Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 17:30 Offenbar fast alle Raffinerien in Zentralrussland gedrosselt - Putins wichtigste Anlage in Flammen +++

20.05.2026, 00:01 Uhr

Die jüngsten Drohnenangriffe der Ukraine haben nach verfügbaren Daten und Angaben von Insidern die Kraftstoffproduktion in fast allen großen Ölraffinerien in Zentralrussland gestoppt oder gedrosselt. Die betroffenen Anlagen machten mit einer Leistung von mehr als 83 Millionen Tonnen pro Jahr etwa ein Viertel der gesamten russischen Raffineriekapazität aus, heißt es. Ihr Anteil an der russischen Produktion belaufe sich bei Benzin auf über 30 Prozent und bei Diesel auf etwa 25 Prozent. Eine Stellungnahme des russischen Energieministeriums liegt zunächst nicht vor. Die Regierung in Moskau hat ein Exportverbot für Benzin von April bis Ende Juli verhängt.

+++ 16:55 Erkenntnisse über russische Pläne? Ukraine schickt Verstärkung an die Grenze zu Belarus +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Verstärkung der Streitkräfte in der Richtung Tschernihiw-Kiew im Norden des Landes angekündigt. Erkenntnisse der Geheimdienste über Russlands Pläne für Offensivoperationen dort seien analysiert worden, schrieb er in sozialen Medien nach einem Stabstreffen. Die Ukraine bereite Reaktionen auf jedes mögliche Szenario von Aktionen Russlands vor. Er habe auch das Außenministerium beauftragt, zusätzlichen diplomatischen Einfluss auf Belarus vorzubereiten. Selenskyj spricht seit Wochen davon, dass Russland versuche, Belarus in den Krieg hineinzuziehen. Moskau wolle von belarussischem Boden aus in Richtung Tschernihiw-Kiew marschieren oder sogar eins der mit Belarus benachbarten Nato-Länder angreifen, behauptete er etwa Ende vergangener Woche. Er berief sich dabei auf Geheimdienstinformationen und nannte keine Details. Belarus gilt als Russlands engster Verbündeter. Bei ihrem Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 stieß die russische Armee auch von belarussischem Gebiet in Richtung der ukrainischen Hauptstadt Kiew vor.

+++ 16:35 Analyse: "Putin kann Energieabhängigkeit Chinas ausnutzen" +++

Professor Klemens Fischer ordnet im Hinblick auf den Staatsbesuch Putins in Peking die strategischen Ziele der beiden Staatschefs ein. Er meint, Xi hätte es geschafft, Peking zum Epizentrum der Macht zu machen. Gleichzeitig bestünde durch den Iran-Krieg auch eine Energieabhängigkeit von Russland.

+++ 15:50 Grünen-Fraktionsvize: China bei der Unterstützung Russlands der "glatten Lüge" überführt +++

Agnieszka Brugger, stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, reagiert mit scharfen Worten auf neue Berichte zur militärischen Kooperation zwischen China und Russland: "Die belastbaren Erkenntnisse mehrerer Dienste entlarven die bisher gespielt empörten Behauptungen der Volksrepublik China als glatte Lügen", so Brugger. "Es war ein offenes Geheimnis, dass China den brutalen russischen Krieg sehr konkret unterstützt, aber handfesten Belegen müssen auch klare Konsequenzen folgen. Wenn Kanzler Merz und Außenminister Wadephul nicht handeln und es bei ohnmächtigen Appellen belassen, wirken die EU und Deutschland schwach und machtlos." Das dürfe man sich in der aktuellen Weltlage nicht erlauben, schließlich gehe es um "unsere fundamentalen europäischen Sicherheitsinteressen". Laut der Grünen wäre es ein großer Fehler, nicht zu reagieren. "Denn dann verstehen Peking und Moskau das als Einladung, das nächste Mal noch einen Schritt weiterzugehen. Ein einfaches und hilfloses Weiter so darf es nicht geben." China soll Ende vergangenen Jahres heimlich rund 200 russische Soldaten militärisch ausgebildet haben, von denen einige inzwischen im Ukraine-Krieg kämpfen. Das teilten Vertreter von drei europäischen Geheimdiensten der Nachrichtenagentur Reuters mit. Zudem zeigen dies geheime Dokumente, die Reuters einsehen konnte. Damit sei China weitaus direkter in den Krieg verwickelt als bislang bekannt. Das chinesische Außenministerium wies dies indirekt zurück und betonte seine neutrale Haltung sowie den Einsatz für Friedensgespräche.

