Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 11:25 Lawrow: Werden westliche Ukraine-Hilfen stärker ins Visier nehmen +++

13.08.2026, 00:01 Uhr

 Russland verschärft nach den Worten von Außenminister Sergej Lawrow seine Angriffe auf Ziele, die der Unterstützung der Ukraine durch den Westen dienen. "Wir werden unsere Methoden deutlich verschärfen, um all das zu zerstören, was Kiews Kriegsmaschinerie aus dem Westen speist. Und wir tun dies bereits", sagte Lawrow dem Staatsfernsehen. Einen sofortigen Stopp der Kämpfe schließe er aus: "Wir werden erst dann aufhören, wenn eine langfristige, zuverlässige und nachhaltige Einigung vorliegt."

+++ 10:38 Mutter und Sohn bei russischen Angriffen in der Ukraine getötet +++

Durch russische Drohnenangriffe sind in der ukrainischen Grenzregion Sumy zwei Menschen getötet worden. Ein Privathaus sei von zwei Drohnen in Brand gesetzt und zerstört worden, schreibt der Chef der Militärverwaltung von Sumy, Oleh Hryhorow, auf der Nachrichtenplattform Telegram. Eine 29-jährige Frau und ihr neun Jahre alter Sohn seien dabei ums Leben gekommen. Vier weitere Menschen wurden demnach verletzt. Darunter seien der Vater und die Großmutter des Jungen, die mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht worden seien. In der Stadt Smila in der Zentralukraine wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft der Region Tscherkassy fünf Menschen bei einem russischen Drohnenangriff verletzt. Die Behörde spricht von einer massiven Attacke auf zivile Infrastruktur.

+++ 09:59 Tass: Russe zu 23 Jahren Haft wegen Spionage für Polen verurteilt +++

Ein Moskauer Gericht hat einen russischen Staatsbürger zu 23 Jahren Haft wegen Spionage für Polen verurteilt. Laut Gericht habe der Mann Polen Informationen über fortschrittliche russische Waffensysteme und Raketensysteme geliefert, die im Krieg in der Ukraine eingesetzt worden seien, meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass. Der Nato- und EU-Staat Polen grenzt an die Ukraine.

+++ 09:27 Schutz vor russischen Drohnen: Finnland richtet Sperrzone ein +++

Nach der von Lettland abgeschossenen Drohne reagieren auch andere Länder mit Grenze zu Russland. Finnland richtete im östlichen Golf von Finnland als Vorsichtsmaßnahme vor möglichen Drohnen eine vorübergehende Sperrzone für den Luft- und Schiffsverkehr ein. Die nördlichen Nato-Nachbarn Russlands verschärfen derzeit die Sicherheitsvorkehrungen rund um Staudämme, Kraftwerke und Erdgasinfrastruktur. Hintergrund ist die wachsende Sorge, dass die Regierung in Moskau einen Angriff unter falscher Flagge mit ukrainischen Drohnen auf diese Einrichtungen inszenieren könnte.

+++ 08:41 Russland: Haben Bahnhof im ukrainischen Ismajil angegriffen +++

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau den Bahnhof der ukrainischen Hafenstadt Ismajil angegriffen. Man gehe davon aus, dass er der Verladung und dem Transport von Rüstungsgütern und Treibstoff für die ukrainischen Streitkräfte diene, teilt das Ministerium mit. Ismajil liegt am Unterlauf der Donau. Zudem wurden dem Ministerium zufolge zwei Schlepper vor der Küste der ukrainischen Hafenstadt Mykolajiw am Schwarzen Meer beschossen, die Frachtschiffe in ukrainische Häfen begleitet hätten.

+++ 08:08 Bericht: Keine russischen Kampfjets mehr nahe Nato-Luftraum +++

Regelmäßig werden russische Kampfjets an der Ostflanke des Bündnisses von Nato-Maschinen abgefangen. Unter den russischen Militärflugzeugen waren Aufklärungsflugzeuge des Typs "Il-20" und Kampfflugzeuge vom Typ "Su-24", die weder ihre Flugpläne übermittelt, noch ihre Transponder eingeschaltet hätten. Anfang August meldete die Nato noch einen Anstieg von Abfang-Einsätzen ("Alpha-Starts") um 250 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nun soll Funkstille am Himmel herrschen, wie die "Bild"-Zeitung berichtet: "Nachdem die Nato-Nachricht über den drastischen Anstieg der Alarmstarts von Kampfflugzeugen, die zur Identifizierung und zum Abfang verdächtiger Luftfahrzeuge eingesetzt werden, über den eigenen WhatsApp-Kanal des Bündnisses die Runde machte, ist diese Woche nach BILD-Informationen kein einziger Putin-Flieger in den Nato-Luftraum eingedrungen."

