Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 11:09 Russland: Ukraine überzieht russische Grenzregion Belgorod mit Drohnen +++
Die ukrainischen Streitkräfte sollen in den vergangenen 24 Stunden Siedlungen in der Region Belgorod mit 64 Drohnen angegriffen und 53 Munitionsteile abgefeuert haben. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf einen Telegram-Post des regionalen Einsatzstabes. Zuvor hatte der regionale Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow in den sozialen Medien von dem "massivsten" Angriff auf die Stadt Belgorod geschrieben (siehe Eintrag 05:42).
+++ 10:48 Selenskyj: Russland greift Ukraine binnen einer Woche mit mehr als 1700 Drohnen an +++
Allein in dieser Woche sollen die Russen mehr als 1700 Angriffsdrohnen, über 1380 gelenkte Luftbomben und 69 Raketen verschiedener Typen auf die Ukraine abgefeuert haben. Das schreibt der ukrainische Präsident auf der Plattform X. Russlands Hauptziele seien der ukrainische Energiesektor, die kritischen Infrastrukturen sowie Wohngebäude gewesen, so Selenskyj. Gemeinsam mit Europa und den USA arbeite die Ukraine weiter daran, ihren Luftraum stärker zu schützen. Heute sei er zu Gesprächen mit Litauen und Polen in die litauische Hauptstadt Vilnius gereist. "Jeder muss sich der Bedrohung durch Russland klar bewusst sein, und unsere Nationen verstehen dies am besten. Ich danke allen, die uns helfen, stark zu bleiben", so Selenskyj.
+++ 09:59 ISW: Russische Militärblogger erkennen Widersprüche in offiziellen Kreml-Behauptungen zum Schlachtfeld +++
Russische Militärblogger weisen auf die Diskrepanz zwischen den Behauptungen des russischen Militärkommandos über Fortschritte und der Realität auf dem Schlachtfeld hin, insbesondere in Richtung Kupjansk. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Russische Militärblogger lehnen zunehmend die alternative Realität auf dem Schlachtfeld ab, die der russische Präsident Wladimir Putin und hochrangige russische Militärkommandeure zu schaffen versuchen, so das ISW. Das russische Militärkommando hingegen hält weiterhin an dieser alternativen Realität fest. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.
+++ 09:17 Ukraine: Rund 1700 Häuser in Kiew weiterhin ohne Heizung +++
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einer Serie russischer Luftangriffe laut Behördenangaben noch immer rund 1700 Wohngebäude ohne Heizung. Seit dem Vorabend sei die Wärmeversorgung in mehr als 1600 Häusern wiederhergestellt worden, schreibt Bürgermeister Vitali Klitschko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Die Reparaturarbeiten dauerten an. Russland hatte das ukrainische Energiesystem mit Raketen und Drohnen angegriffen, was bei derzeitigen Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt zu weitreichenden Ausfällen führte.
+++ 08:33 Bericht: Ukrainischer Grenzschutz schnappt russischen Soldaten in Charkiw +++
Soldaten des ukrainischen Grenzschutzes sollen in der ukrainischen Region Charkiw einen russischen Soldaten festgenommen haben. Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf ein Video, das der Grenzschutz in den sozialen Medien veröffentlichte. Die Drohnenpiloten des Grenzschutzes kontrollieren demnach die Grenzen mit Drohnen aus der Luft. Dabei haben sie den russischen Soldaten entdeckt und mit Beschuss aus seinem Versteck gelockt. Der Russe signalisierte, dass er sich ergeben wolle, und wurde von den Grenzschutz-Soldaten festgenommen.
+++ 07:41 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++
Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.234.040 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1020. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem zwei Panzer, 32 Artilleriesysteme und 847 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 11.605 Panzer, 36.612 Artilleriesysteme, 1286 Flugabwehrsysteme und 434 Flugzeuge, 347 Hubschrauber, 114.896 Drohnen, 28 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind.
