Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 16:19 Israel: Über 100 Hisbollah-Waffen entdeckt +++

03.05.2026, 16:19 Uhr

Die israelische Armee hat im Süden des Libanons verschiedene Waffen der Hisbollah konfisziert. Über 100 Waffen seien über die vergangenen 24 Stunden entdeckt worden, berichtet die Armee auf X. Zu den Waffen gehören Gewehre vom Typ Kalaschnikow, 20 Raketen, Scharfschützengewehre und weitere Kampfausrüstung.

+++ 15:41 Wadephul: Iran muss vollständig auf Atomwaffen verzichten +++

Außenminister Johann Wadephul hat mit seinem iranischen Amtskollegen telefoniert und erneut eine Vermittlungslösung angemahnt. Er unterstreicht in einem Post auf X anschließend die gemeinsame Haltung Deutschlands und der USA: "Als enger US-Verbündeter teilen wir das gleiche Ziel: Iran muss vollständig und nachprüfbar auf Kernwaffen verzichten und die Straße von Hormus sofort freigeben." Irans Außenminister Abbas Araghtschi lässt zu dem Telefonat mit dem CDU-Politiker lediglich mitteilen, es seien Gespräche über regionale und internationale Entwicklungen geführt worden.

+++ 15:01 Für geflüchtete Iraner stellt sich die Schicksalsfrage +++

Wie der Iran nach dem Krieg dastehen wird, ist aktuell noch völlig unklar. Trotz schwerer Schläge und dem unbekannten Verbleib des neuen Ajatollahs scheint das Regime stabil. Für Iranerinnen und Iraner, die geflohen sind, ist die Zukunft ungewiss. 

+++ 14:28 Ein Toter und mehrere Verletzte nach israelischem Angriff im Libanon +++

Bei einem israelischen Luftangriff im Süden des Libanons ist eine Person getötet worden. Drei weitere Personen wurden bei der Attacke im Bezirk Nabatieh verletzt, teilt das libanesische Gesundheitsministerium mit. Unter den Verletzten soll sich auch Kind befinden.

+++ 14:18 Opec+ hebt Ölproduktions-Ziel weiter an +++

Die Ölförderstaaten der Gruppe Opec+ setzen nach dem Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate ihre Strategie der schrittweisen Produktionserhöhung fort. Eine Kerngruppe aus nunmehr sieben Ländern gibt eine Ausweitung der geplanten Tagesförderung um 188.000 Barrel (je 159 Liter) ab Juni bekannt. In den vergangenen Monaten waren die Produktionsziele für April und Mai um jeweils 206.000 Barrel angehoben worden. Davon waren 18.000 Barrel für die Emirate bestimmt, die nun im jüngsten Anstieg fehlen. Aktuelle Entscheidungen der Opec+ seien aber unerheblich, solange die Meeresenge von Hormus infolge des Iran-Kriegs als wichtige Öltransportroute blockiert sei, hatten Analysten der Commerzbank vor dem Wochenende betont.

+++ 13:47 Regierungskreise: US-Außenminister Rubio kommende Woche in Rom und im Vatikan erwartet +++

Nach der jüngsten Kritik von US-Präsident Donald Trump an Italien vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs sowie seinem Schlagabtausch mit Papst Leo XIV. wird US-Außenminister Marco Rubio offenbar in der kommenden Woche in Rom und im Vatikan erwartet. Der Katholik Rubio werde Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin sowie Italiens Außenminister Antonio Tajani treffen, heißt es aus italienischen Regierungskreisen. Laut italienischen Medienberichten ist während Rubios Besuch am Donnerstag und Freitag auch ein Treffen mit Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto geplant. Die Berichte stellten Rubios geplanten Besuch als Bemühen um eine "Tauwetter"-Diplomatie dar.

+++ 12:51 "Würde weitere Eskalation in Iran nicht ausschließen" +++

Weder US-Präsident Donald Trump noch das Mullah-Regime in Teheran wollen sich im Iran-Krieg die Blöße geben. Politikwissenschaftlerin Gerlinde Groitl rechnet nicht mit einer baldigen Einigung - auch mit dem Blick auf den Libanon. 

