Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 12:02 Lawrow: Moskau erreicht Kriegsziele notfalls auch gegen USA +++
Russlands Außenminister Sergej Lawrow bekräftigt die Entschlossenheit Moskaus zur Durchsetzung seiner Kriegsziele – notfalls auch gegen den Willen der US-Regierung. Russland bevorzuge zwar eine diplomatische Lösung, werde seine Ziele aber "unter allen Umständen" durchsetzen, sagt Lawrow am Rande eines Gipfels in Kirgistan. Der russische Chefdiplomat kommentiert damit die Worte seines US-Kollegen Marco Rubio, der den Gipfel in Anchorage 2025 zwischen Trump und Putin als gescheitert bezeichnete und neue Wege für eine diplomatische Lösung forderte. Beide Politiker hatten sich erst am Vortag am Rande des Asean-Gipfels in Manila getroffen. Laut Lawrow hat die Ukraine die russischen Vorschläge abgelehnt, auch weil sie mit US-Waffenhilfen rechnen konnte.
+++ 11:24 Kampfjet bei Moskau abgestürzt - wurde Luftabwehr gehackt? +++
Nach dem Absturz eines russischen Kampfjets bei Moskau reklamiert eine pro-ukrainische Aktivistengruppe eine Beteiligung an dem Vorfall für sich. Demnach wurde eine Sicherheitslücke bei der russischen Luftabwehr ausgenutzt. Diese habe das Flugzeug daraufhin selbst abgeschossen.
+++ 10:58 Rumänien schießt erstmals Drohne in seinem Luftraum ab +++
Erstmals seit Beginn des Ukraine-Kriegs schießt Rumänien eine Drohne in seinem Luftraum ab. Die Drohne sei am Vormittag von einem rumänischen Piloten an Bord eines F-16-Kampfjets abgeschossen worden, sagt der Präsident des Nato-Mitgliedstaats, Nicusor Dan, in einer Pressekonferenz. Untersuchungsteams seien beauftragt worden, Details zu dem Vorfall zu liefern. Nach Angaben Dans wurde das unbemannte Fluggerät über einem unbewohnten Gebiet abgeschossen. Im Verlauf des seit fast viereinhalb Jahren andauernden Ukraine-Kriegs waren bereits wiederholt Drohnen in den rumänischen Luftraum eingedrungen. Einige davon stürzten ab, keine wurde jedoch abgeschossen.
+++ 10:30 150.000 Menschen in Tschernihiw nach russischem Angriff ohne Strom +++
Nach einem russischen Angriff auf eine Energieanlage in der nordukrainischen Stadt Tschernihiw und dem umliegenden Bezirk sind rund 150.000 Verbraucher ohne Strom. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der Versorgung seien im Gange, teilt der regionale Energieversorger Tschernihiwoblenergo mit.
+++ 09:51 Ukraine und Raytheon vereinbaren Patriot-Produktion +++
Die Ukraine hat mit dem US-Rüstungskonzern Raytheon eine Vereinbarung zur gemeinsamen Produktion von Patriot-Abfangraketen getroffen. Das berichtet der "Kyiv Independent" unter Berufung auf Präsident Wolodymyr Selenskyj. Demnach wurde die Einigung nach einem Treffen mit einer Delegation des Unternehmens erzielt. Selenskyj erklärt, die Initiative sei zuvor auch mit US-Präsident Donald Trump besprochen worden.
+++ 09:07 Russland meldet Beschuss von Frachter mit Militärgütern in Ukraine +++
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben der Regierung in Moskau einen Massengutfrachter im ukrainischen Hafen Mykolajiw angegriffen. Das Schiff sei gerade beladen worden und transportiere militärische Güter, teilt das Verteidigungsministerum in Moskau mit.