+++ 07:04 ISW: Russen rücken bei Kostjantyniwka weiter vor +++
Die ukrainischen Streitkräfte sind kürzlich im taktischen Gebiet Kostjantyniwka-Druschkiwka und in der Slowjansk in der Region Donezk vorgerückt. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Geolokalisierte Aufnahmen zeigten eine mutmaßliche russische Infiltration in der Ostrovskoho-Straße im Osten von Kostjantyniwka, so die ISW-Analysten. Zudem gibt es geolokalisierte Aufnahmen, die laut ISW russische Gebietsgewinne im Südosten der Industriestadt im Donezk zeigen sollen. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.
+++ 06:25 Ukraine: Experten entschärfen russische Iskander-Rakete in Kiew +++
Sprengstofftechniker der Kiewer Polizei haben den Sprengkopf einer russischen ballistischen Rakete vom Typ Iskander-M entschärft, die im Stadtteil Dniprovskyi in Kiew nicht detoniert war. Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf Angaben der Kiewer Polizei, die die Entschärfungsaktion auf den sozialen Medien bekannt gibt. In der Nacht zum Samstag hatte Russland die Ukraine mit rund 370 Drohnen und mindestens 20 Raketen angegriffen. Fragmente der russischen Iskander-M-Rakete mit einem etwa eine halbe Tonne schweren Sprengkopf wurden danach in einem Kiewer Wohngebiet im Stadtteil Dniprovskyi gefunden. Sie stellten eine erhebliche Gefahr dar. Nun gibt die Polizei der ukrainischen Hauptstadt Entwarnung. Nach Angaben der Polizei wird die Rakete auf einem Schießplatz entsorgt.
+++ 05:42 Russland: Massiver Angriff auf Belgorod +++
Das russische Belgorod soll von einem ukrainischen Angriff getroffen worden sein, den der regionale Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow als den "massivsten" Angriff auf die Stadt bezeichnet. Angeblich waren US-amerikanische HIMARS-Systeme beteiligt, zitiert der "Kyiv Independent" den Gouverneur. Nach ersten Erkenntnissen gebe es keine Opfer, schreibt Gladkow, aber es habe Schäden an der Energieinfrastruktur gegeben. Eine Bestätigung für den Angriff gibt es derzeit nicht.
+++ 04:50 Wadephul fordert Ende der Debatte über Zerfall der Nato +++
Nach der Annäherung zwischen den USA und Europa im Grönland-Konflikt fordert Außenminister Johann Wadephul ein Ende der Debatte über einen möglichen Zerfall der Nato und betont, das Band sei "felsenfest". Die Europäer sollten "nicht Diskussionen über ein Ende dieses Bündnisses beginnen, die in Washington überhaupt nicht geführt werden", sagt der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag". Die Alliierten sollten sich nun wieder auf die Verteidigungsfähigkeit gegenüber Russland konzentrieren, sagt Wadephul der Zeitung.
+++ 03:50 Witkoff bewertet Gespräche in Abu Dhabi als "sehr konstruktiv" +++
In der kommenden Woche sind nach US-Angaben weitere Gespräche zur Beendigung des Ukraine-Kriegs in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant. Zu den am vergangenen Freitag und Samstag abgehaltenen trilateralen Gesprächen zwischen Kiew, Moskau und Washington schreibt der US-Sondergesandte Steve Witkoff auf der Plattform X, diese seien "sehr konstruktiv" gewesen. Es seien Pläne gemacht worden, "die Gespräche nächste Woche in Abu Dhabi fortzusetzen."
+++ 02:22 Russland meldet Einnahme von Dorf Staryzja in Region Charkiw +++
Russland meldet die Einnahme des Dorfes Staryzja in der nordostukrainischen Region Charkiw. Der ukrainische Generalstab bestätigt dies nicht, spricht aber von sechs russischen Angriffen in dem Gebiet. Das russische Verteidigungsministerium meldet zudem nächtliche Angriffe auf ukrainische Drohnen-Standorte und Energieanlagen. Die Angaben lassen sich zunächst nicht überprüfen.
