Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:58 Toter und Verletzte im Südosten der Ukraine +++
Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk ist Gouverneur Olexander Hanscha zufolge ein Mensch bei russischen Angriffen mit Drohnen und Artillerie in der Stadt Synelnykowe getötet worden. Ein Zwölfjähriger und eine 42 Jahre alte Frau seien außerdem verletzt worden, heißt es.
+++ 09:16 Ukraine meldet Abwehr von 147 Drohnen +++
Die ukrainischen Luftwaffe melden die Abwehr eines großangelegten Drohnenangriffs in der Nacht. Wie sie auf Telegram berichten, griffen 172 feindliche Drohnen aus mehreren russischen Gebieten, der Krim und den besetzten Gebieten Donezk und Gwardijske an. Bis zum Morgen konnten die Streitkräfte 147 Drohnen abwehren. 22 Drohnen trafen zwölf Ziele, weitere Trümmer schlugen an acht Orten ein. Der Angriff dauert den Streitkräften zufolge an, mehrere Drohnen seien weiterhin im Luftraum, die Bevölkerung werde zur Vorsicht aufgerufen.
+++ 08:24 DRK kritisiert massive Defizite im Bevölkerungsschutz +++
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt vor erheblichen Defiziten im deutschen Bevölkerungsschutz. DRK-Präsident Hermann Gröhe sagt im "Tagesspiegel", die Strukturen seien trotz wachsender Risiken wie Hochwasser oder Stromausfällen "völlig unterfinanziert" und fordert mindestens eine zusätzliche Milliarde Euro. Gröhe mahnt, ohne wirksamen Bevölkerungsschutz gebe es keine echte Verteidigungsfähigkeit. Besonders Krankenhäuser müssten krisenfester werden, Ehrenamtliche besser eingebunden und bundesweit klare Regelungen geschaffen werden. Außerdem fordert er mehr Mittel für Erste-Hilfe-Kurse mit Selbstschutzinhalten, um die Widerstandskraft der Gesellschaft zu stärken.
+++ 07:48 Lybien stoppt Bergungsversuch des LNG-Tankers bei Malta +++
Die libyschen Behörden stoppen offenbar die Bergungsbemühungen für den beschädigten LNG-Tanker Arctic Metagaz. Wie die Nachrichten-Website gCaptain berichtet, treibt der Tanker rund 105 Seemeilen nordnordöstlich von Misrata nahe der maltesischen Rettungszone. Der russische Tanker ist seit Explosionen Anfang März manövrierunfähig. Um eine mögliche Umweltkatastrophe zu verhindern und das Schiff von der Offshore-Ölinfrastruktur fernzuhalten, sollte es geborgen werden. Laut Bericht sind die meisten Schlepper mittlerweile zurückgekehrt, sodass das Schiff nun weitgehend unbeaufsichtigt in internationalen Gewässern liegt. Wettervorhersagen für das zentrale Mittelmeer deuten auf eine Verschlechterung der Bedingungen hin, was das Risiko eines Kenterns oder Sinkens des beschädigten Tankers erhöht.
+++ 07:04 Russland meldet Drohnenangriff auf Ölraffinerie in Ufa +++
In der russischen Stadt Ufa wird in den frühen Morgenstunden nach Berichten unabhängiger Medien eine Ölraffinerie durch ukrainische Drohnen angegriffen. Wie der "Kyiv Independent" berichtet, wird die Anlage Bashneft-Novoil laut dem ukrainischen Open-Source-Intelligence-Projekt CyberBoroshno getroffen, wodurch auf dem Gelände ein Brand ausbricht. Zudem wird nach Angaben des unabhängigen Telegram-Mediums Astra ein Wohngebäude in Ufa getroffen und in Brand gesetzt. Verletzte oder Todesopfer gibt es laut den örtlichen Behörden nicht. Das Feuer sei inzwischen gelöscht. Ufa liegt rund 1300 Kilometer nordöstlich der ukrainisch-russischen Grenze.
+++ 06:17 Ukraine weist russische Siegesmeldung zu Luhansk zurück +++
Das ukrainische Militär weist die Behauptung zurück, russische Truppen hätten die Oblast Luhansk vollständig unter Kontrolle gebracht. Laut dem "Kyiv Independent" kontrolliert Russland zwar den Großteil der Region, wobei die Luhansk und die Regionalregierung von Kreml-nahen Personen kontrolliert werden. Ein kleiner Teil im Westen des Gebiets bleibe jedoch umkämpft, so der Bericht. Ukrainische Truppen hielten weiterhin die letzten Verteidigungslinien in der Region, heißt es von der Dritten Angriffsbrigade auf Telegram. Das russische Verteidigungsministerium hatte zuvor erklärt, die Besetzung der Oblast sei abgeschlossen.
