Iran-Krieg im Liveticker+++ 16:12 Bericht: Iran erlaubt Thailand Öltransporte durch die Straße von Hormus +++
Nach Angaben von Thailands Ministerpräsident Anutin Charnvirakul will der Iran thailändischen Öltankern eine sichere Fahrt durch die Straße von Hormus gewähren. Mit dem Iran sei ein Abkommen ausgehandelt worden, berichtet die Tageszeitung "Bangkok Post". Die Störung der Öllieferungen halte länger an als erwartet, beklagt Thailands Ministerpräsident.
+++ 15:34 Journalisten von Hisbollah-nahen Sendern bei Angriff getötet +++
Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon sind eine Reporterin und ein Reporter von zwei Hisbollah-nahen Fernsehsendern getötet worden. Der TV-Sender der proiranischen Hisbollah Al-Manar meldet, dass ihr langjähriger Korrespondent Ali Schuaib bei einem Angriff bei Dschesin im Süden des Landes ums Leben kam. Zudem berichtet der proiranische Sender Al-Majadin, dass bei dem Angriff ihre Reporterin Fatima Fatuni getötet wurde.
+++ 15:16 Israel ordnet Zwangsumsiedlung von sieben Dörfern im Südlibanon an +++
Das israelische Militär spricht eine neue Drohung gegen die Bewohner im Südlibanon aus: Ganze Ortschaften werden aufgefordert, nach Norden umzusiedeln. Militärsprecher Avichay Adraee sagt in einem Beitrag auf X, dass angeblich sieben Dörfer "unverzüglich evakuiert und nördlich des Flusses Zahrani umgesiedelt werden".
+++ 14:37 Politologe Jäger: "Iran zieht Trump durch den Kakao" +++
Einen Monat nach Kriegsbeginn im Iran ist noch immer unklar, welche Ziele die USA verfolgen. Der US-Präsident "rätselt wahrscheinlich selbst, was er am Ende umsetzen will", meint Politologe Thomas Jäger. Derweil entwickelt sich der Konflikt zu einer Wortschlacht: Teheran macht sich lächerlich über Trump, der wiederum droht der Nato.
+++ 14:13 Drohne stürzt in irakisches Ölfeld+++
Eine Drohne ist ins Ölfeld Majnoon in der Provinz Basra abgestürzt, teilt das irakische Verteidigungsministerium mit. Zu einer Explosion kam es dabei aber offenbar nicht. Auch wurden keine Verletzten oder Schäden gemeldet. Majnoon, das wichtigste südliche Ölfeld des Landes, wurde Berichten zufolge bereits mehrfach von iranischen Drohnen angegriffen.
+++ 13:57 ISW: Iran geht psychologisch gegen israelische Bevölkerung vor +++
Der Iran versucht möglicherweise, die Wirkung seiner begrenzten Kapazität für großangelegte Raketenangriffe auf Israel zu maximieren, indem er über den Tag verteilt kleinere Raketen abfeuert. Das ergeben Analysen des Institute for the Study of War (ISW). Teheran verteilt seine Raketenstarts über den Tag und lässt oft mehrere Stunden zwischen den Starts verstreichen. Damit will der Iran wohl die israelische Zivilbevölkerung psychologisch unter Druck setzen, da sie ständig Schutz suchen muss und das Land in ständiger Alarmbereitschaft gehalten wird. Die ISW-Experten nennen die Strategie "suboptimal": "Die Strategie spiegelt wahrscheinlich die Schwächung der iranischen Fähigkeit zu großangelegten Raketenangriffen wider."
+++ 13:33 Iran greift angeblich ukrainische Verteidigungsanlage in Dubai an +++
Die iranischen Streitkräfte wollen ein ukrainisches Depot mit ukrainischen Systemen zur Drohnenabwehr in den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen haben, von dem aus angeblich das US-Militär unterstützt wird. In einer im staatlichen Fernsehen ausgestrahlten Erklärung teilt Khatam al-Anbiya vom Hauptquartier der Revolutionsgarden mit: "Während die Verstecke amerikanischer Kommandeure und Soldaten in Dubai angegriffen wurden, wurde auch ein ukrainisches Depot für Drohnenabwehrsysteme, das sich in Dubai zur Unterstützung des US-Militärs befand, angegriffen und zerstört." Die Ukraine weist die Angaben zurück. "Das ist eine Lüge", sagt ein Sprecher des ukrainischen Außenministeriums. "Das iranische Regime führt oft solche Desinformationsoperationen aus - genau wie die Russen." Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Derzeit weilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Dubai. Er berät mit dem Scheich der Emirate, Mohammed bin Zayed Al Nahyan, über gegenseitige Hilfe.
