Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 17:00 Schweden: Festgesetztes Schiff in Ostsee unter falscher Flagge +++

07.03.2026, 00:01 Uhr

Ein in der Ostsee von schwedischen Behörden festgesetztes Schiff ist der Polizei zufolge unter falscher Flagge gefahren. Es bestehe der Verdacht auf Verletzung des Seerechts und mangelnde Seetüchtigkeit, teilt die Polizei mit. Es lägen zudem Informationen vor, dass das Schiff auf der Ukraine-Sanktionsliste stehe, sagt der stellvertretende Leiter der nationalen Einsatzabteilung, Johan Andersson. Die bisherigen Ermittlungen erhärteten den Verdacht auf erhebliche Sicherheitsmängel bei dem Frachter, der am Freitag festgesetzt wurde. Die meisten der elf Besatzungsmitglieder seien russische Staatsbürger.

+++ 16:27 Fedorow: Mehr als 100 russische Soldaten ergaben sich ukrainischen Drohnen +++

Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow erklärt, dass sich über den Winter mehr als 100 russische Soldaten beim Anblick ukrainischer Drohnen ergeben hätten. In einem solchen Falle würden die Drohnen-Piloten die Soldaten zu ukrainischen Stellungen geleiten. "Jeder eingefangene Besatzer bringt die Möglichkeit, unsere [von der Gegenseite gefangenen] Verteidiger heimzubringen." Fedorow teilt ein Video, dass mehrere solcher Kapitulationen zeigen soll.

+++ 15:55 Macron: Nahost-Krise lenkt uns nicht davon ab, Ukraine zu unterstützen +++

Nach einem Austausch mit dem ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenksyj sichert Frankreichs Präsident Emmanuel Macron der Ukraine weitere Unterstützung zu. "Die Krise im Nahen Osten wird weder unsere Aufmerksamkeit ablenken noch unsere Anstrenungen", heißt es in einem Beitrag Macrons auf X. "Wir werden die Ukrainer weiterhin in ihrem Kampf für Freiheit und Souveränität unterstützen." Europa dürfe weder zögern noch nachlassen, so Macron. "Die Bemühungen müssen fortgesetzt werden, sowohl hinsichtlich der Verabschiedung neuer Sanktionen als auch der Freigabe der im Dezember vereinbarten Finanzhilfe für die Ukraine."

+++ 15:21 Kritik an Briten nach Veröffentlichung von Werkstatt-Video +++

Nach der kurzzeitigen Veröffentlichung eines Videos durch das britische Verteidigungsministerium, das eine von vier bisher geheimen eigenen Kriegsgerät-Werkstätten in der Ukraine zeigt, kritisiert der Kiew-Korrespondent der "Financial Times" die Behörde scharf. "Offenbar hat das Verteidigungsministerium erkannt, dass seine große Videoveröffentlichung, die britische Ingenieure bei der Reparatur von Fahrzeugen in der Ukraine zeigt, ein ziemlicher Schnitzer war", schreibt Christopher Miller in einem Beitrag auf X. Das Video habe identifizierbare Merkmale enthüllt und einen britischen Abgeordneten gezeigt, der die Umgebung beschrieben habe - "und es damit wahrscheinlich gemacht, von Russland geolokalisiert und anvisiert zu werden." Der Beitrag sei wieder offline gestellt worden, so Miller, aber der Schaden sei angerichtet.

In dem Video, das die n-tv.de-Redaktion in Augenschein nehmen konnte, wird der Standort zwar nur grob verortet als "in einer Baracke in einem Wald in der Westukraine" liegend. Die Westukraine hat je nach Definition eine Fläche, die mindestens der von mehreren Bundesländern Deutschlands entspricht - und ist zudem tendenziell bewaldeter als der Rest des Landes. Jedoch sind die großen Ausmaße der Halle sehr gut ersichtlich in dem Video - was durchaus eine Hilfe bei der Geolokalisierung sein könnte.

