Politik

Angriff auf den Iran im Liveticker+++ 21:50 Nahost-Krieg soll laut Weißem Haus vier bis sechs Wochen dauern +++

06.03.2026, 00:01 Uhr

Im Konflikt mit dem Iran geht das Weiße Haus mittlerweile von einer Kriegsdauer von vier bis sechs Wochen aus. Das sagt die Sprecherin der US-Regierung, Karoline Leavitt. "Und wir sind auf dem besten Weg, diese Ziele zu erreichen." In dem seit Samstag laufenden Krieg mit dem Iran änderte die US-Regierung damit zum wiederholten Mal ihre Einschätzung zur Kriegsdauer. Zu den zentralen Kriegszielen der USA gehören nach früheren Angaben die Zerstörung der iranischen Marine sowie ein Ende der Bedrohung durch Raketen und Atomwaffen. US-Präsident Donald Trump hatte Sonntag gesagt, er gehe von einem etwa vierwöchigen Krieg aus.

+++ 21:45 USA warnen vor Angriffen auf Hotels im Irak durch iranische Milizen +++

Die US-Botschaft im Irak warnt davor, dass iranische Terrormilizen bei Ausländern beliebte Hotels in der irakischen Region Kurdistan angreifen könnten. Amerikanische Bürger wurden dazu aufgerufen, das Land so bald wie möglich zu verlassen, wie aus einer Mitteilung der US-Botschaft im Irak hervorgeht. US-Bürger, die das Land nicht verlassen können, sollten sich "für längere Zeit an einem sicheren Ort aufhalten". Die Kurden im Iran stehen derzeit unter besonderer Beobachtung. Spekuliert wird, dass die USA kurdische Milizen bewaffnen und diese als lokale Söldner in den Iran entsenden könnten. Eine offizielle Bestätigung dazu gibt es bislang nicht.

+++ 21:36 Ischinger kritisiert fehlenden Plan der USA: "Wechseln Begründung wie manche ihr Hemd" +++

Mit deutlichen Worten kritisiert der ehemalige Spitzendiplomat Wolfgang Ischinger die US-Administration für einen fehlenden Plan im Iran-Krieg: "Ich bin negativ überrascht, dass die amerikanische Regierung weiterhin keinen halbwegs verlässlichen Plan kommunizieren kann, was das Ziel der Intervention im Iran ist", sagt er dem "Stern". "Das Schlimmste, was passieren kann, ist, wenn man ohne klaren Plan, der auch mit den Verbündeten geteilt wird, in solche Operationen hineinstolpert", so der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz. Am ersten Kriegstag habe Trump das Wort Regimewechsel in den Mund genommen. Davon sei jetzt nicht mehr die Rede, oder nur noch am Rande, so Ischinger. "Inzwischen hat Washington die Begründung für den Einsatz jedoch gewechselt, so wie manche das Hemd wechseln."

+++ 21:28 Italien schickt Marineschiff nach Zypern +++

Italien sendet angesichts der jüngsten Drohnenangriffe auf Zypern ein Marineschiff in Richtung der Mittelmeerinsel. Die Fregatte habe im süditalienischen Tarent abgelegt und solle in wenigen Tagen das Gebiet von Zypern erreichen, meldet die Nachrichtenagentur Ansa. In der Nacht zum Montag hatte eine Drohne iranischer Bauart den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern getroffen. Ein Regierungssprecher in London sprach von minimalen Schäden an einem Hangar. Es handelte sich den Angaben zufolge um eine Drohne vom Typ Shahed, die aber nicht vom Iran aus gestartet worden sei.

+++ 21:18 Insider: Kurdische Milizen planen mit israelischer Hilfe Angriff auf Iran +++

Iranisch-kurdische Milizen im Irak planen Insidern zufolge mit israelischer Hilfe einen Angriff auf die Islamische Republik. Israel bombardiere seit einiger Zeit Teile des westlichen Irans, um sie zu unterstützen, sagen drei mit den Gesprächen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Kämpfer hoffen demnach, den US-israelischen Krieg gegen den Iran auszunutzen, um Städte nahe der Grenze zu erobern. Genannt werden insbesondere die iranischen Städte Oschnawieh und Piranschahr. Laut zwei kurdischen und einem israelischen Insider laufen die Gespräche seit etwa einem Jahr. Den Angaben zufolge versammeln sich Tausende Kämpfer auf der irakischen Seite der Grenze und bereiten eine Offensive innerhalb einer Woche vor. Reuters konnte die Angaben zunächst nicht bestätigen.

+++ 21:00 Klinik, Sportzentren und zwei Schulen im Iran schwer beschädigt +++

Bei den Angriffen der USA und Israel auf den Iran sind auch zivile Einrichtungen getroffen worden, das ganze Ausmaß ist allerdings noch unklar. Unter den schwer beschädigten Gebäuden sind laut einem Bericht der BBC eine Klinik, zwei Schulen, sowie Sportzentren. Dies würden von BBC überprüfte Videos und Satellitenbilder belegen, heißt es. Eines der am Sonntag beschädigten Gebäude sei das Gandhi-Krankenhaus in Teheran. Demnach zeigen verifizierte Aufnahmen, wie Patienten, darunter ein Baby in einem Inkubator, aus dem Krankenhaus gebracht werden. Auf einem Video sind zudem umfassende Schäden am Gebäude und die mit Trümmern übersäte Umgebung zu sehen. Laut BBC zeigen Bilder auch Schäden an einem Schulgebäude in Urmia im Nordwesten des Iran. Bei der anderen Schule handelt es sich demnach um die Mädchenschule in Minab im Süden des Landes. Laut iranischen Behörden wurden dort am Samstagmorgen 168 Menschen getötet. Nach Angaben der "New York Times" wurde die Schule getroffen, während die US-Streitkräfte einen benachbarten Marinestützpunkt der iranischen Revolutionsgarden angriffen.