+++ 04:25 Moskau setzt Prozess gegen Bildhauer Tilly fort +++
In Moskau setzt ein Gericht das umstrittene Strafverfahren gegen den deutschen Bildhauer Jacques Tilly auch wegen angeblicher Beleidigung von Kremlchef Wladimir Putin fort. In dem Prozess, der in Abwesenheit des Angeklagten läuft, stehen noch der Abschluss der Beweisaufnahme und die Plädoyers aus.
+++ 03:18 Nato-Chef Rutte berät mit Trump zu Ukraine-Krieg +++
Nato-Generalsekretär Mark Rutte wird in der kommenden Woche für Gespräche mit US-Präsident Donald Trump nach Washington reisen. Der Besuch in der US-Hauptstadt sei bereits seit längerer Zeit geplant gewesen. Es soll unter anderem um den Krieg in der Ukraine gehen.
+++ 01:29 Bericht: Trump droht mit Aus der Ukraine-Waffenlieferungen +++
US-Präsident Donald Trump hat einem Zeitungsbericht zufolge mit dem Ende von US-Waffenlieferungen an die Ukraine gedroht. Dadurch sollten die die europäischen Verbündeten dazu bewegt werden, sich einer "Koalition der Willigen" anzuschließen, die die Straße von Hormus wieder öffnen solle, berichtet die "Financial Times".
+++ 23:36 Selenskyj wirbt bei US-Unterhändlern für Oster-Waffenruhe +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, dass er in einer Videoschalte mit US-Unterhändlern und Nato-Chef Mark Rutte einen Oster-Waffenstillstand vorgeschlagen habe. Dies könnte zu Ostern "genau das Signal sein, das allen sagt: Diplomatie kann erfolgreich sein", erklärt Selenskyj. Russland hatte zuvor den Vorschlag für eine Waffenruhe zu Ostern als PR-Aktion zurückgewiesen.
+++ 20:45 Trump soll Europäern gedroht haben: Waffen für Ukraine nur bei Hormus-Teilnahme +++
US-Präsident Donald Trump hat einem Zeitungsbericht zufolge mit dem Ende von US-Waffenlieferungen an die Ukraine gedroht. Dadurch sollten die europäischen Verbündeten dazu bewegt werden, sich einer "Koalition der Willigen" anzuschließen, die die Straße von Hormus wieder öffnen solle, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Personen, die über die Gespräche informiert seien. Trump habe damit gedroht, die Lieferungen an die von europäischen Ländern finanzierte Nato-Initiative PURL zur Waffenbeschaffung für die Ukraine einzustellen.
+++ 20:15 Selenskyj berichtet von "positivem" Gespräch mit US-Vertretern +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat heute nach eigenen Angaben ein Videotelefonat mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner sowie Nato-Generalsekretär Mark Rutte und dem US-Senator Lindsey Graham über eine Beendigung des Kriegs geführt. Das Gespräch sei "positiv" verlaufen, sagte Selenskyj anschließend in seiner täglichen, über Online-Netzwerke verbreiteten Videoansprache. "Wir haben vereinbart, die Sicherheitsgarantien zu verstärken, und ich habe unser Team bereits beauftragt, die Dokumente zügig zu aktualisieren, damit die Sicherheitsgarantien für die Ukraine solide sind, die Aussicht auf den Wiederaufbau nach dem Krieg realistisch ist und alles umgesetzt werden kann", sagte Selenskyj zudem. Vor eineinhalb Wochen waren Unterhändler der Ukraine und der USA zuletzt in Florida zusammengekommen, um weitere Dreier-Gespräche mit Russland über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs vorzubereiten. Selenskyj hatte im Anschluss seine Hoffnung auf weitere Gespräche zum Ausdruck gebracht. Eine trilaterale Gesprächsrunde mit Vertretern Russlands, der Ukraine und der USA hatte zuletzt Mitte Februar in Genf stattgefunden. Diese brachte allerdings keine konkreten Ergebnisse.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.