Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:38 Golfstaaten verschießen innerhalb weniger Tage mehr Patriot-Raketen als Ukraine in vier Jahren Krieg erhalten hat +++
In den ersten Tagen des Iran-Krieges haben die Länder des Nahen Ostens laut Angaben von Präsident Selenskyj und Andrius Kubilius, dem EU-Kommissar für Verteidigung und Weltraum, mehr als 800 Patriot-Raketen abgefeuert. Mit diesem Raketenhagel sollten über 2.000 iranische Kampfdrohnen und mehr als 500 ballistische Raketen abgewehrt worden sein. Das berichtet die "New York Times". Demnach sagt Dmytro Lytvyn, ein Berater Selenskyjs, dass Kiew in den gesamten vier Jahren des Krieges in der Ukraine nur etwa 600 moderne Patriot-Raketen erhalten habe.
+++ 08:31 Ukraine meldet fast 1,3 Millionen russische Verluste seit Beginn des Krieges +++
Russland hat laut den Berechnungen des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine im Laufe des letzten Tages 750 Soldaten durch Tod und Verwundung verloren. Damit soll sich die Gesamtzahl der Personalverluste der russischen Streitkräfte seit Beginn des umfassenden Angriffskriegs am 24. Februar 2022 auf 1.274.040 erhöht haben, heißt es in einer auf Facebook veröffentlichten Meldung. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Westliche Beobachter halten die Zahlen Kiews zu den russischen Verlusten in der Regel für übertrieben, aber nicht völlig aus der Luft gegriffen. Der Kreml macht keine Angaben zu eigenen Verlusten.
08:09 Selenskyj: Golfstaaten streben Kauf ukrainischer Shahed-Abfangraketen an +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, dass die Ukraine den Vereinigten Staaten und den Ländern des Nahen Ostens ihre Expertise und militärische Erfahrung im Kampf gegen Shahed-Drohnen, Marschflugkörper und andere Bedrohungen aus der Luft zur Verfügung stellen wird. Dabei merkt der ukrainische Staatschef an, dass drei nicht näher spezifizierte Golfstaaten den Kauf ukrainischer Shahed-Abfangraketen anstreben. Laut dem Institute for the Study of War (ISW) in Washington sind dies wahrscheinlich die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Katar und Kuwait. Demnach hat Selenskyj in den letzten Tagen auch mit mehreren Führern aus Staaten des Nahen Ostens gesprochen, darunter mit dem bahrainischen König Hamad bin Isa Al Khalifa und dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman al Saud, um Erkenntnisse zur Abwehr iranischer Bedrohungen zu erörtern. Die Ukraine könne den USA und ihren Verbündeten im Nahen Osten einzigartige Einblicke in die Bekämpfung iranischer Angriffe bieten, da das ukrainische Militär die Kampferfahrung der vergangenen vier Kriegsjahre gesammelt, institutionalisiert und operationalisiert habe.
+++ 07:32 Fünf Verletzte nach russischen Angriffen in der Region Sumy gemeldet +++
In der Region Sumy wurden im Laufe des letzten Tages fünf Menschen infolge russischer Angriffe verletzt, berichtet Ukrinform und verweist auf einen Telegram-Post der ukrainischen Nationalpolizei. Demnach wurden in der Stadtgemeinde Sumy drei Personen verletzt. Eine Lokomotive, eine Oberleitungsbuslinie, Schaufenster eines Einkaufszentrums, Wohnhäuser und ein Auto seien beschädigt worden. In der Gemeinde Nova Sloboda wurden dem Bericht zufolge zwei Männer im Alter von 71 und 61 Jahren verletzt, und ein Haus wurde beschädigt.
+++ 06:54 Ukraine: Russische Panzerkolonne mit Drohnen an Huliaipole-Front zerstört +++
Die ukrainischen Verteidigungskräfte melden die Zerstörung einer mechanisierten Kolonne der Russen an der Huliaipole-Front mit Drohnen. Das berichtet die nationale ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf einen Telegram-Post der 414. Brigade "Magyar's Birds". "Russen der 40. Separaten Mechanisierten Brigade versuchten erneut, an der Huliaipole-Front durchzubrechen. Mit einer kleinen Infanteriegruppe scheiterten sie beim Infiltrieren, doch aus unbekannten Gründen glaubten sie an ihre eigene Stärke und beschlossen diesmal, mit gepanzerten Fahrzeugen vorzustoßen", heißt es in der Erklärung. Demnach wurden ein Panzer, ein gepanzertes Kampffahrzeug und zwei Quads zerstört. Die feindlichen Truppen, die sich in Wohngebäuden zu verstecken versuchten, seien eliminiert worden.
+++ 06:25 Russland: 234 ukrainische Drohnen in neun Stunden abgefangen +++
Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, dass seine Luftabwehreinheiten innerhalb von neun Stunden 234 Drohnen in verschiedenen Teilen Zentral- und Südrusslands abgefangen haben. Darunter seien sechs Drohnen, die nach Moskau unterwegs sind. Das Ministerium meldet im Zeitraum von 14 bis 23 Uhr keine Schäden oder Opfer. Ein Landarbeiter sei verletzt worden, sagt der Gouverneur der Region Brjansk an der ukrainischen Grenze.
