Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 11:07 EU diskutiert Änderungen beim Schutzstatus für Ukrainer +++
Die EU-Staaten diskutieren über eine mögliche Verlängerung der Richtlinie zum vorübergehenden Schutz für Ukrainer und erwägen dabei zugleich Einschränkungen für Männer im wehrfähigen Alter. Das berichtet die "Kyiv Post" unter Berufung auf EU-Dokumente. Demnach könnte das seit Beginn des russischen Angriffskriegs geltende Schutzprogramm für mehr als 4,3 Millionen Ukrainer um ein weiteres Jahr verlängert werden, während gleichzeitig der Zugang für bestimmte Gruppen neu geregelt wird. Diskutiert wird unter anderem ein möglicher Ausschluss von Männern im wehrpflichtigen Alter sowie von Personen, die die Ukraine irregulär verlassen haben. Die derzeitige Regelung läuft bis März 2027. Änderungen würden laut dem Bericht zunächst nur für neue Antragsteller gelten. Die EU-Justiz- und Innenminister wollen sich in dieser Woche mit dem Thema befassen.
+++ 10:13 Trotz Spannungen: Putin gratuliert Armeniens Premier zum Geburtstag +++
Russlands Präsident Wladimir Putin sendet dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan trotz angespanntem Verhältnis einen Geburtstagsgruß. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern seien traditionell freundschaftlich geprägt, erklärt Putin in einem auf der Kreml-Website veröffentlichten Telegram. Zugleich betonte er das Interesse an einer weiteren "nachhaltigen Entwicklung" der bilateralen Beziehungen. Die bemerkenswerte Geste erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen Moskau und Eriwan im Zuge der Annäherung Armeniens an die EU. Russland hat zuletzt viel dafür getan, den Erfolg Paschinjans bei den anstehenden Parlamentswahlen am 7. Juni zu sabotieren.
+++ 09:29 Sechs Verletzte bei russischem Drohnenangriff auf Odessa +++
Bei russischen Angriffen in der Ukraine werden erneut rund ein Dutzend Menschen verletzt. In der nordostukrainischen Stadt Charkiw schlagen nach Angaben von Gouverneur Oleh Synjehubow Geschosse in zwei Wohngebäude ein, zwei Menschen werden dort verletzt, eine weitere Frau in der nahe gelegenen Kleinstadt Bohoduchiw. Auch im südukrainischen Cherson gibt es nach Behördenangaben drei Verletzte, nachdem die Stadt in der Nacht mit Artillerie beschossen wurde. Vier weitere Menschen werden in der Region Cherson sowie vier in der Region Dnipropetrowsk verletzt, dort schwebt eine 54-jährige Frau in Lebensgefahr.
+++ 08:40 Russland verhängt Exportverbot für Kerosin bis Ende November +++
Die russische Regierung verhängt ein Exportverbot für Kerosin bis zum 30. November 2026. Ziel der Entscheidung sei es, die Stabilität auf dem heimischen Kraftstoffmarkt zu gewährleisten, teilt die Regierung mit.
+++ 08:06 Frankreich stoppt erneut Öltanker aus Russlands Schattenflotte +++
Die französische Marine stoppt im Atlantik erneut einen aus Russland kommenden Öltanker. Nach Angaben von Präsident Emmanuel Macron wird die "Tagor" am Sonntagmorgen in internationalen Gewässern mit Unterstützung Großbritanniens und weiterer Partner festgesetzt. Macron erklärt, es sei inakzeptabel, dass Schiffe internationale Sanktionen umgingen und so den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine finanzierten. Nach französischen Angaben ist es bereits die vierte Aktion dieser Art gegen die sogenannte russische Schattenflotte.
+++ 07:26 Experten warnen vor Umweltgefahr durch russische Schattenflotte +++
Mehr als die Hälfte der weltweit eingesetzten Öltanker könnte ein erhebliches Risiko für schwere Umweltschäden darstellen. Das berichtet der "Kyiv Independent. Demnach seien viele Tanker der sogenannten russischen Schattenflotte veraltet, schlecht gewartet und oft unzureichend versichert. Branchenvertreter warnen vor einer drohenden Umweltkatastrophe. Die Schiffe würden als "tickende Zeitbombe" gelten, ein schwerer Unfall sei nur eine Frage der Zeit.