+++ 14:26 Briten zeigen nun eine ihrer bisher geheimen Werkstätten in Ukraine - und Kriegsgerät +++

Nach Medienberichten über geheime Standorte in der Ukraine, an denen britische Ingenieure Seite an Seite mit ukrainischen Ingenieuren Verteidigungsgerät reparieren, gibt das Verteidigungsministerium des Vereinigten Königreichs nun einen besonderen Einblick. Auf einem in sozialen Netzwerken geteilten Video wird eine solche Werkstatt gezeigt, die laut dem anwesenden britischen Abgeordneten Luke Pollard "in einer Baracke in einem Wald in der Westukraine" liegt. Er zeigt auf eine britische AS90 Panzerhaubitze und auf ein schwedisches Artilleriesystem vom Typ Archer, die dort offenbar gerade repariert, gewartet oder überholt werden. Vier solcher Reparaturstätten seien bereits in Betrieb, heißt es vom Verteidigungsministerium, eine fünfte sei in Planung.

Update 14:37 Uhr: Ein entsprechender Beitrag samt Videomaterial auf X vom britischen Verteidigungsministerium wurde offenbar zeitnah nach Veröffentlichung wieder gelöscht.

+++ 14:00 Polens Premier Tusk: Russland ist der Gewinner im Iran-Krieg +++

Polens Regierungschef Donald Tusk hält Russland offenbar für den großen Gewinner des Iran-Kriegs. "Der Krieg im Nahen Osten geht weiter und das Chaos breitet sich aus", schreibt Tusk auf X. "Washington könnte Sanktionen gegen russisches Öl aufheben. Wer ist hier der eigentliche Gewinner?", fragte der Politiker - mit einer klaren Antwort im Sinn. Das EU- und Nato-Land Polen ist einer der wichtigsten Verbündeten der von Russland angegriffenen Ukraine. Es sieht sich auch selbst von Russland bedroht und rüstet derzeit massiv auf.

+++ 13:30 EU-Ratspräsident kritisiert russische Angriffe auf zivile Infrastruktur scharf +++

EU-Ratspräsident António Costa hat die nächtlichen russischen Angriffe auf die Ukraine als "zynischen Versuch, die ukrainische Bevölkerung zu terrorisieren" verurteilt. "Diese systematischen und vorsätzlichen Angriffe auf Zivilisten sind inakzeptabel", schrieb der Portugiese auf X. Russland habe letzte Nacht einen weiteren groß angelegten Angriff auf das Energiesystem und die zivile Infrastruktur der Ukraine gestartet. "Gemeinsam mit unseren internationalen Partnern werden wir weiterhin die Instandsetzung, den Wiederaufbau und den Schutz des ukrainischen Energiesystems unterstützen", so Costa. Laut Angaben aus Kiew hatte Russland in der Nacht den Energiesektor und die Eisenbahn-Infrastruktur in der Ukraine ins Visier genommen.

+++ 13:00 Bericht: Fast die Hälfte aller Umspannwerke in Odessa nach russischen Angriffen zerstört +++

Ein Reporter der "Financial Times" berichtet von einem "großen Stromausfall nach einer Nacht voller Angriffe" in der Hafenstadt Odessa im Süden der Ukraine. Das private Energieunternehmen Dtek habe schon zuvor berichtet, dass fast die Hälfte der Umspannwerke der Stadt zerstört seien. "Selbst wenn genug Strom produziert wird, gibt es nichts, um ihn zu transportieren ... zu Ihnen nach Hause" zitiert der Reporter das Unternehmen. Das russische Verteidigungsministerium hatte am Morgen erklärt, dass Russland in der Nacht einen Großangriff auf Energieanlagen der Ukraine durchgeführt habe. Umspannwerke verbinden die verschiedenen Spannungsebenen im Stromnetz miteinander. Strom kann nicht von den Hochspannungsleitungen direkt an die Haushalte geliefert werden, weil er dort eine niedrige Spannung braucht.

