Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:25 Ischinger: Waffenstillstand in der Ukraine verschärft Bedrohung der Nato
Ein Waffenstillstand in der Ukraine verschärft die Gefahr eines russischen Angriffs auf östliche Nato-Länder, warnt der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC), Wolfgang Ischinger. "Solange die Ukraine Europa verteidigt, ist die Gefahr nicht so groß. Dadurch sind Putins Armeen dort gebunden", sagt Ischinger dem "Tagesspiegel". "In dem Augenblick, in dem es einen Waffenstillstand in der Ukraine gibt, ändert sich die Lage. Dann kann Putin seine Aufrüstung in aller Ruhe fortsetzen, und die Bedrohungslage verschärft sich für die Nato-Länder an der Ostflanke."
+++ 05:42 Arbeitgeber gegen Freistellungspflicht bei Reservisten +++
Einer möglichen Verpflichtung, ihre Arbeitnehmer im Namen der Sicherheit für Reserveübungen der Bundeswehr abstellen zu müssen, stehen die deutschen Arbeitgeber skeptisch gegenüber. "Um eine verlässliche Teilnahme an Reserveübungen sicherzustellen, braucht es keinen Freistellungszwang", teilt die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) dem "Tagesspiegel" mit: "Auch auf Grundlage des Freiwilligkeitsprinzips kann eine hohe Freistellungsquote erreicht werden - vorausgesetzt, Unternehmen erhalten die Möglichkeit einer vorausschauenden Personalplanung und ihr berechtigtes Interesse an einem reibungslosen Betriebsablauf wird berücksichtigt." Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte im Herbst gemäß dem Koalitionsvertrag eine Strategie zur Stärkung der Reserve bis Ostern angekündigt.
+++ 04:47 Abgestürzte Drohne in Moldau gefunden +++
Eine nicht identifizierte Drohne ist auf moldauischem Gebiet gefunden worden, wie die Behörden mitteilen. Der Gegenstand wurde am Freitag im Dorf Sofia im Bezirk Drochia nahe der ukrainischen Grenze entdeckt. Daraufhin riegelte die Polizei das Gebiet ab und entsandte Sprengstoffexperten zur Untersuchung. Die moldauische Polizei teilt mit, dass dies der dritte Drohnenfund im Land seit Jahresbeginn sei. "Das Außenministerium der Republik Moldau verurteilt aufs Schärfste jeden Vorfall, der eine Verletzung des Luftraums des Landes und eine potenzielle Bedrohung für die Sicherheit seiner Bürger darstellen könnte", so das Außenministerium der Republik Moldau.
+++ 03:46 Trump deutet Bewegung im Ukraine-Krieg an +++
US-Präsident Donald Trump deutet eine mögliche Entwicklung im russischen Krieg gegen die Ukraine an. Es gebe "sehr, sehr gute Gespräche", sagt Trump vor Journalisten. "Etwas könnte passieren", fügt er hinzu, ohne dies jedoch zu präzisieren. Der republikanische Präsident hatte versprochen, den Krieg zu beenden, was er bislang jedoch nicht umgesetzt hat.
+++ 02:39 Selenskyj fordert nach Angriffen schnellere Reparaturen und bessere Luftabwehr +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj fordert nach massiven russischen Luftangriffen schnellere Maßnahmen. Die Luftabwehr müsse gestärkt und Schäden am Stromnetz sowie an der Wärmeversorgung rascher behoben werden, sagt er in seiner abendlichen Videoansprache. Allein in Kiew seien nach einem Angriff am Dienstag mehr als 1100 Wohngebäude ohne Heizung. Selenskyj kündigt zudem personelle Konsequenzen in Gebieten mit unzureichender Luftabwehr an und wirft der Kiewer Stadtverwaltung Versäumnisse vor. (Siehe Eintrag um 20:16 Uhr)
+++ 01:43 Indien stoppt Import von russischem Öl für Handelserleichterungen mit den USA +++
Indien wird seine Importe von russischem Öl einstellen und erhält im Gegenzug einen besseren Zugang zum US-Markt. Beide Länder legten dazu die Eckpunkte für ein vorläufiges Handelsabkommen fest. "Die USA und Indien werden diesen Rahmen unverzüglich umsetzen und den Abschluss des vorläufigen Abkommens anstreben", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. US-Präsident Donald Trump hatte das Abkommen am Montag angekündigt. Demnach senken die USA ihre Zölle auf indische Waren von 50 auf 18 Prozent. Stattdessen werde das Land Öl aus den USA und möglicherweise aus Venezuela kaufen, hatte Trump nach einem Telefonat mit dem indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi erklärt. Zudem unterzeichnete Trump eine Anordnung. Damit wurde ein Strafzoll von 25 Prozent auf alle Importe aus Indien aufgehoben, der wegen der russischen Ölimporte Indiens verhängt worden war. Ein endgültiges Handelsabkommen wird für März erwartet.
