Politik

"Hoffentlich Anfang vom Ende"Trump verkündet dreitägige Waffenruhe für die Ukraine

08.05.2026, 21:20 Uhr
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Der US-Präsident sieht sich nach eigener Aussage jeden Tag dem Kriegsende näher kommen. (Foto: picture alliance / Consolidated News Photos)

Ein überraschender diplomatischer Erfolg für den US-Präsidenten: Trump kann Kiew und Moskau offenbar von einer befristeten Waffenruhe und einem großen Gefangenenaustausch überzeugen. Die Vereinbarung soll bereits in wenigen Stunden in Kraft treten.

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben Russland und die Ukraine von einer dreitägigen Waffenruhe überzeugt, die ab morgigen Samstag gelten soll. Alle Kampfhandlungen würden ausgesetzt und 1000 Gefangene jeder Seite ausgetauscht, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Er habe die Bitte direkt vorgebracht. Er sei Kremlchef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sehr dankbar, dass sie zugestimmt hätten, schrieb Trump.

"Hoffentlich ist dies der Anfang vom Ende eines sehr langen, tödlichen und hart ausgetragenen Kriegs". Die Gespräche zur Beendigung des Kriegs - "des größten seit dem Zweiten Weltkrieg" - gingen weiter. Jeden Tag komme man näher ans Ziel, sagte Trump. Tatsächlich mangelte es bei den Verhandlungen zuletzt an sichtbaren Fortschritten.

Selenskyj bestätigte die Vereinbarung und dankte Trump für den diplomatischen Einsatz. Russland habe dem Gefangenenaustausch zugestimmt, schrieb er auf X. "Ein Waffenruhe-Regime muss für die Tage 9., 10. und 11. Mai eingerichtet werden", sagte er. Er habe sein Team angewiesen, alles dafür vorzubereiten. Die Ukraine wolle ihre Gefangenen nach Hause bringen.

Für den Tag des Sieges in Russland am Samstag trat bereits am heutigen Freitag eine Waffenruhe in Kraft, die Moskau einseitig ausgerufen hatte. Trotzdem griff die russische Armee nach ukrainischer Darstellung weiter so oft an, dass Kiew demnach bislang keinen Anlass hatte, die Waffen schweigen zu lassen.

Der Kreml stimmte dem Vorschlag von US-Präsident Trump zu. Das sagte der außenpolitische Berater von Staatschef Wladimir Putin, Juri Uschakow, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete. Die Vereinbarung sei in den jüngsten Telefonkontakten mit der US-Führung zustande gekommen. "Die US-Vertreter hatten ihrerseits Kontakt nach Kiew", erklärte Uschakow.

Nach Gesprächen in den USA erwartet Kiew in den nächsten Wochen Gesandte Trumps. Als Termin für den Besuch nannte Selenskyj die Zeitspanne bis zum Sommerbeginn. Derzeit liefen die Absprachen dazu, schrieb er in sozialen Medien. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen Russlands Invasion. Zuletzt hatten die USA bei direkten Gesprächen zwischen Kiew und Moskau vermittelt. Die Verhandlungen lagen aber jüngst auf Eis, auch weil die USA durch den Iran-Krieg abgelenkt sind.

Quelle: ntv.de, lwe/dpa

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