Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:00 Russland überzieht Kiew mit großer Drohnenattacke +++

16.03.2026, 00:01 Uhr

Bei einem seltenen russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind mehrere Explosionen zu hören gewesen. Berichten zufolge fängt die ukrainische Flugabwehr zahlreiche russische Geschosse ab, Rauchwolken steigen über Kiew auf. Einwohner suchen mitten in der Hauptverkehrszeit Schutz. "Trümmer einer Drohne" seien "mitten im Zentrum der Hauptstadt herabgefallen", teilt Bürgermeister Vitali Klitschko noch während des Angriffs mit. Es seien vorerst keine Angaben über Verletzten bekannt, auch seien keine Brände ausgelöst worden. Die ukrainische Luftwaffe warnt derweil vor einem Objekt, das mit hoher Geschwindigkeit aus dem an Russland grenzenden Norden des Landes auf Kiew zusteuere. 

+++ 08:34 Russland beschießt die Ukraine - Ölteppich bedroht nun Wasserversorgung Moldaus +++

Ein russischer Angriff auf das Wasserkraftwerk am Dniester im ukrainischen Nowodnistrowsk gefährdet die Wasserversorgung Moldaus. "Durch den russischen Angriff auf das Wasserkraftwerk Nowodnistrowsk in der Ukraine ist Öl in den Fluss Nistru gelangt, wodurch die Wasserversorgung Moldawiens gefährdet ist", schreibt Präsidentin Maia Sandu auf X. Demnach haben die moldauischen Behörden Umweltalarm ausgerufen und Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergriffen. "Russland trägt die volle Verantwortung", betont Sandu. Der Umweltalarm wurde zunächst für 15 Tage ausgerufen, und in mehreren Ortschaften wurde die Wasserversorgung vorübergehend eingeschränkt.

+++ 08:02 Die Ukraine hilft im Nahen Osten - Selenskyj erhofft sich eine Gegenleistung +++

Die Ukraine erhofft Geld und Technologie als Gegenleistung für ihre Unterstützung von Ländern im Nahen Osten, die bei der Abwehr iranischer Kamikaze-Drohnen auf ihr Fachwissen zurückgegriffen hätten, erklärt Präsident Wolodymyr Selenskyj. Zuvor hatte Kiew Spezialisten in die Region entsandt. Selenskyj teilt Reportern mit, dass drei Teams in den Nahen Osten entsandt worden seien, um fachliche Begutachtungen durchzuführen und zu demonstrieren, wie Drohnenabwehrsysteme funktionieren sollten. Anfang dieser Woche sagte er, dass Teams nach Katar, in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und nach Saudi-Arabien sowie zu einem US-Militärstützpunkt in Jordanien entsandt worden seien. Die Golfstaaten haben große Mengen an Flugabwehrraketen eingesetzt, um den iranischen Shahed-Drohnen entgegenzuwirken. Die Kosten dafür sind immens, der Preis für iranische Drohnen ist hingegen deutlich geringer. Aus diesem Grund suchen Golfstaaten nach günstigeren Alternativen. 

+++ 07:31 Russland: Haben mehr als 100 ukrainische Drohnen abgewehrt +++

Russland wehrt nach eigenen Angaben am Wochenende einen großen ukrainischen Luftangriff mit mehr als 100 Drohnen auf die Hauptstadt Moskau ab. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin spricht von mehr als 100 abgeschossenen Drohnen binnen zwei Tagen. Allein in der Nacht auf Montag seien über der Region Moskau 53 Drohnen abgefangen worden, meldet die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf einen Vertreter des Verteidigungsministeriums. Dennoch wurde an den Moskauer Flughäfen der Flugbetrieb zeitweise eingeschränkt, wie die russische Luftfahrtbehörde mitteilt.

+++ 06:59 Kiew: Weitere 760 russische Soldaten verwundet oder getötet +++

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs werden bei Kämpfen in der Ukraine am Sonntag 760 russische Soldaten verwundet oder getötet. So heißt es im morgendlichen Bericht. Die Gesamtzahl seit Beginn der russischen Invasion steig damit auf knapp 1,28 Millionen. Zudem seien zwei weitere gepanzerte Fahrzeuge und 19 Artilleriesysteme zerstört worden, so der Generalstab. 

+++ 06:32 Rheinmetall will Iveco-Militärtrucks übernehmen - Anderer Deal sorgt für Verzögerung +++

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall bereitet sich Berichten zufolge darauf vor, die Produktion der italienischen Iveco-Militärlastwagen zu übernehmen. Da das Unternehmen bereits vergleichbare Fahrzeuge unter der Marke RMMV herstellt, käme ein solcher Schritt faktisch einer Übernahme eines Konkurrenten gleich. Laut Reuters, das sich auf Äußerungen von Rheinmetall-Chef Armin Papperger beruft, besteht bereits eine grundsätzliche Vereinbarung mit Leonardo. Der Prozess verzögert sich jedoch derzeit, da die Verhandlungen noch nicht beginnen können. Der Grund dafür ist, dass Leonardo die Übernahme der Verteidigungssparte von Iveco, nämlich Iveco Defence Vehicles (IDV), noch nicht abgeschlossen hat. Der zivile Teil von Iveco soll unterdessen an die indische Tata-Gruppe verkauft werden. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Quartal 2026 erwartet; danach könnte Rheinmetall Verhandlungen mit Leonardo aufnehmen. 