+++ 20:32 Israel wirft dem Iran Einsatz von Streubomben vor +++

Israel wirft dem Iran den Einsatz von Streubomben vor, einer international geächteten Waffe. Seit Beginn der iranischen Angriffe auf Israel am Samstag habe der Iran "zahlreiche Male" Streubomben eingesetzt, sagt der israelische Armeesprecher Nadav Shoshani. Ein Einsatz solcher Munition gegen Zivilisten sei ein Kriegsverbrechen, betont der Sprecher. Weder Israel noch der Iran gehören zu den mehr als einhundert Unterzeichnern der internationalen Konvention gegen Streumunition, die den Einsatz, die Weitergabe, die Produktion und die Lagerung von Streumunition verbietet. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 20:03 Söder ruft nach Förderung von deutschem Erdgas +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht sich dafür aus, die Erdgasförderung in Deutschland voranzutreiben. Der aktuelle Konflikt im Nahen Osten belege die Notwendigkeit dafür, sagt der CSU-Politiker dem "Münchner Merkur": "Wir müssen in Deutschland endlich selbst mehr eigene Energie produzieren. Nur so werden wir bei der Energieversorgung unabhängiger." Der CSU-Chef verweist auf Erdgasvorräte in Norddeutschland, die "für mehrere Jahrzehnte" reichen würden. "Wir müssten sie nur nutzen", meint Söder.

+++ 19:46 Frankreich verlegt Hubschrauberträger in Krisenregion +++

Angesichts des Iran-Kriegs verlegt Frankreich neben dem Flugzeugträger "Charles de Gaulle" auch einen amphibischen Hubschrauberträger Richtung Mittelmeer. Dieser solle die von Paris bereits entsandten militärischen Kräfte verstärken, teilt der Generalstab der Streitkräfte mit. Begleitet wird der Hubschrauberträger "Tonnerre" von einer französischen Fregatte. Ein weiterer französischer Hubschrauberträger befindet sich bereits im Rahmen einer anderen Mission im Nahen Osten. Mit dem Flugzeugträger, der am Wochenende in der Region erwartet wird, befinden sich dann drei der größten französischen Kriegsschiffe in der Konfliktregion.

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Hier ist die "Tonnerre" im Jahr 2023 zu sehen. (Foto: picture alliance / Hans Lucas)

+++ 19:32 Hisbollah und israelische Armee verstärken gegenseitige Angriffe +++

Am siebten Tag des Iran-Kriegs verstärken die israelische Armee und die Hisbollah im Libanon ihre gegenseitigen Angriffe. Die israelischen Streitkräfte flögen "Angriffe auf Infrastrukturen der Hisbollah" im südlichen Beiruter Vorort Dahijeh, teilt die Armee mit. Libanesischen Medien zufolge galten israelische Angriffe zudem der Stadt Tyros. Dort ist mindestens ein Mensch getötet worden. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP vor Ort sah, wie Rettungskräfte mindestens eine Leiche bargen. Die Hisbollah feuerte nach israelischen Angaben allein an diesem Freitag 70 Raketen auf Israel ab. Nach dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran am Samstag hatte sich der Krieg am Montag auf den Libanon ausgeweitet. Die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz Raketen feuerte Raketen auf Israel, daraufhin beschoss die israelische Armee Ziele im Libanon.

+++ 19:20 IEA-Chef warnt davor, wieder auf russische Energie zu setzen +++

Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA) warnt die EU-Länder davor, angesichts steigender Preise wieder verstärkt auf Öl- und Gaslieferungen aus Russland zu setzen. Einer von Europas historischen Fehlern sei es gewesen, sich bei der Energieversorgung vor allem auf Russland zu verlassen, sagt Fatih Birol in Brüssel. Nach seiner Einschätzung ist der Anstieg der Ölpreise infolge des Iran-Kriegs nicht auf einen grundsätzlichen Mangel zurückzuführen. "Es gibt genügend Öl. Es gibt keine weltweite Ölknappheit", erklärt Birol. Das Problem sei die Störung der Ölversorgung wegen Logistikproblemen. Derzeit passieren aus Sorge vor Angriffen des Irans kaum noch Schiffe die Straße von Hormus. Die Meerenge ist die einzige Verbindung des Persischen Golfs mit den Weltmeeren. Am Golf von Persien liegen bedeutende Ölförderländer. Derweil kündigt Moskau an, in Kürze einen Teil der russischen Flüssiggaslieferungen von Europa nach Asien umleiten.

+++ 19:02 Öl-Preis steigt auf höchsten Stand seit fast zwei Jahren +++

Der Öl-Preis ist vor dem Hintergrund der militärischen Eskalation im Nahen Osten weiter in die Höhe geschnellt. Am Freitagnachmittag kostete ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent zeitweise 91,89 Dollar - ein Anstieg um mehr als sieben Prozent seit Handelsbeginn und der höchste Stand seit April 2024. Die US-Sorte WTI legte um mehr als zehn Prozent auf 89,15 Dollar zu. Seit Beginn des Iran-Kriegs wurden mehrere Einrichtungen der Energieinfrastruktur angegriffen. Zudem ist die Straße von Hormus weiterhin de facto gesperrt, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports verläuft. Die Meerenge zwischen der arabischen Halbinsel und dem Iran wird vom iranischen Militär kontrolliert.

+++ 18:36 Merz verteidigt sein Auftreten: "Wenn Kameras laufen, werde ich nicht mit US-Präsidenten streiten" +++

Kanzler Merz verteidigt sein Agieren beim Besuch des Weißen Hauses. "Wenn da die Kameras laufen, dann werde ich nicht anfangen, mit dem amerikanischen Präsidenten zu streiten", sagt er. Der ein oder andere habe ihm vorgeworfen, zu freundlich gewesen zu sein. Er konzentriere sich bei den Beziehungen zu den USA weiter auf die gemeinsamen Werte, erklärt Merz. Bei der Verteidigung des europäischen Kontinents "sind und bleiben wir auf Zeit auf die Amerikaner angewiesen". US-Präsident Trump hatte im Beisein von Merz unter anderem die spanische Regierung scharf kritisiert, weil diese den USA nicht erlaubt hatte, Militärstützpunkte in Spanien für den Krieg gegen den Iran zu nutzen. Spanien verhalte sich "furchtbar" und "sehr unkooperativ", sagte Trump. Auch drohte er, "alle Deals" mit Madrid einzustellen, ohne dies näher zu erläutern. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 18:24 Rubio rechnet noch mit mehreren Wochen Krieg +++

US-Außenminister Marco Rubio geht laut einem Medienbericht davon aus, dass der Krieg im Iran noch mehrere Wochen dauern wird. Das teilte er arabischen Außenministern in einer Reihe von Telefonaten mit, wie das Portal "Axios" unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet. Rubio sagte demnach, der derzeitige Fokus der Angriffe liege auf den Raketenwerfern, Lagerbeständen und Fabriken des Irans. US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag gesagt, er gehe von einem etwa vierwöchigen Krieg aus: "Es wird vier Wochen dauern - oder weniger."