+++ 12:02 Israel beschließt Kauf neuer Kampfjets von Lockheed und Boeing +++

Israel hat einen Plan zum Kauf von zwei neuen Kampfstaffeln moderner F-35- und F-15IA-Kampfjets von Lockheed Martin und Boeing endgültig gebilligt. Das Geschäft habe einen Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar, teilt das Verteidigungsministerium mit. Die Entscheidung des Ministerausschusses für Beschaffung sei ein erster Schritt in einem 350 Milliarden Schekel (rund 101 Milliarden Euro) schweren Programm zum Ausbau der Streitkräfte. Die neuen Staffeln sollten ein Eckpfeiler der langfristigen Fähigkeiten des Militärs werden und Israels strategische Luftüberlegenheit sichern, erklärt das Ministerium. Israel will demnach eine vierte F-35-Staffel von Lockheed Martin und eine zweite Staffel F-15IA-Jets von Boeing kaufen. Boeing hatte im Dezember bereits einen Auftrag über 8,6 Milliarden Dollar (rund 7,3 Milliarden Euro) von Israel erhalten, der 25 neue F-15IA sowie eine Option auf 25 weitere Maschinen umfasst.

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Israel will laut Verteidigungsministerium eine vierte F-35-Staffel von Lockheed Martin und eine zweite Staffel F-15IA-Jets von Boeing kaufen. (Foto: REUTERS)

+++ 11:03 27-Jähriger im Iran hingerichtet - Jahre nach Frauenprotesten +++

Israel hat einen Plan zum Kauf von zwei neuen Kampfstaffeln moderner F-35- und F-15IA-Kampfjets von Lockheed Martin und Boeing endgültig gebilligt. Das Geschäft habe einen Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar, teilt das Verteidigungsministerium mit. Die Entscheidung des Ministerausschusses für Beschaffung sei ein erster Schritt in einem 350 Milliarden Schekel (rund 120 Milliarden Dollar) schweren Programm zum Ausbau der Streitkräfte. Die neuen Staffeln sollten ein Eckpfeiler der langfristigen Fähigkeiten des Militärs werden und Israels strategische Luftüberlegenheit sichern, erklärt das Ministerium. Israel will demnach eine vierte F-35-Staffel von Lockheed Martin und eine zweite Staffel F-15IA-Jets von Boeing kaufen. Boeing hatte im Dezember bereits einen Auftrag über 8,6 Milliarden Dollar von Israel erhalten, der 25 neue F-15IA sowie eine Option auf 25 weitere Maschinen umfasst.

+++ 11:03 27-Jähriger im Iran hingerichtet - Jahre nach Frauenprotesten +++

Im Iran ist erstmals nach Jahren wieder ein Todesurteil im Zusammenhang mit der Frauenbewegung im Herbst 2022 vollstreckt worden. Dem Mann Mehrab Abdollahsadeh wurde zur Last gelegt, bei den damaligen Protesten in der nordwestlichen Stadt Urmia eine Sicherheitskraft getötet zu haben, wie iranische Staatsmedien berichten. Die Hinrichtung sei am Sonntagmorgen erfolgt. Abdollahsadeh befand sich laut der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights seit Oktober 2022 in Haft. Das Urteil wurde demnach im vergangenen Dezember durch den obersten Gerichtshof bestätigt und ein Berufungsgesuch im Januar abgelehnt, wie die Organisation mit Sitz in Norwegen berichtet. Der 27-Jährige arbeitete vor seiner Inhaftierung dem Bericht zufolge als Barbier. Iran Human Rights wirft der iranischen Justiz vor, den Mann 42 Tage lang psychischer und physischer Folter ausgesetzt zu haben, um ein Geständnis zu erzwingen. Vor Gericht soll Abdollahsadeh die Vorwürfe dementiert haben. Menschenrechtler kritisieren die Verfahren seit Jahren als unfair und politisch motiviert.