+++ 05:57 Bericht: Ukrainische Drohnen treffen russisches Öllager +++

Ukrainische Drohnen haben in der Nacht laut einem Medienbericht ein russisches Öldepot in Labisnk angegriffen. Das schreibt die Onlinezeitung "Kyiv Independent" unter Berufung auf den Telegramkanal Exilenova Plus. Davor habe das russische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass es am späten Abend 28 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet abgeschossen habe.

+++ 04:49 Niederländischer Regierungschef Jetten und Merz beraten über Unterstützung der Ukraine +++

Der neue niederländische Ministerpräsident Rob Jetten kommt am heutigen Montag zu seinem Antrittsbesuch nach Berlin. Bundeskanzler Friedrich Merz wird ihn mit militärischen Ehren am Bundeskanzleramt empfangen. Anschließend wollen Merz und Jetten nach Angaben der Bundesregierung über außen- und europapolitische Fragen sprechen, unter anderem über die weitere Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen Russland.

+++ 03:18 Bericht: Elf Jahre Haft wegen angeblicher Unterstützung der ukrainischen Armee +++

Russische Behörden im besetzten Teil von Saporischschja haben laut einem Medienbericht eine Frau wegen angeblicher Unterstützung der ukrainischen Armee zu elf Jahren Haft verurteilt. Das meldet die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Menschenrechtsbeauftragten der ukrainischen Regierung, Dmytro Lubinets. Demnach ist die Frau 68 Jahre alt. Sie soll Geld überwiesen haben, um die ukrainischen Streitkräfte zu unterstützen. 

+++ 01:48 Trump: Ausbleibende Hilfe in Straße von Hormus wäre "schlecht" für Zukunft der Nato +++

Eine ausbleibende Unterstützung der USA durch Nato-Verbündete in der Straße von Hormus wäre US-Präsident Donald Trump zufolge "sehr schlecht" für die Zukunft des Verteidigungsbündnisses. "Wenn es keine Antwort gibt oder wenn es eine negative Antwort gibt, halte ich das für sehr schlecht für die Zukunft der Nato", sagte Trump in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der "Financial Times". Die US-Regierung habe die Ukraine in ihrem Krieg gegen Russland unterstützt, erklärte Trump. Er erwarte daher Hilfe von den europäischen Verbündeten Washingtons in der vom Iran de facto gesperrten Straße von Hormus.

+++ 00:46 Ukraine spannt weitere Anti-Drohnen-Netze über wichtige Straßen +++

Die Ukraine plant offenbar, weitere Drohnenschutznetze zu errichten. Das schreibt die Onlinezeitung "Kyiv Independent" unter Berufung auf den Vize-Ministerpräsidenten Oleksiy Kuleba. Demnach werden die Netze auf einer Strecke von rund 600 Kilometern über wichtige Straßen gespannt, die etwa zur Evakuierung verwundeter Soldaten genutzt werden. 

+++ 23:12 Außenminister beraten über Ukraine-Hilfen +++

Die Außenminister der EU-Staaten kommen an diesem Montag zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs zu einem persönlichen Treffen in Brüssel zusammen. Ein Thema des Treffens ist auch die Lage im Ukraine-Krieg und dabei insbesondere die ungarische Blockade milliardenschwerer Finanzhilfen für das von Russland angegriffene Land. Auf das Darlehen in Höhe von bis zu 90 Milliarden Euro hatten sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten eigentlich bereits im Dezember des vergangenen Jahres geeinigt. Das Geld soll den dringendsten Finanzbedarf der Ukraine bis Ende 2027 decken und dem Land eine Fortsetzung seines Abwehrkampfes gegen Russland ermöglichen. Ungarn hat nun aber ein Veto gegen einen notwendigen EU-Beschluss für das Darlehen eingelegt und will es erst zurücknehmen, wenn der Konflikt um unterbrochene russische Öllieferungen über die Druschba-Pipeline beigelegt ist. 

+++ 22:00 Selenskyj: Putin gewinnt an Selbstvertrauen +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert insbesondere von den USA, mehr Druck auf Russland auszuüben. "Die Situation rund um den Iran bringt ihm zusätzliches Geld ein", schreibt Selenskyj auf X. Dies sei sehr gefährlich. "Es gibt Putin mehr Selbstvertrauen, dass er den Krieg [gegen die Ukraine] weiterführen kann."

+++ 20:58 Moskauer Prozess gegen deutschen Bildhauer neigt sich Ende zu +++

Das umstrittene Strafverfahren der russischen Justiz gegen den deutschen Bildhauer Jacques Tilly unter anderem wegen Beleidigung von Kremlchef Wladimir Putin geht an diesem Montag um 13.30 Uhr (Ortszeit, 11.30 Uhr MEZ) in Moskau weiter. Erwartet werden Plädoyers und eventuell auch ein Urteil. Vorgeworfen wird Tilly, gegen den in Abwesenheit verhandelt wird, vor allem Verunglimpfung der russischen Staatsorgane, zu denen neben Putin als Oberbefehlshaber der Streitkräfte auch Soldaten gehören. Tilly ist bekannt für bissig-satirische Mottowagen beim Rosenmontagszug in Düsseldorf und hat sich dabei mehrfach kritisch mit dem von Putin befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine auseinandergesetzt. Besonders ein Wagen im Jahr 2024 hat Ärger in Moskau ausgelöst: Figuren von Putin in Uniform und dem vor ihm knienden Patriarchen Kirill beim homosexuellen Oralverkehr.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.