Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:38 Huss: "Russland führt diesen Krieg in eine Koalition" +++

01.07.2026, 00:01 Uhr

Während Russland die Luftangriffe auf die Ukraine mit unvermittelter Härte fortsetzt, droht inzwischen auch der Iran der Ukraine. Politikanalystin Oksana Huss stellt daher fest: "Russland führt diesen Krieg in eine Koalition". Denn in dieser Woche seien von Russland auch Raketen aus Nordkorea eingesetzt worden.

+++ 09:07 Ukrainischer Außenminister Andrij Sybiha: "Eine Höllennacht in Kiew" +++

"Eine Höllennacht in Kiew", schreibt der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X nach den russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt, bei denen mindestens neun Menschen ums Leben kamen. Die russischen Streitkräfte hätten Dutzende Raketen in Richtung Kiew abgefeuert. Der ukrainische Außenminister fordert dafür zusätzliche Luft- und Raketenabwehrsysteme.

+++ 08:02 Medien: Brand in Basilius-Kathedrale in Moskau +++

In der Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz in Moskau ist russischen Medien zufolge ein Feuer ausgebrochen. An der Bekämpfung des Brandes seien mehrere Löschfahrzeuge beteiligt gewesen, berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf die Einsatzkräfte. Demnach wurde der Brand gelöscht. Verletzt wurde niemand. Dem Bericht zufolge ereignete sich der Vorfall in der ersten Etage der Kathedrale im Büro des Direktors. Dort seien "persönliche Gegenstände und Möbel" in Brand geraten. Zur möglichen Ursache des Feuers wurde zunächst nichts bekannt gegeben.

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Die Basilius-Kathedrale mit ihren bunten zwiebelförmigen Kuppeln gilt als eines der Wahrzeichen der russischen Hauptstadt. (Foto: picture alliance / Zoonar)

+++ 07:20 ISW: Ukrainische Streitkräfte gewinnen Gebiete in Charkiw zurück +++

Die ukrainischen Streitkräfte blockieren alle russischen Infiltrationsversuche in Richtung Kupjansk. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Gleichzeitig hat das ukrainische Militär im Südosten Borowa in der Region Charkiw im Osten der Ukraine Gebiete zurückerobert. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 06:17 Ukraine: Mindestens 9 Tote nach russischem Raketenangriff auf Kiew +++

Nach den massiven russischen Luftangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew steigen die Opferzahlen (siehe Einträge  04:37, 02:23 und 00:54): Neun Menschen sollen nach Angaben des Katastrophenschutzes bei den Angriffen getötet worden sein, 27 Menschen wurden verletzt, darunter auch vier Kinder.

+++ 05:24 Moskau erlässt Haftbefehl gegen Tochter von getötetem Kremlkritiker Nemzow +++

Ein russisches Gericht hat gegen die Oppositionelle Schanna Nemzowa in Abwesenheit Haftbefehl erlassen. Nemzowa sei als Mitglied in einer in Russland für unerwünscht erklärten deutschen Organisation zur Fahndung ausgeschrieben, heißt es. Nemzowa ist die Tochter des 2015 in Moskau ermordeten Kremlkritikers Boris Nemzow. Sie hatte in Deutschland die Boris-Nemzow-Stiftung für Freiheit gegründet, die sich unter anderem für die Unterstützung unabhängiger russischer Medien im Exil einsetzt. Das Justizministerium in Moskau setzte sie im April 2024 auf die Liste der ausländischen und internationalen Nichtregierungsorganisationen, deren Tätigkeit auf dem Gebiet der Russischen Föderation unerwünscht ist. Im Fall einer Verurteilung drohen Nemzowa bis zu sechs Jahre Haft.

+++ 04:37 Zahl der Todesopfer in Kiew steigt auf vier +++

Nach den schweren Luftangriffen auf Kiew steigen die Opferzahlen. Inzwischen ist von vier Toten die Rede, unter ihnen ist laut Behördenangaben auch ein 17-jähriger Junge. Es gibt demnach mindestens 13 Verletzte. Laut "Kyiw Independent" begann die erste Angriffswelle mit ballistischen Raketen gegen 01.30 Uhr (Ortszeit). Danach habe es noch drei weitere Explosionsserien gegeben. Getroffen wurden dem Bericht zufolge auch zahlreiche Wohnhäuser, bei einigen gestalte sich die Evakuierung der Bewohner wegen Bränden oder starker Schäden schwierig.

