Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 10:39 "Auf erste Explosionen folgten Schock, Angst, Entsetzen" +++
ntv-Korrespondentin Kavita Sharma erinnert sich an den ersten Tag des Großangriffs Russlands auf die Ukraine vor vier Jahren. Sie berichtet von den ersten Einschlägen, der hektischen Massenflucht. Neben Gefühlen der Angst erstarkte jedoch auch ein Zusammenhalt und Widerstandswille, der bis heute anhält.
+++ 10:15 Ex-Soldaten erzählen von "Fleischangriffen", Folter und Exekutionen in Russlands Armee: "Das Traurigste ist, dass ich sie kannte" +++
Vier ehemalige russische Soldaten berichten in einer BBC-Dokumentation, was sie an der Front erlebt haben. Dazu gehören sogenannte "Fleischangriffe", bei denen die eigenen Soldaten ohne jede Rücksicht auf ihr Leben und in hoher Anzahl in Kampfsituationen geschickt werden, um die ukrainischen Streitkräfte mit wiederholten Angriffen zu zermürben. Sie werden als Selbstmordmissionen angesehen. Einer der früheren Soldaten beschreibt es so: "Ich habe gesehen, wie sie [die Kommandeure] eine Welle nach der anderen geschickt und Männer wie Fleisch auf die Ukrainer geworfen haben, damit ihnen die Munition und die Drohnen ausgehen und eine weitere Welle ihr Ziel erreichen kann." Zwei ehemalige Soldaten berichten auch, dass Kameraden vor ihren Augen von Kommandeuren erschossen oder gefoltert worden seien, weil sie Befehle verweigert oder von der Front geflohen waren. "Das Traurigste daran ist, dass ich sie kannte. Ich erinnere mich, wie einer von ihnen schrie: 'Nicht schießen, ich mache alles!', aber er [der Kommandant] hat sie trotzdem erschossen", sagt ein ehemaliger Soldat in der Dokumentation "The Zero Line: Inside Russia's War". Laut den Aussagen der Männer wurden sie selbst oder andere Soldaten mit Stromschlägen gefoltert, mit Urin übergossen, oder ausgehungert und dann unbewaffnet zu einem "Fleischangriff" geschickt.
+++ 09:47 Merz: "Das Schicksal der Ukraine ist unser Schicksal" +++
Bundeskanzler Friedrich Merz beschwört zum vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine erneut den Zusammenhalt der Europäer. "Seit vier Jahren ist jeder Tag und jede Nacht für die Ukrainerinnen und Ukrainer ein Albtraum. Und nicht nur für sie, sondern für uns alle. Denn der Krieg ist zurück in Europa", schreibt Merz auf der Plattform X. "Nur mit gemeinsamer Stärke werden wir ihn beenden. Denn das Schicksal der Ukraine ist unser Schicksal."
+++ 09:19 Selenskyj: USA setzen Ukraine mehr unter Druck als Russland +++
Kiew sieht sich einem stärkeren Druck aus Washington ausgesetzt als Moskau, Zugeständnisse zur Beendigung des Krieges zu machen. Er hoffe, dass US-Präsident Donald Trump und die USA Russland unter Druck setzen und den russischen Präsidenten Wladmir Putin stoppen werden, sagt Selenskyj der "Financial Times". "Aber ich verlasse mich in erster Linie auf die ukrainischen Bürger, unsere Armee und unsere Produktion", sagt er mit Blick auf die ukrainische Rüstungsproduktion.
+++ 09:12 "Unsere Unterstützung für die Ukraine war nie so wichtig wie heute" - Kristersson, Frederiksen und Stubb in Kiew +++
Neben den Spitzenvertretern der EU sind auch mehrere Staats -und Regierungschefs nordischer und baltischer Länder in die Ukraine gereist, darunter die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen, der finnische Präsident Alexander Stubb und der schwedische Regierungschef Ulf Kristersson. Ein Foto zeigt sie zusammen bei der Anreise im Zug. Kristersson kommentiert in sozialen Medien dazu: "Wir leben in einer entscheidenden Zeit für die Sicherheit Europas, und unsere Unterstützung für die Ukraine war noch nie so wichtig wie heute." Schwedens Solidarität mit dem ukrainischen Volk sei unerschütterlich, sagt er. Schweden sei 2025 einer der größten Geber militärischer Hilfe die Ukraine gewesen. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärt, "ich freue mich, die Anführer der Nordisch-Baltischen Acht, wahre und enge Verbündete in der Verteidigung von Freiheit, Gerechtigkeit und Wahrheit, willkommen zu heißen", erklärt der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf X. Die Nordisch-Baltische Acht umfasst acht nordeuropäische Länder.