+++ 18:16 Libanon: Mehr als 200 Tote nach Angriffen Israels +++

Im Zuge der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah sind im Libanon nach Behördenangaben bereits 217 Menschen getötet worden. 798 Menschen wurden bisher verletzt, wie das Gesundheitsministerium in Beirut mitteilt. Die Hisbollah hatte am Montag in Reaktion auf die Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei begonnen, Raketen auf Ziele in Israel zu feuern. Das israelische Militär reagiert seitdem mit erneut umfangreichen Luftangriffen in mehreren Teilen des Landes. Zehntausende Menschen wurden zur Flucht aufgerufen. Nach Angaben des Norwegischen Flüchtlingsrats sind im Libanon 300.000 Menschen durch israelische Angriffe vertrieben worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 17:44 Produktion auf US-betriebenem Ölfeld im Irak laut Behörden gestoppt +++

Die Produktion auf einem von der US-Firma HKN Energy betriebenen Ölfeld im Irak ist nach Angaben irakisch-kurdischer Behörden nach einem Angriff eingestellt worden. Am Donnerstag habe eine "im Irak verbotene Gruppe einen terroristischen Angriff" auf das Feld des Unternehmens in der Provinz Dohuk ausgeführt, erklärt das Rohstoffministerium der Autonomen Region Kurdistan im Norden des Iraks. Dabei sei das Feld beschädigt und die "Produktion eingestellt" worden. Kurdistan ist vom Kriegsgeschehen im Nahen Osten betroffen: Die Region leidet vor allem unter Drohnenangriffen auf US-Stützpunkte und -interessen vor Ort. Mehrere vom Iran gestützte, bewaffnete Gruppen, die im Irak unter dem Namen Islamischer Widerstand bekannt sind, machen tägliche solche Attacken geltend.

+++ 17:36 Bericht: Kuwait drosselt Ölproduktion wegen voller Lager +++

Kuwait fährt einem Medienbericht zufolge die Produktion auf einigen Ölfeldern zurück, weil die Lagerkapazitäten für Rohöl erschöpft sind. Das berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das Gründungsmitglied der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) diskutiert demnach, seine Produktions- und Raffineriekapazitäten weiter zu begrenzen. Die Förderung soll auf das Niveau reduziert werden, das zur Deckung des heimischen Verbrauchs nötig ist. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Bericht zunächst nicht überprüfen.

+++ 17:16 Trump offen für religiöse Führung im Iran nach Kriegsende +++

US-Präsident Trump kann sich nach Kriegsende auch einen religiösen Führer im Iran vorstellen. "Es hängt davon ab, wer diese Person ist. Ich habe nichts gegen religiöse Führer. Ich habe mit vielen religiösen Führern zu tun, und sie sind fantastisch", sagt Trump gegenüber CNN. Erneut erklärt Trump, über die neue Führung des Iran mitentscheiden zu wollen. Auf die Frage, ob er darauf bestehe, dass es einen demokratischen Staat geben müsse, antwortet Trump: "Nein, ich sage, dass es einen Führer geben muss, der fair und gerecht ist. Der gute Arbeit leistet. Der die Vereinigten Staaten und Israel gut behandelt und auch die anderen Länder im Nahen Osten - sie sind alle unsere Partner."

+++ 17:05 Bundeswehr zieht weitere Soldaten aus Nahost ab +++

Die Bundeswehr zieht weitere Soldaten aus der Region rund um den Iran ab. Aufgrund der Sicherheitslage würden Soldaten im Rahmen des Unifil-Einsatzes im Libanon abgezogen, sagt ein Sprecher der Bundeswehr. In Erbil im Irak war die Zahl der Soldaten bereits deutlich reduziert worden. Einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland zufolge sind Soldaten aus Bahrain bereits abgezogen worden, in Kuwait werde dies vorbereitet. Zudem seien Soldaten und Botschaftsmitarbeiter von Bagdad nach Jordanien gebracht worden. Dazu äußert sich der Bundeswehr-Sprecher nicht. In der gesamten Region waren zuletzt etwa 500 Bundeswehrsoldaten stationiert, im Wesentlichen im Irak und Jordanien.

+++ 16:46 Sánchez hält Iran-Krieg für "schweren Fehler" +++

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez reagiert erneut auf die scharfen Attacken von US-Präsident Donald Trump und bezeichnet den Iran-Krieg als "schweren Fehler". "Ich glaube, dass es zwischen verbündeten Ländern gut ist zu helfen, wenn man Recht hat, und auch darauf hinzuweisen, wenn man Unrecht hat oder einen Fehler begeht, was hier der Fall ist", sagt Sánchez. Dieser Fehler werde "uns alle" teuer zu stehen kommen, wie schon jetzt durch steigende Energiepreise, warnt Sánchez. Erneut wirft er Israel und den USA vor, mit ihren Angriffen auf den Iran das Völkerrecht zu brechen. 

+++ 16:38 Griechenland will Patriot-System zum Schutz Bulgariens verlegen +++

Griechenland plant die Verlegung eines Luftabwehrsystems vom Typ Patriot in den Norden des Landes, um Nachbar Bulgarien bei der Verteidigung gegen mögliche Angriffe aus dem Iran zu unterstützen. Das Patriot-System werde "in den nächsten Stunden" verlegt, "um einen Großteil des bulgarischen Territoriums vor Raketenangriffen zu schützen", sagt der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias im griechischen Fernsehen. Griechenland werde "jede mögliche Unterstützung für Bulgariens ballistische Raketenabwehr gegen den Iran" bereitstellten, betont er. Neben dem Patriot-System werden auch zwei Kampfjets vom Typ F-16 an einen Luftwaffenstützpunkt im Norden Griechenlands verlegt, um Bulgarien beim Schutz seines Luftraums zu unterstützen.

