Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 14:37 Ukraine meldet Angriffe auf zwölf Schiffe der russischen Schattenflotte +++

08.08.2026, 00:01 Uhr

Die ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme haben nach eigenen Angaben in der vergangenen Woche zwölf Schiffe der russischen Schattenflotte im Schwarzen und im Asowschen Meer mit Langstreckendrohnen angegriffen. Die Einsätze sind demnach Teil der Anfang Juli gestarteten Operation Molochka, mit der Kiew den Druck auf die russisch besetzte Krim erhöhen will. Seit Beginn der Operation am 6. Juli sind insgesamt 218 Schiffe angegriffen worden, darunter 134 im Asowschen Meer und 84 im Schwarzen Meer, teilten die ukrainischen Streitkräfte mit. An den jüngsten Angriffen sind demnach die Brigade Ungarische Vögel unter dem Kommandeur der unbemannten Systeme, Robert Browdi, die K-2-Brigade sowie das Raid-Regiment beteiligt gewesen.

+++ 13:58 Russland meldet Angriff auf Waffentransporter im Schwarzen Meer +++

Russland hat nach eigenen Angaben ein Frachtschiff im Schwarzen Meer mit einer Militärdrohne angegriffen. Das Schiff habe Waffen für die ukrainischen Streitkräfte transportiert, meldet die Nachrichtenagentur Interfax am Samstag unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. Der Angriff habe sich bereits am Freitag östlich von Odessa ereignet. Angaben zu möglichen Schäden wurden nicht gemacht. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt zunächst nicht vor.

+++ 13:29 Drohne explodiert in Bulgarien nahe Grenze zu Rumänien +++

In Bulgarien ist nahe der Grenze zu Rumänien eine Drohne explodiert. Es gibt jedoch keine Verletzten oder Schäden an der Infrastruktur, sagt Ministerpräsident Rumen Radew der bulgarischen Nachrichtenagentur BTA zufolge. Die Drohne sei um 08.10 Uhr Ortszeit in den bulgarischen Luftraum eingedrungen und in einem Sonnenblumenfeld detoniert. Das Gebiet ist abgesperrt.

+++ 12:51 Steckt Russland hinter Leipzig-Drohne? "Wären dann fast im Vorfeld eines Kriegseintrittes" +++

Nach dem Fund einer Sprengstoffdrohne in Leipzig kritisieren die Grünen Dobrindt dafür, dass er Russland nicht klar als wahrscheinlichen Drahtzieher benennt. Politologe Wolfgang Schroeder warnt jedoch vor voreiligen Schlüssen. Handele es sich wirklich um einen militärischen Angriff Russlands, könnte das weitreichende Folgen haben.

+++ 12:19 Selenskyj: Russland tötete Großeltern und dreijährigen Enkel +++

Durch russische Luftangriffe auf die Region Kiew sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in der Nacht zum Samstag mindestens vier Menschen getötet worden. Bei einem Angriff seien eine Großmutter, ein Großvater und ihr dreijähriger Enkel getötet worden, erklärt Selenskyj im Onlinedienst X. Die staatlichen Rettungsdienste veröffentlichten Fotos eines in Flammen stehenden Gebäudes. Selenskyj zufolge wurden vier weitere Menschen ins Krankenhaus gebracht.

+++ 11:43 Russland meldet Einnahme von Ortschaft in Region Charkiw +++

Russland meldet die Einnahme der Ortschaft Iwaniwka in der ukrainischen Region Charkiw. Die Streitkräfte hätten die Siedlung unter ihre Kontrolle gebracht, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Angaben lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt nicht vor. Russland hat in der Vergangenheit Einnahmen bereits verfrüht oder fälschlicherweise gemeldet.