+++ 13:20 Israel: Weitere Angriffswelle auf Ziele in Teheran +++
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele der iranischen Führung in der Hauptstadt Teheran angegriffen. Eine weitere Angriffswelle sei abgeschlossen worden, teilt das Militär mit. Details zu den genauen Zielen und möglichen Auswirkungen gibt es bislang nicht. In Israel wurde derweil über neue Raketenangriffe aus dem Iran berichtet, in mehreren Gegenden im Süden des Landes gab es Raketenalarm.
+++ 12:53 Revolutionsgarden: Haben US-Militär schwere Verluste zugefügt +++
Das iranische Militär will einen großen Schlag gegen die USA ausgeführt haben. "Iranische Streitkräfte haben zwei Orte in Dubai, an denen sich mehr als 500 US-Soldaten versteckt hielten, mit Raketen und Drohnen angegriffen und ihnen schwere Verluste zugefügt", sagt Sprecher des Revolutionsgarden-Hauptquartiers Khatam al-Anbiya. "Trump und die Führung des amerikanischen Militärs müssen erkennen, dass die Region sich in einen Friedhof für amerikanische Soldaten verwandeln wird und dass ihnen keine andere Wahl bleibt, als zu kapitulieren."
+++ 12:44 Irans "digitale Dunkelheit" dauert so lange an wie nie zuvor +++
Auch vier Wochen nach Beginn der Internetsperre ist im Iran kein Ende der Blockade absehbar. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks schrieb auf X, vor genau einem Monat sei der Iran in eine "digitale Dunkelheit" gestürzt worden, als die Behörden den Zugang zum weltweiten Internet gekappt hätten. Damit werde das Recht der Iraner auf Kommunikation und Information verletzt. Es handelt sich um die bislang längste ununterbrochene Internetsperre in der Geschichte des Landes. Die Bevölkerung hat seit dem 28. Februar nur Zugang zu einem eingeschränkten internen Intranet, in dem es nur staatlich genehmigte Inhalte gibt. Dagegen nutzt ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats das Internet weiter ohne Einschränkungen.
+++ 12:30 Pakistan, Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei beraten ab morgen über schnelles Kriegsende +++
Pakistan will am Sonntag und Montag mit Saudi-Arabien, der Türkei und Ägypten über den Iran-Krieg beraten. Bei dem zweitägigen Treffen der Außenminister in Islamabad gehe es um "intensive Diskussionen über eine Reihe von Themen, einschließlich der Bemühungen um eine Deeskalation der Spannungen in der Region", teilt das pakistanische Außenministerium mit. Laut dem türkischen Außenminister Hakan Fidan soll ein Mechanismus zur Deeskalation geschaffen werden. Ziel des Treffens seien rasch "umsetzbare Schritte" zur Beendigung des Kriegs, bevor es zu weiteren Zerstörungen in der Region und noch mehr Schäden für die Weltwirtschaft komme, sagt Fidan auf einer Konferenz in Istanbul. Die neue "polyzentrische Ordnung" der Welt erfordere eine Lösung zum Schutz wichtiger Energie- und Handelsrouten.
+++ 12:02 Analyst: "Israel will nicht, dass der Krieg endet" +++
Experten glauben immer weniger an eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg. Der Analyst Mohamad Elmasry vom Doha Institute for Graduate Studies in Katar sagt Al Jazeera, dass der Verlauf des Konflikts im Moment von der Diplomatie weg weise. "Je höher man die Eskalationsleiter erklimmt, desto schwieriger wird jede Art von Verhandlung oder Einigung", sagt er. Elmasry argumentiert, Israel treibe diese Eskalation voran. "Ich denke, es stimmt auch, dass Israel keine Einigung will. Es will nicht, dass der Krieg endet." Er ergänzt, dass die Angriffe jetzt öfter Wohngebiete und zivile Einrichtungen treffen würden, darunter auch Universitäten. Da der Iran Vergeltung geschworen hat, warnt er davor, dass der Konflikt weiter eskalieren könnte. "Wir könnten tatsächlich auf eine weitere Eskalation zusteuern."
+++ 11:44 Telefonat mit Peseschkian: Pakistan will im Krieg vermitteln +++
Pakistan treibt seine Anstrengungen für eine Vermittlung im Iran-Krieg voran. Ministerpräsident Shehbaz Sharif habe in einem Telefonat mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian über die Bemühungen zur Beendigung des Konflikts gesprochen, teilt sein Büro mit. Sharif habe Peseschkian in dem mehr als einstündigen Gespräch auch über Pakistans diplomatische Kontakte mit den USA und den Golfstaaten informiert. Peseschkian habe die diplomatischen Bemühungen Pakistans gelobt und erklärt, dass Vertrauen nötig sei, um Gespräche und eine Vermittlung in dem Konflikt zu ermöglichen.