+++ 12:30 Ukraine: Haben Shahed-Lager im besetzten Donezk mit Raketen getroffen +++

Der Generalstab der Ukraine teilt mit, dass das ukrainische Militär mit amerikanischen und französisch-britischen Langstreckenraketen eine russische Basis im besetzten Donezk getroffen hat, in der sogenannte Shahed-Drohnen gelagert wurden. Diese Art von Drohne wird auch vom Iran benutzt, um US-Ziele und US-Verbündete im Nahen Osten anzugreifen. Für den Abschuss dieser Drohnen in der Golfregion hat das US-Verteidigungsministerium Berichten zufolge bei der ukrainischen Regierung um Unterstützung gebeten.

+++ 11:50 Orban an Selenskyj: "Hören Sie auf, uns zu bedrohen und zu erpressen!" +++

Ungarns Regierungschef Viktor Orban hat sich mit einer Videobotschaft an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gewandt: "Herr Präsident, ich habe Ihre Nachricht erhalten. Sie haben mir mit Soldaten gedroht - und mit mir ganz Ungarn. Herr Präsident, das wird nicht funktionieren. Hören Sie damit auf. Das ist Ungarn, die Ungarn können nicht erpresst werden. Und Sie können mir nicht drohen." Im Streit über von Ungarn blockierte Finanzhilfen für die Ukraine hatte Selenskyj am Freitag gesagt: "Wir hoffen, dass eine Person in der Europäischen Union die 90 Milliarden Euro nicht blockieren wird und die ukrainischen Kämpfer Waffen bekommen, andernfalls geben wir die Adresse dieser Person unseren Jungs weiter, auf dass sie ihn anrufen und mit ihm in ihrer Sprache reden." Diese Botschaft war offensichtlich an den ungarischen Regierungschef gerichtet. In dem Konflikt zwischen Orban und Selenskyj geht es darum, dass Ungarn mit einem Veto gegen neue EU-Finanzhilfen und Russland-Sanktionen versucht, eine schnelle Wiederaufnahme günstiger Öllieferungen über den Südstrang der Druschba-Pipeline zu erzwingen. Diese führt von Russland über Belarus und die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei und wurde nach ukrainischen Angaben im Januar bei russischen Luftangriffen so stark beschädigt, dass sie nicht mehr funktionsfähig ist. Die Regierung von Orban geht hingegen davon aus, dass die Pipeline betriebsfähig ist und die Ukraine aus politischen Gründen die Wiederaufnahme des Betriebs verhindert.

+++ 11:15 Russland: Haben Energie- und Militäranlagen in der Ukraine angegriffen +++

Das russische Verteidigungsministerium spricht einem Agenturbericht zufolge von einem nächtlichen Großangriff auf Energie- und Militäranlagen in der Ukraine. Die Attacke habe unter anderem Flugplätzen für die Luftwaffe und Industrieanlagen mit Militärbezug gegolten, wird das Ministerium von der russischen Nachrichtenagentur Interfax zitiert. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben ist zunächst nicht möglich. Laut der Ukraine wurden Energie- und Eisenbahnanlagen attackiert.

+++ 10:45 Russland wirft 500 Kilogramm schwere Bombe auf Kramatorsk ab +++

Bei einem russischen Bombenangriff auf die Stadt Kramatorsk im Osten der Ukraine sind vergangene Nacht mindestens sechs Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Militärverwaltung des Gebiets Donezk sind unter den Verletzten mehrere Kinder. Demnach warfen die russischen Streitkräfte gegen 03:40 Uhr Ortszeit eine 500 Kilogramm schwere Gleitbombe auf die Stadt ab. Dabei seien zwölf Wohnhäuser, fünf Verwaltungsgebäude und 22 Fahrzeuge beschädigt worden.

+++ 10:15 Grundschullehrerin und ihr Sohn unter den Toten von Charkiw +++

Bei dem russischen Raketenangriff auf ein mehrstöckiges Wohnhaus in Charkiw (siehe Eintrag von 08:10 Uhr) mit mindestens sieben Toten sind nach Angaben der örtlichen Behörden auch eine Grundschullehrerin und ihr sieben- oder achtjähriger Sohn ums Leben gekommen. Demnach wurden auch eine Achtklässlerin und ihre Mutter getötet. Ermittler berichteten, dass die russischen Streitkräfte in der Nacht um 01:35 Uhr Ortszeit einen Raketenangriff auf Charkiw starteten und dabei einen Teil des fünfstöckigen Wohngebäudes vom Erdgeschoss bis zum vierten Stock zerstörten, wie die Zeitung "Ukrainska Pravda" schreibt. Zusätzlich zu den sieben bestätigten Todesopfern wurden zehn weitere Personen verletzt, darunter drei Kinder. Die Such- und Rettungsmaßnahmen dauern an, dem Bericht zufolge befinden sich noch immer Menschen unter den Trümmern.