+++ 16:35 USA widersprechen Teheran: Kein Drohnentreffer gegen Flugzeugträger +++

Der in der Golfregion eingesetzte US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" ist nach US-Angaben nicht von einer iranischen Drohne getroffen worden. "Die Berichte stimmen nicht", erklärt ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums mit Blick auf entsprechende Meldungen des iranischen Staatsfernsehens vom Vortag. Die iranischen Revolutionsgarden hatten dem Staatsfernsehen zufolge das US-Kriegsschiff mit Drohnen getroffen.

+++ 16:24 Kurdische Kämpfer im Irak melden iranische Angriffe +++

Nach kurdischen Angaben greift der Iran erneut Stellungen der iranisch-kurdischen Opposition im Nordirak an. "Unsere Stellungen werden vom iranischen Feind angegriffen", sagt ein Vertreter der Demokratischen Partei Iranisch-Kurdistans. "Nach einem Angriff heute Morgen wurden unsere Stützpunkte vor 20 Minuten erneut mit sechs Drohnen attackiert", führt er aus. Der Angriff dauere an. Teheran hatte für den Fall eines Eindringens kurdischer Kämpfer aus dem Nordirak in den Iran mit Angriffen auf "alle Einrichtungen" im Nachbarland gedroht. US-Präsident Trump hatte zuvor gesagt, er wolle keine US-Bodentruppen in den Iran schicken, würde jedoch eine Offensive iranisch-kurdischer Kämpfer befürworten. Das Weiße Haus wies Medienberichte zurück, wonach die USA kurdische Milizen mit Waffen unterstützen wollten, um einen Aufstand im Iran zu provozieren.

+++ 16:16 Israels Armee meldet neue Angriffswelle auf Iran +++

Israels Armee greift laut eigenen Angaben erneut Ziele im Iran an. Das israelische Militär spricht von der "15. Angriffswelle". Dabei nehme die Armee Infrastruktur der iranischen Führung in Teheran und Isfahan ins Visier, heißt es weiter. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. In Teheran im Norden des Irans leben rund neun Millionen Menschen, in der gesamten Metropolregion mit ihren Vorstädten sind es schätzungsweise bis zu 15 Millionen. Isfahan liegt im Zentrum des Landes, in der Stadt leben rund zwei Millionen Menschen.

+++ 16:10 Auswärtiges Amt spricht von "erheblicher Rückbewegung nach Deutschland" +++

Ein Sprecher des Auswärtigen Amts spricht in Bezug auf die bislang eingeschränkten Rückreisemöglichkeiten aus Nahost nach Deutschland von "einer ziemlichen Entspannung". Am Donnerstag habe es insgesamt 60 kommerzielle Flüge aus Nahost Richtung Europa gegeben, mit entsprechenden Weiterreise-Möglichkeiten. Auch hätten mehr als 2000 Passagiere von deutschen Kreuzfahrtschiffen die Vereinigten Arabischen Emirate verlassen können. Insofern gebe es "eine erhebliche Rückbewegung nach Deutschland", betont der Sprecher.

+++ 16:03 Zweiter Evakuierungsflug für Deutsche gelandet +++

Der zweite von der Bundesregierung organisierte Evakuierungsflug für in Nahost festsitzende Reisende ist in Deutschland eingetroffen. Nach Informationen des Flughafens Frankfurt am Main landete die Maschine der Fluggesellschaft Condor dort kurz vor 11 Uhr. Das Flugzeug kam aus Maskat in Oman und war in der Nacht im ägyptischen Hurghada zwischengelandet. An Bord waren über 200 Menschen, wie Bundesaußenminister Johann Wadephul bekannt gibt. Eigentlich war der Flug bereits am Donnerstagabend in Deutschland erwartet worden. Der Abflug hatte sich jedoch erheblich verzögert. Eine weitere Sondermaschine soll am Freitagabend aus dem Oman nach Frankfurt fliegen, eine vierte am Samstag in Riad landen, um dort Deutsche abzuholen. Der Minister verweist zudem auf eine steigende Zahl von Flügen privater Reiseanbieter. Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten würden am Freitag neun solche Flüge nach Deutschland gehen.

+++ 15:52 Merz warnt vor "weitreichenden Folgen" von längerem Krieg +++

Kanzler Friedrich Merz warnt vor unkontrollierbaren Folgen durch eine lange Kriegsdauer im Iran. "Eine dauerhafte Fortführung dieses Krieges wäre nicht in unserem Interesse. Gleiches gilt auch für den möglichen Zusammenbruch der iranischen Staatlichkeit oder auf dem iranischen Boden ausgetragener Stellvertreterkonflikte", sagt der CDU-Chef. Solche Szenarien könnten "weitreichende Folgen" für Europa haben, "unter anderem auch für die Sicherheit, für die Energieversorgung und für die Migration". Die Bundesregierung teile die Ziele der USA und Israels, die gegen das iranische Nuklear- und Raketenprogramm sowie die iranische Bedrohung Israels und seiner Nachbarn gerichtet seien. "Das iranische Volk hat das Recht, frei über sein Schicksal zu entscheiden", sagt der Kanzler. Mit zunehmender Dauer und der Ausweitung der Kampfhandlungen würden aber die Risiken wachsen, für Israel ebenso wie die gesamte Golfregion.

+++ 15:43 Iran scheint geschwächt: "Angriffspausen immer länger" +++

Korrespondentin Alexandra Callenius berichtet aus Tel Aviv, dass es weniger Luftalarm in Israel gebe. Berichten zufolge sollen 60 Prozent der iranischen Raketenabschusssysteme kaputt sein. Trotzdem würden Raketen immer wieder durchkommen. Israel wolle sich nun mehr auf personelle Ziele fokussieren.