+++ 10:13 Analyse zeigt massive Schäden an US-Basen in Nahost +++

Nach massiven Raketen- und Drohnenangriffen aus Teheran sind zahlreiche Anlagen des US-Militärs im Nahen Osten schwer beschädigt. Wichtige Flugzeuge, Kommunikationskuppeln und Radarsysteme sind außer Gefecht. Eine Analyse von CNN verdeutlicht das Ausmaß der Zerstörungen.

+++ 09:05 Sorge in Rheinland-Pfalz wegen US-Truppenabzugs +++

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer und sein wahrscheinlicher Nachfolger Gordon Schnieder zeigen sich besorgt über den angekündigten Abzug von US-Truppen aus Deutschland. "Meine Befürchtungen sind groß, dass wir eventuell von diesen Ankündigungen auch betroffen sein können in Rheinland-Pfalz", sagt Schweitzer am Rande des SPD-Landesparteitags in Nieder-Olm. Schnieder spricht beim Landesparteiausschuss in Mainz von einer gewissen Grundsorge. "Es geht ja nicht nur um das Miteinander im sicherheitspolitischen Fragenbereich", sagte er. "Es ist auch eine wirtschaftspolitische Frage, dass die Stationierungsstreitkräfte hier sind." US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte den Abzug von etwa 5000 Soldaten aus Deutschland angeordnet.

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Ein militärisches Transportflugzeug vom Typ Boeing C-17 Globemaster III startet von der US-Airbase in Ramstein, der zentralen Luftdrehscheibe für Europa und den Nahen Osten. (Foto: picture alliance/dpa)

+++ 08:21 Israelische Armee: Bei Einsatz gegen Hisbollah Gebäude in religiöser Anlage beschädigt +++

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei einem Einsatz gegen die proiranische Hisbollah-Miliz im Süden des Libanon ein Gebäude auf einem "religiösen" Gelände beschädigt. Im Dorf Jarun eingesetzte Soldaten hätten bei der Zerstörung von "terroristischer Infrastruktur" in der Gegend eines der Häuser in "einer religiösen Anlage" beschädigt, erklärt Armeesprecher Avichay Adraee am Samstag auf X. Demnach feuerte die Hisbollah von dem Gelände aus mehrere Raketen auf israelisches Gebiet ab. Adraee zufolge gab es "keine sichtbaren Anzeichen dafür, dass es sich um ein religiöses Gebäude handelte". Sobald eindeutige Erkennungsmerkmale an einem anderen Gebäude auf dem Gelände festgestellt worden seien, hätten die Streitkräfte gehandelt, "um weitere Schäden am Gelände zu verhindern".

+++ 07:17 Israelisches Militär fordert im Südlibanon zu Evakuierungen auf +++

Das israelische Militär fordert die Bewohner im Südlibanon auf, ihre Häuser zu verlassen. Sie sollten sich mindestens einen Kilometer in offenes Gelände zurückziehen. Das Militär erklärt, es führe Einsätze gegen die Hisbollah durch, nachdem diese gegen das Waffenstillstandsabkommen verstoßen habe. Jeder, der sich in der Nähe von Hisbollah-Kämpfern oder -Einrichtungen aufhalte, könnte daher in Gefahr sein.

+++ 06:44 Hisbollah-Miliz reagiert erbost auf "Angry Birds"-Karikatur +++

Im Libanon hat ein vom libanesischen Fernsehsender LBCI veröffentlichtes Video zu Aufruhr geführt, in dem Anführer und Kämpfer der proiranischen Hisbollah als Figuren aus dem Videospiel "Angry Birds" dargestellt wurden. Die schiitische Miliz reagierte am Samstag erbost auf die Karikatur und bezeichnete sie als "beleidigend". Hisbollah-Anhänger posteten als Reaktion zahlreiche Beleidigungen gegen den christlichen Patriarchen im Libanon. Regierungschef Nawaf Salam warnte vor einer "Atmosphäre verheerender Konflikte".

