Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker +++ 11:30 ntv-Reporterin Kriewald: "Trump-Unterstützung für Orbán sieht Ukraine kritisch" ++

11.04.2026, 00:01 Uhr

Die USA sind nach wie vor einer der größten Unterstützer der Ukraine. Dass die Trump-Administration im ungarischen Wahlkampf ausgerechnet für Viktor Orbán wirbt, stößt in dem angegriffenen Land jedoch auf Unverständnis. ntv-Reporterin Nadja Kriewald berichtet aus Kiew. 

+++ 10:47 Drohne stürzt auf Öllager im russischen Krasnodar +++

In der Stadt Krymsk in der südrussischen Region Krasnodar ist nach dem Absturz von Drohnenteilen auf dem Gelände eines Öldepots ein Feuer ausgebrochen. Der in der Nacht entstandene Brand sei bis zum Morgen gelöscht worden, teilen die örtlichen Behörden mit. Verletzte gebe es nicht. Von Samstagnachmittag bis Mitternacht am Sonntag soll es eine Feuerpause geben. Dies hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj anlässlich des orthodoxen Osterfestes am Sonntag mehrfach angeboten.

+++ 10:01 ISW: Russland Reserven erbringen "keine taktisch bedeutsamen Gewinne" +++

Berichten zufolge greifen die russischen Streitkräfte auf ihre strategischen Reserven zurück, um ihre Operationen in der Ukraine zu verstärken. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW). Dabei greifen die ISW-Analysten unter anderem auf Berichte des ukrainischen Militär-Analysten, Konstantin Mashovets, zurück. Die russischen Reserven würden demnach nicht zur Verstärkung der Operationen im Gebiet Donezk eingesetzt werden, die Offensive wird vom russischen Militär eigentlich als vorrangig eingestuft. Der Rückgriff auf diese Reserven habe bislang zu keinen taktisch bedeutsamen Gewinnen für Russland geführt, so die Analysten. "Die Ukraine scheint Russland gezwungen zu haben, diese Reserven in einem Gebiet einzusetzen, das weit von seinem Hauptoperationsziel für die Frühjahrs- und Sommeroffensive entfernt ist", heißt es im ISW-Bericht.

+++ 09:25 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.310.110 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1440. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem drei Panzer, 64 Artilleriesysteme und 2014 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 11.851 Panzer, 39.798 Artilleriesysteme, 1344 Flugabwehrsysteme und 435 Flugzeuge, 350 Hubschrauber, 231.785 Drohnen, 33 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind.

+++ 08:45 Ukraine: Drei Tote und 17 Verletzte bei russischen Angriffen +++

Vor einer geplanten Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest sind bei russischen Angriffen auf die Ukraine örtlichen Behörden zufolge drei Menschen getötet worden. 17 weitere Menschen seien bei den Attacken auf die südukrainische Stadt Odessa, die zentralukrainische Stadt Poltawa und die nordöstliche Region Sumy verletzt worden, erklären die ukrainischen Behörden. Bei Angriffen auf ein Wohngebiet der Hafenstadt Odessa seien zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden, teilt der Regionalgouverneur Serhij Lysak mit. In der Stadt Poltawa habe ein "feindlicher Drohnenangriff" ein Geschäft und ein Café getroffen, erklärt die regionale Militärverwaltung. Dabei sei ein Mensch getötet worden, ein weiterer Mensch sei verletzt worden. In der nordöstlichen Region Sumy trafen russische Drohnenangriffe laut der regionalen Militärverwaltung mehrere Wohngebiete. Dabei wurden 14 Menschen verletzt, unter ihnen ein 14-Jähriger und eine 87-Jährige.

+++ 08:06 Geheimdienst warnt Ukrainer vor russischen Aggressionen zu Ostern +++

Der ukrainische Geheimdienst SBU warnt die Menschen davor, den Ankündigungen Putins zu vertrauen und mahnt zur Achtsamkeit. "Trotz der Erklärungen des Aggressorstaates über eine sogenannte Waffenruhe geben die feindlichen Geheimdienste ihre Pläne nicht auf, arbeiten weiterhin gegen die Ukraine und greifen auf informationspsychologische Spezialoperationen, Provokationen, Terroranschläge und Sabotageakte zurück", heißt es in einer in Kiew veröffentlichten Mitteilung des SBU. Allerdings kündigten beiden Seiten an, auf mögliche Verstöße gegen die Waffenruhe antworten zu wollen.

+++ 07:25 ISW: Ukrainer erobern Gebiete in Donezk zurück +++

Die ukrainischen Streitkräfte haben kürzlich taktische Gebiete in verschiedenen Frontregionen zurückerobert. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Die ukrainischen Streitkräfte sind im Nordosten von Pishchane in der Region Charkiw, im Bordosten der Stadt Slowjansk sowie im Westen der umkämpften Bergbaustadt Pokrowsk, beide in der Region Donezk sowie im Norden der Stadt Huljajpole in der Region Saporischschja vorgerückt. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 06:53 ISW: Russen schießen 128 Langstrecken-Drohnen in einer Nacht auf die Ukraine +++

Russische Streitkräfte haben 128 Langstrecken-Angriffsdrohnen innerhalb einer Nacht gegen die Ukraine eingesetzt. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Russische Streitkräfte führten in der Nacht vom 9. auf den 10. April eine Reihe von Drohnenangriffen gegen die Ukraine durch und beschädigten dabei die Energieinfrastruktur.