+++ 15:10 Neuer Regierungschef Magyar in Warschau: Ungarn stellt sich klar an die Seite der Ukraine +++

Ungarns neuer Ministerpräsident Peter Magyar hat bei seinem Antrittsbesuch in Warschau die außenpolitische Wende in seinem Land unterstrichen. "Die Ukraine ist ein Opfer und hat das Recht, sich zu verteidigen", stellte er klar. Das EU- und Nato-Land Polen ist einer der engsten politischen und militärischen Verbündeten der von Russland angegriffenen Ukraine. Dagegen hatte sich Ungarn unter dem Langzeit-Regierungschef Orban mit seiner prorussischen und Ukraine-feindlichen Haltung zum Außenseiter in der EU gemacht - und die Polen verprellt.

+++ 14:30 Ukrainische Angriffe auf Raffinerie sorgen in Russland für Umweltkatastrophe +++

Ukrainische Drohnenangriffe auf die russische Ölraffinerie in Tuapse haben an Russlands Schwarzmeerküste eine schwere Umweltkatastrophe ausgelöst. Nach vier Angriffen im April und Mai waren große Mengen Öl ausgelaufen, Rauch und giftige Stoffe hatten die Luft belastet. Der Umweltaktivist Jewgeni Witischko sprach laut der "New York Times" von der größten Ölverschmutzung an Russlands Schwarzmeerküste, die er erlebt habe. Mehr als 60 Kilometer Küste seien betroffen. Ende April war es nach ukrainischen Angriffen über mehrere Tage nicht gelungen, ein Feuer zu löschen, Behörden riefen Menschen dazu auf, Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Grenzwerte für Benzol, Xylol und Ruß in der Luft wurden selbst nach offiziellen Angaben um das Doppelte bis Dreifache überschritten. Als es regnete, schlugen sich die Ölpartikel in der Luft in schwarzen, schmierigen Flecken nieder, die Häuser und Autos verschmutzten - auch Menschen und Tiere litten darunter. Ölprodukte gelangten auch ins Meer.

+++ 14:04 Von der Leyen nennt Drohungen gegen Baltikum "inakzeptabel" +++

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verurteilt die russischen Drohungen gegen die baltischen Staaten. "Die öffentlichen Drohungen Russlands gegen unsere baltischen Staaten sind völlig inakzeptabel", erklärt sie auf X. Eine Bedrohung gegen einen Mitgliedsstaat sei eine Bedrohung für die gesamte Europäische Union. Russland und Belarus tragen von der Leyen zufolge die direkte Verantwortung für Drohnen, die das Leben und die Sicherheit der Menschen an der Ostflanke der EU gefährden.

+++ 13:37 Analyse warnt: Russland könnte Sarmat-Rakete schon bald einsetzen +++

Eine Analyse des britischen International Institute for Strategic Studies (IISS) kommt zu dem Schluss, der Test der russischen Sarmat-Rakete vergangene Woche sei zwar ein Erfolg gewesen, er liefere aber keine verlässliche Basis für die angestrebte Ablösung der veralteten Vorgängerversion RS-20V. Die Interkontinentalrakete soll mehrere Atomsprengköpfe tragen können und perspektivisch den Hyperschallgleiter Avangard einsetzen. Laut Moskau soll sie mehr als 35.000 Kilometer weit fliegen. Vor dem Test vergangenen Dienstag gab es aber laut IISS lange Vorbereitungen und mehrere Verschiebungen. Frühere Versuche waren demnach gescheitert: 2024 soll die Rakete im Silo explodiert sein, 2025 scheiterte sie in der Startphase. Trotzdem will Russland die Sarmat noch 2026 in Dienst stellen. Die Analyse warnt: Zwei erfolgreiche Tests und mehrere Fehlschläge seien eine dünne Basis dafür. Moskau könne dennoch bereit sein, das Risiko zu akzeptieren, weil die Vorgängerin der Sarmat veraltet sei.