+++ 15:17 Trump fordert "bedingungslose Kapitulation" des Iran +++

US-Präsident Donald Trump fordert eine bedingungslose Kapitulation des Iran. "Es wird kein Abkommen mit dem Iran geben, außer eine bedingungslose Kapitulation", schreibt er auf Truth Social. "Danach und nach der Auswahl eines großartigen und annehmbaren Führers (oder Führern) werden wir und viele unserer wunderbaren und sehr mutigen Verbündeten und Partner unermüdlich daran arbeiten, den Iran vom Rand der Zerstörung zurückzuholen und ihn wirtschaftlich größer, besser und stärker als je zuvor zu machen." Trump ergänzt, der Iran werde eine großartige Zukunft haben. "Make Iran great again", schreibt der US-Präsident inmitten des Kriegs. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 15:10 Moskau soll Teheran Informationen zu US-Zielen liefern +++

Einem Bericht der "Washington Post" zufolge gibt es Hinweise, dass Russland den Iran im Krieg mit den USA und Israel mit Geheimdienstinformationen unterstützt. Russland liefere dem Iran Informationen zu Zielen, um amerikanische Streitkräfte im Nahen Osten anzugreifen, erklären demnach drei mit den Informationen vertraute Offizielle, die anonym bleiben wollen. Darunter seien Standorte von US-Kriegsschiffen und Flugzeugen. Zudem sagen zwei der Offiziellen, dass China trotz der engen Beziehungen zwischen den beiden Ländern offenbar nicht zur Verteidigung des Iran beitrage. Weder die russische Botschaft, noch die chinesische Botschaft in Washington reagierte auf eine Anfrage der "Washington Post" nach einer Stellungnahme. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:40 Sharma: Kurdengruppe stellt zwei Forderungen für Einmarsch +++

Reporterin Kavita Sharma berichtet aus Erbil, dass ein Bündnis von sechs kurdischen Gruppen zwei klare Forderungen an die USA stellt, bevor sie im Iran zu Boden eingreifen würden. Für einen Angriff müssten die Kämpfer mit schweren Waffen ausgestattet, und eine Flugverbotszone eingerichtet werden.

+++ 14:33 Irans Präsident: Einige Länder beginnen Vermittlungsbemühungen +++

Dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian zufolge haben einige Länder Vermittlungsbemühungen aufgenommen. "Unsere Antwort an sie ist klar: Wir setzen uns für einen dauerhaften Frieden in der Region ein", erklärt Peseschkian. Die iranische Führung zögere aber auch nicht, "die Würde und Autorität unseres Landes zu verteidigen".

+++ 14:25 Iran greift erneut Ziele in der Golfregion an +++

Der Iran greift erneut verschiedene Ziele in der Golfregion an. Die iranischen Revolutionsgarden erklären, sie hätten US-Radarsysteme in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien und Katar zerstört. Die Armee erklärt laut iranischem Staatsfernsehen, US-Militärstützpunkte in Kuwait angegriffen zu haben. Die Angriffe würden in den kommenden Stunden fortgesetzt. In Kuwait-Stadt und in Bahrains Hauptstadt Manama waren nach Angaben von AFP-Journalisten Explosionen zu hören. Die Luftverteidigung sei gegen Raketen- und Drohnenangriffe im Luftraum von Kuwait im Einsatz, erklärt das Verteidigungsministerium.

+++ 14:13 Israels Militär: 50 Jets haben Chameneis Bunker in Teheran beschossen +++

Dem israelischen Militär zufolge haben 50 Kampfjets die unterirdischen Bunker des Obersten Führers in Teheran beschossen. Der Bunker habe Ali Chamenei gedient, der am Samstag bei Angriffen der USA und Israels getötet wurde. Die Anlage werde aber noch immer von Angehörigen der iranischen Führung genutzt, teilt das israelische Militär mit.

+++ 13:58 Neue israelische Angriffe auf Vorstädte Beiruts +++

Die südlichen Vorstädte Beiruts sind am Vormittag zum Ziel erneuter israelischer Angriffe geworden. Auch aus dem Libanon flogen wieder Raketen in Richtung Israel. Bei einem israelischen Angriff auf ein Wohnhaus in der libanesischen Küstenstadt Sidon kamen nach Angaben von Behörden im Libanon fünf Menschen ums Leben, sieben weitere wurden demnach verletzt. Bei einem der Toten soll es sich nach Angaben von Sicherheitskreisen um ein Hamas-Mitglied gehandelt haben.

+++ 13:43 Iran droht mit Angriffen auf Nordirak im Falle von Eindringen kurdischer Kämpfer +++

Für den Fall eines Eindringens kurdischer Kämpfer aus dem Nordirak in den Iran hat die Führung in Teheran mit Angriffen auf "alle Einrichtungen" im Nachbarland gedroht. "Bisher wurden nur Stützpunkte der USA und Israels sowie von separatistischen Gruppen der Region ins Visier genommen", heißt es nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Mehr in einem Schreiben des iranischen Verteidigungsrates. Wenn aber kurdische Kämpfer womöglich in den Iran eindringen würden, dann wären "alle Einrichtungen der Region des kurdischen Irak das Ziel" von Angriffen.

+++ 13:15 Kleim: Trotz US-Bomben: Iran würde "Demonstranten niedermähen" +++

Die massiven Angriffe auf den Iran von USA und Israel gehen weiter. Die Verteidigungsanlagen des Landes sind größtenteils zerstört, der Krieg geht damit in die zweite Phase, wie USA-Korrespondent Peter Kleim berichtet. Doch an einer entscheidenden Stelle fehle den USA eine Strategie.

+++ 12:47 Iran meldet Angriff auf Öltanker "in US-Besitz" vor Kuwait +++

Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen Öltanker angegriffen. Das Schiff "in US-Besitz" sei vor der Küste Kuwaits attackiert worden und stehe in Flammen, berichtet der staatliche Rundfunk unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier "Chatam Al-Anbija", das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. Außerdem seien wieder Ziele in Israel und US-Stellungen in den Golfstaaten mit fortschrittlichen Raketen angegriffen worden, heißt es in einem Bericht des Rundfunks. Dabei sei auch die Rakete vom Typ "Chorramshahr 4" mit einem Zwei-Tonnen-Gefechtskopf zum Einsatz gekommen.

+++ 12:22 Lufthansa: Linienflug nach Riad abgebrochen +++

Die Lufthansa hat einen geplanten Linienflug aus der saudischen Hauptstadt Riad kurzfristig abgesagt. Der Kapitän habe in Rücksprache mit der Zentrale entschieden, nach Kairo abzudrehen, sagt Lufthansa-Chef Carsten Spohr in Frankfurt. "Sicherheit geht vor." Das Flugzeug werde auch nicht nach Riad weiterfliegen, so Spohr weiter. Derartige Situationen werde man in den kommenden Wochen noch häufiger sehen. Hintergrund ist die angespannte Sicherheitslage in der Region. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 11:59 Israel: Mehr als 1600 Verletzte durch Iran-Krieg +++

Seit Beginn des Iran-Kriegs sind laut Israels Gesundheitsministerium im Land mehr als 1600 Verletzte in Krankenhäusern behandelt worden. Berichten zufolge sind darunter neben durch Raketenangriffe Verletzte auch viele Menschen, die sich auf dem Weg in Schutzräume verletzt haben. Zudem werden demnach auch Personen gezählt, die wegen Angstzuständen, ausgelöst durch die Angriffe, behandelt wurden.