+++ 04:56 Trump will vor Deal iranische Raketenproduktion zerstören +++

Die Verhandlungen mit dem Iran verlaufen laut Donald Trump gut: "Sie wollen einen Deal", versicherte der US-Präsident. Auf die Frage von Reportern, ob er die restlichen iranischen Raketenproduktionskapazitäten beseitigen wolle, sagte Trump: "Ja, ich würde sie gerne beseitigen." Damit solle ein späterer iranischer Angriff mit neuen Raketen verhindert werden.

+++ 02:20 Trump schließt neue Angriffe auf Iran nicht aus +++

US-Präsident Donald Trump schließt eine Wiederaufnahme von Angriffen auf den Iran nicht aus. Es bestehe die Möglichkeit dazu, sagt er auf die Frage eines Journalisten in West Palm Beach in Florida.

+++ 01:42 Trump: Teheran hat noch keinen ausreichend hohen Preis bezahlt +++

US-Präsident Donald Trump äußert sich skeptisch zu einem neuen Vorschlag des Irans. Er werde ihn zwar prüfen, könne sich aber nicht vorstellen, dass er akzeptabel sei. Teheran habe noch keinen ausreichend hohen Preis bezahlt, sagt der US-Präsident.

+++ 01:09 Trump: USA werden Truppenpräsenz in Deutschland "deutlich reduzieren" +++

Die Kritik von Kanzler Merz am US-Militäreinsatz in Nahost hat offenbar weitere Folgen: Die USA wollen nach den Worten von US-Präsident Donald Trump ihre Truppenpräsenz in Deutschland über die bereits angekündigte Zahl hinaus herunterfahren. "Wir werden die Zahl noch deutlich stärker reduzieren - und zwar um weit mehr als 5000" US-Soldaten, sagt Trump am Samstag (Ortszeit) vor Journalisten in West Palm Beach im US-Bundesstaat Florida. Am Vortag hatte das US-Verteidigungsministerium den Abzug von rund 5000 Soldaten aus Deutschland angeordnet.

+++ 00:14 Israelische Armee beschädigt katholisches Kloster im Südlibanon +++

Israelische Soldaten haben im südlibanesischen Yaroun ein Gebäude in einem Religionskomplex beschädigt. Die Armee begründet den Einsatz mit der Zerstörung von "Terrorinfrastruktur" - Hisbollah habe von dem Gelände aus Raketen auf israelisches Territorium abgefeuert. Man habe zunächst keine religiösen Erkennungsmerkmale gesehen, so Armeesprecher Avichay Adraee. Eine katholische Hilfsorganisation widerspricht: Bei dem Gebäude handle es sich um ein Kloster - und die Zerstörung sei "vorsätzlich" gewesen.

+++ 23:17 Israel greift erneut Orte im Südlibanon an +++

Israelische Kampfflugzeuge bombardieren libanesischen Angaben zufolge mehrere Orte im Südlibanon. Betroffen sind der staatlichen Agentur NNA zufolge die Regionen Jabal Rihan, Basaliya sowie die Stadt al-Sarira im Bezirk Jezzine. Zudem meldet die Agentur einen israelischen Angriff in der Nähe einer Moschee in al-Samaiya.

+++ 22:08 Erstmals seit über 30 Jahren: Kuwait exportiert keinen Tropfen Öl +++

Im April 2026 exportiert Kuwait zum ersten Mal seit über 30 Jahren kein einziges Barrel Rohöl - zuletzt war das während des Golfkriegs 1991 der Fall. Grund ist die Blockade der Straße von Hormus. Das berichtet das Analyseportal TankerTrackers.com. Kuwait produziert weiterhin Öl, lagert es ein oder verarbeitet es zu Raffinerieprodukten - doch der Rohölexport liegt wegen der Blockade vollständig auf Eis.

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