+++ 08:50 Mahnmal vor russischer Botschaft prangert Invasion in Ukraine an: "Das ist nicht Russland" +++
Vor der russischen Botschaft in Berlin steht am vierten Jahrestag der russischen Invasion der Ukraine ein Mahnmal. Darauf werden die Flaggen der einzelnen ukrainischen Oblaste gezeigt, darunter die teilweise von Russland besetzten Oblaste wie zum Beispiel Donezk und Saporischschja. "This is Ukraine not Russia" (Zu Deutsch: Das ist nicht Russland"), steht dazu geschrieben.
+++ 08:40 Selenskyj: Haben unsere Unabhängigkeit verteidigt +++
Die Ukraine hat ihrem Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge ihre Unabhängigkeit verteidigt und existiert nicht nur auf der Landkarte. Der russische Präsident Wladimir Putin habe seine Ziele nicht erreicht, sagt Selenskyj am vierten Jahrestag des Kriegsbeginns in einer Fernsehansprache. "Er hat das ukrainische Volk nicht gebrochen. Er hat diesen Krieg nicht gewonnen. Wir haben die Ukraine bewahrt und werden alles tun, um Frieden zu erreichen und um Gerechtigkeit zu gewährleisten."
+++ 08:15 Russische Kleinbetriebe zahlen Preis für Putins Krieg +++
Der Druck auf die russische Wirtschaft macht sich allmählich bemerkbar. Die Öleinnahmen schwinden, das Haushaltsdefizit steigt und auch die Militärausgaben, gehen zurück. Nun versucht die Regierung, die fehlenden Einnahmen mithilfe höherer Steuersätze hereinzuholen. Das schadet jedoch vor allem kleineren Unternehmen.
+++ 07:59 Costa vom Mut der Ukraine beeindruckt +++
Bei seinem Besuch in Kiew stellt EU-Ratspräsident António Costa die Widerstandsfähigkeit der Menschen in der Ukraine heraus, die seit vier Jahren im Krieg leben. "Ich möchte dem Mut und der Entschlossenheit des ukrainischen Volkes Tribut zollen, das in diesen vier schrecklichen Jahren der großangelegten Invasion Russlands Widerstand geleistet hat, Russland in den Osten des Landes zurückgedrängt hat und weiterhin mit großem Mut die Frontlinie verteidigt." Zugleich wolle er auch der Entschlossenheit der Ukraine Tribut zollen, auf dem Weg in die EU Fortschritte zu machen. "Es ist sehr beeindruckend, wie ein Land im Krieg es schafft, die Reformen umzusetzen, die nötig sind, um im Beitrittsprozess voranzukommen."
+++ 07:39 Selenskyj nennt Putin "schlechten Schauspieler" +++
Nach den Worten des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj gibt Kremlchef Wladimir Putin nur vor, einen Frieden erreichen zu wollen. Es wäre auch kurzsichtig zu erwarten, dass der Krieg endet, wenn sich die Ukraine aus dem Donbass zurückziehen würde, sagt er der "Financial Times". Selenskyj fordert zudem US-Präsident Donald Trump auf, Moskaus "Spielchen" zu durchschauen. "Die Russen spielen Spielchen und meinen es nicht ernst damit, den Krieg zu beenden. Ich sehe das, weil sie sehr schlechte Schauspieler sind. Sie spielen mit Trump und spielen mit der ganzen Welt. So ist es nun mal. Putin glaubt, er wirke überzeugend und man könne ihm vertrauen. Nein, er ist ein schlechter Schauspieler."
+++ 07:21 Wie Drohnen den Krieg grundlegend verändert haben +++
Seit nunmehr knapp vier Jahren wehrt sich die Ukraine gegen den Überfall Russlands. Auf beiden Seiten kommen seit jeher Drohnen zum Einsatz. Sie entwickeln sich konstant weiter und verändern die moderne Kriegsführung von Grund auf.
+++ 06:58 Von der Leyen besucht Kiew: "Wir werden nicht nachgeben" +++
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist am vierten Jahrestag des Beginns des Ukraine-Krieges in Kiew eingetroffen. Sie sei dort, um "unseren anhaltenden Einsatz für den gerechten Kampf der Ukraine zu unterstreichen", schreibt sie im Onlinedienst X. Sie wolle "dem ukrainischen Volk wie dem Aggressor" eine "deutliche Botschaft" senden: "Wir werden nicht nachgeben, bis der Frieden wiederhergestellt ist. Frieden zu den Bedingungen der Ukraine." Es handelt sich bereits um von der Leyens zehnten Besuch in Kiew seit Kriegsbeginn. Die Kommissionschefin reist mit EU-Ratspräsident António Costa. Sie werden an der zentralen Gedenkzeremonie in Kiew teilnehmen und auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen. Zudem ist ein Besuch einer Energieanlage geplant, die von russischen Angriffen beschädigt wurde.