+++ 08:13 Behörden: Drei Verletzte bei Angriff auf St. Petersburg +++
Bei dem ukrainischen Drohnenangriff auf die Region Sankt Petersburg sind russischen Behörden zufolge drei Menschen verletzt worden. Nach Angaben des Gouverneurs der Region Leningrad geriet ein Lager des Onlinehändlers Wildberries in Brand. Der Flughafen Pulkowo stellte den Betrieb vorübergehend ein, rund 50 Abflüge waren betroffen. Nach russischen Angaben wurden in der Nacht insgesamt 571 ukrainische Drohnen abgeschossen, davon 59 über der Region Leningrad.
+++ 07:29 Ukraine enthüllt neue KI-Drohne gegen russische Shaheds +++
Auf der Rüstungsmesse im britischen Farnborough zeigt die Verteidigungsindustrie, wie Künstliche Intelligenz die Kriegsführung verändert. Die Ukraine präsentiert eine neue KI-Drohne, die russische Shahed-Angriffsdrohnen abfangen soll. Der Krieg treibt die Entwicklung neuer Systeme rasant voran.
+++ 06:41 Russland will Kriegswitwen künstliche Befruchtung finanzieren +++
Die russische Staatsduma verabschiedet ein Gesetz, das staatlich finanzierte Fruchtbarkeitsbehandlungen für Witwen von im Ukraine-Krieg getöteten Soldaten vorsieht. Darüber berichtet die "Kyiv Post" unter Berufung auf russische Medienberichte. Demnach können unverheiratete Witwen künftig Leistungen wie künstliche Befruchtung oder In-vitro-Fertilisation (IVF) auf Staatskosten in Anspruch nehmen, wenn ihr Ehemann als Veteran des Krieges gegen die Ukraine anerkannt war. Voraussetzung ist unter anderem eine vor dem Tod des Mannes notariell beglaubigte Einverständniserklärung. Der Anspruch besteht bis zu fünf Jahre nach dem Tod des Ehepartners und erlischt bei einer erneuten Heirat. Das Gesetz soll am 1. Dezember in Kraft treten. Leihmutterschaft ist von dem Programm ausgeschlossen.
+++ 06:03 Bericht: Selenskyj will Trump kommende Woche treffen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will kommende Woche während seines USA-Besuchs Präsident Donald Trump in Washington treffen. Das berichtet der "Kyiv Independent" unter Berufung auf den ukrainischen Rundfunk "Suspilne" und diplomatische Quellen. Eine offizielle Bestätigung des Treffens durch das Präsidialamt in Kiew steht noch aus. Selenskyj reist zur Beerdigung des verstorbenen US-Senators Lindsey Graham in die US-Hauptstadt.
+++ 05:18 Wildberries-Hallen bei St. Petersburg gehen in Flammen auf +++
Die Ukraine setzt offenbar ihre Angriffe gegen Russlands größten Onlinehändler Wildberries fort. Am frühen Morgen treffen Drohnen ein Logistikzentrum bei St. Petersburg. Telegramkanäle wie Exilenova+ teilen Videos, auf denen zu sehen sein soll, wie der Gebäudekomplex in Flammen aufgeht und dichter Ruch aufsteigt. In den vergangenen Tagen hatte es bereits Angriffe auf Wildberries-Lager in den Regionen Moskau, Tambow und Krasnodar gegeben.
+++ 03:16 IAEA: "Militäraktivitäten" stören Wasserversorgung am AKW Saporischschja +++
"Militärische Aktivitäten" beeinträchtigen nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) die Wasserversorgung von Teilen des von Russland besetzten Atomkraftwerks Saporischschja. Der Generaldirektor der IAEA, Rafael Grossi, teilt mit, Angriffe in und um die Stadt Enerhodar, in der viele Mitarbeiter des Kraftwerks leben, hätten die örtliche Strominfrastruktur getroffen. Dies habe zu einem Ausfall der Wasserversorgung in der Stadt und auf dem AKW-Gelände geführt. Es gebe jedoch keinen Mangel an Brunnenwasser, das zur Kühlung des Brennstoffs in den Reaktoren benötigt wird. Für die am Atomkraftwerk stationierten IAEA-Beobachter gebe es seit dem 18. Juli nur begrenzten Zugang zu Leitungswasser.