+++ 06:20 Putin: 32 Stunden Feuerpause zum orthodoxen Osterfest +++

Im Ukraine-Krieg sollen zum orthodoxen Osterfest am Wochenende für 32 Stunden die Waffen schweigen. Auf Beschluss von Kreml-Chef Wladimir Putin gelte "ein Waffenstillstand vom 11. April, 16.00 Uhr (15.00 Uhr MESZ), bis zum Ende des Tages am 12. April 2026 ", teilt der Kreml mit. Der Generalstab der russischen Armee sei angewiesen worden, "die Kampfhandlungen in allen Richtungen für diesen Zeitraum einzustellen". Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj erklärt die Bereitschaft seines Landes zur Einhaltung der Feuerpause ab Samstagnachmittag.

+++ 05:41 Abgestürzte Drohnen: Baltische Staaten werfen Russland Lügen vor +++

Die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen widersprechen entschieden den Behauptungen aus Moskau, wonach sie ihr Territorium und ihren Luftraum für ukrainische Angriffe gegen Russland zur Verfügung gestellt hätten. In einer gemeinsamen Erklärung weisen die Außenminister der drei baltischen EU- und Nato-Staaten die "andauernde russische Desinformationskampagne gegen unsere Länder" als "völlig haltlos" zurück. Die Anschuldigungen seien bereits Ende März gegenüber den Geschäftsträgern der russischen Vertretungen in Tallinn, Riga und Vilnius unmissverständlich widerlegt worden. Dennoch setze Russland seine Lügen fort, heißt es in der Mitteilung der drei Länder. Betont wird darin zugleich auch, dass die Ukraine das Recht habe, sich gegen den russischen Angriffskrieg zu verteidigen. Bei Angriffen auf den Nordwesten Russlands sind mehrere fehlgeleitete ukrainische Drohnen in den Luftraum der baltischen Staaten eingedrungen und teils abgestürzt. Russland hatte daraufhin seine unbelegten Behauptungen erhoben.

+++ 04:39 Ukraine kündigt "Ramstein"-Treffen für 15. April an +++

Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat bei einem Telefonat mit seinem deutschen Amtskollegen Boris Pistorius für den 15. April ein neues Treffen im sogenannten Ramstein-Format vereinbart. Bei den Gesprächen der Ukraine-Kontaktgruppe solle es darum gehen, wie Russland zu einem Frieden gezwungen werden könne, teilt das Ministerium in Kiew mit. Vom Bundesverteidigungsministerium gibt es bislang keine Informationen zu dem Telefonat. Unklar ist auch, ob die Gespräche per Videoschalte oder an einem konkreten Ort laufen sollen.

+++ 02:53 Chinas Außenminister: Wollen verstärkte Zusammenarbeit mit Nordkorea +++

China und Nordkorea wollen sich in der Zukunft bei wichtigen internationalen Themen enger abstimmen. "Angesichts einer turbulenten und komplexen internationalen Lage sollten China und Nordkorea die Kommunikation und Koordination bei wichtigen internationalen und regionalen Angelegenheiten weiter stärken", sagt der chinesische Außenminister Wang Yi laut einer Mitteilung des chinesischen Außenministeriums bei einem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un. Die nordkoreanische staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtet , Kim habe ebenfalls die Notwendigkeit intensiverer Kontakte auf verschiedenen Ebenen betont. Stärkere Beziehungen zwischen China und Nordkorea seien zur Wahrung gemeinsamer Interessen unerlässlich. Wang hält sich zu einem zweitägigen Besuch in Pjöngjang auf. Ziel ist es, die durch die Corona-Pandemie unterbrochenen Beziehungen wiederzubeleben. Nordkorea hat seitdem seine Beziehungen zu Russland ausgebaut und unterstützt Moskau bei seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine.

+++ 01:49 Trump verspricht Ungarn vor Wahl wirtschaftliche Unterstützung - falls Orban gewinnt +++

Kurz vor der Parlamentswahl in Ungarn hat US-Präsident Donald Trump dem Land wirtschaftliche Unterstützung zugesagt, falls Ministerpräsident Viktor Orban erneut gewinnt. Er sei bereit, "die volle wirtschaftliche Macht" der USA einzusetzen, um Ungarn zu helfen, erklärt Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. Die USA würden sich darauf freuen, "in den künftigen Wohlstand zu investieren, der durch Orbans fortgesetzte Führung entstehen wird". Trump setzt damit seine höchst ungewöhnliche Wahlkampfhilfe für Orban fort. Orban regiert Ungarn ununterbrochen seit 2010, als er zum zweiten Mal in Budapest an die Macht kam. Der rechtsnationale Politiker ist der engste Verbündete von US-Präsident Trump in der EU - und auch von dessen russischem Amtskollegen Wladimir Putin.