+++ 13:25 Kreml weist Litauens verbalen Kaliningrad-Vorstoß scharf zurück +++

Moskau hat scharf auf Äußerungen aus Litauen zur militärischen Verwundbarkeit der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad reagiert. Kremlsprecher Dmitri Peskow sprach in Peking von "kurzsichtigen Politikern" im Baltikum, "die mit Russophobie durchtränkt sind", wie Tass meldete. Die baltischen Staaten seien "geradezu wahnhaft russlandfeindlich" und handelten gegen ihre eigenen Interessen, sagte Peskow. Litauens Außenminister Kestutis Budrys hatte zuvor in der "Neuen Zürcher Zeitung" eine stärkere Abschreckung durch die Nato gefordert. Zu Kaliningrad sagte er: "Wir müssen den Russen zeigen, dass wir ihre kleine Festung, die sie in Kaliningrad errichtet haben, durchdringen können. Die Nato hat die Mittel, die russischen Luftverteidigungs- und Raketenbasen dort im Ernstfall dem Erdboden gleichzumachen."

+++ 13:07 Russische Raffinerie brennt nach Drohnenangriff +++

Die ukrainische Armee hat ihre Serie von Drohnenangriffen auf die russische Ölindustrie fortgesetzt und in der Nacht die große Raffinerie von Kstowo an der Wolga attackiert. Wie üblich bestätigte der Gouverneur des russischen Gebiets Nischni Nowgorod, Gleb Nikitin, den Angriff nur teilweise: "Herabstürzende Trümmer haben Schäden mit einem anschließenden Feuer an zwei Industrieobjekten im Kreis Kstowo verursacht", teilte er bei Telegram mit. Russische und ukrainische Telegramkanäle übernahmen Videos von Augenzeugen, die einen Brand in der Raffinerie zeigen sollen.

+++ 12:55 Experte Richter: Xi kann Putin keinen Ukraine-Frieden diktieren ++++

Bei dem Treffen von Russlands Präsident Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking soll es auch um ein mögliches Ende des Ukraine-Krieges gehen. Xi könne Putin "keinen Frieden diktieren, aber starken Druck auf ihn ausüben", sagte Oberst a.D. Wolfgang Richter im Interview mit ntv. Wegen Russlands wirtschaftlicher Abhängigkeit von China könne Putin Pekings Haltung kaum ignorieren. Zugleich habe China kein Interesse daran, dass Russland geschwächt aus dem Krieg hervorgehe.

+++ 12:39 Video zeigt ukrainische Innovation: Drohne schießt mit Raketen +++

Ein Video der ukrainischen Armee zeigt eine bedeutende militärische Neuerung. Drohnen feuern erst Luft-Boden-Raketen ab und stürzen sich dann mit einem Sprengkopf auf ihr Ziel. Jede Drohne kann bis zu acht Raketen tragen. Bei einem ersten Einsatz sollen Dutzende Ziele auf einer russischen Militäranlage getroffen worden sein.

+++ 12:19 Polen setzt drei mutmaßliche russische Spione fest +++

Der polnische Geheimdienst hat drei mutmaßliche Agenten festgenommen, die für Russland gearbeitet haben sollen. Die drei polnischen Staatsbürger im Alter von 48 bis 62 Jahren kamen für drei Monate in Untersuchungshaft. Nach Angaben des Inlandsgeheimdienstes ABW deuten sichergestellte Beweismittel darauf hin, dass sie Geld für Ausrüstung der russischen Armee beschaffen wollten und im Auftrag eines russischen Staatsbürgers die Stationierung von Nato-Truppen in Polen ausspähten.

+++ 11:51 Litauische Staatsspitze wird wegen Drohnenalarms in Sicherheit gebracht +++

In der litauischen Hauptstadt Vilnius wurde Luftalarm ausgelöst. Die Behörden forderten die Einwohner vorsorglich auf, Schutz zu suchen. Auch die Staatsspitze wurde Medienberichten zufolge in Schutzräume gebracht. Der Luftraum über dem Flughafen wurde gesperrt, der Zugverkehr zeitweise ausgesetzt. Nach einer halben Stunde wurde Entwarnung gegeben und der Alarm für Vilnius aufgehoben.

+++ 11:28 Abschlusserklärung lobt Chinas "objektive Haltung" gegenüber Krieg +++

Russland und China haben sich in einer Erklärung zum Gipfeltreffen ihrer Staatschefs Wladimir Putin und Xi Jinping für eine dauerhafte Lösung in Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine ausgesprochen. "Die Seiten unterstützen alle Bemühungen, die zur Herstellung eines langfristigen und dauerhaften Friedens beitragen", zitierte die russische Nachrichtenagentur Interfax aus dem Dokument. Eine Lösung solle durch Verhandlungen und Dialog gefunden werden .Einen Aufruf Chinas zur Beendigung des russischen Krieges gab es nicht. Vielmehr lobte Russland in der Erklärung "die objektive und unvoreingenommene Haltung" Pekings im Ukraine-Krieg.