+++ 02:23 Mindestens drei Tote bei Raketenangriff auf Kiew +++

Die massiven Raketenangriffe auf Kiew fordern mehrere Todesopfer. Bürgermeister Vitali Klitschko spricht auf Telegram von mindestens drei Toten, außerdem würden fünf Verletzte in Krankenhäusern versorgt. Russland hatte ballistische Raketen auf die ukrainische Hauptstadt gefeuert. Reportern zufolge waren mehr als zehn Explosionen hintereinander zu hören. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte schon am Mittwoch vor einem drohenden "massiven" russischen Angriff gewarnt. 

+++ 00:54 Russland feuert ballistische Raketen auf Kiew +++

Russland greift die Ukraine mit ballistischen Raketen an. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko ruft die Bevölkerung auf, Schutzräume aufzusuchen. In der Hauptstadt sind Augenzeugen zufolge heftige Explosionen zu hören. Die Luftwaffe hatte gewarnt, dass Russland von Kursk aus ballistischen Raketen abfeuert.

+++ 00:08 Selenskyj: Hatte "gutes Gespräch" mit Vance +++

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat nach eigenen Aussagen ein "gutes Telefongespräch" mit US-Vizepräsident JD Vance geführt. Man habe über das jüngste Treffen von Selenskyj mit Präsident Trump gesprochen. Darin ging es unter anderem um die ukrainische Luftverteidigung und die Lizenz zum Bau von Patriot-Abfangraketen. Außerdem sei es um die Folgen des Krieges für die globalen Märkte gegangen, schreibt Selenskyj auf X. Vance, der bislang nicht als Freund der Ukraine galt, hat sich bislang nicht zu dem Telefonat geäußert.

+++ 22:00 Erneut Demonstration für Ex-Verteidigungsminister Fedorow +++

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind erneut tausende Menschen für die Wiedereinsetzung des entlassenen Verteidigungsministers Mychailo Fedorow auf die Straße gegangen. Die Demonstranten zogen am Freitagabend durch die Innenstadt, riefen Fedorows Namen und skandierten "Holt ihn zurück!", wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

"Wir wollen, dass ein fähiger Manager zurückkehrt", sagte die 38-jährige Iryna Tkatschuk. Sie hielt ein Schild mit der Aufschrift "Ist die alte Dame taub?" in die Höhe - eine bissige Anspielung auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. "Wir hatten schon Proteste, die länger als einen Monat gedauert haben - wir können das also schaffen", sagte sie.

Fedorow war kürzlich im Zuge einer Regierungsumbildung Selenskyjs nach nur sechs Monaten im Amt abgelöst worden. Für viele Ukrainer verkörperte er die Modernisierung einer von Bürokratie und Korruptionsvorwürfen belasteten Armee und stand für die Ausweitung der Drohnenangriffe auf Ziele in Russland. Fedorow hat erklärt, in sein Amt zurückkehren zu wollen.

+++ 21:25 Neuer Chef der Raiffeisen Bank International forciert Russland-Ausstieg +++

Der neue Chef der Raiffeisen Bank International (RBI), Michael Höllerer, will das österreichische Geldhaus auf mehr Wachstum und eine höhere Rendite trimmen. Die Altlasten lägen hinter der Bank, die Kapitalbasis sei stark und die Bilanz gesund, sagt Höllerer in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

Ein besonderer Fokus liegt weiterhin auf dem international stark beachteten Rückzug aus Russland. Als größte westliche Bank in dem Land prüft die RBI seit Kriegsbeginn einen Ausstieg. Ein Abbau des Geschäfts bleibe das Basisszenario, so Höllerer. Das Kreditvolumen sei seit Beginn des Krieges um 80 Prozent geschrumpft, die Einlagen um 40 Prozent. Zugleich betont der RBI-Chef, dass die Bank an einem Verkauf der russischen Tochter festhalte, auch wenn es schwierig sei, die nötigen Genehmigungen zu erhalten. "Wir müssen es weiter versuchen, und wir werden uns noch mehr anstrengen". Er habe sein Team angewiesen, die Bemühungen in diesem Bereich zu verdoppeln. Ein Ausstieg bleibe ein zentraler Bestandteil der künftigen Strategie.

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