Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 11:35 Bericht: USA wollen Tausende weitere Soldaten nach Nahost verlegen +++

15.04.2026, 00:01 Uhr

Die USA bereiten einem Medienbericht zufolge die Verlegung Tausender weiterer Soldaten in den Nahen Osten vor. Dies solle in den kommenden Tagen geschehen, berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute US-Regierungsvertreter. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump wolle so den Druck auf den Iran erhöhen, einem Abkommen zuzustimmen. Der Bericht ließ sich bislang nicht bestätigen.

+++ 10:59 Komitee zum Schutz von Journalisten: Reporter in Kuwait festgenommen +++

In Kuwait ist ein Journalist, der auch US-Staatsbürger ist, nach der Verbreitung von Videos zum Iran-Krieg festgenommen worden. Seit sechs Wochen gebe es kein Lebenszeichen von Ahmed Schihab-Eldin, teilte das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) mit, das sich für den Schutz von Reportern weltweit einsetzt. Es werde davon ausgegangen, dass dem Journalisten unter anderem die Verbreitung von Falschnachrichten vorgeworfen werde. Er war Anfang März nach Kuwait gereist, um seine Familie zu besuchen. Von den Behörden in Kuwait gibt es bislang keine Bestätigung und auch keinen Kommentar zu dem Fall. Schihab-Eldin ist auch Staatsbürger Kuwaits und berichtete unter anderem für die Nachrichtensender CNN, PBS, Al Jazeera und die US-Zeitung "New York Times". Im Internet kommentierte er auf seinem Blog den Iran-Krieg und verbreitete auch ein von CNN verifiziertes Video, das den Absturz eines US-Kampfflugzeugs in Kuwait zeigt. Schihab-Eldin wurde unter anderem für einen Emmy nominiert und berichtete häufig über das Thema Menschenrechte. Die Pressefreiheit in Kuwait und den weiteren Golfstaaten ist stark eingeschränkt.

+++ 10:03 Israel und Hisbollah greifen sich weiter gegenseitig an +++

Kurz nach den ersten direkten Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon seit Jahrzehnten gehen die Angriffe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz weiter. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete Tote bei israelischen Luftangriffen in der Nacht und am frühen Morgen im Süden des Landes. Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht dazu. Das israelische Militär teilte derweil am Morgen mit, dass auch die "gezielten Bodeneinsätze" im Süden des Nachbarlandes andauerten. Ziel sei es, die Bevölkerung im Norden Israels zu schützen. Israelische Bodentruppen und Israels Luftwaffe hätten in den vergangenen Tagen im Libanon Mitglieder sowie militärische Infrastruktur der Hisbollah ins Visier genommen. Die vom Iran unterstützte Hisbollah reklamierte ihrerseits mehrere Angriffe auf den Norden Israels für sich. Dort heulten am Morgen wieder mehrfach die Warnsirenen. Israels Armee sagte auf Anfrage, sie habe am Morgen rund 30 Geschosse aus dem Nachbarland registriert. Ein Mann wurde nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom bei dem Beschuss leicht verletzt.

+++ 08:53 Barlin zu US-Plänen für den Iran: Trump weicht von Atom-Forderung ab - "das ist neu" +++

Die USA fordern zuletzt ein zwei Jahrzehnte langes Moratorium beim iranischen Atomprogramm. Teheran pocht auf fünf. Nun aber sagt Trump in einem Interview, dass er mit den 20 Jahren eigentlich doch nicht zufrieden sei. ntv-Reporterin Irem Barlin fasst die Hintergründe zusammen.

+++ 08:11 Trump nach Papst-Kritik: Iran tötete 42.000 Demonstranten +++

Im Streit mit Papst Leo XIV. um dessen Appell für ein Ende der verschiedenen Kriege auf der Welt hat US-Präsident Donald Trump noch einmal nachgelegt. "Kann bitte jemand Papst Leo sagen, dass der Iran in den letzten zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, völlig unbewaffnete Demonstranten getötet hat?", schrieb Trump am späten Dienstagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social. Es wäre "absolut inakzeptabel", dass der Iran über eine Atombombe verfüge. 