+++ 11:31 Universitäten im Iran stellen Betrieb ein +++

Im Iran sind die Universitäten wegen des Kriegs bis auf Weiteres geschlossen worden. Der Betrieb sei vollständig eingestellt worden, berichtete das Onlineportal "Eslahat-News", das der Reformbewegung nahesteht, unter Berufung auf das Wissenschaftsministerium. Weder Unterricht in Präsenz noch Online-Lehre werde stattfinden, hieß es.

+++ 11:14 Über 1300 Menschen im Iran getötet +++

Seit Beginn der Angriffe von Israel und USA wurden im Iran mindestens 1332 Personen getötet. Das teilte der iranische rote Halbmond mit. In der Nacht wurden in der Provinz Fars bei einem Angriff 20 Menschen getötet und 30 Personen verletzt. 

+++ 10:47 Iranische Angriffe treffen US-Raketenabwehr +++

Die iranischen Gegenschläge in der Golf-Region haben einem CNN-Bericht zufolge mehrere Schlüsselstellungen der US-amerikanischen Raketenabwehr beschädigt. Hochauflösende Satellitenaufnahmen belegten unter anderem Treffer an einem THAAD-Standort in Jordanien, heißt es bei CNN. Das Hightech-Luftabwehrsystem THAAD ist deutlich leistungsstärker als die bekannten Patriot-Batterien und soll ballistische Mittelstreckenraketen nicht erst im Endanflug vor dem Ziel, sondern bereits während des Anflugs in großer Höhe abschießen. Die dem Sender vorliegenden Aufnahmen zeigen Spuren größerer Einschläge an verschiedenen US-Basen in der Region. "Die Aufnahmen legen nahe, dass der Iran darauf abzielt, die Luftverteidigung durch Angriffe auf US-Radaranlagen zu schwächen."

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Start einer Abwehrrakete aus einer THAAD-Batterie (Archivbild). (Foto: picture alliance / abaca)

+++ 10:25 Bahrain: Iranische Angriffe treffen Hotel und Wohngebäude +++

Bei mutmaßlich iranischen Angriffen auf Bahrain sind mehrere zivile Gebäude beschädigt worden. Wie das Innenministerium des Golfstaats mitteilt, wurden zwei Wohnhäuser und ein Hotel in der Hauptstadt Manama zum Ziel "iranischer Aggression". In einem der Gebäude sei ein Wohnungsbrand gelöscht worden. Tote oder Verletzte habe es keine gegeben.

+++ 10:06 Explosionen in Tel Aviv +++

Infolge einer neuen iranischen Angriffswelle auf Israel am siebten Tag des Iran-Krieges sind in Tel Aviv Explosionen zu hören gewesen. Reporter berichten am Morgen von acht Explosionen in der israelischen Küstenstadt, nachdem die israelische Armee erneuten Raketenbeschuss durch den Iran gemeldet hatte. Nach Angaben des Rettungsdiensts Magen David Adom wurden zunächst keine Opfer gemeldet. Die israelische Armee habe "Raketen identifiziert, die aus dem Iran in Richtung des israelischen Staatsgebiets abgefeuert wurden", erklären die Streitkräfte. Die Luftabwehr sei im Einsatz, "um die Bedrohung abzuwehren".

+++ 09:48 Hegseth: Haben keinen Munitionsmangel +++

Die USA haben laut Verteidigungsminister Pete Hegseth anders als von verschiedenen Medien berichtet keinen Mangel an offensiven oder defensiven Waffen. "Wir haben keinen Mangel an Munition", sagt Hegseth. "Unsere Bestände an defensiven und offensiven Waffen ermöglichen es uns, diese Kampagne so lange aufrechtzuerhalten, wie wir es müssen."

+++ 09:24 Zypern drängt nach Drohnenangriff auf Nato-Mitgliedschaft +++

Angesichts des Drohnenangriffs auf Zypern wird auf der EU-Inselrepublik ein Beitritt zur Nato diskutiert. "Wenn es möglich wäre, würden wir sogar morgen einen Antrag einreichen", sagt Präsident Nikos Christodoulidis dem griechischen Sender Skai. Er erklärt zugleich, dass Zypern bereits Vorbereitungen für einen möglichen Nato-Beitritt treffe. Auf militärischer, operativer und administrativer Ebene werde daran gearbeitet, damit das Land handeln könne, "sobald die politischen Bedingungen dies zuließen". Christodoulidis betont jedoch, dass ein solcher Schritt derzeit nicht umgesetzt werden könne. Grund sei die langjährige Haltung der Türkei, die als Nato-Mitglied einen Beitritt Zyperns ablehnt. Über neue Mitglieder entscheidet das Bündnis einstimmig

+++ 09:02 Israelische Armee zerstört Raketen-Abschussrampen +++

Das israelische Militär hat in der vergangenen Nacht mehrere iranische Abschussrampen für Raketen zerstört. Insgesamt sechs entsprechende Vorrichtungen seien ausgeschaltet worden, teilen die IDF mit. In den jüngsten Angriffen im Iran seien zudem drei "hochmoderne iranische Verteidigungssysteme" zerstört zu haben.

+++ 08:40 Israel attackiert Hisbollah-Hochburgen +++

Bei ihren jüngsten Angriffen auf Ziele in mehreren Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut hat Israels Luftwaffe Armeeangaben zufolge in der Nacht unter anderem eine Kommandozentrale der Hisbollah ins Visier genommen. Außerdem seien zehn Hochhäuser angegriffen worden, in denen sich militärische Infrastruktur der Miliz befunden habe, teilte Israels Militär am Morgen mit. Ein weiteres Ziel sei ein Drohnenlager gewesen. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Israels Armee hatte zuvor am Donnerstagnachmittag die Bewohner der betroffenen Beiruter Vororte aufgefordert, diese zu verlassen. Es war das erste Mal, dass Israels Militär eine Warnung für ein Gebiet dieser Größe in der Gegend ausgab. Die betroffenen Viertel gelten als Hochburg der Hisbollah. Sie sind aber auch dicht besiedelte Wohngebiete.