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Rettungskräfte bei den Arbeiten in Charkiw. (Foto: REUTERS)

+++ 09:50 Heizungsausfälle in Kiew nach russischem Angriff +++

Nach nächtlichen russischen Angriffen auf Kiew sind rund 1900 Haushalte in der ukrainischen Hauptstadt ohne Wärmeversorgung. Russland habe in der Nacht ballistische Raketen auf Kiew abgefeuert und dabei auch eine wichtige Infrastruktureinrichtung getroffen, sagte Bürgermeister Vitali Klitschko. Drei Menschen seien in Kiew verletzt worden, in drei Stadtteilen wurden Raketenteile gefunden.

+++ 09:15 Selenskyj drängt bei westlichen Partnern nach heftigem russischen Angriff auf weitere Hilfen +++

Nach einem russischen Raketenangriff mit mehreren Toten fordert der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Verbündeten seines Landes zu weiterer Hilfe auf. Russland habe in der Nacht mit 480 Drohnen und 29 Raketen angegriffen und dabei den Energiesektor und die Eisenbahn-Infrastruktur ins Visier genommen, erklärt Selenskyj auf Telegram. "Russland hat seine Versuche nicht aufgegeben, Wohnungsbauten und kritische Infrastruktur der Ukraine zu zerstören." Daher benötige die Ukraine weiter die Unterstützung ihrer Partner in Form von Luftabwehr und Waffen. In Charkiw (siehe Eintrag von 08:10 Uhr) starben örtlichen Behörden zufolge bei den Angriffen sieben Menschen, darunter zwei Kinder. "Auf diese brutalen Angriffe auf das Leben muss es eine Reaktion der Partner geben", so Selenskyj.

+++ 08:45 Kiews Chefdiplomat nach Angriff auf Charkiw: Keine Sanktionslockerung für "russische Mörder" +++

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat Russland nach dem Raketenangriff auf Charkiw mit mindestens sieben Toten (siehe Eintrag von 08:10 Uhr) als "Terrorstaat" bezeichnet. "Es darf keine Lockerung der Restriktionen gegen russische Mörder geben, solange sie weiterhin ukrainische Kinder im Schlaf töten", schrieb Sybiha am Morgen auf X. "Keine Lockerung der Sanktionen oder der Verbote bei internationalen Sport- und Kulturveranstaltungen." Der Druck auf Russland müsse erhöht werden, um einen dauerhaften Frieden für die Ukraine zu erreichen. Eine russische Rakete war in der Nacht in einem mehrstöckigen Wohnhaus in der ukrainischen Millionenstadt Charkiw eingeschlagen. Unter den sieben Todesopfern sind auch zwei Kinder. "Die Rettungskräfte suchen weiterhin nach Menschen unter den Trümmern", schrieb Sybiha.

+++ 08:10 Zahl der Toten bei russischem Angriff auf Charkiw steigt - auch zwei Kinder sterben +++

Bei dem russischen Raketenangriff auf ein mehrstöckiges Wohnhaus in der ukrainischen Millionenstadt Charkiw (siehe Eintrag von 06:30 Uhr) sind laut neuesten Angaben der lokalen Behörden sieben Menschen getötet worden. Darunter waren auch ein Junge und ein 13 Jahre altes Mädchen, wie die Militärverwaltung des Gebiets Charkiw mitteilt. Die Leichen wurden von Rettungskräften aus den Trümmern geborgen, nachdem eine ballistische Rakete das Gebäude in der Nacht getroffen hatte. Die Zahl der Opfer hatte sich am Morgen immer wieder erhöht, weil Rettungskräfte die Leichen erst nach und nach aus den Trümmern zogen. Mindestens zehn Menschen sind den Behörden zufolge verletzt worden, darunter auch Kinder. Auf den veröffentlichten Fotos waren schwere Schäden an dem fünfgeschossigen Wohnhaus zu sehen. Demnach sprengte die Rakete große Teile des Gebäudes weg.