+++ 11:04 Munz: Kein Wort zur Gaspipeline - "kein voller Erfolg" für Putin +++

Kremlchef Putin ist zu Besuch bei seinem wichtigsten Partner China und beißt dort mit seinem wichtigsten Anliegen offensichtlich weiter auf Granit: Ein Abkommen zu einer neuen Pipeline aus Sibirien gibt es nicht. ntv-Moskaukorrespondent Rainer Munz zieht eine erste Bilanz der Reise. Auf der Haben-Seite sei für Putin zu verbuchen, dass er trotz des klaren Ungleichgewichts auf Augenhöhe empfangen wurde. 

+++ 10:55 Zehntausende in Odessa ohne Strom +++

Durch einen russischen Angriff auf eine Energieanlage des Versorgers DTEK in Odessa am Schwarzen Meer fällt in der Nacht in zehntausenden Haushalten die Stromversorgung aus. Dies teilt das Unternehmen mit. Bis zum Morgen sei die Stromversorgung für einige Haushalte wiederhergestellt worden, heißt es über den Kurznachrichtendienst Telegram weiter. Die Reparaturarbeiten dauerten an.

+++ 10:38 Drohnen-Alarm: Flughafen in Litauen setzt Flüge aus +++

Der Flughafen der litauischen Hauptstadt Vilnius setzt nach Angaben des nationalen Krisenzentrums wegen eines Drohnen-Alarms den Flugbetrieb aus. Auslöser ist eine Drohne im benachbarten Belarus, die in Richtung Litauen fliegt. Die Herkunft des Fluggeräts ist der Behörde zufolge noch unklar. Erst am Vortag hatte ein Nato-Kampfjet nach estnischen Angaben eine mutmaßliche ukrainische Drohne über Estland abgeschossen. In der Region kommt es vor dem Hintergrund ukrainischer Angriffe auf Russland immer wieder zu Verletzungen des Luftraums.

+++ 10:29 Ukraines Armeechef sieht genügend Personal für dreifache Rotation +++

Ukraines Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj hält einen regelmäßigen Austausch von Soldaten an der Front für möglich. In einem Interview mit dem Portal Military sagte er, die Streitkräfte hätten genug Personal, um drei Schichten zu bilden und Soldaten etwa alle zwei Monate abzulösen. Die Rotation werde jeden Monat geprüft. Dabei sollen Offiziersgruppen kontrollieren, wie Brigaden die Einsatzdauer ihrer Soldaten an vorderster Linie erfassen. In der Ukraine gibt es scharfe Kritik an den langen Einsatzzeiten der Frontsoldaten.

+++ 10:01 Russland zeigt erstmals neuen Kampfjet Su-57 "Felon" +++

Seit mehr als zwei Jahren arbeitet Russland an einem neuen, zweisitzigen Kampfjet des Typs Su-57. Erstmals veröffentlicht Moskau nun Videos vom Test eines Prototypen. Das Flugzeug soll Ziele in der Luft, am Boden und zur See angreifen können – selbst, wenn es mit Überschallgeschwindigkeit fliegt.

+++ 09:44 Russland meldet 273 abgeschossene Drohnen +++

Die Ukraine hat russischen Angaben zufolge erneut die Region Nischni Nowgorod angegriffen. Dort betreibt der Ölkonzern Lukoil eine Raffinerie. Auch über den Regionen Leningrad, Moskau, Tula und Belgorod wurden Drohnen gemeldet, berichteten russische Medien. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es seien 273 Flugkörper abgeschossen worden.

+++ 09:17 Großbritannien erlaubt Import von russischem Öl - unter einer Bedingung +++

Großbritannien lockert seine Russland-Sanktionen und erlaubt Importe von Diesel und Kerosin auf der Basis russischen Rohöls, wenn es im Ausland verarbeitet wurde. Die britische Regierung reagiert damit auf steigende Treibstoffpreise. Die Ausnahme gilt ab heute und ist unbefristet. Sie soll regelmäßig überprüft werden hieß es. London erlaubt zudem, russisches Flüssiggas zu verschiffen. Diese Lockerung gilt bis zum Jahresende.

