Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 20:36 Litauen: Langfristige Vorbereitung auf Konfrontation - Russland baut Truppen an Nato-Grenze aus ++++

06.03.2026, 00:01 Uhr

Russland baut nach Einschätzung des litauischen Geheimdienstes seine Truppen an der Nato-Grenze aus und bereitet sich langfristig auf eine Konfrontation vor. Sollten die Sanktionen fallen, wäre Moskau in sechs Jahren zu einem großangelegten militärischen Konflikt mit dem Bündnis bereit, heißt es im jährlichen Bedrohungsbericht. Die Armee würde dann voraussichtlich um 30 bis 50 Prozent größer und moderner sein als vor dem Ukraine-Krieg.

+++ 19:48 Sie attackierten die Ukraine jahrelang: Kiew meldet Treffer auf zwei russische Kriegsschiffe +++

Bei ukrainischen Angriffen Anfang dieses Monats sollen zwei russische Kriegsschiffe getroffen worden sein. Der Inlandsgeheimdienst SBU berichtete bereits dem Sender Suspilne, dass im Hafen von Noworossijsk in der Nähe der Halbinsel Krim die Fregatte Admiral Essen so schwer beschädigt worden sei, dass sie keine Kalibr-Marschflugkörper mehr abfeuern könne. Diese werden häufig für Angriffe auf ukrainisches Territorium verwendet. Das Schiff soll nicht mehr in der Lage sein, die Ukraine zu attackieren. Es habe einen 18 Stunden langen Brand gegeben, so der SBU. Nun bestätigt der Generalstab der ukrainischen Armee die Attacke. Auch die nebenan liegende Fregatte Admiral Makarow soll beschädigt worden sein.

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Die Admiral Essen auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2019. (Foto: picture alliance / Globallookpress.com)

+++ 19:08 Für 150 Gripen-Kampfjets: Ukraine bereitet Anzahlung vor +++

Die Ukraine bereitet eine Anzahlung für die ersten Gripen-Kampfflugzeuge aus Schweden und Rafale-Jets aus Frankreich vor, berichtet das Militärportal Militarnyi unter Berufung auf Aussagen von Staatschef Wolodymyr Selenskyj bei einer Pressekonferenz. "Wir brauchen eine Anzahlung von ukrainischer Seite für die zukünftige Luftfahrt, insbesondere für die Gripen und Rafale", sagt Selenskyj dem Bericht zufolge. Die Ukraine rechnet damit, 2026 die ersten von insgesamt 150 schwedischen Kampfflugzeugen vom Typ JAS-39 Gripen zu erhalten, höchstwahrscheinlich in der Version C/D, so Militarnyi.

+++ 18:24 Putin macht ernst: Gaslieferungen in Kürze nach Asien statt Europa +++

Russische Unternehmen werden nach Angaben der Regierung in Moskau in Kürze einen Teil ihrer Flüssiggaslieferungen von Europa nach Asien umleiten. Die Unternehmen wollten nicht auf weitere Sanktionen aus Brüssel warten und orientierten sich nach Osten um, sagt der für Energiefragen zuständige Vizeregierungschef Alexander Nowak. Als mögliche Partner für langfristige Verträge nennt er Indien, Thailand, die Philippinen und China. Wegen des Iran-Krieges sind die Gaspreise zuletzt deutlich gestiegen. Da der Schiffsverkehr im Persischen Golf durch den Krieg eingeschränkt und auch die Zukunft der Öl- und Gasförderung in dieser Region derzeit ungewiss ist, reagierten die Weltmärkte mit heftigen Preisausschlägen auf die Rohstoffe. 

+++ 17:57 Selenskyj reist an die Front und warnt vor neuer russischer Offensive +++

Russland bereitet nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine Frühjahrsoffensive in Donezk vor. Er äußert sich bei einem Truppenbesuch an der Front in dieser ostukrainischen Region. "Heute besuchen wir die Region Donezk, unser Land und unsere Soldaten", erklärt Selenskyj in der Telegram-App und postet ein Selfie-Video aus der Stadt Druschkiwka. "Es ist wichtig, dass unsere Stellungen stark sind. Das Böse muss gestoppt werden. Die Ukrainer hier im Donbass tun genau das." Der industriell geprägte Donbass besteht aus den Regionen Donezk und Luhansk, die zum Teil vom russischen Militär besetzt sind.