+++ 11:02 Russland meldet Verletzte nach Drohnenangriff auf Ölraffinerie +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Ölraffinerie Ilski in der südrussischen Region Krasnodar sind örtlichen Behörden zufolge fünf Menschen verletzt worden. Auf dem Gelände sei ein Feuer ausgebrochen, teilen die Behörden mit. Zudem werden Drohnenangriffe auf eine Industrieanlage in der russischen Region Samara gemeldet, wie der dortige Gouverneur mitteilt. Das Unternehmen wird nicht namentlich genannt. Das russische Verteidigungsministerium erklärt, die Luftabwehr habe in der Nacht 397 ukrainische Drohnen über mehreren Regionen zerstört. Die Angaben der beiden Kriegsparteien können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

+++ 10:17 Tchakarova: "Sind auf der höchsten Stufe hybrider Kriegsführung" +++

Durch den andauernden Krieg im Iran fehlt der Ukraine überlebenswichtige Luftabwehr, betont Politikwissenschaftlerin Velina Tchakarova. Auch sie schließt nicht aus, dass russische Akteure hinter der Sprengstoff-Drohne in Leipzig stecken könnten. 

+++ 09:30 Moskau spricht von Treffer auf ukrainische Rüstungsfabrik +++

Das russische Militär spricht nach dem nächtlichen Luftangriff auf Kiew von einem Schlag gegen den ukrainischen Rüstungshersteller Fire Point. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es sei eine Produktionsstätte getroffen worden, die Teile und Sprengköpfe für den ukrainischen Marschflugkörper FP-5 Flamingo herstelle. Außerdem sei ein Treibstofflager vernichtet worden, das die ukrainische Armee beliefere. Belege für diese Darstellung lieferte die russische Seite nicht. Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb auf Telegram von Berichten über brennende Öltanks im Stadtteil Obolon. Schwerpunkt des Luftangriffs mit Raketen und Kampfdrohnen war nach ukrainischen Angaben wie schon am Donnerstag der Vorort Browary mit seinen Logistikzentren. Drei Menschen wurden nach Behördenangaben getötet, aber nicht in Browary, sondern weit außerhalb im Dorf Puchiwka, wo eine Drohne das Wohnhaus einer Familie traf.

+++ 08:46 Drohnenschlag lässt russischen Raketenwerfer explodieren +++

Nach eigenen Angaben zerstören ukrainische Drohnen einen voll beladenen russischen Mehrfachraketenwerfer. Die Munition detoniert und löst eine gewaltige Explosion aus. Ort und Zeitpunkt des Angriffs lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

+++ 08:01 Ukraine beziffert russische Verluste +++

Seit Beginn des Krieges hat Russland nach Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte 1.456.610 Soldaten verloren. Allein innerhalb der vergangenen 24 Stunden seien demnach 1190 russische Soldaten getötet oder verwundet worden. Unabhängige westliche Denkfabriken kommen ebenfalls zu dem Schluss, dass die russischen Verluste deutlich höher sind als die ukrainischen. Das Center for Strategic and International Studies (CSIS) schätzt das Verhältnis auf etwa mindestens 2:1.

+++ 07:10 Ukraine trifft russischen Ölsektor an mehreren Stellen +++

Die Ukraine hat eine russische Ölraffinerie in Syzran im Gebiet Samara in der Nacht angegriffen. Auf dem Gelände war eine Reihe von Explosionen zu hören, auf die ein Brand folgte, wie "Ukrainska Pravda" mit Bezug auf russische Medien berichtet. iÍhre Kapazität wird demnach auf etwa 8,9 Millionen Tonnen Öl pro Jahr geschätzt. Zudem habe es Berichte über einen Angriff auf eine weitere Ölraffinerie gegeben.

