Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 12:02 Ukrainer halten laut Umfrage nichts von Wahlen vor Waffenstillstand +++
Einer Umfrage des Kiewer Internationalen Instituts für Soziologie (KIIS) zufolge findet nur jeder zehnte Ukrainer, dass vor einem Waffenstillstand Wahlen stattfinden sollten. Das meldet das Portal Urkainska Pravda. Eine Mehrteit von 59 Prozent ist demnach der Ansicht, Wahlen seien nur nach einem vollständigen Kriegsende möglich. Kremlchef Putin hat mehrfach erklärt, dass der urkainische Präsident Selenskyj wegen seiner abgelaufenen Amtszeit nicht mehr legitim sei. Kiew verwies hingegen auf das Kriegsrecht, das Wahlen in Kriegszeiten verbietet, wodurch sich die Amtszeit verlängere. Zuletzt hatte allerdings US-Präsident Trump die Forderung Putins nach Neuwahlen übernommen. Selenskyj erklärte sich dazu bereit, forderte jedoch eine Waffenruhe während der Wahl.
+++ 10:52 Selenskyj lässt sich von kanadischer Finanzexpertin beraten +++
Der ukrainische Präsident hat Kanadas ehemalige Vize-Premierministerin Chrystia Freeland zur Beraterin für wirtschaftliche Entwicklung ernannt, wie er mitteilt. Selenskyj erhofft sich demnach von der früheren Finanzministerin unter anderem Expertise, wie sich Investitionen anlocken lassen. Freeland, die ukrainische Vorfahren hat, war von 2019 bis 2024 stellvertretende Ministerpräsidentin Kanadas. Sie ist Abgeordnete im kanadischen Parlament und Sondergesandte der Regierung in Ottawa für die Ukraine.
+++ 09:51 Ukrainischer Geheimdienstchef Maljuk beugt sich offenbar und tritt ab +++
Trotz der großen öffentlichen Unterstützung, etwa vieler Militärs, hat sich der Inlandsgeheimdienstchef der Ukraine, Wassyl Maljuk, zum Rücktritt bereit erklärt. Das berichtet das Portal Ukrainska Pravda. Zuvor hatte er sich demnach noch geweigert, seinen Posten zu wechseln, etwa zum Auslandsgeheimdienst. Seine Begründung dafür war dem Bericht zufolge, dass er große Operationen kurz vor Abschluss noch beenden wollte. Präsident Selenskyj soll Maljuk jedoch gedroht haben, ihn zu entlassen, wenn er nicht freiwillig zurücktritt.
+++ 08:50 Selenskyj beklagt Angriff auf Krankenhaus in Kiew +++
Der ukrainische Präsident spricht den Angehörigen der Opfer des nächtlichen Angriffs auf eine Klinik in Kiew sein Mitgefühl aus - und appelliert für eine anhaltende Unterstützung der Ukraine. "Es ist entscheidend, dass unsere Partner niemals vergessen: Luftabwehr wird jeden Tag gebraucht; Mittel für die Produktion von Abfangdrohnen werden jeden Tag gebraucht; Ausrüstung für den Energiesektor wird jeden Tag gebraucht", schreibt Selenskyj bei X.
+++ 07:54 Wadephul verlangt mehr eigenständige Verteidigung +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul beschwört angesichts anhaltender russischer hybrider Attacken auf Deutschland und das Baltikum die eigenständige Verteidigungsbereitschaft Europas. "Es gilt, der Bedrohung durch Russland durch einen starken europäischen Zusammenhalt zu begegnen", sagt der CDU-Politiker vor dem Abflug nach Litauen. Unter hybriden Bedrohungen werden militärische, wirtschaftliche, geheimdienstliche und propagandistische Mittel verstanden, mit der auch die öffentliche Meinung beeinflusst werden kann. Unter anderem gehören staatlich gelenkte Cyberattacken dazu. Entscheidend sei, "dass wir bereit sind, uns und unsere Freiheit eigenständiger zu verteidigen".
+++ 06:46 Ukraine meldet Todesopfer in Kramatorsk +++
Bei einem russischen Angriff auf Kramatorsk sind am Sonntag ein Mann getötet und eine Frau verletzt worden. Das berichten ukrainische Medien unter Berufung auf die örtliche Militärverwaltung.
+++ 06:01 Außenminister Wadephul reist nach Litauen +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul besucht heute vor dem Hintergrund andauernder Verhandlungen über eine Waffenruhe Litauen. In Vilnius, der Hauptstadt des baltischen EU- und Nato-Landes, will der CDU-Politiker Regierungschefin Inga Ruginiene und Außenminister Kestutis Budrys treffen.
