Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 23:48 Wegen russischer Angriffe stoppen ukrainische Eisenerz-Produzenten ihre Förderung +++

31.07.2026, 00:11 Uhr

Wichtige Eisenerz-Exporteure der Ukraine müssen wegen der Blockade der Schwarzmeerhäfen vorübergehend den Betrieb einschränken. Der Chef des Bergbaukombinats Poltawa, Viktor Lotous, kündigt einen Stillstand der Förderung von 10 bis 20 Tagen an. Die Export-Schiffe könnten nicht auslaufen. Auch das große Bergbaukombinat von Krywyj Rih schränkt wegen der russischen Angriffe auf die ukrainischen Häfen die Eisenerzförderung in seinem Tagebau ein. Erst hat die Ukraine in den vergangenen Wochen mit Drohnenangriffen den russischen Schiffsverkehr auf dem Asowschen Meer und dem Schwarzen Meer weitgehend zum Erliegen gebracht, Russland daraufhin seine Angriffe auf ukrainische Häfen verstärkt. Der Verkehr dorthin war seit 2023 zwar riskant, er funktionierte aber. Derzeit wagen ausländische Schiffe es nicht, Odessa und andere Häfen anzulaufen. 

+++ 22:01 Russlands staatlicher Rüstungskonzern Rostec macht nun Geschäfte mit Kryptowährung +++

Der staatliche russische Rüstungskonzern Rustec nutzt seit rund einer Woche die neue Kryptowährung "RubX" - kurz nachdem die EU weitere Sanktionen gegen die russische Finanzbranche und Kryptomärkte verhängt hat. Dies berichtet der "Kyiv Independent". Blockchain-Daten deuten demnach darauf hin, dass der Rubel-Stablecoin, der 1:1 an die russische Währung gekoppelt ist, am 17. Juli in einer Soft-Launch-Phase gestartet ist und seit dem 24. Juli für Swaps mit dem weitverbreiteten Dollar-Stablecoin "Tether" angeboten wird. Kryptowährungen haben sich für russische Importeure zu einem wichtigen Kanal für Zahlungen ins Ausland entwickelt, da westliche Sanktionen und andere Maßnahmen den Zugang Russlands zum globalen Bankensystem erschweren. Einige russische Unternehmen sind deshalb auf dollarbasierte Krypto-Token umgestiegen, um Zahlungen für internationale Handelsverträge, unter anderem mit China, zu tätigen. RubX ist nach A7A5 der zweite Rubel-Stablecoin.

+++ 21:13 Waffenhersteller Heckler & Koch meldet auch wegen Bundeswehr Rekordumsätze +++

Der Boom bei Deutschlands größtem Hersteller von Handfeuerwaffen Heckler & Koch hält an. Der Umsatz von Januar bis Juni lag bei rund 263,9 Millionen Euro, wie der Konzern aus Oberndorf am Neckar auf der Basis vorläufiger Geschäftszahlen mitteilt. Das entspricht einem Plus von knapp 47 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Konzern aus dem Nordschwarzwald stellt Sturm- und Maschinengewehre, Pistolen sowie Maschinenpistolen und Granatwerfer her. Noch Mitte des vergangenen Jahrzehnts kämpfte die Waffenschmiede mit roten Zahlen und einem hohen Schuldenberg. Treiber des aktuellen Booms ist die deutlich gestiegene Nachfrage aus Nato-Staaten, die seit dem russischen Angriff auf die Ukraine mehr in ihre Streitkräfte investieren. Allein die Bundeswehr hat inzwischen 250.000 neue Sturmgewehre bestellt. Ursprünglich waren nur 120.000 vorgesehen. 

+++ 20:37 Selenskyj: "Allianz der Moskauer Bastarde mit wahnsinnigem Regime" +++

Bei einem russischen Angriff auf das Dorf Raduschne nahe Krywyj Rih sind Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge sechs Menschen ums Leben gekommen - alle derselben Familie. Dabei sei erstmals seit Langem wieder eine Rakete aus Nordkorea eingesetzt worden, was vorläufige Daten zeigten. Selenskyj spricht von einer "Allianz der Moskauer Bastarde mit dem wahnsinnigen Regime in Nordkorea - für Raketen, für das nordkoreanische Kontingent hier in Europa, an unseren Grenzen, und für die Tötung unserer ukrainischen Kinder".

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