Iran-Krieg im Liveticker+++ 11:31 Teheran meldet Abschüsse zweier US-Hubschrauber und eines Flugzeugs +++
Das iranische Militär hat nach eigenen Angaben ein Flugzeug und zwei Hubschrauber der US-Armee abgeschossen, die an dem Rettungseinsatz für einen über dem Iran abgestürzten Kampfjet-Piloten beteiligt waren. Die Abschüsse seien im Süden von Isfahan erfolgt, teilt das zentrale Einsatzkommando Chatam al-Anbija mit. Es handele sich um "zwei Hubschrauber vom Typ Black Hawk und ein Militärtransportflugzeug vom Typ C-130". Diese stünden "nun in Flammen". Die US-Rettungsaktion bezeichnet das iranische Militär als "gescheitert". Iranischen Medien zufolge wurden bei der US-Rettungsaktion im Südwesten des Iran fünf Menschen getötet. Bisher ist unklar, ob es sich um Zivilisten oder iranische Militärangehörige handelte.
+++ 11:06 Hisbollah will israelisches Kriegsschiff angegriffen haben +++
Die proiranische Hisbollah im Libanon reklamiert einen Angriff mit einer Rakete großer Reichweite auf ein israelisches Kriegsschiff für sich. Sie habe das Schiff 68 Seemeilen vor der libanesischen Küste mit einem Marschflugkörper angegriffen, teilt die vom Iran unterstützte Miliz mit. Das Kriegsschiff habe sich angeblich "auf Angriffe auf libanesisches Gebiet vorbereitet". Es ist das erste Mal seit ihrem Eintritt in den Iran-Krieg, dass die Hisbollah den Einsatz einer solchen Rakete für sich reklamiert. Die israelische Marine nahm israelischen Angaben zufolge Hisbollah-Ziele im Libanon von Kriegsschiffen aus ins Visier, darunter war auch ein Luftangriff auf Beirut, bei dem am Mittwoch ein hochrangiger Hisbollah-Kommandeur getötet wurde.
+++ 10:33 Ägypten: Telefonate über mögliches Kriegs-Ende mit Witkoff und Araghtschi +++
Der ägyptische Außenminister Badr Abdelatty erörtert mit dem US-Gesandten Steve Witkoff und seinen Amtskollegen in der Region die Deeskalation des Iran-Kriegs. Abdelatty führt separate Telefongespräche, um Vorschläge mit Witkoff und seinen regionalen Kollegen, darunter dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi, zu besprechen, teilt das ägyptische Außenministerium in einer Erklärung mit. Ägypten, die Türkei und Pakistan treten als aktive Vermittler auf. Islamabad richtete kürzlich ein Treffen aus, um über eine regionale Deeskalation und Vorschläge zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu diskutieren.
+++ 09:45 ntv-Reporterin in Tel Aviv: "Hunderte Spezialkräfte sind tief in den Iran vorgedrungen" +++
US-Spezialkräfte holen ein vermisstes Crewmitglied eines abgeschossenen Kampfjets aus dem Iran - eine der riskantesten Rettungsmissionen der jüngeren Militärgeschichte. Laut ntv-Reporterin Elke Büchter war es ein "Wettlauf gegen die Zeit".
+++ 09:13 Israel: Chemiewerk für Raketenbau im Iran attackiert +++
Die israelische Luftwaffe hat im Iran laut Armeeangaben einen Industriekomplex zur Herstellung von Chemikalien für die Waffenproduktion bombardiert. Es sei in Mahschahr ein Gelände mit einer von zwei zentralen Anlagen zur Herstellung von Materialien für Sprengstoffe, ballistische Raketen und andere Waffensysteme attackiert worden, teilt die Armee mit. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte zuvor unter Berufung auf das Gouverneursamt von drei Einschlägen berichtet. Getroffen wurden demnach die Petrochemieunternehmen Fadschr 1 und 2, Ridschal und Amirkabir, heißt es. Es sei sehr wahrscheinlich, dass es Todesopfer und Verletzte gegeben habe.