+++ 17:33 Anklage gegen fünf Personen in Litauen nach Paket-Explosionen +++

Nach einer Serie von Paket-Explosionen in Europa im Jahr 2024 erhebt Litauen Klage gegen fünf Personen. Bei den Verdächtigen handele es sich um Staatsbürger Russlands, der Ukraine und Litauens, sagt der stellvertretende Generalstaatsanwalt Arturas Urbelis. Ihnen werde "Terrorismus" vorgeworfen. Im Jahr 2024 detonierten in Deutschland, Großbritannien und Polen Pakete, die von den Logistikdiensten DHL und DPD befördert worden waren. Die litauische Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei hatten im vergangenen Jahr erklärt, die Taten seien von russischen Staatsbürgern mit Verbindungen zum russischen Militärgeheimdienst organisiert und überwacht worden. Litauische Sicherheitsbeamte hatten 2024 zudem mitgeteilt, die vier Pakete seien Teil eines Probelaufs für ein russisches Komplott gewesen. Ziel sei es gewesen, Explosionen auf Frachtflügen in die USA auszulösen.

+++ 16:51 Ukrainischer Ex-Außenminister ist irritiert von US-Flugabwehr - und warnt vor Drohnen auf Paris +++

Der ehemalige ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba schreibt auf X, vier Jahre lang hätten die USA und der Rest der Welt den Krieg Russlands gegen die Ukraine bis ins kleinste Detail untersucht. "Und doch schießen sie in den ersten Tagen billige Shaheds mit millionenteuren Raketen ab. Die Ukraine hat diese Lektion 2023 gelernt. Andere haben sich dafür entschieden, sie auf die harte Tour zu lernen." Gemeint ist der Einsatz von US-Patriot-Flugabwehrraketen vom Typ PAC-3 gegen iranische Shahed-Drohnen im Nahen Osten, der viel zu kostspielig ist. Jede PAC-3 kostet circa vier Millionen Dollar. Zudem wurden 2025 nur circa 600 Stück hergestellt. Kuleba warnt außerdem vor weiteren Konflikten: "Menschen in reichen Ländern glauben gerne, dass Krieg niemals ihre Straßen erreichen wird. Aber wenn eine Drohne Dubai treffen kann, warum dann nicht auch Paris? Offensichtlich kann sie das. Die psychologische Barriere ist weg. Symbole für Sicherheit, Reichtum und Komfort sind nun legitime Ziele. Nicht nur für den Iran."

+++ 16:15 Streit um Pipeline eskaliert: Selenskyj droht Orban mit Soldaten, Ungarn reagiert +++

Über die "Druschba"-Pipeline fließt kein Öl mehr nach Ungarn und der Ton zwischen Kiew und Budapest wird rauer. Orban droht der Ukraine offen und blockiert einen Millionenkredit, Selenskyj kontert mit scharfen Worten. Währenddessen steht Ungarns Regierung kurz vor einer richtungsweisenden Wahl:

+++ 15:40 Ukraine soll Kurz vor der Entsendung von Militärexperten in die Golfregion stehen +++

Die Ukraine wird nach Angaben eines hochrangigen ukrainischen Regierungsvertreters "in Kürze" Militärexperten in die Golfregion entsenden, um die USA und ihre Verbündeten bei der Abwehr iranischer Drohnen zu unterstützen. "Die Ankunft von ukrainischem Militärpersonal am Persischen Golf wird in naher Zukunft erwartet", sagt der hochrangige Vertreter Kiews, der anonym bleiben will. Demnach laufen Gespräche darüber, wie dieser Einsatz aussehen könnte.

+++ 14:59 "Keine Karten" - Trump wiederholt Selenskyj-Behauptung - obwohl die USA ihn nach Hilfe fragen +++

US-Präsident Donald Trump behauptet in einem Interview mit Politico erneut, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj das Hindernis bei einem Friedensdeal sei. "Sie haben keine Karten in der Hand. Jetzt hat er noch weniger Karten", sagt Trump. In der Ukraine stößt diese Aussage besonders auf, da Selenskyj erst kürzlich mitgeteilt hatte, dass die USA Kiew nach Unterstützung beim Kampf gegen iranische Shahed-Drohnen gefragt hätten. Inwiefern eine solche Hilfe aussehen könnte, nannte der Staatschef nicht. Die Ukrainer besitzen beispielsweise Abfangdrohnen vom Typ Sting des Herstellers Wild Hornets. Dieser echauffiert sich derzeit über den US-Sender Fox News, der in einem Beitrag Sting-Drohnen beim Bekämpfen russischer Shahed-Drohnen zeigte. Der Beitrag erweckte aber den Eindruck, dass es sich um eine Entwicklung aus den USA handelt. Der ukrainische Hersteller wurde nicht genannt.