+++ 11:16 Revolutionsgarden: Haben US-Militärschiff im Arabischen Meer angegriffen +++
Iranische Streitkräfte haben angeblich ein US-amerikanisches Militärunterstützungsschiff "in beträchtlicher Entfernung vom Hafen von Salalah im Oman" angegriffen. Das meldet Khatam al-Anbiya, Sprecher des Hauptquartiers der Revolutionsgarden, am Vormittag. Salalah liegt im südlichen Oman am Arabischen Meer. In einer von der halbamtlichen Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung heißt es weiter: "Wie wir bereits mitgeteilt haben, wird die nationale Souveränität des befreundeten Bruderlandes Oman von der Islamischen Republik Iran respektiert."
+++ 11:00 Israel greift Bauern im Südlibanon an - fünf Tote, acht Verletzte +++
Israel hat beim militärischen Vorgehen gegen die islamistische Hisbollah-Miliz erneut zahlreiche Ziele im Süden des Libanon angegriffen. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur berichtete von morgendlichen Luftangriffen auf Städte wie Madschdal Selm, Kafra, Adlun und Tulin. In der Stadt Nabatije seien Wohngebäude, Geschäfte und eine Tankstelle getroffen worden. Die israelischen Streitkräfte sprachen von Angriffen auf die "terroristische Infrastruktur der Hisbollah" im Libanon. In der Gemeinde al-Hanniye seien fünf Menschen getötet und acht weitere verletzt worden, berichtet Al Jazeera Arabic unter Berufung auf Zivilschutzbeamte. Demnach galt der Angriff syrischen Bauern in der Region.
+++ 10:43 Saudi-Arabien meldet Beschuss durch ballistische Rakete und Drohnen +++
Nach Angaben des saudischen Verteidigungsministeriums wurde in der Nacht eine auf die Region der Hauptstadt Riad gerichtete ballistische Rakete abgefangen und zerstört. Außerdem seien drei Drohnen abgefangen worden (siehe Eintrag von 05:54 Uhr). Im Zuge des Iran-Kriegs greift der Iran immer wieder als Vergeltungsmaßnahme auch in den Golfstaaten an. Sie beherbergen US-Militärbasen.
+++ 10:29 Israel: Haben hochrangige Funktionäre der Hisbollah getötet +++
Die israelische Armee meldet, am gestrigen Freitag zwei hochrangige Mitglieder der Kommunikationseinheit der Hisbollah getötet zu haben. Das Militär identifiziert die beiden als Ayoub Hussein Yacoub und Yasser Muhammad Mubarak. Yacoub sei bei einem Anschlag in der libanesischen Hauptstadt Beirut getötet worden, heißt es in der Erklärung.
+++ 10:10 Explosion an Flughafen von Erbil +++
Ein AFP-Journalist berichtet von einer schweren Explosion nahe dem internationalen Flughafen von Erbil, der Hauptstadt der kurdischen Autonomieregion im Irak. Ein Augenzeuge berichtet von aufsteigendem Rauch. In Erbil befindet sich ein großer US-Konsulatskomplex. Auf dem Flughafen der nordirakischen Stadt sind zudem Soldaten der von den USA geführten Anti-Dschihadisten-Koalition stationiert.
+++ 09:52 Drohnenangriff: Schwere Schäden am Flughafen von Kuwait +++
Ein Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen von Kuwait hat zu schweren Schäden geführt. Bei dem Angriff sei das Radarsystem des Flughafens beschädigt worden, berichtet die amtliche Nachrichtenagentur des Golfstaats unter Berufung auf die Luftfahrtbehörde. Menschen seien dagegen nicht zu Schaden gekommen.
+++ 09:27 US-Staat verklagt Plattform, die Wetten auf Iran-Entwicklungen ermöglicht +++
Der US-Bundesstaat Washington verklagt "Kalshi", eine Online-Plattform, die es Nutzern ermöglicht, mit Kryptowährungen auf den Ausgang zukünftiger Ereignisse zu wetten. Generalstaatsanwalt Nick Brown schreibt auf X, dass die Seite zwar "versucht, Regierungen und Verbraucher zu täuschen, indem sie sich selbst als 'Vorhersagemarkt' bezeichnet". Jedoch sei "Kalshi" nur eine weitere Form des Online-Glücksspiels. Die Seite lässt jetzt beispielsweise auf das Datum wetten, an dem ein Atomabkommen zwischen Washington und Teheran abgeschlossen wird, sowie das Datum, an dem Reza Pahlavi, der Sohn des gestürzten Schahs, in den Iran zurückkehrt.