+++ 06:02 Schwedischer Geheimdienst: Russland größte Bedrohung der Nato +++
Der schwedische Militärgeheimdienst hat Russland als größte Bedrohung für die Sicherheit Schwedens und der Nato bezeichnet. In seinem Jahresbericht warnt der Dienst, dass Moskaus zunehmend riskantes Verhalten eine gefährliche Eskalation auslösen könnte, wie Politico berichtet. Der Bericht bezeichnet die Bedrohung durch Russland als "ernst und konkret" und beschreibt Moskaus Verhalten als "opportunistisch und aggressiv". Beispiele für feindselige Aktionen sind Luftraumverletzungen, Sabotageakte und Cyberangriffe im Ostseeraum. Das Dokument nennt Russland "die größte Bedrohung für Schweden und die Nato".
+++ 05:35 Selenskyj: Ukraine schickt Drohnen zum Schutz von US-Basen nach Jordanien +++
Die Ukraine schickt auf Bitten der USA Abfangdrohnen und Drohnenexperten nach Jordanien, um dort US-Militärstützpunkte zu schützen, sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "New York Times". Dem Bericht zufolge baten die USA am Donnerstag um Hilfe, woraufhin das ukrainische Team am nächsten Tag abgereist sei und in Kürze im Nahen Osten erwartet werde.
+++ 04:19 Partisanen sabotieren Eisenbahndepot in Brjansk +++
Agenten der ATESH-Widerstandsbewegung haben Sabotageakte im Brjansker Eisenbahndepot verübt. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf einen Telegram-Post. Das Depot ist ein wichtiger Nachschubknotenpunkt für die russische Nordgruppe der Streitkräfte, die die ukrainischen Grenzregionen terrorisiert. Die Partisanen kehrten demnach zum selben Depot in Brjansk zurück, wo sie bereits im vergangenen November eine erfolgreiche Sabotageaktion durchgeführt hatten.
+++ 02:45 Ukrainische Armee: Russen erleiden maximale Verluste bei minimalen Geländegewinnen +++
Statistiken über die Kampfeinsätze der ukrainischen Verteidiger in diesem Winter zeigen ein ungünstiges Verhältnis zwischen Geländegewinnen und Personalverlusten. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf den Leiter des Reserverats der Landstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte, Ivan Tymochko "Statistiken zeigen unter anderem, dass die Russen in diesem Winter, obwohl sie nur ein minimales Gebiet besetzt hielten, maximale Personalverluste erlitten haben - größer als je zuvor im Verhältnis zu jedem Quadratmeter besetzten Landes", sagt er demnach in einer TV-Sendung. Tymochko merkt zugleich an, dass es den ukrainischen Streitkräften in den vergangenen zwei Monaten gelungen sei, systematisch eine große Anzahl feindlicher Artilleriesysteme zu zerstören - mehrere Dutzend Einheiten pro Tag.
+++ 01:40 Fico: Falls Orban verliert, wird Slowakei EU-Milliarden für Kiew blockieren +++
Die Slowakei werde "den Staffelstab von Ungarn übernehmen" und EU-Gelder für die Ukraine blockieren, falls der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban die bevorstehende Wahl verliere, sagt der slowakische Ministerpräsident Robert Fico in einer Videoansprache auf Facebook. Ungarn blockiert derzeit einen Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro an die Ukraine aufgrund von Streitigkeiten um die Druschba-Pipeline, die seit Januar den Transport von russischem Öl eingestellt hat. Die Slowakei und Ungarn, die einzigen EU-Länder, die noch russisches Rohöl über diese Pipeline importieren, haben daraufhin den Druck auf Kiew verstärkt. Fico lässt durchblicken, dass Kiew die Reparatur verzögert und auf eine Niederlage Orbans in Ungarn spekuliere.
+++ 00:13 Bericht: Deutschland viertgrößter Waffen-Exporteur +++
Vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine ist Deutschland zum viertgrößten Rüstungsexporteur aufgestiegen. Damit überholte die Bundesrepublik China, wie aus einem Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri hervorgeht. Fast ein Viertel der deutschen Waffenexporte flossen in die Unterstützung der Ukraine. Weitere 17 Prozent wurden dem Bericht zufolge in andere europäische Länder ausgeführt. Die globalen Waffenlieferungen stiegen laut den Friedensforschern zwischen den Perioden 2016 bis 2020 und 2021 bis 2025 um 9,2 Prozent. Die europäischen Staaten verdreifachten ihre Waffenimporte in diesem Zeitraum. Größter Treiber dieser Entwicklung ist weiterhin der Krieg in der Ukraine.
+++ 23:13 Kiew stemmt sich gegen Moskaus Teilnahme an Biennale in Venedig +++
Die Ukraine protestiert gegen die geplante Wiedereröffnung des russischen Pavillons bei der Kunstbiennale in Venedig. In einer in Kiew veröffentlichen Erklärung nennen Außenminister Andrij Sybiha und Kulturministerin Tetjana Bereschna die Zulassung russischer Künstler zu internationalen Veranstaltungen "inakzeptabel". Die Kunstbiennale vom 9. Mai bis 22. November in Venedig zählt zu den wichtigsten internationalen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst.
+++ 21:51 Bericht: Iranische Drohne auf Zypern enthielt russische Technologie +++
Bei einem Drohnenangriff auf die britische Luftwaffenbasis Akrotiri auf Zypern wurde offenbar russische Technologie eingesetzt. Laut einem Bericht der "Times" brachten britische Geheimdienste die Überreste der Kamikaze-Drohne in ein Labor - diese sollen ein russisches Kometa-B-Navigationssystem enthalten haben. Die Drohne sei von einer "iranisch ausgerichteten Gruppe" aus dem Libanon gestartet worden, erklärt der britische Generalstabschef Richard Knighton. US-Präsident Donald Trump relativierte zuletzt Berichte, nach denen Russland Iran beim Angriff auf US-Streitkräfte unterstütze.
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