Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:58 Moskau: Großer ukrainischer Drohnenangriff auf Russland +++

10.04.2026, 00:01 Uhr

Die Ukraine hat Russland nach Moskauer Militärangaben in der Nacht mit einem massiven Drohnenangriff überzogen. Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, es seien 151 gegnerische Kampfdrohnen abgewehrt worden. Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar, doch den Zahlen nach waren die Gebiete Wolgograd an der Wolga und Rostow im Süden Schwerpunkte der Angriffe. Seit Donnerstagabend verhängte die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazija an mehr als 25 Flughäfen Einschränkungen des Betriebs.

+++ 09:39 Selenskyj fordert vollständige Wiedereinsetzung der Ölsanktionen gegen Russland +++

Angesichts der zwischen den USA und dem Iran vereinbarten Waffenruhe hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine vollständige Wiedereinsetzung der gegen Russland verhängten Ölsanktionen gefordert. "Jetzt beginnt ein Waffenstillstand im Nahen Osten und am Golf. Und ich erwarte, dass die Sanktionen gegen russisches Öl wieder vollständig eingeführt werden, so wie sie zuvor waren", sagt Selenskyj.

+++ 08:48 Selenskyj: Ukraine steht vor schwierigen Monaten +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stellt sich auf eine schwere nächste Phase im Krieg gegen Russland ein. "Diese Frühlings- und Sommermonate werden politisch und diplomatisch ziemlich schwierig", erklärt Selenskyj vor Journalisten. Es werde sowohl auf dem Schlachtfeld als auch diplomatisch Druck auf die Ukraine geben, den Krieg zu beenden. Bis September werde es sehr schwer werden.

+++ 08:23 Gouverneur: Zwei Tote bei russischen Angriffen in Dnipropetrowsk +++v

Bei russischen Angriffen in Dnipropetrowsk sind offenbar zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt worden. Das berichtet das Portal Ukrainska Pravda mit Verweis auf Oleksandr Hanzha, Leiter der Militärverwaltung der Region. Mehrere Gebäude und Autos seien beschädigt worden. "Der Feind hat drei Bezirke der Region fast 30 Mal mit Drohnen und Artillerie angegriffen", heißt es in einer Mitteilung der Militärverwaltung.

+++ 07:47 Hofreiter vor Wahl in Ungarn: Orban steht auf Seiten der Feinde der EU +++

Kurz vor den Parlamentswahlen in Ungarn hat der Grünen-Politiker Anton Hofreiter Ministerpräsident Viktor Orban scharf kritisiert. "Die Entwicklungen im Vorfeld der Wahl machen unmissverständlich klar, dass Orban auf der Seite der Feinde der EU und der Menschen in Ungarn ist", sagt der Vorsitzende des Bundestags-Europaausschusses. "Die Enthüllungen rund um die Telefonate der ungarischen Regierung mit dem Kreml und Putin persönlich zeigen, dass die EU-Kommission und auch Deutschland viel zu lange Geduld mit Orban gezeigt haben." Das sollte ein Signal sein, es in Zukunft nicht so weit kommen zu lassen, so Hofreiter. Hintergrund ist die veröffentlichte Mitschrift eines Telefonats des ungarischen Außenministers Péter Szijjártó mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow, in dem er Moskau anbietet, EU-Dokumente zu übergeben. Orban verhindert derzeit sowohl ein 20. EU-Sanktionspaket gegen Russland als auch die Auszahlung eines 90-Milliarden-Euro-Kredits der EU an die Ukraine.

+++ 07:14 Bericht: Russland plant neue Botschaften in afrikanischen Ländern - mehr Einfluss in der Region +++

Russland plant offenbar, vier weitere Botschaften in afrikanischen Ländern zu eröffnen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation beim Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine. Demnach soll so der politische und ideologische Einfluss Russlands in der Region gestärkt werden.

+++ 06:14 General: Balkan hat große Bedeutung für Sicherheit in Europa +++

Heeresinspekteur Christian Freuding hat bei einem Bosnien-Besuch die Bedeutung der weiteren Stabilität auf dem Balkan für die Sicherheit in Europa bekräftigt. Der Generalleutnant warnte davor, dass Spannungen in der Region instrumentalisiert werden könnten. "Und wir sehen ja, dass es auch andere Akteure gibt, die versuchen, Einfluss in dieser Region zu nehmen", sagt Freuding. Mit Sorge wird von Experten etwa beobachtet, wie vor allem Russland aber auch China ihren Einfluss im serbischen Landesteil ausbauen. Dazu gehören Kooperationen beim Abbau von Bodenschätzen und Energiegeschäften, im Falle Chinas auch die Lieferung von Überwachungstechnik.