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Feuerwehrleute bekämpfen den Brand in dem Mehrfamilienhaus. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 07:45 Geheime Standorte: Britische Ingenieure reparieren in der Ukraine wichtiges Kriegsgerät +++

An vier unbekannten und geheim gehaltenen Orten im Westen der Ukraine arbeiten britische und ukrainische Ingenieure Seite an Seite daran, beschädigte Militärgeräte zu reparieren. Wie der "Guardian" berichtet, wurde die Existenz dieser Einrichtungen bislang geheim gehalten, um nicht zu viel Aufmerksamkeit auf die Standorte zu lenken. Zwar seien keine britischen Militärangehörigen vor Ort, dafür aber britische Ingenieure, die vom Verteidigungsministerium unter Vertrag genommen worden seien und in der Ukraine arbeiteten. Aus Sicherheitsgründen würden andere Länder es oft vorziehen, Ausrüstung außerhalb der Ukraine zu reparieren, was zu längeren Transportwegen und Verzögerungen bei der Rückführung an die Front führe, heißt es im Bericht. Die vom "Guardian" besuchte Einrichtung sei in der Lage, eine Reihe von Waffensystemen zu reparieren, darunter auch die in Großbritannien hergestellten Haubitzen vom Typ AS-90. Demnach sollte die AS-90 ursprünglich in den 2030er-Jahren aus dem Dienst der britischen Armee genommen werden. Die britische Regierung habe aber beschlossen, den gesamten Bestand des Systems an die Ukraine zu spenden. 

+++ 07:05 US-Demokraten: Lockerung der Sanktionen auf russisches Öl "absolut beschämend" +++

Die oppositionellen Demokraten haben US-Präsident Donald Trump scharf für Pläne über die Lockerung der Russland-Sanktionen kritisiert. "Trump gibt Russland die Erlaubnis, sanktioniertes Öl zu verkaufen, und hilft damit, dessen Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren, weil sein eigener 'Krieg der Wahl' die Ölpreise in die Höhe getrieben hat", heißt es auf dem Account der Demokraten für den Außenausschuss des US-Repräsentantenhauses. Unterdessen unterstütze Russland den Iran dabei, amerikanische Truppen anzugreifen. "Absolut beschämend." Wegen der angespannten Situation auf dem Ölmarkt hatte US-Finanzminister Scott Bessent zuvor die Möglichkeit einer weiteren Lockerung der Sanktionen auf russisches Öl ins Spiel gebracht. "Wir könnten weitere russische Öllieferungen von Sanktionen befreien", sagte Bessent dem Sender Fox Business. 

+++ 06:30 Drei Tote bei russischem Raketenangriff auf Charkiw +++

Russland hat die Ukraine über Nacht wieder mit Raketen und Drohnen angegriffen. Betroffen war neben der Hauptstadt Kiew auch Charkiw, wo laut Behörden drei Menschen getötet und zehn verletzt wurden. Die drei Todesopfer wurden laut Bürgermeister Ihor Terekhov unter Trümmern gefunden, nachdem eine ballistische Rakete ein mehrstöckiges Gebäude im Stadtteil Kyivskyi getroffen hatte. In Kiew waren die ersten Explosionen nach Angaben von Journalisten vor Ort gegen 1.30 Uhr (Ortszeit) zu hören. "Die Luftabwehrkräfte sind in der Hauptstadt im Einsatz. Bleiben Sie in den Schutzräumen", sagte Bürgermeister Vitali Klitschko laut "Kyiv Independent".

