Politik

Angriff auf den Iran im Liveticker+++ 02:31 Drei Unifil-Soldaten bei Beschuss im Libanon verletzt +++

07.03.2026, 00:01 Uhr

Infolge der Kämpfe im Libanon zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz sind drei Soldaten der UN-Beobachtermission Unifil in ihrem Stützpunkt verletzt worden. Ein Schwerverletzter sei zur Behandlung in ein Krankenhaus in der libanesischen Hauptstadt Beirut gebracht worden, die beiden anderen Verletzten würden in einer Unifil-Einrichtung behandelt, teilt die Mission der Vereinten Nationen mit. Ein Brand auf dem Stützpunkt im Südwesten des Libanons sei gelöscht worden.

+++ 01:49 Deutschland stellt rund 100 Millionen Euro für humanitäre Hilfe bereit +++

Die Bundesregierung stellt weitere knapp 100 Millionen Euro an humanitärer Hilfe für den Nahen Osten bereit. Das kündigt Außenminister Johann Wadephul an. "Wir sehen gerade im Libanon eine neue Dynamik und eine Dramatik mit vielen Binnengeflüchteten", sagt Bundesaußenminister Johann Wadephul. Man wolle in der gesamten Region Hilfe vor Ort leisten. "Die Situation, die durch den Krieg entsteht, ist teilweise dramatisch", sagt der CDU-Politiker. "Deshalb müssen wir auch darauf achten, dass aus vielen Binnenvertriebenen nicht eine neue Fluchtwelle entsteht."

+++ 00:50 Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz zweifelt an Trump-Vorgehen +++

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, vermisst einen klaren Plan der US-Regierung für den Iran-Krieg: "Negativ überrascht hat mich, dass die amerikanische Regierung weiterhin keinen halbwegs verlässlichen Plan kommunizieren kann, was das Ziel der Intervention im Iran ist", sagt Ischinger im "Stern". "Das Schlimmste, was passieren kann, ist, wenn man ohne klaren Plan, der auch mit den Verbündeten geteilt wird, in solche Operationen hineinstolpert."

+++ 23:40 Trump bei Zeremonie für im Iran getötete US-Soldaten +++

US-Präsident Donald Trump nimmt an diesem Samstag an einem Militärritual für sechs im Iran-Krieg getötete US-Soldatinnen und Soldaten teil. Die sterblichen Überreste der fünf Männer und einer Frau werden auf eine Luftwaffenbasis in Dover im US-Bundesstaat Delaware überführt. Die Militärangehörigen waren bei einem Drohnenangriff in Port Schuaiba in Kuwait getötet worden.

+++ 23:06 USA stellen Rückversicherung für Schiffsverkehr in Golfregion bereit +++

Die USA stellen eine Rückversicherung von bis zu 20 Milliarden Dollar für die Schifffahrt in der Golfregion bereit. Damit soll das Vertrauen der Reedereien, die Öl und Erdgas transportieren, während des Krieges gegen den Iran gestärkt werden, teilt die US-Entwicklungsbank DFC mit. Das Programm konzentriere sich zunächst auf Fracht- sowie Kasko- und Maschinenversicherungen für Schiffe, die bestimmte Kriterien erfüllen.

+++ 22:17 Hunderttausende Menschen im Nahen Osten auf der Flucht +++

Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) stuft die eskalierende Gewalt im Nahen Osten als großen humanitären Notfall ein. Sowohl im Libanon als auch im Iran seien in den ersten Tagen des Konflikts jeweils rund 100.000 Menschen vertrieben worden, teilt UNHCR-Direktor Ayaki Ito in Genf mit. Zudem seien Zehntausende syrische Flüchtlinge aus dem Libanon in ihr Heimatland zurückgekehrt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt angesichts der Massenflucht und des Mangels an sauberem Wasser vor dem Ausbruch von Krankheiten.

+++ 22:08 Irak meldet Raketenangriffe auf Flughafen von Bagdad, Explosionen in Erbil +++

Der Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad ist nach offiziellen Angaben mit Raketen angegriffen worden. Auf den Airport seien mehrere Raketen gefeuert worden, erklärt die irakische Regierung. Ein Sicherheitsvertreter teilt der Nachrichtenagentur AFP mit, zwei Raketen seien auf dem Gelände des nahe dem Flughafen gelegenen US-Militärstützpunkts Camp Victory eingeschlagen. Opfer gibt es demnach nicht. Zu dem Angriff bekannte sich die Gruppe Saraja Awlijaa al-Dam (Wächter des Blutes), die nach eigenen Angaben zu einem pro-iranischen Netzwerk gehört. Unterdessen wurde die Stadt Erbil von Explosionen erschüttert, wie ein AFP-Reporter vor Ort berichtet. Aus Sicherheitskreisen heißt es, über der Stadt seien Drohnen abgefangen worden, deren Trümmer nahe eines Hotels niedergegangen seien. Erbil ist die Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Nordirak.

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