+++ 09:04 Huthis steigen mit erstem Raketenangriff auf Israel in den Krieg ein +++
Die Huthi-Rebellen im Jemen haben nach eigenen Angaben im Iran-Krieg erstmals Israel angegriffen und sich damit in den Konflikt eingeschaltet. Der Raketenangriff sei eine Reaktion auf die fortgesetzte Zerstörung von Infrastruktur im Iran, im Libanon, im Irak und in den palästinensischen Gebieten, teilt die mit dem Iran verbündete Islamisten-Miliz mit. Die Angriffe würden fortgesetzt, bis die "Aggression" an allen Fronten beendet sei. Zuvor hatte das israelische Militär erklärt, es habe eine Rakete aus dem Jemen abgefangen (siehe Eintrag von 05:20 Uhr). Der Vorfall schürt die Sorge vor einer Ausweitung des Konflikts in der Nahost-Region.
+++ 08:36 Krieg ist Testfall für Trumps "America first"-Anhänger +++
Vor rund einem Jahrzehnt hat Donald Trump "America first" zu seinem Schlachtruf erhoben. Damit erteilte er auch US-Militärinterventionen im Ausland und "endlosen Kriege" wie in Afghanistan und im Irak eine Absage. Der Iran-Krieg stellt seine Anhänger deshalb auf die Probe. Der Krieg im Nahen Osten erzeugte einen Riss in Trumps Maga-Bewegung. Umfragen zufolge ist die Zustimmung zu den Angriffen auf den Iran landesweit gesunken. Laut dem Umfrageinstitut Pew Research Center befürworten nur noch 69 Prozent der Wählerinnen und Wähler der Republikaner Trumps Umgang mit dem Konflikt. Auch prominente Vertreter des Maga-Lagers wie die früheren Fox-News-Moderatoren Tucker Carlson und Megyn Kelly sowie der frühere Trump-Berater Steve Bannon haben den Krieg scharf kritisiert.
+++ 08:08 Irakische Widerstandskämpfer wollen Luftwaffenstützpunkte in Jordanien angegriffen haben +++
Die Islamische Widerstandsbewegung im Irak, ein Verband bewaffneter Gruppen, die vom Iran unterstützt werden sollen, will mehrere Luftwaffenstützpunkte und einen Flughafen in Jordanien angegriffen haben. Das berichtet das irakische Nachrichtenportal Sabereen, das den Milizen nahesteht. Es heißt, zu den Zielen gehörten der King Faisal Air Base, der King Abdullah Air Base, der Queen Alia Airport, der Prince Hassan Air Base und der Muwaffaq Salti Air Base, ohne näher auf die Ergebnisse einzugehen.
+++ 07:50 Oman meldet Verletzten nach Drohnenangriff +++
Bei einem Drohnenangriff auf den Hafen von Salalah im Oman ist ein Arbeiter verletzt worden. Zudem sei ein Kran leicht beschädigt worden, teilt die Regierung des Sultanats auf der Arabischen Halbinsel mit. Der Oman hatte vor Ausbruch des Kriegs zwischen den USA und dem Iran als Vermittler versucht, eine Eskalation des Konflikts zu verhindern.
+++ 07:17 Teheran genehmigt weiteren Tankern die Durchfahrt der Straße von Hormus +++
Thailand hat sich nach Angaben von Regierungschef Anutin Charnvirakul mit dem Iran auf die Durchfahrt seiner Öltanker durch die Straße von Hormus geeinigt. Durch die Einigung werde "thailändischen Öltankern eine sichere Durchfahrt" ermöglicht, erklärt Charnvirakul vor Journalisten in Bangkok. So könne die Sorge über Ölimporte und steigende Treibstoffpreise gemindert werden.
+++ 06:58 Alarm in Bahrain: Einwohner sollen sich in Sicherheit bringen +++
Das bahrainische Innenministerium fordert die Bevölkerung dringend auf, sich in Sicherheit zu bringen. "Die Sirene wurde ausgelöst. Bürger und Anwohner werden dringend gebeten, Ruhe zu bewahren und sich zum nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben", teilt das Ministerium am Morgen auf X mit.
+++ 06:45 Düngerpreise "nähern sich dem Höchstniveau" +++
Der Iran-Krieg zieht eine Gefahr für Bauern und Lebensmittelpreise rund um den Globus nach sich: Mineraliendünger hat sich auf den Weltmärkten seit Jahresbeginn um rund 30 bis 40 Prozent verteuert. Das sagt Philipp Spinne, der Geschäftsführer des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV). Damit ist eine ähnliche Situation eingetreten wie im Februar 2022: "Die Weltmarktpreise für Stickstoffdünger nähern sich immer mehr dem Höchstniveau an, das wir zu Beginn des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine hatten", sagt Spinne. In Europa sind die Auswirkungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher bisher nicht unmittelbar zu spüren. Denn viele Landwirte hatten ihren Dünger für dieses Frühjahr schon vor Kriegsbeginn gekauft, wie ein Sprecher des Bayerischen Bauernverbands sagt. Doch sollte der Krieg lang dauern, werden die Produktionskosten der deutschen Landwirte voraussichtlich steigen, und damit auch die Erzeugerpreise.
