Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 08:43 Ukrainisches Militär zerstört 65 russische Artilleriesysteme +++
In den vergangenen 24 Stunden hat die Ukraine nach eigenen Angaben 65 russische Artilleriegeschütze zerstören können. Das geht aus einer Übersicht der ukrainischen Streitkräfte über die russischen Verluste hervor. Darüber hinaus wurden 980 russische Soldaten getötet oder verletzt. Zudem konnten zwei Luftabwehrsysteme der Kreml-Truppen und drei Mehrfachraketenwerfer ausgeschaltet werden.
+++ 08:12 Ukraine attackiert russische Chemiefabrik +++
Die Ukraine hat mit Drohnen eine der größten Chemiefabriken Russlands in der Region Woronesch angegriffen. Das berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform. Öffentlich zugänglichen Daten zufolge ermöglicht die Kapazität des Werks die Produktion von über 550.000 Tonnen Ammoniumnitrat und bis zu 1,2 Millionen Tonnen Nitroammophoska pro Jahr. Insbesondere Ammoniumnitrat kann zur Herstellung von Sprengstoffen verwendet werden.
+++ 07:37 Drei Tote bei Drohnenangriff auf russische Region Wladimir +++
Bei einem Drohnenangriff auf die russische Region Wladimir sind nach offiziellen Angaben drei Menschen getötet worden. "Feindliche Drohnen" hätten Einrichtungen der "zivilen Infrastruktur" angegriffen, erklärt der Gouverneur der nordöstlich von Moskau gelegenen Region, Alexander Awdejew, bei Telegram. Getötet worden seien zwei Erwachsene und deren siebenjähriger Sohn. Die Tochter der beiden getöteten Erwachsenen werde in einem Krankenhaus
+++ 07:11 Russland macht Milliardenplus durch Iran-Krieg +++
Russland erzielt nach Berechnungen der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer durch die faktische Sperrung der Straße von Hormus mit seinen Rohstoffexporten hohe zusätzliche Milliardeneinnahmen. Die Gewinne Russlands beim Export von Öl, Gas und Dünger beliefen sich auf monatlich mehr als zehn Milliarden Euro, teilte die Kammer mit. "Russland ist damit der große Gewinner des neuen Krieges im Nahen Osten", sagt Matthias Schepp, der Vorstandsvorsitzende der Kammer. Russland profitiert von den gestiegenen Preisen für Rohstoffe auf dem Weltmarkt, weil es andere Exportrouten nutzt. Das alles könnte "Russland einen unverhofften Geldsegen in historischem Ausmaß bescheren", wie Schepp in Moskau sagt. Allein bei einem anhaltenden Ölpreis von etwa 100 US-Dollar kann Russland demnach mit einem Plus gegenüber dem Haushaltsplan von 71,8 Milliarden US-Dollar (62,1 Milliarden Euro) jährlich rechnen. Russland finanziert über diese Exporte seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
+++ 06:18 Russland droht baltischen Staaten mit "Konsequenzen" +++
Moskau richtet sich mit Drohungen an die drei baltischen Staaten, Estland, Lettland und Litauen. Es werde "Konsequenzen" geben, wenn diese der Ukraine für Angriffe "ihren Luftraum zur Verfügung stellen", erklärt die Sprecherin des russischen Außenministeriums. "Diese Länder wurden entsprechend gewarnt. Wenn die Regierungen dieser Länder vernünftig sind, werden sie diese Warnung beherzigen. Wenn nicht, müssen sie mit einer Reaktion rechnen", so die Sprecherin. Russland wirft den Ländern vor, dass diese ihren Luftraum für ukrainische Drohnen freigegeben haben. Die Ukraine spricht hingegen von Drohnen, die aufgrund elektronischer Abwehrmaßnahmen von ihrem Kurs abgekommen sind.
+++ 05:42 Wahlkampf für Orban: JD Vance reist nach Ungarn +++
Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Ungarn erwartet Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban den US-Vizepräsidenten JD Vance in Budapest. Der Gast aus Washington will heute Abend bei einer Wahlkampfveranstaltung mit Orban in einem Budapester Sportzentrum eine Rede halten, deren Thema nach Angaben des Weißen Hauses die "reichhaltige" bilaterale Partnerschaft sein soll. Von Vances Besuch erhofft Orban sich höhere Chancen für einen Wahlsieg. Umfragen signalisieren seit Monaten, dass der Rechtspopulist die Wahl am kommenden Sonntag verlieren könnte. Anders als andere EU-Staaten pflegt Orban allerbeste Beziehungen zu Russland.
+++ 04:42 Tödlicher Raketenwerferbeschuss in Slowjansk +++
In der ostukrainischen Stadt Slowjansk wurde mindestens ein Mensch durch russischen Raketenwerferbeschuss getötet. Fünf weitere wurden nach Angaben des Militärgouverneurs der Region Donezk, Wadym Filaschkin, verletzt. Russische Truppen sind nur noch gut 20 Kilometer von der Stadt entfernt. Von der Vorkriegsbevölkerung von über 100.000 Menschen harren nur noch rund 40 Prozent in Slowjansk aus.
