Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 10:55 Ukraine: Streitkräfte töten 82.000 Russen mit unbemannten Waffensystemen +++
Die ukrainischen Streitkräfte haben mit unbemannten Waffensystemen (USF) innerhalb von zehn Monaten rund 82.000 russische Soldaten ausgeschaltet. Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf Angaben des ukrainischen Militärs. Die USF-Einheit der ukrainischen Streitkräfte veröffentlicht auf Facebook ein Video, das einige der Aktionen zeigen soll. Durch die USF soll vor allem die russische Infanterie getroffen werden, um das Offensivpotenzial der russischen Streitkräfte zu untergraben, zitiert Urkinform aus der Mitteilung USF-Einheit.
+++ 10:08 ISW: Russischer Geheimdienst übernimmt Kontrolle über U-Haftanstalten +++
Der russische Inlandsgeheimdienst (FSB) hat Berichten zufolge die Kontrolle über sieben von acht russischen Untersuchungshaftanstalten (SIZOs) übernommen. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Die Analysten sehen dies als Teil der umfassenden Bemühungen des Kremls, den inneren Sicherheitsapparat zu stärken.
SIZO steht für Sledstwenny Isoljator, was übersetzt Untersuchungshaftanstalt bedeutet. Sie dienen zur Unterbringung von Personen, die sich in Untersuchungshaft befinden, also vor der eigentlichen Verhandlung. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen gelten SIZOs als Foltergefängnisse, in denen vor allem politische Gefangene inhaftiert werden. Im SIZO-2 im russischen Taganrog soll die ukrainische Journalistin Wiktorija Roschtschyna ermordet worden sein.
+++ 09:21 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++
Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.311.180 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1070. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem neun Panzer, 73 Artilleriesysteme und 2081 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 11.859 Panzer, 39.871 Artilleriesysteme, 1345 Flugabwehrsysteme und 435 Flugzeuge, 350 Hubschrauber, 233.866.724 Drohnen, 33 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind.
+++ 08:39 ISW: Ukrainische Streitkräfte gewinnen Gebiete im Raum Kostjantyniwka-Druschkiwka zurück +++
Die ukrainischen Streitkräfte sind kürzlich im taktischen Gebiet Kostjantyniwka-Druschkiwka in der Region Donezk sowie im Gebiet um Huljajpole und Novopavlivka in der Region Saporischschja vorgerückt. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.
+++ 08:00 "Boris in the kill zone": Britischer Ex-Premier besucht Front in der Ukraine +++
Der frühere britische Premierminister Boris Johnson besucht erstmals die Frontlinien im südlichen Gebiet Saporischschja und veröffentlicht dazu einen Frontbericht aus der Ukraine. In seinem Artikel in der "Daily Mail" beschreibt Johnson die harte Realität, der ukrainische Soldaten und Zivilisten ausgesetzt sind, und kritisiert gleichzeitig die westlichen Partner für ihre mangelnde Unterstützung der Ukraine. Johnson besuchte die 65. Separate Mechanisierte Brigade der Ukraine, die in der Nähe der Stadt Huliaipole operiert. "Willkommen in der Todeszone und willkommen zurück im Krieg, den der Westen zu vergessen droht", sagt Johnson. Johnson war von 2019 bis 2022 im Amt und gehörte zu den entschiedensten Unterstützern der Ukraine. Er besuchte das Land während des Krieges mehrmals.
+++ 07:11 ISW: Russland tötet mit Drohnen systematisch ukrainische Zivilisten +++
Aus verfügbaren unabhängigen Berichten geht hervor, dass das russische Militär Kurzstrecken-First-Person-View-Drohnen systematisch gegen ukrainische Zivilisten einsetzt. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Deshalb seien die russischen Streitkräfte verantwortlich, für den Anstieg der zivilen Opfer im Krieg in der Ukraine ist. Die Analysten des ISW beziehen sich dabei primär auf den aktuellen Bericht der UN-Menschenrechtsbeobachtungsmission in der Ukraine (HRMMU). Kurzstreckenwaffen, darunter Drohnen, töteten laut HRMMU im März 2026 66 Zivilisten und 369 wurden verletzt – mehr als jede andere Waffe. Es ist die höchste monatliche Anzahl an zivilen Opfern seit Juli 2025, so die Experten der HRMMU.