+++ 06:24 Verletzte und Brände bei Luftangriff auf die Emirate +++
Bei einem iranischen Luftangriff auf ein Industriegebiet in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind mindestens fünf Menschen verletzt worden. Wie die Behörden in Abu Dhabi mitteilen, brachen zwei Brände durch herabfallende Trümmerteile einer abgefangenen iranischen Rakete aus. Fünf indische Staatsbürger seien verletzt worden.
+++ 06:09 Fast jeder Deutsche stellt sich auf Inflation ein +++
Neun von zehn Menschen in Deutschland rechnen mit steigenden Lebenshaltungskosten in den kommenden Monaten. Auf deutlich steigende Preise stellt sich immerhin knapp ein Drittel (32,2 Prozent) der 2028 Erwachsenen ein, die das Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Postbank befragt hat. "Viele Menschen erinnern sich noch gut daran, wie stark der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine im Jahr 2022 die Preise getrieben hat", ordnet Ulrich Stephan ein, Chefanlagestratege Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank, zu der die Postbank gehört. "Die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten zeigen, dass geopolitische Konflikte erneut das Potenzial haben, die Inflation über steigende Energiepreise anzuheizen." Auch viele Volkswirte rechnen damit, dass die Teuerungsrate in den nächsten Monaten in Folge deutlich gestiegener Preise für Öl und Gas anziehen wird.
+++ 05:54 Angriff auf US-Stützpunkt: Anzahl der verletzten US-Soldaten steigt +++
Bei einem iranischen Luftangriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien (siehe Eintrag von 00:50 Uhr) sind Medienberichten zufolge mindestens zwölf US-Soldaten verletzt worden, darunter zwei Schwerverletzte. Mindestens eine Rakete und mehrere Drohnen seien auf den Stützpunkt Prince Sultan südöstlich von Riad abgefeuert worden, berichteten die "New York Times" und das "Wall Street Journal" am Freitag (Ortszeit). Dabei seien auch mehrere Tankflugzeuge beschädigt worden.
+++ 05:20 Israel meldet erstmals Raketenbeschuss aus dem Jemen +++
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben den Start einer Rakete aus dem Jemen erfasst. Dies sei das erste Mal seit Ausbruch des Krieges, dass ein Geschoss von dort abgefeuert werde, teilen die Streitkräfte am frühen Morgen mit. Zuvor hatten die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen mit einem Eingreifen in den Konflikt gedroht.
+++ 05:00 IAEA: Atomkraftwerk Buschehr im Iran erneut angegriffen +++
Das Gelände des iranischen Atomkraftwerks Buschehr ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA erneut angegriffen worden. Die UN-Organisation sei von Teheran darüber informiert worden, dass der in Betrieb befindliche Atomreaktor keine Schäden davongetragen habe und keine radioaktive Strahlung freigesetzt worden sei, erklärte die IAEA bei X. Es handele sich um den dritten Angriff auf Buschehr innerhalb von zehn Tagen. IAEA-Chef Rafael Grossi mahnte an, dass jeglicher Angriff auf den Reaktor einen schweren Atomunfall verursachen könne und forderte "größtmögliche militärische Zurückhaltung". Das Akw Buschehr im Südwesten des Iran verfügt über den einzigen in Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes, der nach Angaben der IAEA im Jahr 2011 erstmals ans Stromnetz angeschlossen worden war. Nach Einschätzung der IAEA ist der Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert. Westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben, was Teheran bestreitet. US-Präsident Donald Trump bezeichnete das iranische Atomprogramm als einen der Gründe für den Iran-Krieg.
+++ 04:30 Nouripour: Iran könnte ganze Weltwirtschaft in den Würgegriff nehmen +++
Einen Monat nach Kriegsbeginn sieht Bundestags-Vizepräsident Omid Nouripour von den Grünen die Möglichkeiten des Irans noch längst nicht ausgeschöpft. "Der Iran hat ja noch gar nicht die volle Eskalationsstufe ausgenutzt", sagte Nouripour der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Sie könnten zum Beispiel durch ihre Verbündeten im Jemen die Straße von Aden schließen. Das bedeutet, dass nicht nur kein Öl mehr kommt, sondern gar keine Güter mehr aus Ostasien. Damit hätten sie ihren Würgegriff um den Hals der gesamten Weltwirtschaft gelegt." Das Rote Meer und der sich südlich anschließende Golf von Aden gelten als eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Sie liegen zwischen Nordostafrika und der Arabischen Halbinsel und bilden eine zentrale Verbindung zwischen dem Mittelmeer und dem Indischen Ozean. Die aus dem Jemen agierende und mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz attackierte dort bereits in der Vergangenheit immer wieder Handelsschiffe, weshalb diese nun von internationalen Streitkräften eskortiert werden. Die EU-Operation "Aspides" war bereits 2024 gestartet worden.