+++ 08:20 Zwei Männer in Zusammenhang mit Protesten im Januar hingerichtet +++
Im Iran sind zwei Männer in Zusammenhang mit den Protesten zu Beginn des Jahres hingerichtet worden. Der Oberste Gerichtshof des Iran habe die Urteile gegen die beiden Angeklagten bestätigt, teilte der Informationsdienst des iranischen Justizwesens, Misan, mit. Den beiden Männern wurde vorgeworfen, während der Proteste im Januar versucht zu haben, eine Militäreinrichtung zu stürmen und sich Zugang zu einem Waffenlager zu verschaffen. Es habe sich um "Randalierer" gehandelt, die Massenmord hätten begehen wollen, indem sie versucht hätten, Waffen und militärische Ausrüstung zu stehlen. Die Männer gehörten laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zu einer zum Tode verurteilten vierköpfigen Gruppe. Bereits letzte Woche hatte der Iran einen 18-Jährigen hingerichtet. Auch er war nach den landesweiten regierungsfeindlichen Protesten im Januar verurteilt worden, die von der Islamischen Republik im Rahmen der größten Niederschlagung in ihrer Geschichte unterdrückt worden waren. Elf Männern drohe laut Amnesty wegen ihrer Teilnahme an den Protesten die unmittelbare Hinrichtung. Sie seien während ihrer Haft gefoltert worden und anderen Misshandlungen ausgesetzt gewesen, bevor sie in grob unfairen Verfahren, die auf erzwungenen Geständnissen beruhten, verurteilt worden seien, fügte die Organisation hinzu.
+++ 07:43 Trump: Geretteter Pilot gesund und munter +++
Der gerettete US-Pilot (siehe Eintrag von 06:02 Uhr) ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wohlbehalten. Er habe zwar Verletzung davongetragen, aber es gehe ihm gut, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. "Das US-Militär hat eine der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen in der Geschichte der USA bewerkstelligt - für einen unserer unglaublichen Offiziere, der zufällig auch ein hoch angesehener Oberst ist und von dem ich Ihnen voller Freude mitteilen kann, dass er GESUND und MUNTER ist", schreibt Trump.
+++ 07:00 Iran: Drei Tote bei Angriffen nahe Grenze zu Aserbaidschan +++
Bei Angriffen der USA und Israels im Nordwesten des Iran sind nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim drei Menschen getötet worden. Drei weitere Menschen seien bei den Attacken auf die Ortschaften Dschafarabad und Germi in der an Aserbaidschan angrenzenden Provinz Ardabil verletzt worden, meldete Tasnim unter Berufung auf den Regionalgouverneur weiter. Der Iran wirft Israel seit längerem vor, das Territorium des Nachbarlands Aserbaidschan für Geheimdienstoperationen und Angriffe zu nutzen. Israel ist ein wichtiger Waffenlieferant für den Staat im Südkaukasus. Nach den mehrtägigen Angriffen Israels und der USA auf den Iran im Juni 2025 hatte Aserbaidschan dem Iran zugesichert, sein Staatsgebiet werde nicht für Angriffe auf das Nachbarland genutzt. Anfang März waren mehrere Drohnen in der aserbaidschanischen Region Nachitschewan abgestürzt. Aserbaidschan machte dafür den Iran verantwortlich. Teheran wies dies zurück und beschuldigte Israel.
+++ 06:21 Südkorea bittet Golfstaaten wegen Iran-Kriegs um Energiesicherheit +++
Südkorea bittet die Golfstaaten um stabile Energielieferungen. Finanzminister Koo Yun-cheol habe zudem um den Schutz koreanischer Schiffe in der Straße von Hormus gebeten, teilt das Ministerium mit. Die Gesandten sagten eine enge Abstimmung zu, um die Versorgung zu gewährleisten. Hintergrund ist der eskalierende Krieg mit dem Iran, der den Schiffsverkehr stört.
+++ 06:02 Berichte: Zweites Besatzungsmitglied von abgeschossenem US-Kampfjet gerettet +++
US-Streitkräfte haben das zweite Besatzungsmitglied eines im Iran abgestürzten F-15-Kampfjets gerettet. Das melden das Portal "Axios" und der TV-Sender Al Jazeera. Der Rettung gingen dem Bericht zufolge "heftige Feuergefechte" mit Regimekräften voraus.