+++ 06:29 Mindestens fünf Verletzte bei Angriffen auf Saporischschja +++
Die Stadt Saporischschja ist in der vergangenen Nacht zum Ziel russischer Drohnenangriffe geworden. Laut dem staatlichen Katastrophenschutz wurden mindestens fünf Menschen, darunter ein Kind, verletzt. An einem der Einschlagsorte sei eine Drohne in eine an ein neunstöckiges Wohngebäude angrenzende Fabrik eingeschlagen. Der dadurch ausgelöste Brand habe sich über 200 Quadratmeter ausgebreitet, scheibt der Katastrophenschutz. Ein weiterer Angriff traf demnach unbebautes Gebiet in der Nähe von Wohnhäusern und beschädigte fünf Gebäude und mehrere Autos, die in einem Innenhof geparkt waren. Fotos und Videos zeigen Schäden an Mehrfamilienhäusern und Fahrzeugen. Gouverneur Iwan Fjodorow berichtet zudem von weiteren russischen Angriffen mit Drohnen und gelenkten Fliegerbomben auf die Region, bei denen ein 87-Jähriger verletzt worden sei.
+++ 05:35 UN-Chef: Ukraine-Krieg ist Schandfleck für kollektives Bewusstsein +++
Anlässlich des vierten Jahrestags des russischen Angriffs auf die Ukraine ruft UN-Generalsekretär Antonio Guterres zu einem sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand auf. "Dieser verheerende Krieg ist ein Schandfleck für unser kollektives Bewusstsein und stellt weiterhin eine Bedrohung für den regionalen und internationalen Frieden und die Sicherheit dar", heißt es in einer Mitteilung des UN-Generalsekretärs. Guterres stellt die vielen zivilen Opfer in den Vordergrund: "Die Zivilbevölkerung trägt die Hauptlast dieses Konflikts; das Jahr 2025 verzeichnete die bislang höchste Zahl getöteter Zivilisten in der Ukraine. Das ist schlicht inakzeptabel."
+++ 04:45 Wehrdienst-Fragebogen: Ein Viertel der 18-Jährigen hat geantwortet +++
Etwa 25 Prozent der angeschriebenen 18-Jährigen haben seit dem 1. Januar auf den Fragebogen der Bundeswehr zum neuen Wehrdienst geantwortet. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf aus Koalitionskreise. Demnach habe der Rücklauf bei Männern, die zur Antwort verpflichtet sind, zuletzt bei etwa 50 Prozent gelegen - und bei Frauen, die nicht antworten müssen, bei lediglich 6 Prozent. Wie hoch der Anteil derer ist, die zu einem Dienst in der Bundeswehr bereit wären, geht aus den Zahlen nicht hervor. Männliche 18-Jährige sollen den Fragebogen binnen vier Wochen beantworten. Das Verteidigungsministerium äußert sich auf Anfrage zunächst nicht.
+++ 03:12 Pistorius: Beim Bundeswehrbeschaffungsamt "Fesseln abwerfen" +++
Für Verteidigungsminister Boris Pistorius müssen die Abläufe im Bundeswehrbeschaffungsamt schneller werden. Das sei aber keine Kritik am Amt, betont der SPD-Politiker nach einem Besuch in Koblenz. Dass es das Bundeswehrbeschaffungsamt geschafft habe, das Sondervermögen von 100 Milliarden Euro zusätzlich zu laufenden Etats zu managen, sei "eine wahnsinnige Kraftanstrengung". "Jetzt geht es aber in Zukunft darum, dass jedes Jahr dreistellige Milliardenbeträge umgesetzt werden müssen", sagt Pistorius. "Um das zu können, müssen wir agiler, innovativer und schneller werden." Dabei gehe es nicht um die Arbeit einzelner Mitarbeiter, sondern um Prozesse und Abläufe. "Wir müssen Fesseln abwerfen, wir müssen Behinderungen lösen, wir müssen Bremsen lösen", so der Verteidigungsminister. Seiner Ansicht nach steigen die Anforderungen weiter. "Wir werden für die steigende Zahl an Soldatinnen und Soldaten mehr beschaffen müssen und dafür auch mehr Systeme in der Nutzung haben, logischerweise. Hinzu kommen immer schnellere Innovationszyklen." Für Drohnen lägen diese etwa inzwischen bei nur sechs bis zwölf Wochen.