+++ 05:07 Nächtliche russische Angriffe in Region Kiew +++
In der Stadt Fastiw rund 70 Kilometer südwestlich von Kiew ist ein 70-jähriger Mann getötet worden. Das erklärt der Kiewer Gouverneur Mykola Kalaschnyk. Moskau und Kiew beschuldigen sich gegenseitig, mit fortgesetzten Angriffen die derzeitigen internationalen Verhandlungen über ein Ende des inzwischen fast vier Jahre andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu untergraben.
+++ 04:26 Mindestens zwei Tote bei russischen Angriffen auf Kiew +++
Bei russischen Angriffen auf die Region Kiew sind nach ukrainischen Angaben in der Nacht mindestens zwei Menschen getötet worden. Ein Mensch sei direkt in der Hauptstadt getötet worden, erklärt der Leiter der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, im Onlinedienst Telegram. Nach Behördenangaben wurden zudem eine medizinische Einrichtung getroffen und mehrere Wohnhäuser sowie kritische Infrastruktur in Vororten von Kiew beschädigt.
+++ 04:16 Trump zweifelt russische Angaben zu Angriff auf Putin-Residenz an +++
US-Präsident Donald Trump zweifelt die russischen Angaben zu einem angeblichen ukrainischen Angriff auf eine Residenz des Präsidenten Wladimir Putin an. "Ich glaube nicht, dass dieser Angriff stattgefunden hat", sagt Trump. Es sei zwar etwas in der Nähe passiert, dies habe aber nichts damit zu tun. Moskau wirft Kiew vor, am Montag versucht zu haben, mit 91 Langstreckendrohnen eine Residenz Putins in der nordrussischen Region Nowgorod anzugreifen. Die Ukraine und westliche Staaten bestreiten die russische Darstellung.
+++ 02:46 Kiews Bürgermeister meldet russischen Luftangriff auf die Hauptstadt +++
Russland greift die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht aus der Luft an. Das teilt Bürgermeister Vitali Klitschko über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Luftabwehr sei im Einsatz. Klitschko ruft die Bevölkerung auf, in den Schutzräumen zu bleiben.
+++ 02:26 Brand nach Drohnenangriff in russischer Region Lipezk +++
Ein ukrainischer Drohnenangriff hat in der Stadt Jelez in der russischen Region Lipezk einen Brand in einem Industriegebiet ausgelöst. Das teilt der Gouverneur der Region, Igor Artamonow, mit. Verletzte gebe es nicht.
+++ 01:07 Moskau offenbar täglich Ziel ukrainischer Drohnenangriffe +++
Die Ukraine greift die russische Hauptstadt Moskau seit Jahresbeginn offenbar täglich mit Drohnen an. Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, allein bis Sonntag um Mitternacht seien 57 Drohnen über der Region Moskau zerstört worden. Wegen der Angriffe müssen die Flughäfen in der Hauptstadt nach Angaben der russischen Luftfahrtbehörde Rosawiazija immer wieder vorübergehend schließen. Eine ukrainische Stellungnahme liegt dazu bisher nicht vor. Die Regierung in Kiew erklärt jedoch seit Längerem, mit solchen Angriffen die russische Militärlogistik und Energieinfrastruktur schwächen zu wollen.
+++ 00:02 Russische Rüstungsfabrik nach Drohnenangriff in Flammen +++
In einer russischen Raketenteilefabrik in Jelets in der Oblast Lipezk ist ein Feuer ausgebrochen, wie Kyiv Independent meldet. Demnach wurde die Fabrik von ukrainischen Drohnen getroffen. In dem Werk werden Komponenten für russische Raketen und Drohnen hergestellt, darunter Batterien für das ballistische Raketensystem Iskander und Marschflugkörper. Augenzeugen berichteten von einem Brand in der Anlage nach einem Drohnenangriff und veröffentlichten Fotos und Videos von aufsteigendem Rauch. Die russischen Behörden haben den Vorfall bisher nicht bestätigt. Die Stadt Jelets in der Oblast Lipezk liegt rund 250 Kilometer nördlich der russisch-ukrainischen Grenze.
+++ 22:46 Lettland meldet Beschädigung an Kabel in der Ostsee +++
Erneut ist ein Unterseekabel in der Ostsee beschädigt worden, diesmal vor Lettland. "In der Ostsee nahe Liepaja wurde ein Schaden an einem Glasfaserkabel eines privaten Unternehmens entdeckt", teilt Ministerpräsidentin Evika Silina auf der Plattform X mit. Nach Angaben der lettischen Polizei handelt es sich bei dem mutmaßlichen Verursacher des Schadens um ein Schiff. Die genauen Umstände des Vorfalls, der sich am 2. Januar in lettischen Hoheitsgewässern ereignet habe, seien noch unklar.
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