+++ 14:22 Wahl in Ungarn ein "russisches Projekt"? Kreml-Geheimdienst soll in Budapest agieren +++

Der Militärexperte Nico Lange warnt vor russischem Einfluss auf die Wahl in Ungarn im nächsten Monat. Der dortige Regierungschef Viktor Orban liegt in vielen Umfragen derzeit zurück und schürt Konflikte mit der Ukraine - wahrscheinlich, um sich zu profilieren. "Der Kreml setzt ein Team politischer Technologen auf die Wahl in Ungarn im April 2026 an, um Viktor Orbán zu unterstützen. Sergei Kiriyenko, Putins Stv. Stabschef, der das Team führt, behandelt die Wahl in Ungarn wie ein russisches innenpolitisches Projekt", schreibt Lange auf X. "In Budapest soll ein Team des Militärgeheimdienstes GRU in der russischen Botschaft arbeiten, ausgestattet mit diplomatischen Pässen und spezialisiert auf soziale Manipulation."

+++ 13:54 Ukraine und Russland tauschen weitere Kriegsgefangene +++

Innerhalb von zwei Tagen haben die Ukraine und Russland zum zweiten Mal Kriegsgefangene ausgetauscht. "Weitere 300 Verteidiger kehren aus der russischen Gefangenschaft zurück", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Russland habe ebenfalls zwei ukrainische Zivilisten übergeben. Die zwischen 26 und 60 Jahre alten Militärs sind demnach zum Teil seit 2022 in Kriegsgefangenschaft gewesen. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte den Vorgang. Die 300 von der Ukraine erhaltenen russischen Soldaten seien derzeit in Belarus und würden anschließend nach Russland gebracht. Tags zuvor hatte der russische Chefunterhändler Wladimir Medinski einen Austausch von jeweils 500 Kriegsgefangenen in zwei Etappen angekündigt. In der ersten Etappe hatten beide Seiten am Donnerstag je 200 gefangene eigene Soldaten zurückerhalten. Dieser Austausch wurde übereinstimmenden Angaben nach von den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten vermittelt. Kiew und Moskau hatten sich auf den Austausch im Februar im schweizerischen Genf geeinigt.

+++ 13:18 Ukraine trifft russischen Helikopter im Schwarzen Meer +++

Ein Angriff auf hoher See sorgt für Aufsehen. Ukrainische Streitkräfte melden in der Nacht zu Donnerstag einen spektakulären Treffer gegen einen russischen Ka-27-Helikopter im Schwarzen Meer. Dabei kam eine neuartige Kombination unbemannter Systeme zum Einsatz.

+++ 12:43 Bundeswehr bekommt mehr Kompetenzen zur Drohnen-Abwehr +++

Die Bundeswehr erhält mehr Kompetenzen zur Abwehr von Drohnen. Die entsprechende Änderung des Luftsicherheitsgesetzes passierte nach dem Bundestag auch den Bundesrat. Deutschland reagiert damit auf die veränderte Sicherheitslage und die Zunahme von Drohnensichtungen seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Die Drohnenpiloten sind meist kaum zu ermitteln. Es wird aber vermutet, dass in vielen Fällen Russland hinter den Flügen steht. Das Gesetz ist Teil des Ziels der Bundesregierung, die Abwehr von Drohnen zu beschleunigen. Dazu dient auch das neue Drohnenabwehrzentrum in Berlin. In Deutschland sind zunächst die Polizeikräfte der Länder für die Drohnenbekämpfung zuständig. Meist fehlen ihnen dazu aber die Möglichkeiten. Deshalb sind bereits die Kompetenzen der Bundespolizei ausgeweitet worden.

