Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 12:51 Selenskyj schätzt russische Schäden auf "Billionen Rubel" +++
Die Ukraine beendet ihre 40-tägige Operation gegen die russische Energie-Infrastruktur. Präsident Wolodymyr Selenskyj zieht jetzt Bilanz: Er bezeichnet sie als "sehr erfolgreich", die Verluste gingen in die "Billionen Rubel".
+++ 12:15 Selenskyj wirft Russland "ballistischen Terror" vor +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland "ballistischen Terror" vor und erklärt, 61 Raketen verschiedenen Typs seien in den vergangenen Tagen auf die Ukraine abgefeuert worden. "Mehr Druck, mehr Sanktionen gegen Russland und mehr Luftabwehr für die Ukraine sind nötig", schreibt er auf X.
+++ 11:30 Bericht: Russland greift Ölraffinerien in Sumy an +++
Russland hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau zwei Ölraffinerien in der nordostukrainischen Region Sumy angegriffen. Dies meldet die Nachrichtenagentur Interfax. Die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA berichtet, der Angriff habe Ölförderanlagen im Bezirk Ochtyrka zum Ziel gehabt. Die Angaben können bislang nicht unabhängig überprüft werden.
+++ 11:08 Selenskyj: Acht Verletzte nach Angriff auf Hafen von Odessa +++
Bei einem russischen Angriff auf den ukrainischen Hafen von Odessa sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj acht Menschen verletzt worden. Die Hafenanlagen seien in der Nacht beschädigt worden, sagt Selenskyj. "Damit führen die Russen Krieg gegen die weltweite Ernährungssicherheit." Die Häfen von Odessa sind die Hauptroute für die umfangreichen Agrarexporte der Ukraine. Zuvor hatten Behörden sechs Verletzte gemeldet (siehe Eintrag um 07:10 Uhr).
+++ 10:28 Behörden melden drei Tote bei ukrainischem Angriff auf Belgorod +++
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Belgorod sind in der Nacht offenbar drei Menschen getötet worden. Dies teilen die örtlichen Behörden mit. Unterdessen steigt die Zahl der Verletzten demnach auf 25. Zuvor war von 13 Verletzten die Rede gewesen (siehe Eintrag um 05:01)
+++ 09:54 Ukraine kauft US-Artillerieraketen in der Türkei +++
Die Ukraine kauft in der Türkei ein größeres Paket mit US-produzierten Artilleriewaffen, das auch 70 Raketen des Typs ATACMS umfasst. Zu dem Geschäft gehören weiter 12 Mehrfachraketenwerfer M270, mehr als 2500 Artillerieraketen vom Kaliber 227 Millimeter mit Streumunition sowie 47.000 Artilleriegranaten 203 Millimeter mit Streumunition, wie das ukrainische Militärportal "Militarnyj" berichtet. Es stützt sich dabei auf die offizielle Mitteilung des US-Außenministeriums an den Kongress zu dem geplanten Weiterverkauf. Demnach befürwortet die US-Regierung das Geschäft im Umfang von 283 Millionen US-Dollar (245 Millionen Euro). Es gilt als genehmigt, wenn die Parlamentskammern Senat und Repräsentantenhaus nicht binnen 30 Tagen widersprechen. Die Türkei wolle Waffen älterer Bauart verkaufen, heißt es. Die Ukraine wiederum könne ihre Feuerkraft bei der Abwehr des russischen Angriffskrieges damit verstärken.
+++ 09:17 Russische Angriffe auf ukrainische Schwarzmeer-Häfen +++
Russische Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht die ukrainische Hafeninfrastruktur am Schwarzen Meer angegriffen. In den Häfen von Odessa und Tschornomorsk sowie in nahegelegenen Ortschaften seien Treibstofflager getroffen worden, teilt das Ministerium mit. Diese seien für die Versorgung des ukrainischen Militärs genutzt worden. Die Angaben lassen sich bislang nicht unabhängig überprüfen.
+++ 08:17 Bericht: Zwei Tote bei russischem Angriff auf Charkiw +++
Bei einem russischen Angriff auf Charkiw sind offenbar zwei Menschen getötet worden. Das berichten ukrainische Medien mit Verweis auf den Gouverneur der Region. Zudem sei eine Person mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden.