+++ 08:44 Ukraine meldet zwei Tote nach russischen Angriffen auf Dnipro +++

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Bei den Angriffen auf die Stadt Dnipro im Osten des Landes seien neben den zwei Toten mindestens sechs Menschen verletzt worden, schrieb der Chef der regionalen Militärverwaltung, Oleksandr Hanscha, auf Telegram. Drei davon befänden sich mit schweren Verletzungen im Krankenhaus.

+++ 08:16 Ex-Botschafter: Iran-Krieg macht Pipeline-Deal für Putin wahrscheinlicher +++

Der ehemalige deutsche Botschafter in Moskau, Rüdiger von Fritsch, sieht den Bau der Gaspipeline "Kraft Sibiriens 2" als zentralen Punkt des Treffens zwischen Chinas Präsident Xi Jinping und Russlands Machthaber Wladimir Putin. Russland bekäme mit einer Zusage Pekings im Ukraine-Krieg den Rücken gestärkt. Diese Zusage sei durch den Iran-Krieg wahrscheinlicher geworden, so Fritsch im "Deutschlandfunk". China und Russland seien noch nie so enge Partner gewesen wie jetzt.

+++ 07:57 Putin sichert Xi sichere Energielieferungen zu +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat beim Treffen mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping die Bedeutung seines Landes als verlässlicher Energielieferant in Krisenzeiten hervorgehoben. "Vor dem Hintergrund der Krise im Nahen Osten behält Russland weiterhin seine Rolle als zuverlässiger Lieferant von Rohstoffen bei, während China als verantwortungsbewusster Abnehmer dieser Rohstoffe auftritt", sagte Putin zum Auftakt. Bei dem Treffen wird es wohl auch um den Bau der Pipeline "Kraft Sibiriens 2" gehen. Kreml-Berater Juri Uschakow hatte zuvor erklärt, das Projekt stehe offiziell auf der Agenda der Gespräche und solle "sehr detailliert" besprochen werden. Seit 2022 versucht Moskau, eine Zusage Pekings zu erreichen.

+++ 07:29 Ukraine soll russisches Chemiewerk angegriffen haben +++

Die ukrainische Armee soll in der Nacht eine Chemiefabrik in der russischen Region Stawropol angegriffen haben. Das berichten russische Telegram-Kanäle. Die Anlage ist einer der wichtigsten russischen Lieferanten von Mineraldünger und Chemikalien, die auch für Sprengstoff und Artilleriegranaten genutzt werden. Laut der ukrainischen Zeitung "Kyiv Independent" produziert sie jährlich bis zu 1 Million Tonnen Ammoniak und mehr als 1 Million Tonnen Ammoniumnitrat. Der Bürgermeister von Newinnomyssk meldete aktive Luftabwehr über der Stadt. Anwohner berichteten von Explosionen und einem Feuer. Der Gouverneur von Stawropol erklärte, die Luftabwehr habe einen Drohnenangriff auf eine Industriezone abgewehrt. Schäden habe es nicht gegeben. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

+++ 06:56 Bericht: EU-Staaten erwägen Merkel für Gespräche mit Putin +++

In der Europäischen Union (EU) überlegen die Regierungen laut einem Bericht der "Financial Times", wer die EU in möglichen Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vertreten könnte. Als potenzielle Vermittler werden demnach die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel oder der frühere Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, gehandelt. Die Zeitung nennt Insider als Quellen. Laut dem Bericht wollen die EU-Außenminister kommende Woche bei einem Treffen auf Zypern besprechen, wer für solche Gespräche infrage kommt.

+++ 06:39 Ukraine meldet elf Verletzte nach russischen Angriffen +++

Russland hat auch in der Nacht wieder ukrainische Städte und Regionen angegriffen. Ukrainische Behörden meldeten nach russischen Drohnenangriffen mindestens elf Verletzte sowie mehrere zerstörte Gebäude in den Städten Odessa, Dnipro und Konotop. Von unabhängiger Seite sind diese Angaben nicht überprüfbar. Der Bürgermeister der Stadt Konotop, Artem Semenichin, sagte laut einem Medienbericht, aus Mangel an Rettungswagen würden die Verletzten in privaten Fahrzeugen in Krankenhäuser gebracht.