+++ 07:25 Sri Lanka fliegt nach US-Angriff gestrandete iranische Marinesoldaten aus +++

Rund sechs Wochen nach der Versenkung eines iranischen Kriegsschiffs durch einen US-Angriff hat Sri Lanka 238 seither in dem Land gestrandete iranische Marinesoldaten in deren Heimat zurückgebracht. 32 von der versenkten "IRIS Dena" gerettete iranische Seeleute sowie 206 Besatzungsmitglieder der "IRIS Buschehr" seien mit einem Charterflug in den Iran zurückgekehrt, sagte Verteidigungs-Staatssekretär Aruna Jayasekara. Die "IRIS Dena" war Anfang März zu Beginn des Iran-Kriegs durch einen Torpedo-Treffer eines US-U-Boots vor Sri Lanka versenkt worden. 104 Besatzungsmitglieder wurden nach iranischen Angaben bei dem Angriff getötet. Nach dem Angriff hatte die "IRIS Buschehr" Zuflucht in einem sri-lankischen Hafen gesucht. Sie ankert weiterhin vor der Nordostküste des Landes.

+++ 06:36 US-Militär: Blockade iranischer Häfen umgesetzt +++

Im Konflikt mit dem Iran hat das US-Militär nach eigenen Angaben seine Sperre für die Schifffahrt erfolgreich umgesetzt. "Die Blockade iranischer Häfen ist vollständig ausgeführt worden", teilte der Kommandeur des US-Regionalkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, auf der Online-Plattform X mit. Die US-Streitkräfte hätten ihre Überlegenheit auf dem Meer im Nahen Osten behauptet, erklärte Cooper. In weniger als 36 Stunden seit Beginn der Blockade hätten US-Streitkräfte den Handel in den Iran und aus dem Iran über das Meer vollständig zum Erliegen gebracht, hieß es weiter. Parallel erklärte Centcom in einem weiteren X-Beitrag, dass Zerstörer mit Lenkflugkörpern der Marine an der Blockade-Mission beteiligt seien. "Die Blockade wird unvoreingenommen gegen Schiffe aller Nationen durchgesetzt, die in die Küstengebiete oder Häfen des Irans einlaufen oder diese verlassen", hieß es darin.

+++ 05:26 Weltbank stellt Milliardensumme bereit - mehr als in Corona-Pandemie +++

Die Weltbank stellt vom Nahost-Krieg schwer getroffenen Staaten in den kommenden 15 Monaten Finanzhilfen von 80 bis 100 Milliarden Dollar in Aussicht. Dies kündigte Weltbank-Präsident Ajay Banga am Rande der Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) an. Das mögliche Hilfspaket wäre umfangreicher als die 70 Milliarden Dollar, die während der Corona-Pandemie bereitgestellt wurden. In den kommenden Monaten könnten zunächst 20 bis 25 Milliarden Dollar fließen, erklärte Banga. Weitere 30 bis 40 Milliarden Dollar könnten in etwa sechs Monaten durch die Umschichtung bestehender Programme folgen.

+++ 04:39 Zehn Länder fordern Ende der Kampfhandlungen im Libanon +++

Im Zuge des Iran-Krieges ist auch der Konflikt zwischen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel wieder eskaliert. In einer gemeinsamen Mitteilung haben Kanada, Großbritannien, die Schweiz und sieben weitere Staaten "ein unverzügliches Ende der Kampfhandlungen im Libanon" gefordert. Die Länder seien "zutiefst besorgt über die sich verschlechternde humanitäre Lage und die Vertreibungskrise im Libanon", heißt es in der von Kanada verbreiteten Stellungnahme. Vor allem Zivilisten und zivile Infrastruktur müssten vor den Auswirkungen der Feindseligkeiten geschützt werden.

+++ 03:31 US-Finanzminister: Peking bunkert mitten im Nahost-Konflikt Öl +++

US-Finanzminister Scott Bessent hat China vorgeworfen, während des Nahost-Krieges ein unzuverlässiger globaler Partner zu sein. Peking horte Ölvorräte und schränke Exporte einiger Güter ein, sagte Bessent vor Reportern. Dies sei bereits das dritte Mal in fünf Jahren nach ähnlichem Verhalten während der Covid-19-Pandemie und bei seltenen Erden. China kaufe weiterhin Öl, statt bei der durch die Schließung der Straße von Hormus verursachten globalen Versorgungskrise zu helfen, beklagte der US-Finanzminister.