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Generalleutnant Christian Freuding (M) steigt aus einem Helikopter vom Typ Boeing CH-47 Chinook beim Besuch des deutsche Einsatzkontingentes EUFOR Althea. (Foto: picture alliance/dpa)

+++ 05:33 Brände nach Drohnenangriffen in Konotop +++

Russische Drohnen haben in der Nacht die Stadt Konotop in der Region Sumy angegriffen. Bürgermeister Artem Semenikhin berichtet von mehreren Bränden. In der Innenstadt stehe ein Verwaltungsgebäude in Flammen, außerdem gebe es ein Feuer in einem fünfstöckigen Wohnhaus. Später heißt es, die Brände seien gelöscht. Im Stadtzentrum sei aber weiterhin die Gasversorgung teilweise unterbrochen. Konotop liegt im Nordosten der Ukraine und hat etwa 70.000 Einwohner.

+++ 03:38 Trump ruft zur Wahl von Orban auf +++

US-Präsident Donald Trump mischt sich erneut in den ungarischen Wahlkampf ein und wirbt für Regierungschef Viktor Orban. "GEHT RAUS UND WÄHLT VIKTOR ORBAN", schreibt Trump mit Blick auf die Wahl am Sonntag auf Truth Social. Orban sei ein "wahrer Freund, Kämpfer und GEWINNER". Er stehe voll und ganz hinter ihm. Der Rechtspopulist Orban ist ein Verbündeter Trumps. Auffallend ist auch seine Nähe zum russischen Präsidenten Putin, dessen Narrative er in den von ihm kontrollierten Medien verbreiten lässt. Umfragen zufolge droht ihm am Sonntag eine Niederlage.

+++ 01:01 Insider: Putins Sondergesandter redet in den USA über wirtschaftliche Zusammenarbeit +++

Der Sondergesandte des russischen Präsidenten Putin, Kirill Dmitrijew, hält sich Insidern zufolge derzeit zu Gesprächen mit der US-Regierung in den USA auf. Dabei gehe es um ein Friedensabkommen für die Ukraine sowie die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder, sagen mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Ein weiteres Thema dürfte die mögliche Verlängerung von US-Ausnahmeregelungen für russische Ölexporte sein, die am 11. April auslaufen. Die USA haben wegen der durch den Iran-Krieg ausgelösten Turbulenzen an den Energiemärkten eine 30-tägige Frist gewährt, um auf See befindliches russisches Öl trotz Sanktionen zu kaufen.

+++ 23:37 Selenskyj stimmt Feuerpause über Ostern zu +++

Der ukrainische Präsident Selenskyj stimmt der vom russischen Präsidenten Putin angekündigten Feuerpause anlässlich der Osterfeiertage der russisch-orthodoxen Kirche zu. "Die Ukraine hat wiederholt erklärt, dass wir zu gegenseitigen Schritten bereit sind", schreibt Selenskyj auf Telegram. Man habe eine Waffenruhe über die Feiertage vorgeschlagen und werde entsprechend handeln. Zuvor hatte der Kreml seinen Truppen eine 32-stündige Feuerpause befohlen. Die Menschen bräuchten ein Osterfest ohne Bedrohungen, erklärt Selenskyj weiter. Russland habe zudem die Chance, auch nach Ostern auf Angriffe zu verzichten.

+++ 22:12 Selenskyjs Büroleiter: Verbündete wollen, dass wir russische Ölterminals nicht zerstören +++

Verbündete hätten die Ukraine gebeten, russische Ölterminals unbeschadet zu lassen. Dies berichtet Kyrylo Budanow, der Leiter des ukrainischen Präsidialamts, auf einer Pressekonferenz. Auf die Frage, ob es stimme, dass Partner die ukrainischen Behörden gebeten hätten, russische Ölterminals nicht zu zerstören, antwortet er: "Ich kann nur allgemein sagen: Ja, das gibt es. Warum ist das so? Als intelligenter Mensch können Sie das verstehen - es ist eine Frage der Preisbildung. Aber wir haben unseren eigenen Krieg." Budanow ergänzt, dass die Ukraine während des gesamten Krieges mit solchen Forderungen konfrontiert war. Welche Verbündeten er meint, sagt er dagegen nicht. Durch zahlreiche Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien sank die Förderung teils deutlich, weil Anlagen über längere Zeit stillstanden. 