+++ 07:10 Ukraine meldet sechs Verletzte nach russischem Angriff auf Odessa +++
Bei einem russischen Raketenangriff auf Odessa sind in der Nacht offenbar sechs Menschen verletzt worden. Das schreibt die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Leiter der Militärverwaltung der Stadt. Demnach wurden Wohngebäude und Infrastruktur beschädigt.
+++ 06:25 Rheinmetall-Chef unter Personenschutz: "Kneifen gilt nicht" +++
Rheinmetall-Chef Armin Papperger, eine der meist geschützten Persönlichkeiten Deutschlands, lässt sich von möglichen Anschlagsrisiken nicht einschüchtern. "Kneifen gilt nicht in dem Bereich", sagt der Chef des größten deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall der Deutschen Presse-Agentur. "Die Jobs müssen gemacht werden, und wer einknickt, der gehört nicht in so einen Job." Papperger steht wegen möglicher russischer Mordpläne seit längerem unter Polizeischutz und hat Personenschützer, die auch in der Düsseldorfer Konzernzentrale stets an seiner Seite sind. Das Schutzniveau für den Rheinmetall-Chef gleicht jenem für den Bundeskanzler. "Es ist bekannt, dass man mein Gartenhäuschen abgebrannt hat und dass es Demonstrationen vor meinem Haus gab", sagte der Rüstungsmanager. "Wenn das eine Bedrohung ist, ja - dann müsste ich mich vielleicht bedroht fühlen." Auf der anderen Seite schütze ihn der Staat so weit, wie es irgendwie möglich sei. "Aber in einem anderen Job hätte ich sicherlich eine geringere Bedrohungslage", so Papperger. Rheinmetall liefert umfangreich Waffen an die von Russland angegriffene Ukraine und baut dort auch Werke auf.
+++ 05:01 Massiver Drohnenangriff auf Belgorod +++
Das ukrainische Militär hat offenbar einen großangelegten Drohnenangriff auf das russische Belgorod gestartet. Online kursieren zahlreiche Videos und Bilder, die Einschläge und Brände in der Stadt zeigen sollen. Getroffen wurden laut dem unabhängigen russischen Telegram-Kanal Astra Gebäude in der Nähe eines FSB-Hauptquartiers und eines Wärmekraftwerks. Der Gouverneur der Region spricht von 13 Verletzten. Belgorod liegt gut 30 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.
+++ 03:22 Dobrindt: "Sind tägliches Ziel hybrider Kriegsführung" +++
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt will die Forschung zur Drohnensicherheit ausbauen. "Das Wettrüsten der Drohnentechnologie erfordert eigene Forschungseinheiten, um Schritt halten zu können", sagt er der "Bild am Sonntag". Am 18. August solle am Testflughafen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Cochstedt in Sachsen-Anhalt eine Forschungseinrichtung für Drohnensicherheit errichtet werden. Deutschland befinde sich nicht im Krieg, "aber wir sind tägliches Ziel hybrider Kriegsführung", so der CSU-Politiker. "Spionage, Sabotage, Cyberangriffe oder verdeckte Aktionen fremder Mächte mit dem Ziel, Deutschland zu destabilisieren oder direkt Schaden zuzufügen, sind ständige Realität."
+++ 01:10 Europa laut Studie unzureichend auf russische Drohnenkampagne vorbereitet +++
Europas Drohnenabwehr wird laut einer Studie der derzeitigen Bedrohungslage nicht gerecht. "Die Erkennung ist uneinheitlich, rechtliche Zuständigkeiten sind fragmentiert, Reaktionsmöglichkeiten sind häufig unverhältnismäßig, und die Zuordnung der Verantwortlichkeit erfolgt weiterhin zu langsam, um eine rechtzeitige Abschreckung zu ermöglichen", heißt es in einer Stellungsnahme des International Institute for Strategic Studies (IISS) in London zusammen mit der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung, aus der der "Tagesspiegel" zitiert. Laut der Studie des ISS wurden zwischen August 2024 und Februar 2026 insgesamt zwölf verdächtige unbemannte Luftfahrzeuge (UAV) im Luftraum von zwölf Nato-Mitgliedstaaten sowie Irland festgestellt. "Wir bewerten es als wahrscheinlich, dass mit Russland verbundene Schiffe und die sogenannte 'Schattenflotte' als Start- und Rückholplattformen für UAVs genutzt wurden, als Teil des umfassenderen unkonventionellen Krieges des Kremls gegen Europa", heißt es in dem Papier.