+++ 05:30 Angriffe auf Kuwait: Kraftwerke und Entsalzungsanlagen erheblich beschädigt +++
Die kuwaitische Armee meldet in der Nacht mehrere Drohnen- und Raketenangriffe aus dem Iran. Dabei wurden auch auch zwei Kraftwerke mit angeschlossener Wasserentsalzungsanlage beschädigt. Die Anlagen seien "im Rahmen des abscheulichen iranischen Angriffs" mit "feindlichen Drohnen" angegriffen worden, es sei "erheblicher Sachschaden" entstanden, erklärt das kuwaitische Elektrizitäts- und Wasserministerium. Menschen seien durch den Angriff nicht zu Schaden gekommen. Schon vorher wurde gemeldet, dass auch ein Regierungskomplex des Golfemirats getroffen wurde. Auch hier soll es keine Verletzten geben.
+++ 04:20 Iranische Medien: USA greifen Suchort von vermisstem US-Soldaten an +++
Im Iran soll es Luftangriffe in dem Gebiet geben, in dem das vermisste Besatzungsmitglied aus dem abgeschossenen F15-Jet gelandet sein könnte. Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim schreibt auf Telegram unter Berufung auf eine militärische Quelle, die USA versuchten, ihren Soldaten zu töten, nachdem sie die Hoffnung aufgegeben hätten, ihn lebend zu retten. Ob sich der Vermisste in der Gewalt des Militärs befindet, sagte die Quelle demnach nicht. Bei Luftangriffen in dem Areal habe es drei Tote gegeben, heißt es weiter. Die "New York Times" zitierte indes einen israelischen Beamten, wonach Israels Militär Angriffe in dem Gebiet, in dem der Pilot vermisst werde, ausgesetzt seien. Keine der Angaben ließ sich zunächst unabhängig überprüfen.
+++ 03:39 US-Satellitenbild-Unternehmen veröffentlicht bis auf Weiteres keine Aufnahmen aus Nahost +++
Der Anbieter von Satellitenbildern Planet Labs stellt auf Bitten der US-Regierung die Veröffentlichung von Aufnahmen aus dem Iran und der Konfliktregion im Nahen Osten auf unbestimmte Zeit ein. Das kalifornische Unternehmen komme damit einer Aufforderung der Regierung in Washington nach, teilte es in einer E-Mail an Kunden mit. Demnach hat die US-Regierung alle Anbieter von Satellitenbildern aufgefordert, auf unbestimmte Zeit keine Bilder aus der Konfliktregion zu veröffentlichen. Die Maßnahme verschärft eine bereits im Vormonat verhängte Regelung, die eine 14-tägige Verzögerung bei der Veröffentlichung von Bildern vorsah. Damit sollte verhindert werden, dass Gegner die Aufnahmen für Angriffe auf die USA und ihre Verbündeten nutzen
+++ 02:40 Iran feuert erneut Raketen auf Israel +++
Der Iran feuert in der Nacht erneut Raketen auf Israel. Die Luftabwehrsysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren, teilt Israels Armee mit. Schon am Freitag hatte der Iran das israelische Staatsgebiet nach Militärangaben mit fünf Angriffswellen überzogen, auch aus dem Libanon und Jemen sei je eine Rakete abgefeuert worden.
+++ 01:57 Kuwait: Iranische Drohne trifft Finanzministerium +++
Kuwait gerät erneut unter iranischen Beschuss. Beim Einschlag einer iranischen Drohne in einem Gebäude des Finanzministeriums sei erheblicher Sachschaden entstanden, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Kuna unter Berufung auf das Ministerium. Verletzte habe es nicht gegeben. Eine weitere Drohne traf eine Anlage des Ölkonzerns Kuwait Petroleum Corporation und löste einen Brand aus. Verletzt worden sei niemand, heißt es.
+++ 00:56 Trump: Hohe Militärs bei Angriff auf Teheran getötet +++
Bei einem Luftangriff auf Teheran sind nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zahlreiche hochrangige Militärvertreter des Iran getötet worden. "Viele der militärischen Anführer des Iran, die das Land schlecht und unklug geführt haben, werden - neben vielem anderen - durch diesen massiven Angriff in Teheran ausgeschaltet", schreibt Trump auf Truth Social. Dazu veröffentlicht er ein Video mit nächtlichen Explosionen über einer nicht näher erkennbaren Stadt. Zum Zeitpunkt des von ihm erwähnten Angriffs machte Trump keine Angaben.