+++ 07:04 Bericht: Ukraine bietet Russland Feuerpause für Schwarzmeerregion an +++

Die Ukraine bietet Russland eine gegenseitige Einstellung der Angriffe auf zivile Schiffe und Hafeninfrastruktur im Schwarzen Meer an und diesen Vorschlag über ein nicht namentlich genanntes Drittland übermittelt, wie Reuters berichtet. Kiew wartet auf die Antwort Moskaus. Der stellvertretende russische Außenminister Alexander Gruschko erklärt, Russland habe keinen offiziellen Vorschlag erhalten. Die Initiative erfolgt vor dem Hintergrund, dass die ukrainischen Getreideexporte im August bislang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 76 Prozent zurückgegangen sind, während Russland seine Angriffe auf Häfen und die Handelsschifffahrt verstärkt hat. Die Ukraine führte ihrerseits zuletzt einen groß angelegten, koordinierten Angriff auf Noworossijsk durch, Russlands wichtigstes Zentrum für die Marine und den Getreideexport am Schwarzen Meer. Dabei wurden alle drei Getreideterminals zur Einstellung des Betriebs gezwungen.

+++ 06:23 Russland: Drohnen beschädigen Gebiet um Ostseehafen Ust-Luga +++

Nach offiziellen Angaben Russlands ist das Gebiet um den russischen Ostseehafen Ust-Luga nach Drohnenangriffen beschädigt worden. Das teilt der regionale Gouverneur Alexander Drosdenko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ust-Luga ist ein wichtiger Knotenpunkt für den Ölexport.

+++ 05:48 Russische Ölraffinerie in Orsk "vollständig stillgelegt" +++

Eine russische Ölraffinerie in der Stadt Orsk stellt nach einem kürzlich erfolgten ukrainischen Drohnenangriff auf die Anlage die Produktion "vollständig" ein. Das bestätigt der Gouverneur der Region Orenburg, Jewgeni Solntsev. Die Ukraine habe "wichtige Infrastruktur beschädigt habe, die derzeit nicht wiederhergestellt werden kann". Die Raffinerie verfügt über eine jährliche Rohölverarbeitungskapazität von rund sechs Millionen Tonnen. Der Angriff ist einer der jüngsten Langstreckenangriffe auf russische Raffineriekapazitäten tief im Inneren Russlands, deren Ausmaß und Häufigkeit im Laufe des Jahres 2026 stark zugenommen haben.

+++ 04:17 Luftalarm in Lettland: Kampfflugzeuge schießen Drohne ab +++

In Lettland haben Kampfflugzeuge offenbar eine Drohne abgeschossen. Zuvor hatten die Streitkräfte in der Nacht Luftalarm für einige seiner an Russland und Belarus grenzenden östlichen Gebiete ausgerufen. Gewarnt wurde vor einem "niedrig fliegenden und verdächtigen Objekt". Eine halbe Stunde später hieß es, die Bedrohung im Luftraum sei beendet. Die Armee sprach von einer ausländischen Drohne, die infolge von Russlands elektronischer Kampfführung in den lettischen Luftraum geraten sei. Damit liegt nahe, dass es sich um eine abgewehrte ukrainische Drohne gehandelt haben könnte. 

+++ 02:37 Völkerrechtler: Russland betreibt "Terrorismus im Gewand der Kriegsführung" +++

Die russische Kriegsführung in der Ukraine wird nach Einschätzung des Völkerrechtlers Helmut Aust immer rücksichtsloser. Sie sei zwar schon zu Beginn der Vollinvasion "von unfassbarer Brutalität geprägt" gewesen, sagt der Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg der "Rheinischen Post". "Wenn wir jetzt sehen, wie einzelne Zivilisten regelrecht mit einer Drohne gejagt werden, dann ist das nichts anderes als Terrorismus im Gewand der Kriegsführung. Das ist ein klarer Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht, das den Schutz der Zivilbevölkerung gebietet." Die Ukraine wiederum bewege sich mit ihren Angriffen auf den Versandhändler Wildberries in Russland auf einem schmalen Grat. Die Grundregel des humanitären Völkerrechts sei eindeutig: "Angriffe sind strikt auf militärische Ziele zu beschränken - also auf Objekte, die wirksam zu militärischen Handlungen beitragen und deren Zerstörung einen eindeutigen militärischen Vorteil bringt." Bei Wildberries-Lagerhäusern oder Ölraffinerien werde die Lage dadurch kompliziert, dass es sich um sogenannte Dual-Use-Güter handele - Objekte also, die sowohl zivilen als auch militärischen Zwecken dienen können. "Wenn ein Lagerhaus nachweislich eine Rolle in der russischen Kriegslogistik spielt, darf es angegriffen werden. Wenn nicht, dann nicht."