+++ 06:07 Bloomberg: USA arbeiten an Deal mit Ukraine – Drohnentechnologie gegen Sicherheit +++

Die USA wollen im Rahmen eines Abkommens über Zusammenarbeit in Verteidigungsfragen Zugang zu ukrainischer Drohnentechnologie und geistigen Eigentumsrechten bekommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Das Abkommen wartet demnach auf die politische Zustimmung auf höchster Ebene. Das US-Verteidigungsministerium wolle ukrainische Militärprodukte testen, darunter Drohnen und Systeme für elektronische Kriegsführung. Washington prüft mögliche Käufe für das Militär. Das Pentagon interessiere sich zudem für Schlüsseltechnologien, um ukrainische Systeme in den USA nachbauen zu können. Das Abkommen sei noch nicht abgeschlossen, heißt es in dem Bericht.

+++ 05:42 Russische Medien: Putin von Xi in Peking empfangen +++

Wenige Tage nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump ist der russische Staatschef Wladimir Putin vom chinesischen Staatschef Xi Jinping in Peking empfangen worden. Xi grüßte den Kreml-Chef vor der Großen Halle des Volkes, wie auf Videoaufnahmen russischer Medien zu sehen war. Putin und Xi schritten gemeinsam über einen roten Teppich, anschließend spielte eine Militärkapelle die Nationalhymnen beider Länder.

+++ 04:57 JD Vance: USA wollen iranisches Uran nicht an Putin geben +++

Die Vereinigten Staaten planen "derzeit nicht", dass Russland im Rahmen eines Abkommens zur Beendigung des Krieges das angereicherte Uran des Irans beschlagnahmt, sagt US-Vizepräsident JD Vance auf einer Pressekonferenz gegenüber Reportern im Weißen Haus. Anfang Mai hatte der russische Präsident Wladimir Putin an, das hochangereicherte Uran aus dem Iran zu übernehmen, um bei den Friedensverhandlungen zu helfen. Vance betont: "Das ist derzeit nicht der Plan der US-Regierung. Die Iraner haben das Thema nicht angesprochen. Ich habe den Eindruck, dass die Iraner davon nicht sonderlich begeistert wären, und ich weiß, dass der Präsident auch nicht sonderlich begeistert davon ist."

+++ 03:57 Geheimdienst: Russland droht akute Benzinknappheit +++

Aufgrund von Problemen in den Ölraffinerien droht in Russland eine großflächige Benzinverknappung. Das geht aus Angaben des ukrainischen Auslandsgeheimdienstes hervor, wie Ukrinform berichtet. "In Russland bahnt sich eine neue Treibstoffkrise an: Aufgrund verfehlter politischer Entscheidungen, chronischer Probleme in den Ölraffinerien und der Folgen des Krieges versuchen russische Ölkonzerne, die Lage durch eine Produktionsdrosselung des gefragtesten Benzins zu stabilisieren", heißt es. Laut dem Geheimdienst versuchen russischen Behörden, das Ausmaß des Problems mit Zusicherungen über "ausreichende Reserven" und eine "stabile Logistik" herunterzuspielen, aber in Wirklichkeit würden große Raffinerien monatelang repariert, was den Aufbau von Reserven vor der Sommersaison verhindere.

+++ 02:53 Pentagon bestätigt Verzögerung bei Truppenverlegung nach Polen +++

Das US-Verteidigungsministerium bestätigt die von Vizepräsident JD Vance angekündigte Verzögerung bei der Truppenverlegung nach Polen. Grund sei eine Reduzierung der in Europa stationierten Kampfbrigaden von vier auf drei, teilt Pentagon-Sprecher Sean Parnell auf der Plattform X mit. Dies sei das Ergebnis einer umfassenden Überprüfung der US-Truppenpräsenz. Über die endgültige Stationierung werde auf Grundlage weiterer Analysen sowie der Fähigkeit der Verbündeten entschieden, eigene Truppen zur Verteidigung Europas beizusteuern. Verteidigungsminister Pete Hegseth stehe dazu im Austausch mit dem polnischen Vize-Ministerpräsidenten Wladyslaw Kosiniak-Kamysz. Die USA würden eine starke militärische Präsenz in Polen aufrechterhalten, erklärt der Sprecher.