+++ 06:48 EVP-Chef Weber unterstützt Merz' Vorstoß für EU-Sonderstatus der Ukraine +++
EVP-Chef Manfred Weber unterstützt den Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz für einen EU-Sonderstatus der Ukraine. Der CSU-Politiker bezeichnet die Idee einer beschleunigten Annäherung an die EU als "kreativen und guten Vorstoß". Die Ukraine werde mit ihrer erfahrenen Armee und Verteidigungstechnik ein Sicherheitsgewinn für Europa sein, sagt Weber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Mit Blick auf mögliche Friedensgespräche mit Russland erklärt er, Europa müsse sich darauf vorbereiten, solche Verhandlungen künftig eigenständig zu führen. Den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder als möglichen Vermittler lehnte Weber jedoch strikt ab.
+++ 06:03 Mehr als 200 Drohnen über Russland - Ölanlagen brennen +++
In der russischen Region Saratow gerät eine Ölraffinerie in Brand, in der Region Kirow eine Pumpstation. Die Ukraine greift erneut die Ölinfrastruktur Russlands an. Über 200 Drohnen meldet das russische Verteidigungsministerium.
+++ 03:53 Umfrage: Mehrheit der Esten zur Landesverteidigung bereit +++
Laut einer Umfrage im Auftrag des estnischen Verteidigungsministeriums sind 62 Prozent der Bevölkerung bereit, ihr Land im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu verteidigen - unter ethnischen Esten sind es knapp 70 Prozent. 81 Prozent sind der Meinung, Estland solle einem Angreifer in jedem Fall Widerstand leisten, mehr als die Hälfte glaubt, das Land könne bis zum Eintreffen von Verstärkung durch Verbündete standhalten. Als größte Bedrohungen gelten Desinformation und Cyberangriffe - 86 bzw. 84 Prozent halten sie für wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich. Die Sorge vor einer direkten russischen Aggression ist dagegen im Vergleich zu 2025 leicht gesunken.
+++ 01:00 Lukaschenko warnt Armenien vor "ukrainischem Szenario" +++
Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko warnt Armenien davor, denselben Weg wie die Ukraine einzuschlagen. "Armenier müssen vorsichtig sein, damit sie nicht wiederholen, was in der Ukraine passiert ist, Gott bewahre. Dort hat alles genauso angefangen", sagt Lukaschenko nach dem Gipfel der Eurasischen Wirtschaftsunion in Astana. Armenien stehe vor Parlamentswahlen am 7. Juni, und es würden viele Stimmen laut, die einen EU-Beitritt und einen Austritt aus der Eurasischen Wirtschaftsunion forderten. Zuvor hatte bereits Putin Armenien mit einem "ukrainischen Szenario" gedroht. Präsident Selenskyj rief die EU daraufhin auf, Ländern, die durch Russland gefährdet seien, mehr Sicherheit zu bieten.
+++ 22:17 Rumänien schließt die Ausweisung des russischen Botschafters nicht aus +++
Rumänien erwägt schärfere diplomatische Maßnahmen für den Fall, dass es erneut zu schwerwiegenden Zwischenfällen kommt, bei denen russische Kampfdrohnen während Angriffen gegen die Ukraine in seinen Luftraum eindringen. Das erklärt der rumänische Präsident Nicușor Dan im Gespräch mit der BBC. Rumänien erwarte von russischer Seite größere Vorsicht, damit die zur Bekämpfung der Ukraine eingesetzten Drohnen keine Bedrohung für das Leben rumänischer Bürger darstellten, sagt Dan. "Ich hoffe, sie hören damit auf. Wenn nicht, gibt es andere Maßnahmen, die wir dagegen ergreifen können (...). Zum Beispiel die Ausweisung des Botschafters. Es gibt eine diplomatische Hierarchie von Maßnahmen", sagt der rumänische Präsident.