+++ 06:26 Bericht: EU importiert wieder mehr Flüssiggas aus Russland +++

Trotz der europäischen Bemühungen um ein Ende der Abhängigkeit von Moskaus Energielieferungen ist die Menge von aus Russland in die EU importiertem Flüssiggas (LNG) einem Bericht zufolge wieder gestiegen. Die EU-Staaten hätten im Juni 14 Prozent mehr LNG aus Russland importiert als ein Jahr zuvor, berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Daten des Forschungszentrums Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA). Die Einnahmen Moskaus aus dem Verkauf des Rohstoffs stiegen den Angaben zufolge auf 60 Millionen Euro pro Tag. Das meiste russische LNG habe Frankreich gekauft: Allein im Hafen von Montoir in der Bretagne sei im Juni viermal so viel Flüssiggas angekommen wie im Mai. Insgesamt habe russisches Erdgas im zweiten Quartal nach Angaben der Denkfabrik Bruegel einen Anteil von 13,4 Prozent an den gesamten Gas-Einfuhren der EU ausgemacht.

+++ 05:29 Russland-Experte sieht viele Fragen bei Sprengstoff-Drohne +++

Nach dem Fund einer Drohne mit Sprengstoff auf dem Flughafen Halle/Leipzig spricht aus Sicht des Russland-Experten Matthias Uhl auf den ersten Blick manches für eine mögliche Aktion russischer Geheimdienste. "Allerdings gibt es auch Fragen, die eine mögliche russische Beteiligung in Zweifel stellen", sagt Uhl in Moskau. Weil Moskaus Agenten im Westen unter strenger Beobachtung stünden, "dürfte es schwierig sein, eine so komplizierte Operation von dort aus zu steuern", so Uhl, der ein Buch über den Militärgeheimdienst GRU geschrieben hat. Zwar könnten russische Nachrichtendienste sogenannte Wegwerf-Agenten leicht anwerben, es handele sich aber hier um eine komplexe Aktion, sagte Uhl weiter. "Die Beschaffung der nötigen Sprengstoff- und Zündmittel, aber auch deren Vorbereitung auf einen Einsatz erfordern entsprechende Spezialkenntnisse, über die nur ausgebildete Experten verfügen", erklärte er. 

+++ 03:43 Mehrere Tote bei Luftangriffen auf Kiew +++

Russland greift Kiew und Umgebung in der Nacht mit ballistischen Raketen, Drohnen und Gleitbomben an. Es gibt mindestens drei Tote und mehrere Verletzte. Unter den drei Todesopfern im östlichen Vorort Browary sei auch ein Kind, schreibt das Nachrichtenportal "Kyiv Independent" unter Berufung auf Kiews Militärgouverneur Tymur Tkatschenko. Bei der Attacke seien außerdem zwei Erwachsene und ein Kind verletzt worden. Laut Bürgermeister Vitali Klitschko gibt es in zwei Bezirken Brände. Reporter berichten von mehreren heftigen Explosionen.

+++ 03:13 CDU-Sicherheitsexperte: Putin weicht nach Westen aus, weil er in der Ukraine nicht vorankommt +++

Der Vorsitzende des Geheimdienste-Kontrollgremiums des Bundestags, Marc Henrichmann, hält die Äußerung Russlands zu der Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle für gelogen. "Die Glaubwürdigkeit hat Russland schon lange verspielt, wenn man in die Ukraine blickt, wo ja vor völkerrechtswidrigen Angriffen man kaum mehr hinterherkommt", sagt der CDU-Politiker im ZDF. "Und dass Russland da ein Spiel ohne Regeln spielt, das ist jetzt auch keine neue Erkenntnis." Mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin sagt Henrichmann: "Da ist jemand, der in der Ukraine sich festgefahren hat." Der russische Angriffskrieg stocke. "Und es ist schon lange prognostiziert, dass dann Ausweichbewegungen in Richtung Westen, in Richtung Nato, in Richtung EU erfolgen werden." Das geschehe jetzt.

+++ 00:53 Russen nehmen Slowjansk unter heftigen Beschuss +++

Die ostukrainische Stadt Slowjansk in der Region Donezk gerät erneut unter schweren Beschuss. Russische Soldaten hätten mit einem "Tornado S"-Mehrfachraketenwerfer auf einen Logistikknotenpunkt gefeuert, teilt die Militärverwaltung der Stadt mit. Demnach wurde ein Mensch getötet, fünf weitere Menschen wurden verletzt. Den Angaben zufolge wurden drei Dutzend Privathäuser beschädigt und vier Autos zerstört.

