Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 01:21 Ein Toter und acht Verletzte bei russischen Angriffen +++

09.04.2026, 00:01 Uhr

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine ist ukrainischen Angaben zufolge ein Mensch getötet worden. Mindestens acht weitere wurden verletzt. In der südlichen Region Odessa haben russische Drohnen zudem ein Umspannwerk, wie die Behörden mitteilen. In der südöstlichen Region Saporischschja ist ein Mann bei einem Angriff mit Gleitbomben ums Leben gekommen. Weitere Verletzte werden aus mehreren Regionen im Osten und Süden des Landes gemeldet.

+++ 23:55 Moskau bestellt Japans Botschafter ein +++

Das Investment eines japanischen Rüstungsproduzenten in einen ukrainischen Drohnenhersteller sorgt in Russland für Verdruss. Moskau hat deshalb den japanischen Botschafter einbestellt. Die Zusammenarbeit von Terra Drone aus Tokio mit dem ukrainischen Hersteller Amazing Drones markiert einen Kurswechsel Japans. Bislang hatte die Regierung von derartigen Kooperationen abgeraten. Moskau betrachtet das Investment laut eigenen Angaben als "feindselig" und spricht von einem "historischen Tiefpunkt" in den Beziehungen mit Japan.

+++ 22:02 Ukraine rückt in der Region Donezk vor +++

Ukrainische Einheiten rücken nach Angaben von Experten in der Region Donezk nahe der Stadt Jampil vor. Laut dem Bericht des Institute for the Study of War (ISW) zeigen geolokalisierte Aufnahmen, dass russische Truppen ukrainische Stellungen im Zentrum von Jampil angegriffen haben.

+++ 21:07 Nobel-Komitee warnt vor Einstufung Memorials als "extremistisch" +++

Das Nobel-Komitee in Oslo warnt vor einer möglichen Einstufung der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial als "extremistisch". Das Komitee sei "zutiefst beunruhigt" über den jüngsten Versuch der russischen Behörden, Memorial "zu zerstören", indem sie versuchten, eine angebliche "Internationale Memorial-Bewegung" als "extremistische Organisation" einzustufen, erklärt Nobel-Komitee-Chef Jörgen Watne Frydnes. Eine solche Organisation als extremistisch einzustufen, sei "ein Affront gegen die Grundwerte der Menschenwürde und der Meinungsfreiheit". Vor dem Obersten Gericht Russlands wird am morgigen Donnerstag ein endgültiges Verbot Memorials verhandelt. 

+++ 20:18 Bericht: Profile entführter Kinder erscheinen auf russischem Adoptionsportal +++

Die Profile von Kindern, die gewaltsam aus einem Waisenhaus in Cherson verschleppt wurden, sind offenbar auf einem staatlichen russischen Adoptionsportal aufgetaucht. Das berichtet die "Kyiv Post". Laut dem ukrainischen Parlamentsbeauftragten für Menschenrechte, Dmytro Lubinez, enthalten die Daten keinerlei Hinweise auf die ukrainische Herkunft der Kinder, was als gezielter Versuch gewertet werde, ihre Identität zu verschleiern und ihre Verschleppung zu "legalisieren". Dies ist laut Lubinez systematische Praxis, die von Zwangsumsiedlung über Dokumentenänderungen bis hin zu Umerziehung und Militarisierung reiche, während betroffene Kinder ihrer Sprache, Erinnerung und Identität beraubt würden. Nach Angaben des Humanitarian Research Lab der Yale-Universität wurden seit 2022 mindestens 210 Einrichtungen identifiziert, in denen ukrainische Kinder untergebracht wurden. Kiew fordert seit Langem internationale Unterstützung bei der Rückführung der Kinder.

+++ 19:26 SBU deckt russische Router-Hacking-Kampagne auf +++

Der ukrainische Sicherheitsdienst SBU hat offenbar gemeinsam mit dem FBI, polnischen und EU-Behörden eine groß angelegte Cyber-Spionageoperation des russischen Militärgeheimdienstes GRU aufgedeckt. Einem Bericht des "Kyiv Independent" zufolge wurden über kompromittierte WLAN-Router Nutzer in der Ukraine, Europa und den USA ausspioniert. Hacker fingen demnach Passwörter, Authentifizierungstoken und E-Mails ab. Die gestohlenen Informationen waren laut SBU für zukünftige Cyberangriffe und Desinformationskampagnen bestimmt. Die Operation zielte demnach auf die Kommunikation von Regierungsbeamten, Militärangehörigen und Mitarbeitern des ukrainischen Verteidigungssektors ab. Mittlerweile seien Hunderte kompromittierter Server und Router blockiert, die Ermittlungen zur Identifizierung der Täter liefen weiter.

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