+++ 08:25 Emirates und Etihad nehmen Flugbetrieb eingeschränkt wieder auf +++

Die Fluggesellschaften Emirates und Etihad Airways nehmen den Flugbetrieb von ihren Drehkreuzen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) in begrenztem Umfang wieder auf. Emirates teilte mit, bis auf Weiteres 82 Destinationen zu bedienen. Passagiere, die am Drehkreuz Dubai umsteigen, würden jedoch nur befördert, wenn ihr Anschlussflug gesichert sei. Die in Abu Dhabi ansässige Etihad kündigte an, bis zum 19. März einen eingeschränkten Flugplan anzubieten. Angeflogen werden rund 70 Ziele, darunter Frankfurt, London und Paris.

+++ 08:11 Evakuierungsflug für Deutsche auch aus Saudi-Arabien geplant +++

Die Bundesregierung will bei ihrer Evakuierungsaktion für Deutsche aus der Golf-Region neben den Sonderflügen aus dem Oman auch einen Flug aus Saudi-Arabien anbieten. "Wir sind derzeit auch in den Planungen für einen vierten Sonderflug, dann aus Riad in Saudi-Arabien", sagt Bundesaußenminister Johann Wadephul. Geprüft werde auch, ob weitere Sonderflüge "notwendig sind und möglich sind". Im Zuge der Evakuierungsaktion war am Donnerstagmorgen eine erste Maschine aus Maskat in Oman in Frankfurt am Main gelandet. An Bord des Airbus A340 der Lufthansa waren laut Wadephul mehr als 250 Menschen.

+++ 07:50 Iran will Gegenangriffe ausweiten +++

Irans Streitkräfte haben knapp eine Woche nach Kriegsbeginn eine Ausweitung ihrer Gegenangriffe angekündigt. In den kommenden Tagen werde der Feind intensiver und umfangreicher angegriffen, berichtet der staatliche Rundfunk unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier "Chatam Al-Anbija", das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. Die iranische Militärführung berichtet unterdessen über Angriffe mit Kamikazedrohnen auf den Luftwaffenstützpunkt Ramat David und eine Radarstation in Israel, einen US-Stützpunkt in Kuwait sowie im irakischen Erbil.

+++ 07:33 Saudi-Arabien holt iranische Drohnen vom Himmel +++

Saudi-Arabien hat am siebten Tag des Iran-Kriegs nach eigenen Angaben drei Drohnen östlich der Hauptstadt Riad abgefangen. Sie seien zerstört worden, erklärt das saudi-arabische Verteidigungsministerium bei X. Zuvor hatte das Ministerium bereits mitgeteilt, drei ballistische Raketen abgefangen und zerstört zu haben. Sie seien in Richtung des Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkts abgefeuert worden.

+++ 07:05 Trump will neuen Chamenei verhindern +++

Der US-Präsident Donald Trump pocht auf eine Beteiligung bei der Findung einer neuen Staatsführung im Iran. "Wir müssen in der Lage sein, mit vernünftigen und rationalen Menschen umzugehen", erklärt Trump dem "Time"-Magazin. "Eine meiner Forderungen wird sein, dass ich bei der Auswahl eines neuen Führers mitwirken kann", sagt er. "Ich mache das nicht mit, um am Ende wieder einen Chamenei zu bekommen. Ich möchte an der Auswahl beteiligt sein. Sie können wählen, aber wir müssen sicherstellen, dass es jemand ist, der für die Vereinigten Staaten akzeptabel ist."

+++ 06:43 Mehr Macht im Krieg für Irans Führungstrio +++

Nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts ist dem für die Übergangszeit ernannten Führungstrio mehr Macht gewährt worden. Dem provisorischen Führungsrat seien unter anderem die Befugnisse zur Erklärung von Frieden und Krieg übertragen worden, berichtet das iranische Onlineportal Didban. Der Rat, dem Präsident, Justizchef und ein Geistlicher angehören, sollen außerdem Militärvertreter und Polizeioffiziere ernennen und absetzen können. Die Entscheidung dafür traf der sogenannte Schlichtungsrat, ein wichtiges Schiedsorgan im iranischen Machtapparat. Dem aktuellen Führungstrio gehören Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie der Kleriker Aliresa Arafi an. Sie leiten die Staatsgeschäfte, bis ein neuer Religionsführer ernannt ist.

+++ 06:16 Trump: "Kompletter Abriss des Feindes" +++

US-Präsident Donald Trump hat sich positiv über das Fortlaufen des Krieges gegen den Iran geäußert. Man sei dabei, den "kompletten Abriss des Feindes weit vor dem Zeitplan zu vollziehen", so Trump. "Wir zerstören jede Stunde mehr Raketen und Drohnen des Iran und schalten sie aus, wie es niemand für möglich gehalten hätte", behauptet der US-Präsident.

+++ 05:55 Israel greift erneut Ziele in Teheran an - Explosionen in iranischer Hauptstadt +++

Israel hat am frühen Morgen erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen. Die israelischen Streitkräfte sprechen von "Angriffen gegen die iranische Terrorregime-Infrastruktur in Teheran". Das iranische Staatsfernsehen spricht von Explosionen in mehreren Gebieten der Stadt. Katar erklärt am Morgen, einen Drohnenangriff gegen den US-Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid abgewehrt zu haben. Al-Udeid ist der größte US-Stützpunkt im Nahen Osten.

+++ 05:37 Italien schließt Botschaft in Teheran +++

Italien hat wegen des Iran-Kriegs seine Botschaft in der Hauptstadt Teheran vorübergehend geschlossen. Außenminister Antonio Tajani begründet dies am Abend in Rom mit Sicherheitsgründen. Das Personal sei bereits ins Nachbarland Aserbaidschan in die dortige Hauptstadt Baku verlegt worden. Eine Gruppe von etwa 50 Diplomaten und anderen Italienern habe den Iran bereits verlassen.

+++ 04:44 Blatt: Emirate erwägen Einfrieren iranischer Vermögenswerte +++

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erwägen einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge, iranische Vermögenswerte in Milliardenhöhe einzufrieren. Die Zeitung beruft sich dabei auf mit den Gesprächen vertraute Personen.

