Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:19 Slowakei dringt auf Ende der Energie-Sanktionen gegen Russland +++
Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico fordert die Europäische Union auf, die Sanktionen gegen russische Öl- und Gasimporte aufzuheben, um die durch den Krieg im Iran ausgelöste Energiekrise zu bewältigen. Die EU solle den Dialog mit Russland wieder aufnehmen, sagt Fico nach einem Telefonat mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. So könnten Mitgliedstaaten fehlende Gas- und Öllieferungen aus russischen Quellen beziehen, heißt es in der Erklärung Ficos. Die Slowakei und Ungarn sind die einzigen EU-Mitgliedsstaaten, die ihre Beziehungen zu Moskau aufrechterhalten. Die Ölpreise sind seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran am 28. Februar stark angestiegen, was zu Lieferengpässen aus dem Golf geführt und laut der Internationalen Energieagentur die größte Unterbrechung der Ölversorgung in der Geschichte verursacht hat.
+++ 03:33 Kiew erwartet baldigen Besuch von US-Delegation +++
Die Ukraine rechnet noch im April mit dem Besuch einer US-Delegation in Kiew. Das sagt der Kanzleichef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Interview der Nachrichtenagentur Bloomberg. Laut Kyrylo Budanow soll die Delegation vom US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Schwiegersohn von US-Präsident Trump, Jared Kushner, geleitet werden. Die beiden waren bereits mehrfach in Russland zu Gast, es wäre aber ihr erster offizieller Besuch in der Ukraine. Auch der republikanische US-Senator Lindsey Graham könnte laut dem Bericht mit von der Partie sein. Die US-Seite bestätigt den Besuch laut Bloomberg zunächst nicht.
+++ 01:43 Viertgrößte Ölraffinerie Russlands brennt +++
In Russland steht die viertgrößte Ölraffinerie des Landes in Flammen. Videos zeigen mutmaßliche Drohnenangriffe auf die Kstowo Raffinerie in der Oblast Nischni Nowgorod. Nach Angaben des Telegram-Kanals Exilenova Plus und weiteren gibt es auf dem Gelände zahlreiche Brände.
+++ 23:55 Verbündete Kiews sollen um Aussetzung der Angriffe auf russische Raffinerien gebeten haben +++
Verbündete der Ukraine haben Kiew angeblich gebeten, Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien auszusetzen. Das sagt der Leiter des Präsidialamts, Kyrilo Budanow, im Interview mit Bloomberg. Hintergrund ist demnach der Anstieg der Kraftstoffpreise durch den Irankrieg. Um welche Länder es genau geht, sagt Budanow nicht. "Lassen Sie mich dies diplomatisch beantworten. Wir erhalten diesbezüglich gewisse Signale", sagt er, ohne weitere Details zu nennen. Er hält sich auch bedeckt zu der Frage, ob die Ukraine den Bitten nachkommt. Die Ukraine hatte ihre Angriffe auf Raffinerien in den vergangenen Wochen intensiviert - eine Reaktion auf die Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl durch die USA.
+++ 22:19 Drohnen-Angriffe auf die Stadt Sumy +++
In Sumy schlägt eine russische Drohne auf einem Parkplatz ein. Zwei Autos werden beschädigt, meldet der Leiter der Militärverwaltung der Stadt bei Telegram. Im Stadtbezirk Kowpakiwskyj verletzt eine Drohne einen 52-jährigen Mann.
+++ 21:22 Selenskyj will mit Türkei Gasfeld-Erschließung prüfen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will mit der Türkei "die Möglichkeiten für die Entwicklung von Gasfeldern" prüfen, unter anderem im Schwarzen Meer, sagt er nach Beratungen mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan in Istanbul. Putin hatte Selenskyj zuvor unterstellt, die Gastransportinfrastruktur zwischen Russland und der Türkei angreifen zu wollen.
+++ 20:43 Ukraine dementiert Beteiligung an russischen Flugzeugabstürzen +++
Die ukrainische Marine hat eine Beteiligung an Abstürzen von zwei russischen Militär-Flugzeugen auf der besetzten Krim dementiert, berichtet Ukrinform. Ursache könnte laut Medienbericht möglicherweise ein Defekt oder ein Unfall sein. "Dies könnte mit den extremen Bedingungen zusammenhängen, unter denen diese Flugzeuge eingesetzt werden", sagt Dmytro Pletenchuk, Sprecher der ukrainischen Marine.
+++ 19:51 Selenskyj: Türkei-Kooperation bei Sicherheit und Gas +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vereinbart nach eigenen Angaben mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan "neue Schritte" in der Sicherheitskooperation. Der politische Wille sei vorhanden und Arbeitsgruppen würden in Kürze die Details ausarbeiten, teilt Selenskyj während eines Besuchs in Istanbul bei Telegram mit. "Dies gilt vor allem für die Bereiche, in denen wir die Türkei unterstützen können: mit Fachwissen, Technologie und Erfahrung", schreibt Selenskyj. Zudem erörtern die beiden Staatschefs Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei Erdgasinfrastrukturprojekten.
+++ 19:12 Ostermärsche rufen zum Frieden in der Ukraine auf +++
Die traditionellen Ostermärsche der Friedensbewegung erreichen ihren ersten Höhepunkt. Nach Angaben des Netzwerks Friedenskooperative finden bundesweit in rund 70 Städten Aktionen statt - unter anderem in Berlin, Bremen, München, Duisburg, Leipzig und Stuttgart. Die Ostermärsche stehen in diesem Jahr unter dem Eindruck der Kriege - wie in der Ukraine.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.