+++ 06:28 Trotz Waffenruhe: Russen töten ein ukrainisches Evakuierungsteam und exekutieren vier Gefangene +++
Nahe Huliaipilske in der ukrainischen Region Saporischschja haben russische Streitkräfte während der sogenannten "Waffenruhe" ein ukrainisches Evakuierungsteam mit Hilfe von FPV-Drohnen getötet und vier Gefangene in der Nähe von Veterinarne in der Region Charkiw exekutiert. Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf OSINT-Analysten von DeepState auf Telegram gemeldet, die auch entsprechendes Videomaterial veröffentlichten.
+++ 05:39 Selenskyj schlägt Moskau dauerhafte Waffenruhe vor +++
Der Generalstab in Kiew wirft Russland Hunderte Verstöße gegen die von Kreml angeordnete Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest vor (Siehe Eintrag um 00:24 Uhr). Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt in seiner abendlichen Videobotschaft, er hoffe trotzdem, dass die Waffenruhe dieses Mal funktioniere. "Ostern sollte eine Zeit der Sicherheit und des Friedens sein. Es wäre richtig, wenn der Waffenstillstand über die Feiertage hinaus andauern würde", sagt er. "Wir haben diesen Vorschlag an Russland weitergeleitet, und sollte Russland erneut den Krieg dem Frieden vorziehen, wird es der Welt und insbesondere den Vereinigten Staaten einmal mehr zeigen, wer wirklich wofür steht", meint Selenskyj und warnte Russland vor erneuten Verstößen gegen die Waffenruhe: "Die Ukraine wird symmetrisch reagieren", sagt er. "Wenn es keine russischen Raketen oder Drohnen gibt, werden wir auch im Luftraum eine Waffenruhe einhalten. Die gleiche Aufgabe gilt für die Frontlinie. Aber jede ukrainische Einheit behält sich das Recht für eine Reaktion vor", führt er aus.
+++ 04:48 Abgestürzte Drohne und nicht explodierter Sprengkopf in Finnland gefunden +++
In Finnland sind eine abgestürzte Drohne und ein nicht explodierter Sprengkopf entdeckt worden. Der Fund sei im Süden des Landes gemacht worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Der Sprengkopf solle mit Hilfe der Armee entschärft werden. Die Drohne wurde den Angaben zufolge in einem unbewohnten Gebiet entdeckt, es wurde niemand verletzt. Zur Herkunft der Drohne und zum mutmaßlichen Absturzdatum wurden keine Angaben gemacht. Allerdings erklärte die Polizei: "Nach aktuellem Kenntnisstand ähnelt das in einem Wald bei Iitti gefundene unbemannte Fluggerät jenen, die Ende März in Südostfinnland entdeckt wurden." Am 29. März waren zwei Drohnen in Finnland abgestürzt, eine dritte wurde zwei Tage später entdeckt. Zwei der Drohnen wurden als ukrainisch identifiziert. Kiew entschuldigte sich bei Finnland für die Vorfälle und erklärte, die Drohnen seien vermutlich aufgrund russischer Einmischung von ihren Flugrouten abgewichen und in Finnland abgestürzt.
+++ 02:48 Orthodoxes Osterfest: Putin lobt Kirche für Unterstützung im Krieg +++
Der russische Präsident Wladimir Putin dankt dem Oberhaupt der orthodoxen Kirche, Patriarch Kyrill, für dessen Unterstützung der Kämpfer in der Ukraine. "Ich möchte besonders die wirksame Hilfe hervorheben, die Sie unseren Helden - den Teilnehmern und Veteranen der militärischen Spezialoperation - zukommen lassen", schreibt Putin russischen Nachrichtenagenturen zufolge in einem Gruß zum orthodoxen Osterfest. Darin bezeichnet er das Fest zudem als "Triumph der Liebe, des Guten und der Gerechtigkeit". Putin besucht demnach nach Mitternacht den orthodoxen Ostergottesdienst in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale.