+++ 12:08 EU-Kommissar: USA haben nicht genug Luftabwehrraketen für Golfstaaten und Ukraine +++

Die USA haben nach Einschätzung von EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius nicht ausreichend Luftabwehrraketen, um die Golfstaaten und die Ukraine bei deren Verteidigung zu unterstützen. "Die Amerikaner werden wirklich nicht in der Lage sein, genügend dieser Raketen bereitzustellen", sagte Kubilius bei einem Besuch in Warschau. Dies gelte sowohl für die Golfstaaten als auch für die US-Armee selbst und "den Bedarf der Ukraine", erläuterte er.

+++ 11:29 Munz: Russische Kriegsblogger sehen Iran als Warnung +++

Der steigende Ölpreis ist für Russland ein Geschenk, mehr Geld wird in die Staatskassen gespült. Russland-Korrespondent Rainer Munz berichtet jedoch auch von Ängsten im Land: Kriegsblogger fürchten, das amerikanische Vorgehen im Nahen Osten könne ein Risiko für Russland aufzeigen.

+++ 10:50 Kreml: Krieg im Iran treibt Nachfrage nach russischem Öl und Gas +++

Der Krieg im Iran hat nach Darstellung des Kreml die Nachfrage nach russischem Öl und Gas angeheizt. Käufer wie China und Indien ließen sich dabei von ihren nationalen Interessen leiten, sagt Sprecher Dmitri Peskow. Russland sei und bleibe ein verlässlicher Lieferant von Öl und Gas, sowohl über Pipelines als auch in verflüssigter Form.

+++ 10:18 Solidarität mit Ukraine: Auch Österreich schließt sich Boykott bei Paralympics-Eröffnung an +++

Das Österreichische Paralympische Committee schließt sich offenbar dem Boykott anderer Länder an und schickt keine Teammitglieder zur Eröffnungsfeier in Verona. Das berichtet unter anderem "Der Standard". Als Protest gegen die Zulassung russischer und belarussischer Athleten unter eigener Flagge hatten unter anderem die Ukraine, Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, die Niederlande und Tschechien angekündigt, der Eröffnungsfeier komplett fernzubleiben.

+++ 09:30 Ukrainischer Generalstab meldet 75 russische Luftangriffe +++

Im Laufe des vergangenen Tages gab es offenbar 136 Zusammenstöße zwischen ukrainischen und russischen Truppen. Das meldet die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Generalstab der Streitkräfte der Ukraine. Betroffen war demnach vor allem Huliaipole. Russland habe unter anderem 75 Luftangriffe durchgeführt und 7951 Kamikaze-Drohnen eingesetzt. 

+++ 08:54 Stromerzeugung 2025: Solar und Gas auf Rekordhoch +++

Die Stromerzeugung aus Photovoltaik und Erdgas hat im vergangenen Jahr in Deutschland neue Rekordwerte erreicht. Die Einspeisung aus Solaranlagen stieg 2025 zum Vorjahr um 17,4 Prozent auf 70,1 Milliarden Kilowattstunden, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Die Stromerzeugung aus Erdgas kletterte um 10,2 Prozent auf 70,6 Milliarden Kilowattstunden. Insgesamt wurden mit 438,2 Milliarden Kilowattstunden 1,4 Prozent mehr Strom ins Netz eingespeist als 2024. Die Stromproduktion mit Erdgas war infolge des Preisschocks wegen Russlands Krieg in der Ukraine stark gesunken, steigt aber seit 2023 wieder.

+++ 07:59 Von Moskau eingesetzter Gouverneur: Zwei Tote durch ukrainischen Drohnenangriff +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine von Russland besetzte Region im Süden der Ukraine sind russischen Angaben zufolge zwei Menschen getötet worden. Zwölf Menschen seien verletzt worden, erklärte der vom Kreml eingesetzte Gouverneur des von Russland kontrollierten Teils der Region Cherson, Wladimir Saldo, im Onlinedienst Telegram.

+++ 07:25 Bericht: Russischer Drohnenangriff in der Stadt Krywyj Rih +++

Bei einem russischen Drohnenangriff auf Krywyj Rih wurden offenbar ein neunstöckiges Wohngebäude und ein Infrastrukturunternehmen getroffen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Leiter des Verteidigungsrates der Stadt, Oleksandr Vilkul. Durch den Angriff seien Brände ausgelöst worden, die Löscharbeiten dauerten an. Insgesamt seien rund 30 Gebäude beschädigt worden. Opfer gibt es demnach keine. 

