Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 13:59 Signal im Streit mit Ungarn: Selenskyj glaubt an Druschba-Reparatur bis Mai +++

17.03.2026, 00:01 Uhr

Im Streit mit Ungarn um russische Öllieferungen will die Ukraine die Druschba-Pipeline laut einem Brief von Präsident Wolodymyr Selenskyj bis Anfang Mai reparieren. Er rechne damit, dass die beschädigte Pumpstation "innerhalb von eineinhalb Monaten" funktionsfähig sei, schreibt Selenskyj in dem Brief an Brüssel, den die EU-Kommission veröffentlichte. Die Zusage könnte Ungarns Blockade eines Milliarden-Darlehens für die Ukraine lösen. Die Druschba-Pipeline transportiert normalerweise russisches Öl durch die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei. Sie war nach ukrainischen Angaben im Januar bei einem russischen Angriff beschädigt und deshalb vorübergehend stillgelegt worden. Ungarn und die Slowakei warfen Kiew vor, Reparaturen an der Leitung zu verzögern und die mutmaßlichen Schäden als Vorwand für eine Stilllegung zu nutzen. Ungarns Regierungschef Viktor Orban blockiert mit Verweis auf die fehlenden Druschba-Öllieferungen sowohl ein EU-Darlehen für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro als auch ein neues Sanktionspaket gegen Russland. 

+++ 13:25 Ukrainische Drohne tötet Mann in russischer Grenzregion +++

Bei Drohnenangriffen der Ukraine ist im Südwesten der russischen Region Belgorod ein Mann ums Leben, melden örtliche Behörden. Weitere Personen seien verletzt worden. Der Gouverneur der Region Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, erklärt, ein Zivilist sei ums Leben gekommen, als am Morgen in der Grenzstadt Graiworon eine Drohne sein Fahrzeug traf. In der Nacht seien zudem fünf Jugendliche in der Stadt Korocha verletzt worden, als zwei Drohnen ein Gebäude angriffen. Lokale Medien veröffentlichten Bilder von zerbrochenen Fenstern eines Gebäudes, bei dem es sich um ein Wohnheim einer Berufsschule handeln soll. Das russische Verteidigungsministerium teilte dagegen mit, seine Flugabwehrsysteme hätten über Nacht 206 ukrainische Drohnen über mehreren Regionen abgefangen, darunter 8 über Belgorod. Über Schäden oder Opfer wurde dagegen nichts gesagt.

+++ 12:56 Ukrainischer Deserteur soll für Russland spioniert haben - nun sitzt er in U-Haft +++

Dem ukrainischen Geheimdienst (SBU) soll ein Schlag gegen einen Agenten des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB gelungen sein. Es soll sich bei dem Mann um einen Deserteur der ukrainischen Armee handeln. Nach seiner Flucht aus dem Kriegsdienst soll er auf Telegram nach Verdienstmöglichkeiten gesucht haben. Der russische Geheimdienst habe ihn gezielt angesprochen. Der nun Festgenommene soll daraufhin in der Stadt Dnipro ukrainische Verteidigungsanlagen, Kommandoposten und Bahnhöfe ausgekundschaftet und deren Koordinaten ans russische Militär weitergegeben haben. Er habe die Orte gefilmt, als er vorgab, mit seinem Handy zu telefonieren. Er wurde festgenommen und bei der Durchsuchung seiner Räumlichkeiten wurden Beweise auf seinem Smartphone gefunden, heißt es im Bericht. Der Verdächtige sitze in Untersuchungshaft. Ihm drohen eine lebenslange Freiheitsstrafe und die Einziehung seines Vermögens. 