+++ 03:15 Trump glaubt an baldiges Ende des Iran-Kriegs +++

US-Präsident Donald Trump sieht den Krieg im Iran kurz vor dem Ende. "Ich glaube, er ist fast vorbei", sagte er dem US-Fernsehsender Fox News. Er ergänzte: "Ich meine, ich sehe es so, dass er fast vorbei ist." Auszüge aus dem Interview wurden bereits im Vorfeld von Fox-Moderatorin Maria Bartiromo auf der Plattform X verbreitet. Sollten die USA sich nun zurückziehen, würde der Iran 20 Jahre brauchen, um das Land wiederaufzubauen, sagte Trump. "Und wir sind noch nicht fertig. Wir werden sehen, was passiert", sagte er. Er glaube, der Iran wolle unbedingt einen Deal eingehen, betonte der US-Präsident.

+++ 01:38 Schufa: Sorge vor Preisschock wächst - Rücklagen häufig aufgebraucht +++

Die Sorge vor weiteren Preisanstiegen angesichts der steigenden Ölpreise durch den Nahost-Konflikt ist bei Deutschlands Verbraucherinnen und Verbrauchern groß: Nur rund ein Fünftel (22 Prozent) der Haushalte hat laut einer Schufa-Umfrage nach eigener Einschätzung noch genügend Rücklagen, um steigende Lebenshaltungskosten abzufedern. Rund ein Drittel (36 Prozent) fürchtet, dass die finanziellen Polster nicht ausreichen werden. 16 Prozent haben ihre Rücklagen bereits aufgebraucht, 22 Prozent haben auch zuvor keine Ersparnisse gehabt. "Die Menschen bekommen die Krise über höhere Preise direkt beim Einkaufen und Tanken zu spüren - vor allem die unteren Einkommensgruppen haben keine Rücklagen mehr, um dies abzufedern", sagte die Schufa-Vorstandsvorsitzende Tanja Birkholz.

+++ 00:06 Bericht: Europa plant Nachkriegs-Koalition für Hormus ohne USA +++

Europäische Länder planen einem Zeitungsbericht zufolge eine breite Nachkriegskoalition ohne die USA, um die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten. Der Plan sehe unter anderem die Entsendung von Minenräumbooten und anderen Kriegsschiffen vor, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf namentlich nicht genannte Insider.

+++ 23:31 Bericht: EU plant wegen Iran-Krieges niedrigere Stromsteuern +++

Die EU will einem Medienbericht zufolge die Stromsteuern senken und den Ausbau erneuerbarer Technologien beschleunigen. Damit sollen Verbraucher vor den deutlich gestiegenen Öl- und Erdgaspreisen infolge des Iran-Krieges geschützt werden, zitierte die Nachrichtenagentur Bloomberg aus einem Entwurf der EU-Kommission, der am 22. April veröffentlicht werden soll. Demnach soll Strom geringer besteuert werden als fossile Brennstoffe. Zudem soll es den Mitgliedstaaten erleichtert werden, die Stromsteuer für energieintensive Industrien auf null zu senken. Eine Sprecherin der EU-Kommission lehnte eine Stellungnahme dazu ab.

+++ 23:08 USA verlängern Lockerung der Ölsanktionen gegen den Iran nicht +++

Die vorübergehende Lockerung der US-Ölsanktionen gegen den Iran läuft am Sonntag aus. Das Finanzministerium in Washington erklärt, die kurzfristige Erlaubnis für bereits auf Tankern befindliches Öl laufe "in wenigen Tagen aus und wird nicht verlängert". Die USA wollten weiter "maximalen Druck" auf Teheran ausüben. Mit der Ausnahmeregel von den Öl-Sanktionen hatten die USA die Lieferung und den Verkauf von iranischem Rohöl und anderen Erdölprodukten erlaubt, die vor dem 20. März auf Schiffe verladen worden waren.

+++ 22:00 USA bewerten erste Gespräche Israels und des Libanons als "historischen Meilenstein" +++

Nach den ersten direkten Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon seit mehr als 30 Jahren haben die USA von einem "historischen Meilenstein" gesprochen. In einer Erklärung des US-Außenministeriums nach dem rund zweistündigen Treffen in Washington ist von "konstruktiven Gesprächen" die Rede, die den Weg für weitere Verhandlungen ebnen könnten. Der israelische Botschafter in den USA, Yechiel Leiter, spricht von einem "wunderbaren Austausch".

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