+++ 03:45 Syrien: Explosionen über Damaskus - Israel fängt iranische Raketen ab +++
In der syrischen Hauptstadt Damaskus und ihrer Umgebung sind Explosionen zu hören. Dabei handele es sich um Einsätze der israelischen Luftabwehr, die im syrischen Luftraum iranische Raketen abfange, berichtet das Staatsfernsehen.
+++ 03:00 US-Präsident nennt Straße von Hormus "Straße von Trump" +++
US-Präsident Donald Trump hat die Straße von Hormus "Straße von Trump" genannt. Auf einem Kongress in Miami sprach der Republikaner über den Verlauf des Iran-Kriegs und sagte: "Sie müssen die Straße von Trump öffnen - ich meine Hormus." Im Publikum wurde daraufhin gelacht. Trump ergänzte dann: "Entschuldigung - es tut mir so leid. So ein schlimmer Fehler." Er schob nach, dass die "Fake News" berichten würden, dass er es aus Versehen gesagt habe. Er ergänzte: "Bei mir gibt es keine Versehen - zumindest nicht viele." Einige Medien kamen anschließend zur Einschätzung, dass er all dies scherzhaft gemeint habe. Trump kokettierte in der Vergangenheit immer wieder mit der Umbenennung etwa von Institutionen und setzte das zum Teil in die Tat um. So heißt das berühmte Kulturhaus Kennedy Center in Washington inzwischen Trump Kennedy Center. Er verfügte auch die Umbenennung des Golfs von Mexiko in "Golf von Amerika".
+++ 02:30 Israel greift erneut Ziele in Teheran an - Berichte über zehn Explosionen +++
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran attackiert. Die Angriffe richteten sich gegen "Ziele des iranischen Terrorregimes in ganz Teheran" und hielten am frühen Morgen an, erklärte die Armee. Ein AFP-Reporter berichtete von einer schwarzen Rauchwolke über der Stadt. Es seien etwa zehn heftige Explosionen im Osten Teherans zu hören gewesen. Am Freitag waren bereits mehrere Regionen des Irans von erneuten Luftangriffen getroffen worden. Dabei wurden Medienberichten zufolge mehr als 20 Menschen getötet, darunter auch Kinder und Frauen.
+++ 02:00 Mindestens ein Toter und vier Verletzte bei iranischen Raketenangriffen auf Israel +++
Bei iranischen Raketenangriffen sind nach israelischen Angaben mindestens ein Mensch getötet und vier weitere verletzt worden. Ein 52-jähriger Mann sei in Tel Aviv seinen schweren Verletzungen erlegen, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom am Freitagabend mit. Zwei weitere Menschen in der Küstenstadt seien leicht verletzt worden. In der südisraelischen Stadt Kuseife seien ebenfalls zwei Menschen verletzt worden. Zuvor hatte die israelische Armee vor iranischen Raketenangriffen gewarnt, in Jerusalem waren Sirenen zu hören. In Jericho im besetzten Westjordanland gab es Explosionen. Am Ort eines Raketeneinschlags in Tel Aviv waren zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz, eine Hauptstraße wurde teilweise abgesperrt. Mehrere Raketen seien in Richtung Israel abgefeuert worden, die "Verteidigungssysteme sind im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen", erklärte die Armee im Onlinedienst Telegram. In den frühen Morgenstunden am Samstag warnte die Armee vor weiteren Angriffen.
+++ 01:35 Trump kritisiert Kanzler "Friedrich" für Haltung im Iran-Krieg +++
US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzler Friedrich Merz für die ausbleibende Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus kritisiert. Der Republikaner attackierte bei einem Kongress in Miami im US-Bundesstaat Florida erneut zunächst die Nato-Verbündeten Frankreich und Großbritannien - und kam dann auf Deutschland zu sprechen: "Der deutsche Bundeskanzler - das sind alles meine Freunde - Friedrich. Der deutsche Bundeskanzler, er sagte: 'Das ist nicht unser Krieg'." Trump schob nach, dass dann der Ukraine-Krieg auch nicht der der USA sei. Bereits am Vortag hatte Trump Deutschland kritisiert. Er habe es als "unangemessen" empfunden, dass von deutscher Seite geäußert worden sei: "Das ist nicht unser Krieg." Trump nannte dabei allerdings keinen konkreten Namen und schrieb die Äußerung der Spitze zu ("the head of Germany"). Der Satz stammt ursprünglich von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Merz hatte sich unlängst bei einem Besuch in Norwegen so geäußert: "Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden."