+++ 12:30 Mehrheit der Deutschen ist gegen Sanktionslockerung für russisches Öl +++

Wegen der russischen Invasion in der Ukraine darf russisches Öl, von wenigen Ausnahmen abgesehen, derzeit nicht nach Europa oder in die USA verkauft werden. Um dem zuletzt stark gestiegenen Ölpreis entgegenzuwirken, erlaubt die US-Regierung nun aber für 30 Tage den Kauf von russischem Öl, das sich derzeit auf See befindet. 36 Prozent der Bundesbürger sind in einer Forsa-Umfrage der Meinung, dass der Verkauf von russischem Öl nach Europa und Amerika generell wieder erlaubt werden sollte. 61 Prozent sind im Trendbarometer von RTL/ntv dagegen der Auffassung, das Öl-Embargo gegen Russland sollte weiterhin aufrechterhalten werden. Während Anhänger von CDU/CSU, SPD, Grünen und Linken klar für eine Fortführung der Sanktionen plädieren, wollen AfD-Anhänger deren Ende. 87 Prozent von ihnen fordern dies, nur 11 Prozent sind dagegen. Die geringste Zustimmung für ein Sanktionsende gibt es mit sechs Prozent bei Anhängern der Grünen – 93 Prozent von ihnen sind dagegen. In Ostdeutschland ist die Haltung in der Frage nahezu pari: 45 Prozent unterstützen ein Sanktionsende, 51 Prozent sind dagegen. In Westdeutschland befürworten dagegen nur 35 Prozent ein Ende des Öl-Embargos gegen Russland, 62 Prozent sind für dessen Fortführung. 

+++ 11:57 Kein "Business as usual" - EU erteilt Energieabkommen mit Russland eine Absage +++

In der Europäischen Union gibt es nach den Worten ihrer Außenbeauftragten Kaja Kallas trotz steigender Preise für Öl und Gas kein Interesse an neuen Energieabkommen mit Russland. Auch hinter verschlossenen Türen gebe es dafür keine Bereitschaft, sagt Kallas in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Rückkehr zum "Business as usual" würde nur zu weiteren Kriegen führen. "Wir müssen also sehr wachsam sein und Russland nicht geben, was es will, denn sein Appetit wird nur noch wachsen", so Kallas. Allerdings haben Länder wie Ungarn und die Slowakei mit engeren Beziehungen zu Moskau wegen ihrer Abhängigkeit von russischer Energie wiederholt die Unterstützung der EU für die Ukraine behindert.

+++ 11:31 Die Ukraine fängt nach eigenen Angaben 154 von 178 russischen Drohnen ab +++

Von den 178 durch das russische Militär in der letzten Nacht abgefeuerten Drohnen kann die ukrainische Flugabwehr nach eigenen Angaben 154 abfangen. Trotzdem seien an zwölf Orten Einschläge registriert worden, heißt es in einem Bericht. Über Schäden oder mögliche Opfer gibt es noch keinen konkreten Überblick. 

+++ 11:00 Umfrage: Immer mehr Ukrainer würden für Frieden Gebiete abtreten - unter Bedingungen +++

Die Ukrainer sind des Krieges überdrüssig. Laut neuen Umfragedaten des Kyiv International Institute of Sociology (KIIS) hat sich die Stimmung gewendet: Eine Mehrheit würde nun ein Friedensabkommen mit territorialen Zugeständnissen unterstützen, sofern dieses mit klaren Anreizen wie einer EU-Mitgliedschaft und Sicherheitsgarantien einherginge. Zuvor hatten Umfragen ergeben, dass zwar die Unterstützung für ein Waffenstillstandsabkommen zunahm, die Mehrheit der Ukrainer dies jedoch nicht akzeptieren würde, wenn es die Abtretung von Gebieten beinhalten würde, die derzeit nicht von Russland besetzt sind. Das KIIS stellt nun fest, dass 61 Prozent der Ukrainer in einem Referendum für ein Abkommen stimmen würden, das den gesamten Donbass - die zentrale Forderung des Kremls - aufgibt. Befragte, die eine Gebietsabtretung befürworten, knüpfen allerdings vielfach Forderungen daran, etwa die Aufnahme in die EU noch innerhalb des Jahres, klare Sicherheitsgarantien oder ein Wiederaufbauprogramm. Zahlreiche EU-Staaten haben sich gegen eine sofortige Aufnahme ausgesprochen. Zutrittsverfahren können in der Europäischen Union Jahrzehnte dauern. Die USA wiederum wollen sich nicht auf feste Sicherheitsgarantien verpflichten lassen. Der Kreml lehnt beide Anliegen klar ab. 