+++ 23:36 Selenskyj: USA werden monatlich Patriot-Raketen liefern - aber nicht genügend +++
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mit den USA eine Vereinbarung über monatliche Lieferungen von Patriot-Abfangraketen getroffen. Die zugesagten Mengen reichten jedoch nicht aus, um den Bedarf der ukrainischen Luftverteidigung zu decken, sagt Selenskyj bei einem Treffen mit Journalisten. Wie viele Raketen die Ukraine monatlich erhalten soll, lässt Selenskyj offen. Er warnt zugleich, dass 2026 weniger Patriot-Raketen verfügbar sein würden. Die Ukraine fordert seit Monaten zusätzliche Abfangraketen, sie vor allem zur Abwehr russischer ballistischer Raketen nötig sind.
+++ 22:16 Türkei: Russland und die Ukraine sollen Angriffe im Schwarzen Meer stoppen +++
Nach mehreren Angriffen auf Handelsschiffe hat die Türkei von Russland und der Ukraine einen vorläufigen Stopp der Angriffe im Schwarzen Meer gefordert. Der türkische Außenminister Hakan Fidan forderte in einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu "die Einrichtung eines Mechanismus, um die Vereinbarung eines Moratoriums zu ermöglichen". "Der Konflikt hat sich auf das gesamte Schwarze Meer ausgeweitet", sagte Fidan zur Begründung. Das Ziel der Angriffe seien erst Häfen und Kriegsschiffe gewesen, mittlerweile würden "ohne Unterschied" auch Handelsschiffe angegriffen. Auch türkische Schiffe und Schiffe unter türkischer Flagge seien schon betroffen gewesen. Am Montag waren im Schwarzen Meer zwei Schiffe türkischer Reeder mit Drohnen angegriffen worden, mehrere Besatzungsmitglieder wurden dabei verletzt. Ankara hatte die Angriffe am Dienstag verurteilt und vor einer weiteren Gefährdung der zivilen Schifffahrt gewarnt.
+++ 21:01 Belgische Firma bleibt trotz Verbots in russischer Drohnenzone aktiv +++
Ein belgisches Unternehmen betreibt weiterhin ein Werk in der russischen Sonderwirtschaftszone Alabuga, obwohl EU-Unternehmen ihre dortigen Aktivitäten grundsätzlich bis zum 25. Januar 2026 beenden mussten. Für einen weiteren Betrieb beantragte die Firma nach Angaben des ukrainischen Portals Kyiv Independent eine Ausnahmegenehmigung. Nach Angaben des belgischen Föderalen Öffentlichen Dienstes Wirtschaft wurde bislang keinem belgischen Unternehmen eine solche Genehmigung nach der einschlägigen EU-Sanktionsverordnung erteilt. Betroffen ist auch der Hygieneartikelhersteller Drylock Technologies, dessen Werk weiter in Alabuga aktiv ist. Die Sonderwirtschaftszone gilt als zentraler Standort der russischen Drohnenproduktion. Dort werden unter anderem Geran- und Shahed-Drohnen gefertigt.
+++ 19:52 USA setzen General für Koordinierung der Ukraine-Unterstützung ab +++
Das Pentagon hat Generalleutnant Charles Costanza, Kommandeur des V. Korps der US-Armee und zuständig für die Koordinierung der US-Militärhilfe für die Ukraine, laut US-Medienberichten vorzeitig abgesetzt. Das teilweise in Polen stationierte Korps koordiniert zudem US-Militäroperationen in Europa und die amerikanische Präsenz an der Nato-Ostflanke. Die Gründe für Costanzas Absetzung knapp zwei Monate vor dem vorgesehenen Ende seiner Amtszeit blieben zunächst unklar. Brigadegeneral John B. Mountford führt das V. Korps vorübergehend; Generalmajor Thomas Feltey soll im Oktober übernehmen. Nach Angaben einer mit dem Vorgang vertrauten Quelle war die Entscheidung nicht politisch motiviert.
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