+++ 01:20 Schattenflotte-Tanker darf nach Geldstrafe weiterfahren +++
Ein Öltanker der russischen Schattenflotte, der Ende Juni von der französischen Marine festgesetzt worden war, ist nach Zahlung einer Geldstrafe wieder aus Marseille ausgelaufen. Die unter der Flagge Kameruns fahrende "Deliver" war aus dem russischen Ölhafen Primorsk nahe der finnischen Grenze gekommen und war auf dem Weg nach Singapur, als sie in französischen Hoheitsgewässern festgesetzt wurde. Laut einer Ende Mai von Kamerun veröffentlichten Liste durfte das Schiff nicht mehr unter der Flagge des zentralafrikanischen Landes fahren. Seit Februar 2025 steht die "Deliver" auf der Liste der von der Europäischen Union mit Sanktionen belegten Schiffe. Frankreich hatte zuvor bereits vier Schiffe der russischen Schattenflotte festgesetzt. Zwei von ihnen wurden zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt.
+++ 23:16 Bomben verletzen Dutzende in Saporischschja +++
Ein russischer Bombenangriff hat mindestens 25 Verletzte in der südukrainischen Großstadt Saporischschja gefordert. Unter den Opfern seien auch sechs Minderjährige, darunter ein drei Monate altes Baby, schreibt der ukrainische Militärgouverneur der Region, Iwan Fedorow, auf Telegram. Seinen Angaben nach warf das russische Militär fünf Gleitbomben auf die Stadt ab und beschädigte dabei Wohnhäuser und eine private medizinische Einrichtung.
+++ 22:06 Trump-nahe US-Influencerin trifft sich überraschend mit Selenskyj +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich mit der Rechtsaußen-Influencerin Laura Loomer getroffen, die US-Präsident Donald Trump nahesteht. Die Gespräche des ukrainischen Staatschefs mit der umstrittenen US-Polit-Aktivistin wurden vom ukrainischen Präsidentenberater Dmytro Lytwyn bestätigt. Bis vor Kurzem hatte Loomer aus ihrer ablehnenden Haltung gegenüber der Ukraine kein Hehl gemacht. Neuerdings unterstützt sie aber das von Russland angegriffene Land.
+++ 21:39 Viele Verletzte nach russischem Bombenabwurf auf Slowjansk +++
Russische Gleitbomben haben mindestens 14 Menschen in der Stadt Slowjansk im Osten der Ukraine verletzt. Sieben Wohnblocks seien beschädigt worden, schreibt der ukrainische Militärgouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram. Demnach schlugen die beiden Gleitbomben in einem Wohnviertel der frontnahen Stadt ein.
+++ 20:55 Kallas: Größtes EU-Sanktionspaket gegen Russland seit vier Jahren +++
Das 21. Sanktionspaket der Europäischen Union ist nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas das umfangreichste Maßnahmenbündel der Europäischen Union gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs seit vier Jahren. Es richte sich gegen 218 Personen und Organisationen. Die Maßnahmen träfen mehr als 100 Banken und Kryptowährungsanbieter, über 40 Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte sowie mehrere Ölraffinerien. Zudem würden mehr als 50 Einrichtungen aus dem militärisch-industriellen Komplex auf die Sanktionsliste gesetzt. Dazu zählten wichtige Akteure, die an der Produktion russischer Drohnen mit großer Reichweite beteiligt seien, erläutert Kallas. Die EU-Botschafter hatten die Einigung auf das Paket am Vormittag bekannt gegeben.
+++ 19:41 Umbach: Treffen von Lawrow und Rubio "war absolut kein Erfolg" +++
Die Außenminister Russlands und der USA kommen zu einem Treffen zusammen - und beenden dieses nach nur 35 Minuten. "Das Treffen war absolut kein Erfolg" kommentiert Sicherheitsexperte Frank Umbach. Die Verflechtungen des Ukraine- und des Iran-Kriegs scheinen die Verhandlungen zu verkomplizieren.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.