+++ 21:12 Ein Toter und neun Verletzte bei russischen Angriffen auf Dnipropetrowsk +++
"Eine Person wurde getötet, neun wurden verletzt. Der Feind griff vier Bezirke des Gebiets fast 40 Mal mit Drohnen, Artillerie und Fliegerbomben an", sagt Oleksandr Hanzha, Leiter der Militärverwaltung des Gebiets Dnipropetrowsk. Neben Dnipro wurde auch der Bezirk Synelnykove - angegriffen. Wohnhäuser und Fahrzeuge wurden beschädigt. Fünf Personen wurden verletzt. Frauen im Alter von 73, 79 und 85 Jahren wurden mit mittelschweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Im Raum Nikopol wurden die Stadt Nikopol sowie die Ortschaften Marhanets, Chervonohryhorivka, Pokrovske und Tomakivka angegriffen. Infrastruktur, eine Schule, ein Wohnhaus, ein Bürogebäude, eine Tankstelle und Fahrzeuge wurden beschädigt. Eine 50-jährige Frau kam ums Leben. Vier weitere Personen wurden verletzt. Zwei Männer im Alter von 50 und 67 Jahren befinden sich in ernstem Zustand. Zwei Frauen im Alter von 48 und 78 Jahren werden ambulant behandelt.
+++ 20:27 Ukrainische Drohnen attackierten im Mai über 18 russische Ölanlagen +++
Robert "Magyar" Brovdi, Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme, schreibt auf Facebook, die Drohnenstreitkräfte hätten im Mai 18 Öl- und Gasanlagen in Russland und den von Russland besetzten Gebieten angegriffen. Zu den Zielen gehörten demnach: Moskau, Saratow, Tuapse, Wolgograd, Jaroslawl, Noworossijsk, Gruschowaja, Sysran, Kstowo, Rjasan, Taman, Perm, Kirischi, Samara, die Kontrollstation der Ölpipeline Jaroslawl, Primorsk, Taganrog, die Gasaufbereitungsanlage Astrachan und Orenburg. Drohnen setzten während der Attacken Anlagen zur Rohöl- und Gasverarbeitung sowie Lagertanks in Brand: "Mehr als die Hälfte der Anlagen auf der Liste wurden im Laufe des Monats zeitweise stillgelegt oder der Betrieb eingestellt." Im Mai griffen ukrainische Streitkräfte außerdem Öldepots, ein Ölterminal in Feodosiia sowie mehrere Ölpumpstationen und Chemieanlagen an.
+++ 19:49 Rumäniens Staatschef verweist auf "Expertenbericht": Drohne in Wohnhaus "eindeutig" russisch +++
Rumänien hat die russische Herkunft der nahe der rumänisch-ukrainischen Grenze in ein Wohnhaus eingeschlagenen Drohne bestätigt. Es handele sich um eine russische Drohne vom Typ Geran-2, die am Donnerstagabend in der Stadt Galati eingeschlagen sei, erklärt Rumäniens Präsident Nicusor Dan am Sonntag im Onlinedienst X. Dies sei die "eindeutige Schlussfolgerung" von Bukarests "Expertenbericht". Das umfassende technische Gutachten belege die "alleinige Verantwortung" Moskaus.
+++ 19:11 Selenskyj: Russland verliert Initiative an der Front +++
Russland verliert im Krieg gegen die Ukraine die Initiative auf dem Schlachtfeld und eröffnet damit nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj den Weg zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts. Seit Ende Dezember des Vorjahres gerate die russische Armee immer mehr in die Rückhand bei hohen Verlusten an Soldaten, erklärt Selenskyj in einem Interview des Senders CBS News, das er in Teilen auch auf X und Telegram veröffentlicht. Russland könne nicht mehr Territorium besetzen als die Ukraine zurückerobere. "Daher denke ich, dass wir einen diplomatischen Weg finden müssen - hinsetzen und verhandeln - bis Anbruch des nächsten Winters", sagt Selenskyj. Allerdings sei dazu innerer Druck auf Kremlchef Wladimir Putin ebenso nötig wie mehr Sanktionsdruck durch die USA und Europa. Auch Europa müsse mit am Verhandlungstisch sitzen, möglicherweise in einem Dreierformat von Großbritannien, Frankreich und Deutschland.
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