+++ 03:42 Trump will sich nach dem Iran um Kuba kümmern +++

US-Präsident Donald Trump will sich nach eigenen Angaben mit Kuba befassen, sobald der Konflikt im Iran beendet ist. Er wolle diesen Konflikt zuerst abschließen, sagt Trump bei einem Empfang des Fußballteams Inter Miami im Weißen Haus. Danach sei es "nur eine Frage der Zeit, bis Sie und viele großartige Menschen" nach Kuba zurückkehren könnten. Die Regierung in Havanna wolle unbedingt eine Einigung erzielen. Eine Stellungnahme Kubas liegt zunächst nicht vor. Die USA haben nach dem von ihnen erzwungenen Machtwechsel in Venezuela die Öllieferungen des bisherigen Verbündeten an Kuba gestoppt und die Insel damit unter Druck gesetzt.

+++ 02:58 US-Abgeordnete setzen Trumps Iran-Krieg keine Grenzen +++

US-Kongressabgeordnete haben dem militärischen Vorgehen von US-Präsident Donald Trump im Iran keine Grenzen gesetzt. Eine Abstimmung im Repräsentantenhaus über einen parteiübergreifenden Antrag, der dem Kongress ein stärkeres Mitspracherecht beim Einsatz der Streitkräfte eingeräumt hätte, kam nicht auf genug Stimmen. Vier Demokraten stimmten mit der Mehrheit der Republikaner dagegen. Eine ähnliche Maßnahme war am Mittwoch bereits im Senat geblockt worden.

+++ 02:08 Hegseth: Wir wissen genau, was wir im Iran wollen +++

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erteilt einer Ausweitung der militärischen Ziele der USA im Iran eine Absage. Es gebe keinerlei Ausweitung der Ziele, man wisse genau, was man im Iran erreichen wolle, sagt Hegseth. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, die USA müssten bei der Auswahl der nächsten Führungsperson des Landes mithelfen. Hegseth fügt hinzu, Trump rede angesichts der laufenden Militäroperation bereits "ein gewichtiges Wort mit", wer den Iran regiere. Dem Pentagon zufolge zielt die Militäraktion darauf ab, die Offensivraketen, die Raketenproduktion und die Marine des Iran zu zerstören. Zudem soll Teheran am Bau einer Atombombe gehindert werden.

+++ 01:29 USA: Über 30 iranische Schiffe versenkt - weniger Raketenangriffe +++

Die US-Streitkräfte haben im Krieg gegen den Iran nach eigenen Angaben bislang über 30 Schiffe versenkt. Darunter befinde sich auch ein Drohnenschiff, teilt das Militär mit. Die Zahl der iranischen Angriffe mit ballistischen Raketen sei seit Kriegsbeginn um 90 Prozent zurückgegangen, sagt der Oberbefehlshaber des US-Zentralkommandos (Centcom), Admiral Brad Cooper.

+++ 00:26 Trump: "Der Iran hat keine Flugzeuge mehr" +++

Die Luftabwehr und die Raketen des Irans sind nach der Darstellung von US-Präsident Donald Trump bereits ganz oder in großen Teilen zerstört. "Sie haben also keine Luftwaffe mehr, sie haben keine Luftabwehr mehr. Alle ihre Flugzeuge sind weg", sagte Trump in Washington. Zudem seien ihre Raketen zu 60 und ihre Abschussvorrichtungen zu 64 Prozent ausgeschaltet, sagte er. "Sobald sie eine Rakete abschießen, wird die Abschussrampe innerhalb von vier Minuten getroffen." Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht. Neben dem Nuklearprogramm und der Marine hatte die US-Regierung das Raketenprogramm des Irans zuvor als wichtigstes Kriegsziel genannt.

+++ 23:46 Französischer Rückholflug kehrt wegen Raketenbeschuss um +++

Ein zur Rückholung gestrandeter Franzosen Richtung Dubai gestarteter Air France-Flug hat wegen Raketenbeschuss in der Region umkehren müssen. "Diese Situation zeugt von der Instabilität in der Region und der Komplexität der Rückholaktionen", sagt Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot. Die Regierung hatte das Flugzeug gechartert, um französische Staatsbürger zurück nach Paris zu fliegen. "Wir sind uns der berechtigten Erwartungen unserer Landsleute vor Ort voll bewusst, aber ihre Rückkehr kann nur unter garantierten Sicherheitsbedingungen erfolgen", sagte der Minister.

+++ 22:56 Iran: Raketen mit Streumunition auf Israel abgefeuert +++

Irans Luftstreitkräfte haben in zwei neuen Wellen Raketen auf Israel gefeuert. Dabei seien auch Gefechtsköpfe mit Streumunition zum Einsatz gekommen, berichtet der staatliche iranische Rundfunk. "Raketenregen auf dem Weg nach Tel Aviv", betitelte der Rundfunk ein Video, das Leuchtspuren der sogenannten Clustermunition zeigen soll. In Israel wurde Raketenalarm ausgelöst. Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist.

+++ 21:59 First Lady im Irak: "Lasst die Kurden in Ruhe" +++

Die kurdische Ehefrau des irakischen Präsidenten Abdel Latif Raschid, Schanas Ibrahim Ahmed, hat sich mit klaren Worten gegen eine mögliche Offensive kurdischer Kämpfer im Iran ausgesprochen. "Lasst die Kurden in Ruhe. Wir sind keine Waffen zur Miete", teilt Schanas heute mit. "Zu häufig denkt man nur dann an die Kurden, wenn ihre Stärke oder ihre Opfer gebraucht werden." Die Kurden seien aber keine "Schachfiguren der globalen Supermächte". Die irakische First Lady bezieht sich in ihrem Schreiben auf angebliche Pläne von US-Präsident Donald Trump, die iranischen Kurden im Irak für eine Bodenoffensive im Iran zu gewinnen.

+++ 21:30 Nato erhöht wegen Iran Einsatzbereitschaft der Raketenabwehr +++

Die Nato erhöht wegen des iranischen Raketenbeschusses auf die Türkei die Alarm- und Einsatzbereitschaft ihrer ballistischen Abwehrsysteme. Das teilt ein Sprecher des militärischen Hauptquartiers im belgischen Mons mit.

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