+++ 06:41 Russland: Stromleitung zum AKW Saporischschja repariert +++

Russland hat eine wichtige externe Stromleitung zum besetzten Atomkraftwerk Saporischschja repariert. Dies teilte der Chef des russischen Staatskonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, mit. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bestätigte die Reparatur. Die Leitung war seit dem 10. Februar unterbrochen. Eine zweite externe Leitung war während der Arbeiten durchgehend in Betrieb. Eine ukrainische Stellungnahme lag zunächst nicht vor.

+++ 06:08 USA: Indien darf zeitlich begrenzt russisches Öl kaufen +++

Die USA erlauben es indischen Raffinerieunternehmen, für einen begrenzten Zeitraum russisches Öl zu kaufen. Sein Ministerium erteile dafür eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung, um sicherzustellen, dass weiterhin Öl auf den Weltmarkt gelange, teilte US-Finanzminister Scott Bessent auf X mit. Russland, das einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, dürfte damit zumindest kurzfristig seine Einnahmen aus dem Rohöl-Verkauf steigern können. Die US-Regierung spielte diesen Aspekt herunter. "Diese bewusst kurzfristige Maßnahme wird der russischen Regierung keinen nennenswerten finanziellen Vorteil verschaffen", betonte Bessent, da sie nur Transaktionen mit Öl genehmige, das bereits auf Tanker geladen, aber nicht ausgeliefert worden sei. Der Finanzminister sprach von einer "Überbrückungsmaßnahme", die den Druck mindern werde, der durch das Verhalten des Irans entstehe.

+++ 05:36 VW-Betriebsratschefin sieht Rüstung als Option +++

VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo zeigt sich offen für Rüstungsprojekte bei dem Autobauer. "Ich bin der Meinung, dass Deutschland und Europa unabhängiger werden müssen im Bereich Verteidigung", sagt sie im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. "Die Welt hat sich stark verändert. Deshalb ist es wichtig, dass Europa dort ein Gegengewicht aufbaut." Vor allem für das Werk im niedersächsischen Osnabrück könne das eine Perspektive sein. "Wir prüfen alle Möglichkeiten, um den Standort Osnabrück zukunftsfest aufzustellen", sagt Cavallo. Rüstung sei hier eine Option. Die Arbeitnehmervertreterin verwies darauf, dass die Konzerntochter MAN bereits seit Jahren in einem Gemeinschaftsunternehmen mit Rheinmetall Militärlaster baut.

+++ 04:47 Selenskyj kündigt weitere Gefangenenaustausche an +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigt die baldige Rückholung weiterer Soldaten aus russischer Kriegsgefangenschaft an. In seiner abendlichen Videobotschaft lobt er den am Tag vollzogenen Austausch von 200 Kriegsgefangenen. "Wir rechnen damit, dass es in den nächsten Tagen eine Fortsetzung der Austausche geben wird", sagt er anschließend. Wie es mit den Verhandlungen über ein Ende des russischen Kriegs in der Ukraine weitergehen wird, ist seinen Worten nach hingegen ungewiss.

+++ 03:44 EU und Schweiz verstärken Zusammenarbeit bei Außen- und Verteidigungspolitik +++

Die Europäische Union und die Schweiz wollen ihre Zusammenarbeit in der Außen- und Verteidigungspolitik vertiefen. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und der Schweizer Außenminister Ignazio Cassis unterzeichneten in Zürich eine gemeinsame Erklärung, die darauf abzielt, vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen den Dialog zu intensivieren. Außerdem unterzeichneten sie ein Abkommen, das es der neutralen Schweiz erleichtern soll, sich an "zivilen und militärischen Friedensmissionen" zu beteiligen, sagt Cassis auf einer Pressekonferenz. Kallas betont die Bedeutung der Beziehungen zwischen der EU und der Schweiz. So habe sich die Schweiz bereits den Sanktionen der EU gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs angeschlossen. "Ich sehe auch Potenzial für eine verstärkte Zusammenarbeit bei der Bekämpfung hybrider Angriffe", sagte Kallas. Die Neutralität der Schweiz sei "kein Hindernis für eine engere Zusammenarbeit".