+++ 02:48 Tote und Verletzte nach Explosionen in Sumy +++
Im nordostukrainischen Gebiet Sumy sind mindestens zwei Zivilisten durch explosive Gegenstände getötet worden. Einer Mitteilung des Militärgouverneurs Oleh Hryhorow bei Telegram zufolge wurden ein Mann und eine Frau in der Gemeinde Swessa beim Löschen von brennendem Gras durch die Explosion eines Sprengkörpers tödlich verletzt. Ebenso in Swessa seien zwei weitere Männer bei der Fahrt mit einem Traktor auf einen explodierenden Sprengkörper geraten. Beide mussten demnach mit Splitterverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Hryhorow warnt vor Sprengkörpern, die von russischen Drohnen abgeworfen werden. Die Gemeinde Swessa liegt nur etwa zehn Kilometer von der russischen Grenze entfernt.
+++ 01:23 Ukrainischer Konzern plant Alternative zu Patriot-System +++
Der ukrainische Rüstungskonzern Fire Point verhandelt mit europäischen Unternehmen über die Entwicklung eines neuen Luftverteidigungssystems. Dieses soll eine kostengünstige Alternative zum US-System Patriot werden, das wegen des Krieges am Golf zunehmend knapp ist. Ziel sei es, die Kosten für den Abschuss einer ballistischen Rakete auf unter eine Million Dollar zu senken, sagt Chefentwickler Denys Schtiljerman der Nachrichtenagentur Reuters. Das System solle bis zum kommenden Jahr auf den Markt kommen. Der erste Abschuss einer feindlichen Rakete sei für Ende 2027 geplant. Für das Patriot-System seien oft zwei oder drei Abwehrraketen für jeweils mehrere Millionen Dollar nötig.
+++ 00:04 "Putins Agent": Ungarns Ex-Außenminister rechnet mit Orban ab +++
Der frühere ungarische Außenminister und EU-Kommissar Peter Balazs macht Ungarns Premier Viktor Orban vor der Wahl am 12. April schwere Vorwürfe. "Putins wertvollster Agent im Westen ist Viktor Orban. Der Kreml hat keinen besseren Mann, um russische Interessen im Innersten der EU und der Nato zu vertreten", sagt Balasz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Schon 2018 und 2022 hätten viele Ungarn auf Orbans Abwahl gehofft, so Balasz. "Doch nie war die Unzufriedenheit über die Regierung so groß wie heute", erklärt er. "Die Ungarn warten sehnsüchtig auf einen Messias - und jetzt betritt Peter Magyar die politische Bühne." Viele hätten lange auf diesen Moment gewartet, auf jemanden, der eine echte Chance habe, dem System Orban ein Ende zu bereiten. Balasz rechnet jedoch nicht damit, dass Ungarn unter Tisza-Chef Magyar schnell zum Ukraine-Unterstützer wird. "Ich erwarte eine schrittweise Rückkehr zur Normalität, wenn Tisza die Wahl gewinnt", so Balasz.
+++ 22:58 Bericht: Hunderte Russen entgehen Haftstrafen für Kriegsbeteiligung +++
Strafminderung gegen Kriegsbeteiligung: Das unabhängige russische Online-Medium Verstka berichtet, zahlreiche Russen hätten für Straftaten Bewährungsstrafen erhalten oder seien aus Strafanstalten entlassen worden, weil sie Verträge mit dem Verteidigungsministerium unterschrieben oder verwundet aus dem Militärdienst ausschieden. Unter Berufung auf eigene Recherchen spricht Verstka von mindestens 263 bekannten Fällen. Demnach sind darunter Personen, die wegen Drogenhandels, Körperverletzung, Diebstahls, Betrugs, Raubes und Korruption angeklagt oder verurteilt wurden. Mindestens eine Person sei wegen Vergewaltigung verurteilt worden, 13 Personen seien wegen Mordes angeklagt gewesen, elf weitere wegen schwerer Körperverletzung mit Todesfolge. Dem Bericht zufolge unterzeichneten viele von ihnen Verträge während der Untersuchungshaft.
+++ 21:52 Nikopol warnt vor getarnten Antipersonenminen +++
Die Bewohner im ukrainischen Bezirk Nikopol werden vor Antipersonenminen gewarnt. Man habe festgestellt, dass die russische Armee diese erneut eingesetzt habe, schreibt die Verwaltung im Bezirk. Die Minen können demnach von Drohnen über dem Stadtgebiet abgeworfen werden. Schon bei geringstem Druck könnten sie explodieren, heißt es. Die Minen hätten einen Durchmesser von nur fünf bis sechs Zentimetern. Aufgrund der Farbe ihres Kunststoffgehäuses seien sie auf dem Boden oft schwer zu erkennen. Die Bewohner sollten sich verdächtigen Gegenstände auf keinen Fall nähern und den Notruf wählen.
+++ 21:16 Selenskyj schlägt Teilwaffenruhe für Energieanlagen vor +++
Die Ukraine bietet Russland eine Teilwaffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen an. "Wenn Russland bereit ist, die Angriffe auf unsere Energieanlagen einzustellen, sind wir bereit, spiegelbildlich zu antworten", sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft. Dieser Vorschlag sei bereits über die US-amerikanischen Vermittler an Moskau übermittelt worden. Mehr dazu lesen Sie hier.
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