+++ 23:59 Russischer Bombenangriff auf Kramatorsk trifft Hochhaus - mindestens ein Mensch tot +++

Bei verheerenden Luftangriffen auf Kramatorsk und ein benachbartes Dorf ist mindestens eine Person getötet worden, 15 weitere Menschen wurden verletzt. Der Gouverneur der Region schreibt auf Telegram, die russische Armee habe acht Fliegerbomben innerhalb von knapp 30 Minuten abgeworfen. Ein Mehrfamilienhaus wurde getroffen. Online kursieren Videos, die das brennende und vollständig zerstörte Hochhaus zeigen sollen.

+++ 22:36 US-Denkfabrik zeigt Entwicklung der Russland-Sanktionen im Vergleich +++

Nach Angaben der US-Denkfabrik Center for Strategic & International Studies (CSIS) erließen die USA im vergangenen Jahr keine neuen Sanktionen gegen Russland, während Großbritannien und die EU weiterhin Sanktionspakete verhängen. Laut der Denkfabrik verlieren Sanktionlisten an Wirksamkeit, wenn sie nicht mehr erweitert werden, da die Betroffenen neue Wege finden, ihre Geschäfte durchzuführen.

+++ 21:47 Kiew: Haben russisches Spionagenetzwerk zerschlagen +++

Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben ein russisches Spionagenetzwerk enttarnt, das Daten über ukrainische Kampfjets der Typen F-16- und Mirage 2000 sammelte. Demnach bestand das Netzwerk aus 14 Personen aus verschiedenen Regionen der Ukraine. Der russische Geheimdienst soll einen Mann rekrutiert haben, der Fotos von ukrainischen Kampfjets in prorussischen Chatgruppen geteilt hatte. Dieser habe dann weitere Mitverschwörer rekrutiert. Sie sollen ukrainische Flugplätze, Militärflugzeuge, deren Besatzungen und technisches Personal fotografriert und auch Start- und Landezeiten erfasst haben.

+++ 20:51 Ukrainisches Skandal-Regiment wird Asow-Korps unterstellt +++

Das skandalträchtige 425. ukrainische Sturmregiment "Skelja" wird dem Kommando des 1. Asow-Korps der Nationalgarde unterstellt. Das sagt Regimentssprecher Oleksii Bratushchak gegenüber dem ukrainischen Militärblogger Jurij Butussow. Das Regiment, das mehrere tausend Soldaten umfasst, ist derzeit auf mehrere Frontgebiete verteilt. Dem Militärsprecher zufolge wird das Regiment nun wahrscheinlich zusammengeführt, um in einem Abschnitt der Front eingesetzt zu werden. Die Entscheidung soll auf den neuen Oberbefehlshaber Mychajlo Drapatyj zurückgehen. Im Juni hatte ein Medienbericht Aufsehen erregt, nach dem beim 425. Sturmregiment innerhalb von sechs Monaten mehr als zwei Dutzend Rekruten in ihrer militärischen Grundausbildung ums Leben kamen. Diese sollen demnach verprügelt, erniedrigt und anderweitig misshandelt worden sein. Offiziell sei oft eine Lungenentzündung als Todesursache angegeben worden. 

+++ 19:58 Munz: USA bitten Ukraine bei Attacken um Ausnahme +++

Während Russland ukrainische Häfen im Schwarzen Meer attackiert, greifen die Ukrainer Ölinfrastruktur der Kreml-Diktatur an. Bei letzterem haben die USA allerdings um eine Ausnahme gebeten, sagt ntv-Korrespondent Rainer Munz in Moskau. Dabei geht es um kasachisches Öl.

+++ 19:21 Estland: Grenzübergänge zu Russland nur noch tagsüber offen +++

Estland beschränkt aus Sicherheitsgründen den Betrieb der Grenzübergänge zu Russland. Die Regierung des baltischen EU- und Nato-Landes entschied in der Hauptstadt Tallinn, den Betrieb an den Kontrollpunkten Narva, Luhamaa und Koidula in den Nachtstunden auf unbeschränkte Zeit auszusetzen. Tagsüber sollen die Grenzübergänge weiterhin zwölf Stunden lang von 7.00 bis 19.00 Uhr geöffnet bleiben. Dieselben Öffnungszeiten werden auch für die Bahngrenzübergänge gelten.

+++ 18:20 Insider: Ukraine schlägt Feuerpause für zivile Ziele im Schwarzen Meer vor +++

Die Ukraine schlägt Russland Insidern zufolge einen gegenseitigen Stopp von Angriffen auf zivile Ziele im Schwarzen Meer vor. Das Angebot sei über einen Drittstaat übermittelt worden, eine Antwort liege noch nicht vor, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Beide Seiten warnten zuletzt vor den Folgen von Angriffen auf Getreidetransporte und die Hafeninfrastruktur für die weltweiten Lebensmittelpreise.

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