+++ 10:32 Iran-Krieg und gelockerte Sanktionen - Russland drückt bei Öl-Export aufs Tempo +++

Moskau beeilt sich, Öl auf Tanker zu verladen, um von dem starken Preisanstieg zu profitieren, der durch die faktische Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran ausgelöst wurde. Zudem hatten die USA das Land trotz des fortgesetzten Angriffskriegs gegen die Ukraine von Sanktionen befreit - zunächst für rund einen Monat. Eine Fortsetzung der Sanktionslockerung ist ebenfalls möglich, falls der Ölfluss aus dem Nahen Osten durch die Straße von Hormus in naher Zukunft nicht wiederhergestellt wird, berichtet Bloomberg. Experten gehen davon aus, dass das Militärbudget des Kremls für den Krieg gegen die Ukraine damit unerwartete Einnahmen erhält. Nach den neuesten Daten beliefen sich die russischen Seefrachtexporte in den vier Wochen bis zum 15. März auf durchschnittlich 3,44 Millionen Barrel pro Tag, wie aus den von Bloomberg zusammengestellten Schiffsverfolgungsdaten hervorgeht. Das sind etwa 90.000 Barrel pro Tag mehr als im Zeitraum bis zum 8. März.

+++ 09:56 Selenskyj besucht Starmer: Verteidigungspartnerschaft soll vereinbart werden +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj trifft sich mit dem britischen Premierminister Keir Starmer in London, um eine vertiefte Verteidigungs- und Industriepartnerschaft zu vereinbaren. Die beiden Regierungschefs wollen eine Erklärung zur gemeinsamen Produktion und Lieferung von Drohnen sowie anderen Militärtechnologien unterzeichnen, teilt die britische Regierung mit. Zu den Gesprächen über die euro-atlantische Sicherheit wird auch Nato-Generalsekretär Mark Rutte erwartet. Drohnen und elektronische Kriegsführung seien inzwischen von zentraler Bedeutung für die nationale Sicherheit, erklärt Starmer.

+++ 09:23 Russland attackiert Logistikzentrum in Saporischschja: Acht Menschen verletzt +++

Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Saporischschja sind acht Menschen verletzt worden. Der Leiter der Militärverwaltung des Gebiets Saporischschja, Iwan Fedorow, berichtet gegen 6.20 Uhr von Explosionen in der Stadt. Nur wenige Minuten später werden bereits erste Verletzte gezählt. Später schreibt Fedorow auf Telegram, dass bei dem Angriff ein Verteilzentrum eines Logistikunternehmens getroffen worden sei. Zum Zeitpunkt des Angriffs seien acht Mitarbeiter vor Ort gewesen. Sie hätten Verletzungen erlitten. 

+++ 08:51 Kiew will Moskau finanziell ausbluten lassen - Trump-Entscheidung durchkreuzt ukrainischen Plan +++

Es ist eine harte Kalkulation, aber die Ukraine zielte bis zum Ausbruch des Iran-Kriegs darauf ab, Russlands Invasion finanziell ausbluten zu lassen - und so zu stoppen. Der Kreml braucht immens viele Soldaten für seinen Krieg in der Ukraine. Dazu wurden im Laufe der Zeit die Rekrutierungsprämien angehoben - sie betragen laut "The Independent" 24.000 US-Dollar. Bei den avisierten Zahlen pro Monat müsste Moskau nach Kiews Berechnungen etwa 840 Millionen US-Dollar zahlen. Dazu werden deutlich höhere Gehälter gezahlt als in vielen Branchen. Für gefallene Soldaten zahlt der Kreml zudem eine Entschädigung von 165.000 Dollar. Bei von Kiew "geplanten" 35.000 getöteten russischen Soldaten pro Monat kämen allein dadurch Kosten in Höhe von knapp 5,8 Milliarden US-Dollar zusammen - pro Monat. Inklusive der Rekrutierungsprämien seien es mehr als 6,6 Milliarden Euro. Dazu kommen die Gehälter. Kiews Plan war es, pro Monat, 50.000 russische Soldaten zu töten, um die Kosten für den Kreml in die Höhe zu treiben - und die Zahl der Neurekrutierungen des russischen Militärs deutlich zu übertreffen. Der Ausbruch des Iran-Kriegs und die Sanktionslockerungen der USA für den Verkauf russischen Öls machen diese Kalkulation aber zunichte. Nach Kiews Berechnungen nimmt der Kreml nun 6 bis 10 Milliarden US-Dollar monatlich zusätzlich ein. Damit seien die Kosten der monatlichen Kriegsopfer mehr als gedeckt.