+++ 21:31 Putin kündigt für orthodoxe Ostern Feuerpause in der Ukraine an +++

Der russische Präsident Wladimir Putin kündigt eine Feuerpause in der Ukraine für die orthodoxen Ostertage an. "Auf Beschluss des Oberbefehlshabers ... W. W. Putin wird im Zusammenhang mit dem bevorstehenden orthodoxen Osterfest ein Waffenstillstand vom 11. April, 16 Uhr, bis zum Ende des Tages am 12. April 2026 verkündet", erklärt der Kreml in einer Mitteilung.

+++ 21:20 Nachschub für Kiews Flugabwehr: Schweden sendet Tridon Mk2 +++

Schweden wird die Ukraine mit modernen Tridon Mk2-Flugabwehrsystemen beliefern, teilt das ukrainische Verteidigungsministerium auf seiner Website mit. "Schweden wird 400 Millionen Euro für die Beschaffung dieser Systeme bereitstellen, was fast einem Drittel des im Februar angekündigten neuen Militärhilfepakets in Höhe von 1,2 Milliarden Euro entspricht", heißt es dort. Nach Angaben des Ministeriums handelt es sich beim Tridon Mk2 um ein mobiles Mittelstrecken-Flugabwehrsystem, das erstmals 2024 eingeführt wurde. Es kann bei allen Wetterbedingungen sowie bei Tag und Nacht eingesetzt werden. Einer seiner Vorteile sind die relativ geringen Kosten pro Schuss. Das System ist mit einer automatischen 40-mm-Kanone vom Typ Bofors 40 Mk4 ausgestattet, die Ziele in Entfernungen von bis zu 12 Kilometern bekämpfen kann und eine Feuerrate von bis zu 300 Schuss pro Minute aufweist. 

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Ein Tridon Mk2-Geschütz in Stockholm. (Foto: picture alliance / TT NYHETSBYRÅN)

+++ 20:57 Zwei Verletzte bei russischen Angriffen auf Dnipropetrowsk +++

Russische Streitkräfte haben die Region Dnipropetrowsk knapp 60 Mal mit Artillerie und Drohnen angegriffen, schreibt Gouverneur Oleksandr Hanzha. Dabei seien zwei Menschen verletzt worden. Zum einen wird 66-jährige Frau verletzt, zum anderen ein 17-jähriger Junge. Beide befinden sich im Krankenhaus, so Hanzha auf Telegram. 

+++ 20:23 Ukraine zeigt Drohnenangriff auf Tornado-Raketensystem +++

Ukrainische Einheiten sollen im Grenzgebiet bei Belgorod ein russisches Tornado-Raketensystem ausgeschaltet haben. Ein Video zeigt, wie Drohnen den Werfer am Waldrand lokalisieren, ins Visier nehmen und anschließend gezielt attackieren.

+++ 19:57 Russland den Rücken gekehrt: Moldau verlässt die GUS +++

Die moldauische Präsidentin Maia Sandu unterzeichnet Gesetze zum Austritt aus der von Russland geführten Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), wie das moldauische Medienunternehmen Newsmaker berichtet. Das Gesetz tritt laut Newsmaker ab sofort in Kraft. Dieser Schritt ist Teil der Bemühungen Moldaus, sich aus dem Einflussbereich Russlands zu lösen und der Europäischen Union beizutreten. Moldau erhielt 2022 den EU-Kandidatenstatus und nahm 2024 offiziell Beitrittsverhandlungen auf. Die 1991 gegründete Gemeinschaft Unabhängiger Staaten umfasst Russland, Belarus, Armenien, Aserbaidschan, Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan und Kirgisistan. Turkmenistan ist assoziiertes Mitglied. Georgien trat aus der GUS aus, als Russland 2008 in das Land einmarschierte. Die Ukraine hat den GUS-Vertrag nie ratifiziert, war jedoch de facto Mitglied, bis Russland 2014 seine Invasion auf der Krim und im Donbass startete. Kiew zog sich zwischen 2014 und 2018 schrittweise aus dem Bündnis zurück.

+++ 19:26 Wie Transport-Drohnen eine russische Brücke sprengten +++

Der Vorfall ist längst bekannt, doch erst jetzt wird die Methode klar: Ukrainische Einheiten nutzten 2025 spezielle Drohnen, um Sprengstoff unter einer russischen Brücke zu platzieren. Ein koordinierter Angriff führte schließlich zum Einsturz der Konstruktion.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.