+++ 23:26 Russland: Drohnen-Vorfall in Leipzig ist "zusammengezimmerte Provokation" +++

Die russische Botschaft in Berlin weist eine Verwicklung in den mutmaßlichen Drohnenangriff am Flughafen Leipzig/Halle zurück. Es handele sich um eine "hastig zusammengezimmerte Provokation", die ausschließlich den Interessen der Ukraine und des militaristischen Flügels der europäischen politischen Klasse diene, teilt die Vertretung auf ihrer Website mit. Die Botschaft kritisiert eine "neue Welle antirussischer Hysterie in Deutschland" und beklagt unbelegte Anschuldigungen. Der Generalbundesanwalt ermittelt derzeit wegen einer an dem Frachtflughafen entdeckten, mit Sprengstoff bestückten Drohne. Mehrere Politiker machen Russland für den Vorfall verantwortlich.

+++ 22:18 Medizinische Fachkräfte bei Drohnenattacke auf Klinik verletzt  +++

Die Stadt Cherson meldet eine russische Drohnenattacke auf ein Krankenhaus. Die Drohne habe das Gelände des Krankenhauses im Stadtzentrum gegen 18.20 Uhr angegriffen, schreibt der Stadtrat in sozialen Medien. Vier medizinische Fachkräfte seien verletzt worden – Frauen im Alter von 53, 56, 65 und 67 Jahren.  

+++ 21:42 Ukraine kann im Juli nur 29 von 195 ballistischen Raketen abfangen +++

Ballistische Raketen stellen die ukrainische Luftabwehr vor große Probleme. Im Juli seien nur 29 von 195 ballistischen Raketen abgefangen worden, schreibt der "Kyiv Independent" und verweist auf Zahlen des Militärs. 40 weitere ballistische Raketen hätten ihr Ziel verfehlt. "Im Juli operierte die ukrainische Luftabwehr inmitten eines kritischen Mangels an Abfangraketen zur Abwehr ballistischen Terrors", schreibt das Verteidigungsministerium. Es ist von insgesamt mehr als 9000 russischen Angriffen mit Drohnen und Raketen im Juli die Rede. Davon abgewehrt worden seien 5142 Angriffsdrohnen und 216 Raketen verschiedener Typen. Nicht mitgezählt werden dabei Aufklärungsdrohnen und taktische Drohnen. Die Ukraine leidet seit Monaten unter einem Mangel an Abwehrraketen für die US-Patriot-Systeme. Diese ist die einzige Waffe im Arsenal des Landes, die in der Lage ist, russische ballistische Raketen abzuschießen. Russland hat seine Angriffe mit diesen schwer abzufangenden Raketen auf Kiew und andere Städte verstärkt, während sich seine Vorstöße an der Front in diesem Jahr erheblich verlangsamt haben. 

+++ 21:01 Krim: Tote bei ukrainischem Drohnenangriff +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Eine weitere Person sei verletzt, teilt der von Moskau eingesetzte Statthalter, Sergej Aksjonow, bei Telegram mit. Im Zuge eines weiteren feindlichen Angriffs auf die Krim habe eine ukrainische Drohne ein Mehrfamilienhaus in der Stadt Kertsch getroffen, schreibt er..  

+++ 20:35 Selenskyj zu erstem Besuch in Serbien eingetroffen +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist erstmals seit Kriegsbeginn nach Serbien gereist. Über zwei Tage seien "wichtige Gespräche" mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic und Regierungschef Djuro Macut geplant, schreibt Selensky in sozialen Medien. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die wirtschaftliche Zusammenarbeit und die Bemühungen beider Länder um eine EU-Mitgliedschaft. Zudem gehe es um Sicherheitsfragen, schreibt Selenskyj weiter. Der Besuch dürfte die Beziehungen zwischen Serbien und seinem traditionellen Verbündeten Russland belasten. 

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