+++ 08:16 Ukraine: 930 russische Soldaten verletzt oder getötet +++

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs werden am Montag 930 russische Soldaten bei Kämpfen in der Ukraine getötet oder verletzt. Ihre Gesamtzahl seit Beginn der russischen Vollinvasion übersteigt damit den Wert von 1,28 Millionen, heißt es. Zudem seien zwei Panzer und 20 Artilleriesysteme zerstört worden. Die Zahl zerstörter oder abgefangener Drohnen soll bei knapp 2000 liegen. 

+++ 07:40 Russland: Haben mehr als 200 ukrainische Drohnen abgefangen +++

Laut russischem Verteidigungsministerium sind in der vergangenen Nacht 206 ukrainische Drohnen unschädlich gemacht worden. 43 davon wurden in der Region Moskau abgefangen. Das Ministerium macht keine weiteren Angaben zu Schäden oder möglichen Opfern. 

+++ 07:02 Costa: Wenn Trumps Initiative fehlschlägt, muss EU für Russland-Gespräche bereit sein +++

Die Europäische Union sollte sich aus Sicht von Ratspräsident António Costa trotz des laufenden Ukraine-Kriegs auf mögliche Gespräche mit Russland vorbereiten. Es könnte eines Tages nötig sein, die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump um einen Frieden in der Ukraine zu übernehmen, sagt Costa in einem Interview des Nachrichtenagentur-Netzwerks European Newsroom (enr). Denkbar wäre dies nach seinen Worten etwa, wenn Trump mit seinen Anstrengungen scheitern oder aber beschließen sollte, sie nicht mehr fortzusetzen. Costa mahnt zugleich an, bei Kontakten mit Russland keine Alleingänge zu unternehmen. Derzeit sollten Trumps Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine nicht gestört werden, sagt der frühere portugiesische Regierungschef. "Vorerst besteht unser Hauptbeitrag dazu darin, den wirtschaftlichen Druck auf Russland zu erhöhen und die Ukraine weiterhin mit allen Mitteln zu unterstützen." Die gestiegenen Preise für Öl, Gas und Sprit ändern laut Costa nichts an der Strategie der EU. "Wir wollen uns von der russischen Energieversorgung unabhängig machen und nicht mit Russland über den Energiepreis verhandeln", betont er im Interview des enr-Netzwerks.

+++ 06:23 Ukraine als Testfeld - Kiew testet französische Alternative zu Patriot-System gegen Russland +++

Die ukrainische Luftwaffe gibt Einzelheiten zum neuen, in Europa hergestellten Boden-Luft-Raketensystem SAMP-T NG bekannt, das in der Ukraine getestet werden soll. Laut Juri Ihnat, dem Leiter der Kommunikationsabteilung des Luftwaffenkommandos, wird Kiew damit ballistische Raketen abfangen. Zu den Zielen zählen die russische Iskander-M, die nordkoreanische KN-23 und die Hyperschallrakete Kinschal. Die Ukraine plant, im Laufe des Jahres 2026 zu testen, ob das SAMP-T NG ballistische Bedrohungen erfolgreich abfangen kann, sagt Präsident Selenskyj. Sollte sich das System als wirksam erweisen, könnte es zu einer langfristigen Verstärkung für das ukrainische Luftabwehrnetzwerk werden. Ignat betont, wie wichtig es ist, dass Frankreich diese Systeme liefert, da es an Raketen aus den USA mangelt. "Zu wissen, dass Frankreich bereit ist, uns mit SAMP-T NG zu versorgen, ist sehr ermutigend, insbesondere wenn das System ballistische Raketen abfangen kann", sagt er. 