+++ 05:45 Selenskyj warnt bei Front-Besuch vor russischer Frühlingsoffensive +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei einer Reise in die umkämpfte Region Donezk im Osten des Landes vor einer Frühlingsoffensive des russischen Militärs gewarnt. Diese werde gerade vorbereitet und es sei wichtig, dass die Verteidigungspositionen ausgebaut und die ukrainischen Soldaten gut ausgerüstet seien für den Fall, sagte er in einer Videoansprache - diesmal aus der Stadt Druschkiwka, gut 20 Kilometer von der Front entfernt. Zuvor hatte Selenskyj mehrere Kommandopunkte der Ukrainer in der Region besucht, Soldaten ausgezeichnet und sich von den Offizieren ein Lagebild geben lassen, wie aus verschiedenen Beiträgen in sozialen Netzwerken des Präsidenten hervorgeht. Es ist nicht die erste Reise Selenskyjs ins Frontgebiet. Die Region Donezk ist schwer umkämpft, die Ukrainer halten noch etwa ein Fünftel des Territoriums, darunter aber auch den gut ausgebauten Verteidigungsgürtel um das Ballungsgebiet rund um Slowjansk und Kramatorsk.

+++ 04:13 Pipeline-Streit: Ungarn behält Gold von freigelassenen Bankmitarbeitern +++

Nach der vorübergehenden Festnahme mehrerer Ukrainer durch ungarische Behörden vor dem Hintergrund eines Streits um eine Öl-Pipeline hat Ungarn die festgenommenen Bankmitarbeiter wieder freigelassen - das bei der Festnahme beschlagnahmte Bargeld und Gold jedoch einbehalten. Ungarn habe die Wertsachen noch nicht zurückgegeben, erklärt der Chef der ukrainischen Zentralbank, Andryj Pyschnyj, auf Facebook.

+++ 01:51 US-Finanzminister Bessent erwägt Lockerung der Öl-Sanktionen +++

Wegen der angespannten Situation auf dem Ölmarkt hat US-Finanzminister Scott Bessent die Möglichkeit einer weiteren Lockerung der Sanktionen auf russisches Öl ins Spiel gebracht. "Wir könnten weitere russische Öllieferungen von Sanktionen befreien", sagt Bessent dem Sender Fox Business. 

+++ 00:40 Ischinger warnt: Ukraine darf nicht aus dem Fokus geraten +++

Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, sieht durch den Iran-Krieg auch die westliche Unterstützung für die Ukraine in Gefahr. Deutschland müsse als europäische Führungsnation den USA sagen: "Wir müssen uns auf die Ukraine konzentriere - und nicht auch noch Munitionsknappheiten für die Ukraine verstärken durch eine längere militärische Auseinandersetzung mit dem Iran", mahnt Ischinger.

+++ 23:38 Merz reist mit Pistorius und Forschungsministerin Bär nach Norwegen +++

Bundeskanzler Friedrich Merz wird zusammen mit Verteidigungsminister Boris Pistorius und Forschungsministerin Dorothee Bär kommenden Donnerstag nach Norwegen reisen. Während er am Donnerstagabend mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre zusammenkommen will, steht am kommenden Freitag eine Debatte zusammen mit Pistorius und Bär zur Weltraumkooperation mit norwegischen Vertretern auf der Agenda. Norwegen gilt als potenzieller Hub für Satellitenstarts.

+++ 23:05 Merkel mahnt: Europa muss sein Schicksal selbst bestimmen +++

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Länder Europas angesichts der weltweiten Krisen und Kriege zu Einigkeit und Geschlossenheit aufgerufen. "Europa muss sein Schicksal mehr denn je in die eigene Hand nehmen", sagt die CDU-Politikerin beim Matthiae-Mahl im Hamburger Rathaus vor rund 400 Gästen. Sie wünsche sich ein Europa, das nach innen und nach außen handlungsfähig sei und mit einer Stimme in der Welt wahr- und ernst genommen werde ".Das geht für mich weit über den Sicherheitsaspekt hinaus", betont Merkel. Ein geeint handelndes Europa bedeute Eintreten für Demokratie, Rechtsstaat, Menschenwürde, Wohlstand, Arbeitsplätze, aber auch den Schutz der Außengrenzen, der kulturellen Identität und der gemeinsamen Schöpfung.

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