Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:39 Fünf Verletzte nach russischem Beschuss von Cherson +++
Fünf Einwohner von Cherson wurden bei Beschuss in verschiedenen Teilen der Stadt verletzt, darunter ein 38-jähriger und ein 59-jähriger Mann sowie eine 46-jährige, eine 44-jährige und eine 60-jährige Frau. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf die Militärverwaltung der Region Cherson.
+++ 04:43 Selenskyj nach Telefonat mit Erdogan: Türkei will vermitteln +++
Die Türkei ist laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bereit, Austragungsort für die nächsten direkten Gespräche zwischen Russland und der Ukraine unter Vermittlung der USA zu sein. Das teilt Selenskyj in sozialen Medien nach einem Gespräch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mit. Die wegen des Iran-Kriegs verzögerten Gespräche könnten in der nächsten Woche weitergehen. Die US-Seite habe das Treffen verschoben und einen Termin dafür in der nächsten Woche vorgeschlagen, sagt Selenskyj. Washingtons Chefunterhändler Steve Witkoff äußert sich ähnlich und sagt dem US-Sender CNBC, er rechne damit, dass die neue Runde auf die nächste Woche verschoben werde.
+++ 03:49 Kreml professionalisiert Rekrutierungen in Afrika +++
Der Kreml hat seine Vorgehensweise bei der Rekrutierung von afrikanischen Söldnern für die russische Armee zur Teilnahme am Krieg gegen die Ukraine geändert; insbesondere erfolgt die Rekrutierung nun systematisch. Laut Ukrinform berichtete das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation (CCD) beim Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine dies auf Facebook. Bisher erfolgte die Anwerbung hauptsächlich über halblegale Strukturen und inoffizielle Kanäle, darunter geschlossene Gruppen in Messenger-Apps, Tarnfirmen und Arbeitsvermittler. Mittlerweile fungieren russische diplomatische und kulturelle Vertretungen auf dem Kontinent jedoch zunehmend als Anwerbungszentren. Nach den vorliegenden Daten wurden bereits mehr als 1400 Bürger afrikanischer Länder identifiziert, die auf russischer Seite gekämpft haben.
+++ 02:51 UN-Kommission erkennt Kinderdeportationen als Kriegsverbrechen an +++
Die UN-Untersuchungskommission zum Krieg in der Ukraine bezeichnet die von Russland durchgeführten Deportationen und Transporte ukrainischer Kinder als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen. In dem Bericht der UN-Kommission heißt es wörtlich: "Die von der Kommission überprüften überzeugenden Beweise hinsichtlich der Deportation und des Transports von insgesamt 1205 Kindern aus fünf Regionen der Ukraine erlauben den Schluss, dass diese Handlungen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen der Deportation und des zwangsweisen Transports von Kindern darstellen." Die russischen Behörden hätten Eltern oder Erziehungsberechtigte systematisch nicht über den Aufenthaltsort ihrer Kinder informiert.
+++ 01:33 Minister warnt vor russischer Spionage bei Atomgeschäft +++
Der niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Christian Meyer, hat seine Befürchtungen vor einer Kooperation eines in Lingen im Emsland ansässigen Brennelementeherstellers mit der russischen Staatsbehörde Rosatom geäußert. Meyers Ministerium prüft derzeit einen Antrag des französischen Atomkonzerns Framatome, ob in einem Werk seiner Tochterfirma ANF in Lingen sechseckige Brennelemente für Atomkraftwerke russischer Bauart in osteuropäischen Ländern hergestellt werden dürfen. Der Antrag auf die Umstellung der Produktion "auf hexagonale Brennelemente in der Fabrik mit russischer Beteiligung ist kein alltäglicher Vorgang", sagt der Grünen-Politiker den Funke-Zeitungen. Er bereite ihm und vielen Bürgern "ernsthafte Sorgen" in Bezug auf die innere und äußere Sicherheit. Meyer: "Abhängigkeiten von Putins Atomkonzern sollten vermindert und nicht ausgeweitet werden. Die Sorge um Sabotage, Spionage und Einfluss des Aggressors Russland ist groß."