+++ 01:48 Russland: Drohnenangriff auf russisches Industriegebiet in Region Stawropol +++

Industriegebiete rund um die Stadt Newinnomyssk in der südrussischen Region Stawropol werden nach Angaben des dortigen Gouverneurs von Drohnen angegriffen. Weitere Details nannte Wladimir Wladimirow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram zunächst nicht. In der Gegend befindet sich ein großes Chemiewerk, das bereits in der Vergangenheit Ziel ukrainischer Drohnenangriffe war. Unterdessen wurden bei einem russischen Angriff auf die südostukrainische Stadt Dnipro nach Angaben des regionalen Gouverneurs Oleksandr Hanscha fünf Menschen verletzt.

+++ 00:54 Nach den USA: London setzt Sanktionen auf russisches Öl und Gas aus +++

Das Vereinigte Königreich hat stillschweigend eine neue Lizenz für die Einfuhr von Diesel und Kerosin aus sanktioniertem russischem Öl sowie eine separate Lizenz für den Seetransport von russischem Flüssigerdgas (LNG) erteilt. Das berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf die britische Regierung. Dieser Schritt erfolgt einen Tag, nachdem die Vereinigten Staaten ihre Ausnahmeregelung für die Sanktionen gegen russisches Öl erneut verlängert haben, um die inmitten des US-israelischen Krieges gegen den Iran explodierenden Treibstoffkosten zu stabilisieren. Die erste Lizenz erlaubt die Einfuhr von Diesel und Kerosin aus russischem Öl, sofern die Produkte in einem Drittland verarbeitet wurden, wie das britische Regierungsportal mitteilt. Diese Produkte sind von dem allgemeinen britischen Einfuhrverbot für russische Ölprodukte, die im Ausland verarbeitet wurden, ausgenommen. Außerdem erteilte Großbritannien separat eine allgemeine Lizenz für den Seetransport von russischem LNG. "Wir sind entschlossen, unsere Sanktionen gegen Russland zu verschärfen, um dessen Fähigkeit zur Kriegsführung in der Ukraine zu schwächen und gleichzeitig wichtige Lieferketten zu schützen und die Marktstabilität aufrechtzuerhalten", sagt ein Sprecher der britischen Regierung gegenüber der BBC.

+++ 23:45 Deutsche Bank in London verletzte Russland-Sanktionen - Geldstrafe +++

Die Londoner Niederlassung der Deutschen Bank ist wegen Verstößen gegen Russland-Sanktionen mit einer Geldstrafe von 165.000 Pfund (rund 142.000 Euro) belegt worden. Die Londoner Tochterbank des größten deutschen Geldhauses habe im Juni und Juli 2022 zwei Zahlungen in Höhe von insgesamt 635.619 Pfund an die Tochterfirma eines sanktionierten russischen Unternehmens abgewickelt, teilt die britische Behörde für die Umsetzung von Finanzsanktionen (OFSI) mit. Die Bank habe die Aufseher selbst auf die Verstöße aufmerksam gemacht. "Wir haben unser System zur Einhaltung von Sanktionen und die damit verbundenen Prozesse in allen Bereichen gestärkt und werden dies auch weiterhin tun", erklärt die Bank.

+++ 22:04 Vance: US-Truppenverlegung nach Polen verzögert sich +++

Eine geplante Verlegung von 4000 US-Soldaten nach Polen verzögert sich nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance. Es handele sich dabei jedoch nicht um einen Truppenabbau in Europa, sagt Vance vor Journalisten im Weißen Haus. Die USA wollten lediglich Ressourcen so umschichten, dass die Sicherheit der USA maximiert werde. "Ich glaube nicht, dass das für Europa schlecht ist", sagt er. Zugleich fordert Vance die Europäer auf, mehr Verantwortung für die gemeinsame Verteidigung zu übernehmen. Berichte über die geänderten Pläne sind bei US-Abgeordneten auf scharfe Kritik gestoßen. Sie fürchten, dass Präsident Donald Trump Verbündete im Stich lassen könnte.

+++ 21:33 Fedorow: Schützen bereits 1170 Kilometer Straße mit Drohnen-Netzen +++

Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow berichtet in seinem Telegram-Kanal, mehr als 1170 Kilometer an Versorgungsrouten hinter der Front seien mit Netzen vor Drohnen geschützt. Jeden Tag würden weitere acht Kilometer der Netzkonstruktion hochgezogen, laut Fedorow doppelt so viel wie noch vergangenes Jahr.

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