Angaben der Ermittlungsbehörden aus, er sei über den Onlinedienst Snapchat angeworben worden, den Anschlag gegen Zahlung von 600 Euro zu verüben.
+++ 23:05 Israel: Irans Waffenproduktion "in wenigen Tagen" zerstört +++
Das israelische Militär will nach Darstellung eines Sprechers die iranische Waffenproduktion "in wenigen Tagen" weitgehend zerstört haben. Die Streitkräfte würden in diesem Zeitraum "die Angriffe auf alle wichtigen Komponenten der (iranischen) Militärindustrie abschließen", sagt Armeesprecher Effie Defrin am Abend vor Journalisten. "Das bedeutet, dass wir den Großteil der militärischen Produktionskapazitäten zerstören haben werden", fügte er hinzu. "Das Regime wird lange Zeit brauchen, um sie wiederherzustellen." Der "Times of Israel" zufolge geht das israelische Militär davon aus, schon bis jetzt an die 90 Prozent der Schlüsselanlagen der iranischen Waffenindustrie angegriffen zu haben.
+++ 22:21 Presseverband beklagt "gewaltsame Festnahme" eines CNN-Teams +++
Ein internationaler Presseverband wirft der israelischen Armee die "willkürliche und gewaltsame Festnahme" eines CNN-Teams im Westjordanland vor. Die Journalisten des US-Nachrichtensenders seien am Donnerstag von israelischen Soldaten festgenommen worden, als sie über die Folgen eines Angriffs israelischer Siedler sowie die Errichtung eines illegalen Außenpostens nahe dem Dorf Tajasir berichtet hätten, erklärt die Foreign Press Association (FPA) am Samstag.
+++ 21:55 Macron: Irak darf in Eskalation nicht hineingezogen werden +++
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat mit Nechirvan Barzani, dem Präsidenten der halbautonomen kurdischen Region im Irak, telefoniert. "Die Souveränität des Irak und des darin befindlichen Kurdistans ist für die regionale Stabilität unerlässlich", betont Macron bei X. "Es muss alles unternommen werden, um zu verhindern, dass der Irak in die gegenwärtige Eskalation hineingezogen wird. Frankreich steht weiterhin an der Seite seiner irakischen Partner."
+++ 21:23 Pahlavi: Iran-Regime will mit US-Verhandlungen nur Zeit gewinnen +++
Der iranische Oppositionelle Reza Pahlavi warnt die USA vor Friedensverhandlungen mit der derzeitigen Führung in Teheran. Diese werde Gespräche nur nutzen, um Zeit zu gewinnen und zu betrügen, sagt der im Exil lebende Sohn des gestürzten Schahs auf einer Konferenz von US-Republikanern in Texas. Pahlavi kündigt an, die Bevölkerung im Iran zu einem geeigneten Zeitpunkt erneut zu landesweiten Protesten aufzurufen. Er bringt sich selbst als möglichen Anführer einer Übergangsregierung ins Spiel. US-Präsident Donald Trump hat sich wiederholt skeptisch über Pahlavi geäußert.
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