+++ 01:15 Witkoff hofft auf Gespräche mit Teheran "in dieser Woche" +++
US-Unterhändler Steve Witkoff geht davon aus, dass der Iran in der kommenden Woche zu Gesprächen mit Washington über eine Beendigung des Iran-Krieges bereit sein wird. "Wir sind auf jeden Fall zuversichtlich", dass es "ein Treffen in dieser Woche geben wird", sagte Witkoff auf einem Wirtschaftsforum in Miami. Die USA erwarteten nun eine Antwort Teherans auf einen vorgelegten Plan für ein Ende des Krieges. "Wir haben einen 15-Punkte-Plan auf dem Tisch. Wir erwarten, dass die Iraner darauf reagieren. Das könnte alles lösen", erklärte Witkoff. Pakistan hatte zuvor bestätigt, einen 15-Punkte-Plan der US-Regierung im Rahmen von indirekten Verhandlungen mit Teheran unter Unterstützung der Türkei, Ägyptens und weiterer "Bruderstaaten" übermittelt zu haben. Laut Medienberichten sieht der US-Plan die Wiederöffnung der weitgehend gesperrten Straße von Hormus für den Schiffsverkehr sowie strikte Beschränkungen für das iranische Atomprogramm vor. Im Gegenzug sollen demnach die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden.
+++ 00:50 US-Verletzte bei iranischem Angriff in Saudi-Arabien +++
Zehn US-Einsatzkräfte sind nach einem Bericht des "Wall Street Journals" bei einem iranischen Angriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien (siehe Eintrag von 23:05 Uhr) verletzt worden. Sie befanden sich in einem Gebäude auf der Prince Sultan Airbase, das bei der Bombardierung getroffen wurde, wie die US-Zeitung unter Berufung auf US- und arabische Vertreter berichtete. Der Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien wird auch vom US-Militär genutzt. Bei dem Angriff wurden laut dem Zeitungsbericht auch amerikanische Tankflugzeuge beschädigt. Der Stützpunkt war seit Beginn des Iran-Kriegs immer wieder Ziel von Angriffen.
+++ 00:30 Trump stellt Beistand für Nato-Verbündete infrage +++
US-Präsident Donald Trump stellt den Beistand seines Landes für die Nato-Verbündeten infrage. Die USA gäben jährlich Hunderte Milliarden für die Allianz aus, sagt er auf einem Investorenforum in Miami. Bislang seien die USA immer für die Partner da gewesen. "Aber jetzt, angesichts ihres Handelns, müssen wir das wohl nicht mehr", sagt Trump. "Warum sollten wir für sie da sein, wenn sie nicht für uns da sind? Sie waren für uns nicht da." Trump hat sich wiederholt beklagt, dass die Nato-Verbündeten nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran nicht auf deren Seite eingegriffen haben.
+++ 00:10 Ein Dutzend Explosionen in Teheran +++
Die iranische Hauptstadt Teheran ist erneut von Explosionen erschüttert worden. Wie ein AFP-Reporter berichtete, waren am heute gegen 01.00 Uhr Ortszeit im Osten der Stadt rund ein Dutzend Detonationen zu hören. Im Laufe des Tages waren bereits mehrere Regionen des Landes von erneuten Luftangriffen getroffen worden.
+++ 23:55 Blockierte Güter: UN suchen nach Mechanismus für Straße von Hormus +++
Wegen des andauernden Iran-Kriegs will UN-Generalsekretär António Guterres einen Weg finden, wie bestimmte Güter durch die Straße von Hormus gelangen können. Ziel sei es zunächst, den Handel mit Düngemitteln und landwirtschaftlichen Produkten zu erleichtern, sagte Guterres' Sprecher. Der Fokus liege auf humanitären Bedürfnissen. Es gehe nicht um den Handel mit Öl. Wie der Mechanismus konkret aussehen werde, sei noch nicht festgelegt, so der Sprecher. Zugleich stellte der iranische UN-Botschafter in Genf, Ali Bahreini, in Aussicht, dass es für bestimmte Güter Erleichterungen beim Transport durch die Meerenge geben könnte. Der Iran habe auf Ersuchen der Vereinten Nationen beschlossen, "die sichere Durchfahrt humanitärer Hilfslieferungen durch die Straße von Hormus zu erleichtern und weiter zu beschleunigen", schrieb Bahreini auf X.
+++ 23:25 Mindestens ein Toter bei iranischem Raketenangriff auf Israel +++
Bei einem iranischen Raketenangriff auf den Großraum Jerusalem sind nach israelischen Angaben mindestens ein Mensch getötet und zwei weitere verletzt worden. Ein älterer Mann sei seinen schweren Verletzungen erlegen, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom am Abend mit. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden. Zuvor hatte die israelische Armee vor iranischen Raketenangriffen gewarnt, in Jerusalem waren Sirenen zu hören.