+++ 00:45 Spionage: EU-Meldepflicht für russische Diplomaten in Kraft getreten +++
Zur Abwehr vor Spionage und Desinformation gilt in der EU ab heute eine Meldepflicht für russische Diplomaten und Konsularbeamte sowie für ihre Mitarbeiter und Familienangehörigen. Sie müssen ab nun ihre Reisen zwischen Mitgliedstaaten mindestens 24 Stunden vorab in den Ziel- und Durchreiseländern anmelden. Letztere können zudem auch eine Genehmigungspflicht für die Einreise oder Durchreise einführen, um Reisen im Zweifelsfall verbieten zu können. Als Begründung für die Einschränkung der Bewegungsfreiheit heißt es, die betroffenen Personen würden zum Teil eingesetzt, um nachrichtendienstliche Operationen zur Verteidigung der russischen Aggression gegen die Ukraine durchzuführen. Solche Maßnahmen umfassten in erster Linie die Beteiligung an geheimen Aktivitäten wie Spionage und die Verbreitung von Desinformation über den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, um die öffentliche Meinung zu verzerren.
+++ 23:51 Kiew: 41 mobile Küchen versorgen Bürger ohne Gas +++
In Kiew richtet der staatliche Katastrophenschutzdienst der Ukraine (SES) auf Anweisung der Regierung 41 mobile Küchen ein, um Bewohner von Gebäuden ohne Gasversorgung mit warmen Mahlzeiten zu versorgen. Das berichtet die ukrainische Premierministerin Julia Swyrdenko auf Facebook. "Da in Gebäuden ohne Gasanschluss die Heizung ausfällt, können die Menschen keine warmen Mahlzeiten zubereiten.“ Innerhalb einer Woche seien mehr als 26.000 Portionen warmes Essen ausgegeben worden, fügt Swrydenko laut Ukrinform hinzu.
+++ 22:24 Schmyhal: Russlands ständige Angriffe verhindern Stabilisierung des ukrainischen Stromnetzes +++
Die anhaltenden russischen Angriffe verhindern die Stabilisierung der ukrainischen Stromversorgung, berichtet Energieminister Denys Schmyhal bei Telegram. "Über Nacht wurde die Ukraine erneut Opfer eines massiven russischen Angriffs. Der Feind griff Energieanlagen, Fernwärmenetze und andere zivile Infrastruktur in den Regionen Kiew, Charkiw, Tschernihiw und weiteren Gebieten an", so Schmyhal.
+++ 21:45 Behörden melden Raketenangriff auf russische Grenzregion +++
Die westrussische Großstadt Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine ist nach Behördenangaben von einem schweren Raketenangriff getroffen worden. "Unseren Informationen nach war es der massivste Raketenbeschuss Belgorods (seit Kriegsbeginn)", schrieb der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, bei Telegram. Demnach wurden Energieanlagen getroffen. Tote und Verletzte habe es ersten Informationen nach aber nicht gegeben, fügte er hinzu. Russland beschießt seit Kriegsbeginn systematisch die Infrastruktur der benachbarten Ukraine. Das Energienetz dort ist inzwischen so geschwächt, dass vielerorts die Menschen täglich stundenlang ohne Strom und Heizung auskommen müssen. Aber auch die Russen selbst spüren zunehmend die Folgen des Kriegs. Belgorod ist in Russland eine der am stärksten betroffenen Regionen. Wegen ukrainischer Angriffe ist dort ebenfalls die Stromversorgung eingeschränkt.
+++ 21:08 Wasserversorgung in Kiew nach russischem Angriff wieder hergestellt +++
Die Wasserversorgung in Kiew ist nach den schweren russischen Angriffen vollständig wiederhergestellt. Dies teilt das Wasserversorgungsunternehmen Kyivvodokanal laut Ukrinform mit. Demnach haben Spezialisten die Wasserversorgung im nahezu gesamten rechten Teil der Stadt wiederhergestellt. Im Petscherskyj-Bezirk ist jedoch weiterhin ein reduzierter Wasserdruck zu verzeichnen. "Das städtische Wasserversorgungssystem wird in Kürze wieder voll funktionsfähig sein", heißt es darin.
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