+++ 02:02 Ukraine-Flüchtlinge können Entschädigung beantragen +++
Ukrainer, die wegen der russischen Invasion aus ihrem Land flüchten mussten, können künftig über das vom Europarat beaufsichtigte Schadensregister Schadensersatz fordern. "Heute eröffnet das Register eine neue Kategorie von Anträgen: Ukrainische Geflüchtete, die gezwungen waren, sich im Ausland niederzulassen, können nun Anträge auf Entschädigung für die erlittenen Schäden stellen", erklärt der Generalsekretär des Europarats, Alain Berset. Dabei soll es um den "immateriellen Schaden" gehen, den die Geflüchteten erlitten haben. Das Schadensregister war im Mai 2023 eingerichtet und unter die Ägide des Europarats gestellt worden. Es hat zum Ziel, Menschenrechtsverletzungen im Verlauf des Krieges zu erfassen, um die Höhe der von Russland zu leistenden Reparationen beziffern zu können. Ukrainerinnen und Ukrainer können bereits Anträge auf Entschädigung für Kriegsfolgen stellen, darunter erzwungene Vertreibung, Tod oder Verschwinden von Angehörigen, Zerstörung ihres Hauses und Folter. Dem Europarat zufolge wurden bisher rund 110.000 Anträge auf Schadensersatz gestellt. Nach Angaben des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) befinden sich 6,8 Millionen Menschen, die die Ukraine verlassen mussten, weiterhin außerhalb des Landes.
+++ 01:22 EU scheitert mit Plänen zum Jahrestag von Ukraine-Krieg +++
Der EU ist es nicht gelungen, vor dem vierten Jahrestag der russischen Invasion in die Ukraine den Weg für neue Sanktionen gegen Moskau und milliardenschwere Finanzhilfen für Kiew freizumachen. Insbesondere Ungarn blockiert nach Angaben von EU-Diplomaten weiter die notwendigen Beschlüsse dafür. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 00:48 Explosion vor Bahnhof in Moskau: Mindestens ein Toter +++
Vor einem Bahnhof in Moskau ist in der Nacht ein Sprengsatz detoniert, mindestens eine Person ist tot. Nach ersten Berichten russischer Agenturen soll ein Unbekannter den Sprengkörper um kurz nach Mitternacht (Ortszeit) an einem Polizeiauto deponiert haben. Ein Polizist sei bei der Explosion getötet worden, zwei andere verletzt. Der Tatverdächtige ist offenbar flüchtig. Die Tat ereignete sich unweit des Bahnhofs Savelovsky, einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt.
Update 01:15: Nach Informationen des russischen Innenministeriums ist auch der mutmaßliche Täter vor Ort gestorben.
+++ 23:09 Slowakei soll wieder Öl über die Druschba-Pipeline bekommen +++
Die unterbrochenen Öllieferungen über die Druschba-Pipeline in die Slowakei sollen an diesem Mittwoch wieder aufgenommen werden. Über diese Verzögerung habe die ukrainische Seite den Netzbetreiber Transpetrol informiert, teilt das slowakische Wirtschaftsministerium mit. Die Regierung in Bratislava hatte im Streit über die Lieferungen die Einstellung der Nothilfe für das ukrainische Stromnetz angeordnet.
+++ 22:15 Selenskyj: "Oreschnik"-Show in Belarus soll EU einschüchtern - Europa sollte reagieren +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert die NATO auf, das in Belarus stationierte russische Mittelstreckenraketensystem "Oreschnik" als legitimes militärisches Ziel zu behandeln, berichtet "European Pravda" unter Berufung auf sein Interview mit dem belarussischen Oppositionsmedium Zerkalo. Selenskyj argumentiert, dass Russland und Belarus eine "Show" um den Einsatz inszenieren, da der gesamte Raketenkomplex noch nicht geliefert worden sei - bisher seien nur "die entsprechenden Fahrzeuge" eingetroffen. Der Zweck sei es, Europa einzuschüchtern. "Meiner Meinung nach sollte die NATO 'Oreschnik' als legitimes Ziel betrachten. Die Ukraine wird ihrerseits diese Bedrohung bewerten", so Selenskyj. Zudem richtet er eine Warnung an den belarussischen Staatschef Alexander Lukaschenko: "Er sollte keine Spielchen spielen, denn nach diesen Schritten werden die Russen 'Oreschnik' auf belarussisches Territorium bringen, ohne Lukaschenko überhaupt zu konsultieren."