+++ 05:57 Selenskyj zu Irans Drohnen-Lieferungen: Teheran hat uns belogen +++

Russland hat dem Iran dabei geholfen, seine Angriffsdrohnen zu verbessern, und nun sehen sich Israel, die Golfstaaten sowie die US-Truppen im Nahen Osten derselben Bedrohung ausgesetzt, mit der die Ukraine vor einigen Jahren konfrontiert war. Dies erklärt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Interview mit der "Jerusalem Post". "Wir haben schreckliche Erfahrungen mit diesen Drohnen gemacht. [...] Die Ukraine war letztendlich so etwas wie ein Testfeld für diese Drohnen. Man kann die erste Generation der Shahed, die zu Beginn des Krieges im Einsatz war, gar nicht mit den heutigen Shahed vergleichen", sagt er. Laut Selenskyj kontaktierte Kiew zu Beginn der groß angelegten Invasion Russlands, als Beweise auftauchten, dass der Iran Russland mit Drohnen belieferte, Teheran und forderte es auf, die Drohnen nicht zu liefern, um nicht zum Komplizen bei der Tötung von Zivilisten zu werden. "Sie sagten: 'Okay … wir sind in dieser Sache keine Verbündeten'", erinnert er sich. Er sagte, die Iraner hätten der Ukraine mitgeteilt: "'Wir haben den Russen diesen Teil der Shaheds verkauft, und es werden 1200 oder 1300 sein, und das ist alles.' Aber das stimmte nicht. Sie haben natürlich gelogen." Er wies darauf hin, dass der Iran nicht nur Drohnen geliefert, sondern auch russische Bediener ausgebildet und Russland durch die Weitergabe von Lizenzen und Technologien beim Aufbau eigener Produktionsstätten unterstützt habe. Heute, fügt Selenskyj hinzu, versorge Russland den Iran mit modernisierten Drohnen und technischem Know-how. 

+++ 03:48 Moskau meldet neue Drohnenangriffe +++

Moskau wird offenbar erneut von ukrainischen Drohnen angegriffen. Bürgermeister Sergej Sobjanin meldet im Verlauf der letzten Stunden immer wieder Abschüsse durch die Flugabwehr. Über eventuelle Schäden ist nichts bekannt. Am Wochenende hatte es laut russischen Behörden den größten Angriff auf die Hauptstadt seit mehr als einem Jahr gegeben. Binnen zwei Tagen seien etwa 250 Drohnen mit Kurs auf Moskau abgeschossen worden, so Sobjanin.

+++ 01:14 Ukraine greift in Melitopol an +++

Die Ukraine greift in der Nacht Ziele in russisch besetzten Territorien an. In der von Russland kontrollierten Stadt Melitopol in der Oblast Saporischschja seien heftige Explosionen zu hören, berichtet der ukrainische Kanal Exilenova+. Ob und welche Ziele getroffen wurden, ist bislang nicht bekannt.

+++ 23:33 Selenskyj: Russische Offensive vereitelt +++

Der Ukraine ist es nach Angaben ihres Präsidenten gelungen, eine für den März geplante strategische Offensive des russischen Militärs zu vereiteln. "Und auch wenn die Attacken stetig sind und die Sturmversuche anhalten, ist ihre Intensität und der Maßstab der Auseinandersetzung nicht so groß, wie die Russen das geplant und ihre Kommandeure das der politischen Führung versprochen haben", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Nach Angaben unabhängiger Militärexperten ist der Vormarsch der russischen Truppen zuletzt ins Stocken geraten. An einigen Frontabschnitten, speziell im Süden des Landes, konnten die Ukrainer demnach bei Gegenangriffen sogar Territorium zurückerobern. Die Lage bleibt aber schwierig, auch wegen des Soldatenmangels.

+++ 22:03 Selenskyj reist nach London und Madrid +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reist am Dienstag nach London und einen Tag später nach Madrid. Der britische Verteidigungsminister John Healey kündigt Selenskyjs Besuch in London an und bekräftigt die "uneingeschränkte Entschlossenheit" seines Landes, der Ukraine beizustehen. Kurz zuvor hatte der britische Premierminister Keir Starmer angekündigt, dass er den ukrainischen Präsidenten "bald" treffen werde. Starmer hatte Selenskyj zuletzt im Dezember empfangen. Am Mittwoch wird Selenskyj in Madrid zu Gesprächen mit dem spanischen Regierungschef Pedro Sánchez erwartet. Der ukrainische Präsident werde während seines Besuchs Abkommen unterzeichnen und gemeinsam mit Sánchez eine Pressekonferenz geben, heißt es. Es ist das vierte Mal seit Februar 2022, dass Selenskyj Spanien besucht.