+++ 01:34 JU-Chef Winkel fordert Rückkehr zur Wehrpflicht im nächsten Januar +++
Der Chef der Jungen Union, Johannes Winkel, hat eine Rückkehr zur Wehrpflicht schon im kommenden Januar gefordert. "Wir diskutieren seit Jahren, dass der Bundeswehr zehntausende Soldaten fehlen. Ich glaube kaum, dass wir Putin damit beeindrucken, indem wir nun Fragebögen durch das Land schicken und mit einem irren bürokratischen Aufwand auswerten", sagt Winkel den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Auch hier ist Mut zu Entscheidungen gefordert: Wiedereinführung der Wehrpflicht ab dem 1. Januar 2027."
+++ 00:24 Kiew meldet hunderte russische Verstöße gegen Oster-Feuerpause +++
Bereits wenige Stunden nach Inkrafttreten einer Feuerpause zum orthodoxen Osterfest hat Russland nach ukrainischen Angaben hunderte Male dagegen verstoßen. "Seit 16.00 Uhr wurden 469 Verstöße gegen die Waffenruhe registriert", erklärt der Generalstab der ukrainischen Armee. Es habe unter anderem 22 direkte Angriffe sowie 153 Bombenangriffe gegeben. Zudem seien fast 300 Drohnenangriffe gezählt worden.
+++ 23:23 Orban: "Wir haben nichts mit diesem Krieg zu tun" +++
Ungarns rechtspopulistischer Ministerpräsident Viktor Orban betont am Vorabend der Parlamentswahl erneut, dass nur ein Sieg seiner Partei Fidesz verhindere, dass sein Land in den Krieg in der von Russland angegriffenen Ukraine hineingezogen werde. "Frieden ist das wichtigste Ziel dieser Wahl", sagt Orban vor Tausenden Anhängern in Budapest. "Wir werden unsere Kinder nicht in den Krieg (in der Ukraine) ziehen lassen", betont er. "Wir haben nichts mit diesem Krieg zu tun, es ist ein Bruderkrieg zwischen zwei slawischen Völkern". Orban kämpft seit Monaten hauptsächlich mit Kritik an der Ukraine und Angstmache rund um eine mögliche Verstrickung Ungarns in den Krieg im Nachbarland um Wählerstimmen. Orban weist zugleich den von vielen Kritikern geäußerten Vorwurf zurück, eine russlandfreundliche Politik zu betreiben. Dass der Vorwurf nicht stimme, zeige sich auch daran, dass die derzeitige US-Regierung ihn unterstützt. Dies sei ein Beweis dafür, "dass wir zum Westen gehören", sagt Orban.
+++ 22:09 Russen greifen Obus in Cherson an - Fahrer tot +++
Bei russischen Drohnenangriffen auf die Stadt Cherson sind ein Trolleybus und ein Minibus getroffen worden. Der Fahrer des Trolleybusses erlag später seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus. Der Fahrer des Minibusses wurde schwer verletzt. Darüber hinaus griffen russische Streitkräfte dreimal zivile Fahrzeuge an, dabei gab es weitere Verletzte. Nach Angaben der ukrainischen Regionalverwaltung ereigneten sich alle Angriffe noch vor Inkrafttreten der Osterwaffenruhe.
+++ 21:28 Ukraine greift Ölanlagen in Russland und auf der Krim an +++
Die ukrainischen Streitkräfte haben in der vergangenen Nacht zwei Ölanlagen angegriffen: die Ölpumpstation Krymskaja im russischen Krasnodar sowie ein Öldepot in Gwardijskoje auf der besetzten Halbinsel Krim. Russische Behörden hatten zuvor einen Brand im Depot in der Region Krasnodar gemeldet und ihn auf herabfallende Drohnentrümmer zurückgeführt. Zudem traf die Ukraine in derselben Nacht Munitionslager in den Oblasten Donezk und Saporischschja sowie Drohnenkontrollpunkte in Saporischschja und Cherson. Russland meldete seinerseits den Abschuss von 99 ukrainischen Drohnen über mehreren Regionen. Die Pumpstation Krymskaja war bereits am 9. April Ziel eines ukrainischen Angriffs gewesen.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.