+++ 21:50 Noch immer Kälte in Kiew - Italien sendet Generatoren und Heizkessel +++
Italien liefert zehn Stromgeneratoren an die Ukraine, wie die italienische Botschaft in Kiew auf Facebook bekannt gibt. Die Lieferung geht auf eine Vereinbarung zwischen der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zurück. Jede Einheit ist auf Rädern montiert, sodass sie schnell dorthin gebracht werden kann, wo sie dringend benötigt wird. Zusätzlich zu den Generatoren schickt Italien mehr als 300 Heizkessel in die Ukraine. "Italien unterstützt weiterhin die Aufrechterhaltung der grundlegendsten Dienstleistungen für die ukrainische Bevölkerung, da die russischen Angriffe anhalten und die Wintertemperaturen weiterhin extrem niedrig sind", sagt der italienische Botschafter in der Ukraine, Carlo Formosa.
+++ 21:21 Vier Jahre Vollinvasion des Kremls - Ukraine legt verheerende Zahlen über Russlands Armee vor +++
Vier Jahre nach Beginn der Vollinvasion Russlands ist es dem Land nicht gelungen, seinen ursprünglichen Plan, die Ukraine innerhalb von "drei Tagen" zu erobern, umzusetzen, schreibt das ukrainische Verteidigungsministerium in einer Bilanz. In diesem Zeitraum beliefen sich die Gesamtverluste Russlands dem Bericht zufolge auf über 1,2 Millionen getötete und verwundete Soldaten. Allein 2025 habe die russische Armee 418.000 Soldaten verloren. Der Donbass ist noch immer nicht vollständig besetzt. Bei der derzeitigen Vorstoßgeschwindigkeit würde die russische Armee nach ukrainischen Angaben mehrere Jahre benötigen, um die Region Donezk vollständig zu besetzen, heißt es weiter. Neben den Verlusten an Personal erleidet Russland weiterhin erhebliche Verluste an militärischer Ausrüstung – darunter gut 1500 Panzer und 2925 gepanzerte Fahrzeuge sowie knapp 14.000 Artilleriegeschütze, erklärt das Verteidigungsministerium. Zudem berichtet die Generalstaatsanwaltschaft, dass seit Februar 2022 mehr als 216.000 Verbrechen und Kriegsverbrechen registriert wurden.
+++ 21:02 Lädt sonst nur zur Wiederholung ein - Ukraine beharrt auf Reparationszahlungen durch Russland +++
Vor dem vierten Jahrestag des russischen Einmarsches besteht die Ukraine auf Reparationen für die Kriegsschäden und die Opfer. "Ein Frieden ohne Folgen für den Aggressor stellt eine Einladung zur Wiederholung der Tat in unterschiedlichen Ecken der Welt dar", sagt der Leiter der Präsidialkanzlei, Kyrylo Budanow, bei einer Rede auf einer Konferenz in Kiew. Es wäre sonst ein Beispiel für alle autoritären Regierungen: "Überfalle, töte, zerstöre, und es wird dir nichts passieren." Kiew organisiert regelmäßig Konferenzen dieser Art, um die internationale Unterstützung für das Land aufrechtzuerhalten. Kiew hat die bisher verursachten materiellen Schäden mit umgerechnet mehr als 400 Milliarden Euro beziffert.
+++ 20:30 Ukrainische NGOs kontern Selenskyj: Kein Referendum zu Friedensvereinbarung abhalten +++
Rund 50 ukrainische zivilgesellschaftliche Gruppen fordern die Behörden auf, die Idee einer möglichen Friedensvereinbarung durch ein Referendum aufzugeben, wie aus einer Erklärung hervorgeht, die die ukrainische Medienaufsichtsbehörde Detector Media veröffentlicht. Die Idee eines Referendums wurde aufgegriffen, nachdem die USA die Ukraine dazu gedrängt hatten, ein Friedensabkommen mit Russland anzustreben und dafür noch weitere Gebietsverluste in Kauf zu nehmen. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte im Dezember, dass alle territorialen Zugeständnisse zur Beendigung des russischen Angriffskriegs, die in einem von den USA unterstützten Friedensplan erwähnt werden, vom ukrainischen Volk entschieden werden sollten, möglicherweise durch ein Referendum. Er beauftragte die Gesetzgeber mit der Ausarbeitung von Gesetzesentwürfen, um Änderungen des Wahlgesetzes während des Kriegsrechts zu ermöglichen. "Wir können nicht zulassen, dass der Präsident der Ukraine oder von ihm bevollmächtigte Personen ein Abkommen schließen, das die territoriale Integrität unseres Staates gefährden und die Abtretung eines Teils seines Hoheitsgebiets zur Folge haben würde", heißt es in der Erklärung.
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