+++ 23:19 Irans Militär: Trumps Drohungen sind "hilflos" +++
Irans Militär reagiert auf die Drohungen von US-Präsident Trump, der den Iran mit martialischen Worten an ein von ihm gesetztes Ultimatum für die Öffnung der Straße von Hormus erinnert hat. "Der aggressive und kriegslüsterne US-Präsident hat nach aufeinanderfolgenden Niederlagen hilflos, wankelmütig, gereizt und dumm damit begonnen, die Infrastruktur und das Eigentum" des Iran zu bedrohen, zitiert das iranische Staatsfernsehen den Chef des Kommandos der iranischen Streitkräfte, General Ali Abdollahi Aliabadi. Er droht demnach seinerseits mit "zerstörerischen und ununterbrochenen Angriffen" und sagt in Anlehnung an Trumps "Höllen"-Drohung: "Die einfache Bedeutung dieser Botschaft ist, dass sich für euch die Tore der Hölle öffnen werden."
+++ 22:25 Hunderte Menschen fordern in Tel Aviv ein Ende des Krieges +++
Hunderte Menschen demonstrieren in Tel Aviv gegen den Iran-Krieg. Die Demonstranten versammeln sauf dem zentralen Habima-Platz der israelischen Stadt mit Schildern mit der Aufschrift: "Nicht bombardieren - reden! Beendet den endlosen Krieg!" Eine Frau bezeichnete den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu auf einem Protestplakat als "die größte Bedrohung für die Existenz Israels".
+++ 21:46 Iran zeigt sich offen für Verhandlungen in Pakistan +++
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi zeigt sich offen für Vermittlungsgespräche in Islamabad. Der Iran habe sich nie geweigert, dorthin zu reisen, sagt er. Wichtig seien die Bedingungen für ein endgültiges und dauerhaftes Ende des "illegalen Krieges, der uns aufgezwungen wird".
+++ 21:13 Iran: Fünf Tote nach Angriff auf Petrochemie-Zentrum +++
Bei US-israelischen Angriffen auf ein petrochemisches Zentrum im Südwesten des Iran sind nach Behördenangaben fünf Menschen getötet worden. Dies meldet die Nachrichtenagentur Isna unter Berufung auf den Vize-Gouverneur der Provinz Chusestan, Valljollah Hajati. Zuvor hatten Staatsmedien von fünf Verletzten gesprochen.
+++ 20:35 Ölpreisschock: Senegal verbietet Dienstreisen +++
Wegen der explodierenden Ölpreise infolge des Iran-Krieges streicht die Regierung des Senegal alle nicht notwendigen Auslandsreisen für Minister und Regierungsmitarbeiter. Ministerpräsident Ousmane Sonko warnt vor extrem schwierigen Zeiten. Die stark gestiegenen Energiekosten belasten den Haushalt des westafrikanischen Landes. "Kein Minister meiner Regierung wird das Land verlassen, es sei denn, es handelt sich um eine unerlässliche Aufgabe, die mit unserer aktuellen Arbeit zusammenhängt", sagt der Regierungschef. Er selbst habe geplante Reisen in den Niger, nach Spanien und Frankreich abgesagt.
+++ 19:58 Insider: Israel bereitet Angriff auf iranische Energieanlagen vor +++
Israel bereitet nach Angaben eines ranghohen Vertreters des Verteidigungsministeriums einen Angriff auf iranische Energieanlagen vor. Die Regierung in Jerusalem warte jedoch noch auf grünes Licht aus den USA, sagte der Insider. Jeder derartige Schlag dürfte in der kommenden Woche erfolgen. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran ein 48-Stunden-Ultimatum unter Verweis auf eine frühere Forderung gestellt, entweder ein Abkommen zu schließen oder die Straße von Hormus wieder zu öffnen.
+++ 19:33 Medien: Iran nimmt Irak von Hormus-Beschränkungen aus +++
Der Iran nimmt örtlichen Medienberichten zufolge den Irak von jeglichen Beschränkungen für die Passage durch die Straße von Hormus aus. Die Medien berufen sich auf das gemeinsame iranische Militärkommando Chatam al-Anbija. Eine Stellungnahme der Regierung in Bagdad liegt bislang nicht vor.
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