+++ 00:41 Bundeswehr: Verteidigungsausschuss kritisiert Pistorius' Reformtempo +++

Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp, hat Verteidigungsminister Boris Pistorius Versäumnisse bei der Reform der Bundeswehr zur Last gelegt. "Was wir dringend brauchen, ist eine Gesamtverteidigungsbeschaffungsplanung - über Einzelbeschaffungen hinaus", sagt der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Uns ist das außerordentlich wichtig. Das Ministerium muss sich hier bewegen." Defizite gebe es offenkundig bei der Luftverteidigung, der Anschaffung von Drohnen und im Weltraum. Doch benötige man einen genaueren Überblick. Röwekamp kritisierte auch das langsame Tempo bei der Steigerung der Zahl von Soldaten: "Uns fehlt weiterhin ein Aufwuchsplan für die aktive Truppe und damit eine Antwort auf die Frage: Wie wollen wir auf 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten kommen? Der Minister wollte eigentlich bis Ostern ein Konzept vorlegen. Das ist auch notwendig."

+++ 23:32 Insider: USA wollen Aussetzung der Sanktionen auf russisches Öl verlängern +++

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump verlängert Insidern zufolge voraussichtlich eine Ausnahmeregelung für Sanktionen auf russisches Öl. Ein entsprechender Schritt könnte in Kürze erfolgen, sagen zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Das US-Finanzministerium erlaubt seit Mitte März den Erwerb von russischem Öl auf dem Seeweg, um die weltweiten Energiepreise-Anstiege infolge des Krieges der USA und Israels mit dem Iran zu dämpfen. Die aktuelle Frist läuft am Samstag aus. Mit den Sanktionen auf Öl wollte Trump Russland zu Verhandlungen mit der Ukraine zur Beendigung des Krieges bewegen.

+++ 22:15 Russland-Nähe könnte Serbien Milliardensumme kosten +++

Serbien könnte aufgrund von Rückschritten bei der Demokratie und seiner engen Beziehungen zu Moskau möglicherweise 1,5 Milliarden Euro an EU-Fördermitteln verlieren. Die Europäische Kommission erwägt einem Bericht von Politico zufolge einen solchen Schritt. Sie ist demnach besorgt über antidemokratische Entwicklungen in Serbien und erwägt bereits, die Finanzhilfen auszusetzen, die das Land als Beitrittskandidat im Rahmen von EU-Programmen erhält. Die Erweiterungskommissarin Marta Kos erklärt gegenüber Politico, dass die Kommission zunehmend besorgt sei über die Geschehnisse in Serbien, "von Gesetzen, die die Unabhängigkeit der Justiz untergraben, über das harte Vorgehen gegen Demonstranten bis hin zu wiederholten Eingriffen in unabhängige Medien". Ein weiterer Auslöser ist die anhaltende Zurückhaltung der regierenden Kräfte Serbiens - traditionell ein "Freund Russlands" auf dem Balkan -, ihre Außenpolitik an der Position der EU auszurichten, sowie offen anti-europäische Äußerungen hochrangiger serbischer Amtsträger. Die EU ist Serbiens größter Geldgeber. Von 2021 bis 2024 erhielt Belgrad mehr als 586 Millionen Euro an nicht rückzahlbaren Zuschüssen sowie weitere 1,5 Milliarden Euro, die an Reformen geknüpft sind.

+++ 21:48 Ukrainer stirbt zehn Tage nach Drohnenangriff im Krankenhaus +++

Ein Mann, der am 31. März bei einem russischen Drohnenangriff auf das Dorf Darivka schwere Verletzungen erlitten hatte, ist im Krankenhaus verstorben, teilt Oleksandr Prokudin, Leiter der regionalen Militärverwaltung von Cherson, mit. "Über zehn Tage lang kämpften die Ärzte um das Leben des 76-jährigen Einwohners. Leider erwiesen sich die Verletzungen als tödlich", schreibt er auf Telegram. 

+++ 21:19 Kiews Geheimdienst verhindert Attentat auf Offizier in letzter Minute +++

Ein vom russischen Geheimdienst angeheuerter ausländischer Auftragskiller ist in Odessa während eines Attentatsversuchs auf einen hochrangigen Offizier der ukrainischen Marine festgenommen worden, teilt der ukrainische Geheimdienst (SBU) auf Facebook mit. Der Verdächtige wurde laut SBU in der Nähe einer Wohnanlage, in der der Offizier wohnt, "auf frischer Tat" ertappt. Demnach wollte er auf das Fahrzeug des Offiziers schießen. Der Schütze soll eine Pistole und zwei Magazine bei sich gehabt haben und mit einer Sturmhaube maskiert gewesen sein. Er warf ein Fahrrad vor das Auto des Offiziers und wollte schon das Feuer eröffnen, als er von Spezialeinheiten der Spionageabwehr festgenommen wurde. Der 37-Jährige soll aus einem Balkanstaat stammen. Er sei vom russischen Geheimdienst rekrutiert worden und soll im Februar in die Ukraine eingereist sein. Der Verdächtige wird wegen versuchten Terroranschlags angeklagt und befindet sich in Haft. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 12 Jahre Haft. 

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