+++ 02:45 Gouverneur: Neun Verletzte bei Drohnenabsturz auf Krim +++

Beim Absturz einer abgeschossenen ukrainischen Drohne in Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sind nach Angaben des von Russland eingesetzten Gouverneurs neun Menschen verletzt worden. Die Drohne sei neben einem fünfstöckigen Wohnhaus niedergegangen, sagt Gouverneur Michail Raswoschajew. Unter den Verletzten seien drei Kinder.

+++ 01:28 Nach Selenskyj-Drohung: Sieben Ukrainer in Budapest festgenommen +++

Der Streit zwischen Ungarn und der Ukraine um den Transit von Öllieferungen aus Russland hat mit einem Geiselnahmevorwurf aus Kiew eine neue Eskalationsstufe erreicht. "Heute in Budapest haben die ungarischen Behörden sieben ukrainische Staatsbürger als Geiseln genommen", schrieb der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X. Der Vorgang sei kriminell, klagte er. Bei den Festgenommenen handelt es sich um Mitarbeiter einer Staatsbank. Zudem sollen die ungarischen Behörden Geld in Millionenhöhe und Goldbarren konfisziert haben.

+++ 00:47 Kiew hilft USA bei Drohnenabwehr +++

Die Ukraine will die USA bei der Abwehr iranischer Drohnen unterstützen. Man habe eine entsprechende Anfrage aus Washington erhalten, erklärt Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X. Er habe die Entsendung von Spezialisten und Ausrüstung angeordnet, um beim Schutz vor "Schahed"-Drohnen zu helfen. Einem Insider zufolge sollen die ukrainischen Experten in den kommenden Tagen ihre Arbeit aufnehmen. Die Ukraine hat im Abwehrkampf gegen Russland umfangreiche Erfahrungen mit den iranischen Kamikaze-Drohnen gesammelt. Selenskyj hat einen Tausch von ukrainischen Abfangdrohnen gegen Patriot-Luftabwehrraketen angeregt.

+++ 23:44 Russische Behörden schränken Telegram weiter ein +++

Die russischen Behörden haben die Platzierung von Werbung beim Messengerdienst Telegram als illegal eingestuft. Die Aktivität von Telegram sei auf russischem Territorium wegen Gesetzesverstößen eingeschränkt worden, teilt die Antimonopolbehörde der Regierungszeitung "Rossijskaja Gaseta" zufolge mit. "Wegen der Maßnahmen zur Zugangsbeschränkung von Telegram sieht die Antimonopolbehörde Russlands in der Platzierung von Werbung auf dieser Plattform Anzeichen eines Verstoßes gegen das Reklamegesetz", zitiert das Blatt weiter. Haften würden sowohl Betreiber als auch diejenigen, die dort Werbung schalteten. Das Werbeverbot bei Telegram ist ein weiterer Schritt zur Beschränkung des Messengers. Moskau hat seit Beginn des von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Angriffskriegs gegen die Ukraine das Vorgehen gegen unabhängige Medien und Internetplattformen noch einmal drastisch verschärft - auch um Kritik am Krieg zu unterbinden.

+++ 22:26 Gericht weist Auslieferungsantrag für Ex-Selenskyj-Verbündeten ab +++

Ein Londoner Gericht hat den Auslieferungsantrag der Ukraine für den ehemaligen Abgeordneten Artem Dmytruk abgewiesen, berichtet Kyiv Independent. Das Gericht folgte demnach der Argumentation der Verteidigung, wonach Dmytruk bei einer Rückkehr in die Ukraine politische Verfolgung oder Folter durch den Geheimdienst SBU drohen könnte. Die Anklage legt Dmytruk gewaltsame Angriffe auf einen Soldaten sowie auf einen Polizeibeamten zur Last, die sich in zwei getrennten Vorfällen ereignet haben sollen.

+++ 21:41 Niederlande warnen bei EU-Beitritt der Ukraine vor Stichtag-Nennung +++

Der niederländische Außenminister sieht die Ukraine "in der europäischen Familie", warnt aber vor der Festlegung eines starren Stichtages für den EU-Beitritt. "Es muss ein realistisches Datum sein", sagt Tom Berendsen bei seinem Besuch in Kiew. Die Ukraine habe noch Hausaufgaben zu erledigen. Wenn Kiew die nötigen Reformen nicht rechtzeitig schaffe, passe dies "perfekt ins russische Schema. Deshalb halten wir ein festes Datum für keine gute Idee".

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