+++ 00:12 Sprecher der Freiwilligenarmee: Entwaffnung der Region Dnipropetrowsk militärisch vorteilhaft +++
Die vollständige Entwaffnung der Region Dnipropetrowsk wird das Risiko eines direkten Angriffs russischer Truppen auf Dnipro und Pawlohrad sowie den Artilleriedruck auf Industrie- und Energieanlagen in der Region verringern. Das erklärt Serhii Bratchuk, Sprecher der ukrainischen Freiwilligenarmee "Pivden", in einem Kommentar gegenüber Ukrinform. Militärisch lasse sich damit die Position der Ukraine am Schnittpunkt der drei Regionen Dnipropetrowsk, Donezk und Saporischschja verbessern. Der Leiter der Hauptoperationsdirektion des Generalstabs, Generalmajor Oleksandr Komarenko, betont in einem Interview mit RBC-Ukraine, dass die Verteidigungskräfte fast das gesamte vom Feind besetzte Gebiet der Region Dnipropetrowsk befreit hätten.
+++ 22:30 "Wir verteidigen uns" - Selenskyj sieht Angriff auf russische Fabrik als gerechtfertigte Reaktion +++
Nach dem Raketenangriff auf eine russische Militärfabrik in Brjansk mit mindestens sechs Toten und mehr als 30 Verletzten spricht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj von einer völlig gerechtfertigten Reaktion. Eine der wichtigsten russischen Militärfabriken in Brjansk sei getroffen worden, erklärte er in einer Videobotschaft. Die Fabrik stelle Elektronik und Teile für russische Raketen her. Mit den Raketen greife Russland Städte, Dörfer und die Zivilbevölkerung der Ukraine an. "Wir verteidigen uns", sagte Selenskyj. Moskau habe die Möglichkeit, den Krieg, den es begonnen habe, zu beenden.
+++ 22:01 Sybiha: "Maske ist gefallen" - Ungarn verbirgt Erpressung der Ukraine nicht länger +++
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bezeichnet das Festhalten von sieben Oschadbank-Mitarbeitern in Ungarn als Akt des Staatsterrorismus und fordert die internationale Gemeinschaft auf, diese Tat zu verurteilen. "Die Maske ist gefallen. Ungarns Beamte verbergen ihre Erpressung nicht länger. Sie gestehen offen, Geiseln genommen und Geld gestohlen zu haben, um Lösegeld zu fordern. Solche Taten müssen beim Namen genannt werden: Staatsterrorismus. Wir fordern eine klare internationale Verurteilung", so Sybiha bei X. Zuvor hatte der ungarische Bau- und Verkehrsminister János Lázar, Medienberichten zufolge erklärt, dass die Festnahme der Oschadbank-Mitarbeiter und die Beschlagnahmung von zwei Geldtransportern mit Geld und Gold für die Ukraine kein Zufall gewesen sei, sondern eine Reaktion auf die angebliche Blockade der Druschba-Ölpipeline. Ungarn und die Ukraine liegen über russische Öllieferungen im Streit. Kiews Angaben zufolge ist die Pipeline bei russischen Angriffen beschädigt worden, Budapest zieht das in Zweifel.
+++ 21:16 Sechs Tote und Verletzte nach Angriff auf Raketenfabrik im russischen Brjansk +++
In der Stadt russischen Brjansk sind nach russischen Angaben mehrere Menschen bei einem ukrainischen Raketenangriff getötet worden. Sechs Zivilisten seien ums Leben gekommen und 37 weitere verletzt worden, schrieb Gouverneur der westrussischen Region, Alexander Bogomas, bei Telegram. Er warf der Ukraine Terror vor. Brjansk liegt nur knapp 100 Kilometer von der Grenze entfernt.
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