+++ 21:30 Nato kassierte bei weiterer Übung herbe Niederlage gegen die Ukraine +++

Die Ukraine hat nach einem Bericht der "FAZ" bei einem weiteren Manöver im vergangenen Jahr tiefgreifende Schwächen aufseiten der Nato aufgedeckt. Demnach gewannen die von Kiews Soldaten angeführten Seestreitkräfte im September vor der Küste Portugals fünf Übungsszenarien. Ein Grund für den Erfolg sollen die aus dem Schwarzen Meer bekannten Seedrohnen vom Typ Magura sein. Auch andere Einheiten sollen bei den sich gegenseitig ergänzenden Nato-Großübungen "Repmus" und "Dynamic Messenger" Seedrohnen verwendet haben. Eine ukrainische Quelle erzählte der "FAZ", dass die Ukrainer ein Team aus amerikanischen, britischen und spanischen Einheiten angeführt hätten. Einmal seien während eines simulierten Angriffs so viele Übungstreffer gegen eine Fregatte gelungen, dass diese in der Realität gesunken wäre. Es ist nicht das einzige Manöver im vergangenen Jahr, bei dem große Schwächen aufseiten der Nato in Bezug auf unbemannte Systeme zutage kamen. Bei der Übung "Hedgehog" in Estland hatte die 412. Nemesis-Brigade der ukrainischen Drohnenstreitkräfte innerhalb eines Tages laut "Wall Street Journal" unter anderem 17 Fahrzeuge ausgeschaltet.

+++ 21:04 Moskau: Beschädigter russischer Tanker treibt mit 700 Tonnen Kraftstoff im Mittelmeer +++

Ein vor knapp zwei Wochen beschädigter russischer Tanker treibt nach Angaben Moskaus mit hunderten Tonnen Treibstoff führerlos im Mittelmeer. Die "Arctic Metagaz" habe "schwere Schäden davongetragen", erklärt die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, in Moskau. An Bord seien Detonationen zu hören, das Schiff neige sich immer stärker zur Seite und es seien vereinzelte Brände beobachtet worden. Als die Besatzung das Schiff verließ, befanden sich laut Sacharowa 450 Tonnen Schweröl und 250 Tonnen Diesel "sowie eine erhebliche Menge Erdgas" in den Tanks. Am 3. März hatten sich mehrere Explosionen an Bord des Tankers ereignet. Moskau wirft der Ukraine vor, das Schiff mit Drohnen attackiert zu haben. Die Ukraine hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert. Die "Arctic Metagaz" befindet sich auf Sanktionslisten der Europäischen Union und der USA, die das Schiff der russischen "Schattenflotte" zurechnen. 

+++ 20:15 Ukraine meldet "ungewöhnlichen" russischen Luftangriff auf Kiew +++

Die russische Armee hat heute einen seltenen Angriff am helllichten Tag auf Kiew geflogen. Nach Angaben von Reportern der Nachrichtenagentur AFP waren Explosionen zu hören und Rauchwolken stiegen auf, während Einwohner Schutz suchten. Auch stürzten Drohnentrümmer auf den Maidan, den Platz der Unabhängigkeit im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt. Die ukrainische Luftwaffe beschrieb den Angriff zur Hauptverkehrszeit als "ungewöhnlich" - die russische Armee führt ihre Luftangriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte meist nachts aus. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden in der vergangenen und dann tagsüber 194 von 211 abgefeuerten russischen Drohnen abgefangen.

+++ 19:33 Ukrainische Drohnen treffen Öldepot für Russlands Front +++

Die Ukraine hat im Süden Russlands ein Öldepot angegriffen. Behörden in der Region Krasnodar melden eine Drohnenattacke auf die Anlage in Labinsk. Aufnahmen aus sozialen Medien zeigen das brennende Depot und eine gewaltige Rauchsäule.

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