+++ 00:42 Insider: USA dringen auf raschen Ukraine-Deal vor US-Wahlkampf +++
Die USA und die Ukraine erörtern Insidern zufolge einen Zeitplan für ein Friedensabkommen mit Russland, der im Frühjahr Wahlen vorsehen könnte. Ziel sei eine Einigung im März, gefolgt von einem Referendum und Wahlen im Mai, sagen mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das US-Verhandlungsteam um den Sondergesandten Steve Witkoff und Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner dränge zur Eile. Hintergrund sei die Sorge, dass sich der US-Präsident angesichts der im November anstehenden Kongresswahlen bald stärker auf innenpolitische Themen konzentrieren werde.
+++ 23:32 Armeechef: Haben drei Offensiven durchgeführt, um Moskaus Pläne zu durchkreuzen +++
"Im Jahr 2025 führten die ukrainischen Verteidigungskräfte drei Offensivoperationen durch, zwei davon auf dem Gebiet der Russischen Föderation: in der Region Belgorod und in der Region Kursk." Das sagt der ukrainische Armeechef Olexander Syrskyj laut der Nachrichtenagentur RBC Ukraine. Die dritte Operation habe in Richtung Dobropillia in der Region Donezk stattgefunden. Syrsky ist überzeugt, dass diese Operationen die russischen Pläne vereitelten, die Region Donezk vollständig einzunehmen und sogenannte Pufferzonen zu schaffen.
+++ 22:03 Analysten: Bei diesem Tempo bräuchten Russen zwei Jahre für Donezk-Eroberung +++
Schnelle, umfassende Fortschritte der russischen Truppen sind im Gebiet Donezk nach Einschätzung ukrainischer Analysten nicht zu erwarten. Bei der derzeitigen Geschwindigkeit ihres Vormarsches in der Region Donezk werde die russische Armee mindestens zwei Jahre brauchen, um die Region Donezk vollständig zu erobern, sagen Deepstate-Mitbegründer Ruslan Mykula und Roman Pogorily der Nachrichtenagentur Ukrinform zufolge bei einer Sondersitzung des Kiewer Sicherheitsforums. Der Militärblog Deepstate steht dem ukrainischen Militär nahe.
+++ 21:32 In Kupjansker-Gegend über Tausend Bewohner vermutet, zu denen kein Kontakt besteht +++
Im Bezirk Kupjansk leben nach Einschätzung örtlicher Behörden noch über Tausend Einwohner, zu denen keinerlei Kontakt besteht. "Die einzigen, die ihnen bei der Evakuierung helfen können, sind unsere Verteidigungskräfte", sagt der Leiter der Militärverwaltung von Kupjansk, Andrij Besedin, gegenüber der Nachrichtenagentur Ukrinform. Die Sicherheitslage sei dort äußerst schwierig, ständig gebe es Beschuss. Das Gebiet finde sich jedoch unter ukrainischer Kontrolle, sagt er. Laut dem Militärblog Deepstatemap ist ein kleiner Teil der Stadt Kupjansk von russischen Truppen besetzt. Ein Teil der Stadt wird als "Graue Zone" angegeben, die meisten umliegenden Orte jedoch als ukrainisch kontrolliert.
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