+++ 23:05 Iranische Rakete trifft US-Basis in Saudi-Arabien +++
Bei dem Einschlag einer iranischen Rakete auf einem US-Stützpunkt in Saudi-Arabien sind einem Medienbericht zufolge mehrere amerikanische Soldaten verletzt worden. Getroffen worden sei die Prince-Sultan-Luftwaffenbasis, berichtet das "Wall Street Journal". Eine Stellungnahme der Regierung in Washington liegt zunächst nicht vor.
+++ 22:50 Huthi-Rebellen drohen mit Kriegseintritt +++
Die Huthi-Rebellen im Jemen drohen mit einem militärischen Eingreifen in den Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran. Dies gelte, falls sich neue Verbündete den USA und Israel gegen den Iran anschließen oder das Rote Meer für Angriffe auf den Iran genutzt werde, sagt ein Sprecher in einer Fernsehansprache. Ein mögliches Ziel wäre die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab. Die vom Iran unterstützte Bewegung hatte bereits während des Gaza-Krieges mit Angriffen auf die internationale Schifffahrt im Roten Meer für Chaos im Welthandel gesorgt.
+++ 22:24 US-Sondergesandter rechnet noch "diese Woche" mit Iran-Gesprächen +++
Der Sondergesandte der US-Regierung, Steve Witkoff, rechnet mit baldigen Gesprächen mit dem Iran. "Wir denken, dass es in dieser Woche Treffen geben wird", sagt er bei einem Kongress im US-Bundesstaat Florida. Es ist unklar, in welchem Rahmen diese von Witkoff erwähnten Gespräche stattfinden sollen.
+++ 22:01 Atomenergiebehörde fordert "militärische Zurückhaltung" +++
Nach US-israelischen Angriffen auf einen Schwerwasserreaktor und eine Uran-Aufbereitungsanlage im Iran hat die internationale Atomenergiebehörde (IAEA) die Kriegsparteien im Nahen Osten erneut zur Zurückhaltung aufgefordert. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi bekräftigt seinen Aufruf "zur militärischen Zurückhaltung, um jegliches Risiko eines nuklearen Unfalls zu vermeiden", teilt die Organisation bei X mit.
+++ 21:41 Mehrere Tote bei Angriffen auf Wohnkomplexe in Teheran +++
Bei Angriffen auf Wohngebiete in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Kurdenprovinz Kermanschah sind Medienberichten zufolge mehr als 20 Zivilisten ums Leben gekommen. In Teheran sterben im Stadtviertel Schahr-e Rey zehn Bewohner eines Wohnkomplexes bei einem Raketenangriff der amerikanisch-israelischen Streitkräfte, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf einen Feuerwehrsprecher berichtet. In der Stadt Kermanschah im Westen des Landes sind dem Gouverneursbüro zufolge mehr als zehn Wohneinheiten angegriffen worden. 13 Menschen seien ums Leben gekommen.
+++ 21:05 "Hoher Preis": Iran droht Israel nach Stahlwerk-Angriff +++
Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärt, der Iran werde für den israelischen Angriff auf mehrere Infrastruktureinrichtungen im Land einen "hohen Preis" fordern. "Israel hat unter anderem zwei der größten Stahlwerke Irans, ein Kraftwerk und zivile Nuklearanlagen angegriffen", beklagt Araghtschi. "Israels Behauptung, es habe in Abstimmung mit den USA gehandelt, widerspricht der vom US-Präsidenten verlängerten Frist für diplomatische Bemühungen."
+++ 20:49 Merz offen für Minenräumung durch die Bundeswehr nach Kriegsende +++
Bundeskanzler Friedrich Merz kann sich nach einem Ende des Iran-Krieges einen Einsatz der Bundeswehr zur Räumung von Minen in der Straße von Hormus vorstellen. "Das können wir. Und wenn wir danach gefragt werden und das im Rahmen eines wirklichen Mandates kollektiver Sicherheit geschieht - also Vereinte Nationen, Nato, Europäische Union - mit einem Bundestagsbeschluss, ist das eine Option", sagt er in einem Interview auf dem "FAZ"-Kongress 2026. Die Bundeswehr verfüge über mehrere Minenjagdboote. "Das könnten wir militärisch leisten und selbstverständlich wäre das eine Option", erklärt Kanzler Merz.
+++ 20:35 Merz: Frankreichs Hormus-Marinemission "nur gemeinsam" wirksam +++
Friedrich Merz zweifelt an der Wirksamkeit der von Paris forcierten Pläne für eine Marinemission in der Straße von Hormus, sagt er beim "FAZ"-Kongress 2026. "Na ja, also Frankreich plant... Es hört sich immer etwas großartiger an, als es dann tatsächlich ist. Nun hat Frankreich einen Flugzeugträger, weitgehend funktionstüchtig - und den haben sie jetzt ins Mittelmeer geschickt. Ich sage mal, wirkliche Fähigkeiten, da einen Frieden abzusichern, die hätten wir wahrscheinlich nur gemeinsam", erklärt der Bundeskanzler.
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