Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 15:50 Russische Zentralbank senkt Leitzinsen - auf 15 Prozent +++

20.03.2026, 00:01 Uhr

Die russische Zentralbank reagiert auf die Schwäche der Wirtschaft des Landes mit einer Senkung der Leitzinsen von 15,5 auf 15 Prozent. "Aktuelle Daten und Konjunkturumfragen deuten auf ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum zu Beginn des Jahres 2026 hin", erklärt die Notenbank. "Die Verbrauchernachfrage hat sich nach ihrem starken Anstieg Ende 2025 abgekühlt." Im Februar hatte die Zentralbank bereits einen Zinsschritt um einen halben Prozentpunkt nach unten beschlossen. Zuvor hatte die Bank die Leitzinsen wegen der hohen Inflation zwei Jahre lang bei fast 20 Prozent gehalten. Im vergangenen Jahr lag die Inflation noch bei 5,6 Prozent, nach 9,5 Prozent im Jahr 2024. Die Zentralbank rechnet nun nach eigenen Angaben mit einem weiteren Rückgang der Inflation bis zum Jahresende. Sie stellt jedoch fest, dass "die Unsicherheit hinsichtlich des externen Umfelds erheblich zugenommen hat".

+++ 15:26 Kreml stellt wieder Bedingungen für Teilwaffenruhe +++

Seit Jahren versucht der Kreml den Eindruck zu vermitteln, gesprächsbereit zu sein. Auch jetzt stellt er eine mögliche Teilwaffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen in Aussicht - unter bestimmten Bedingungen. Kiew müsse dazu die Attacken gegen die russische Öl- und Gasinfrastruktur einstellen und die "Erpressung anderer Länder, darunter auch Mitgliedstaaten der EU" im Energiesektor beenden, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Zuletzt hatte Russland ukrainische Drohnenattacken auf Kompressorstationen für eine Gaspipeline in die Türkei beklagt. Nach Darstellung Moskaus führen solche Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur zu weiteren Steigerungen beim Öl- und Gaspreis. Seit Monaten attackiert Russland massiv ukrainische Energieanlagen und zögert Vorstöße für eine Waffenruhe hinaus.

+++ 15:01 Ukraine entsendet mehr als 200 Spezialisten zur Drohenabwehr nach Nahost +++

Eigentlich braucht die Ukraine im Krieg gegen Russland jeden Mann. Dennoch entsendet das Land 228 Spezialisten zur Drohnenabwehr in den Nahen Osten. Kiew arbeite mit dortigen Staats- und Regierungschefs an der Unterzeichnung "ernsthafter Abkommen", sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Zudem setzten ukrainische und US-Arbeitsgruppen ihre Arbeit an bilateralen Dokumenten fort. Bei einem Treffen in den USA am Wochenende solle ein weitreichendes Drohnen-Abkommen besprochen werden, erklärt Selenskyj weiter.

+++ 14:32 Neues Gesetz: Russisches Militär soll künftig im Ausland inhaftierte Russen befreien können +++

Russlands Streitkräfte sollen künftig auch im Ausland inhaftierte russische Staatsbürger befreien können, wenn diese nach Auffassung von Kremlchef Wladimir Putin zu Unrecht verurteilt wurden. Das sieht eine Gesetzesänderung vor, die nun mit Vorrang in der Staatsduma angenommen werden solle, sagt Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin. Es gehe um eine "Stärkung des Schutzes der Rechte unserer Bürger vor Handlungen unfreundlicher Staaten", so Wolodin, ein enger Vertrauter Putins. Die Annahme der von der Regierung bereits gebilligten Gesetzesänderung ist eine Formalie.

+++ 14:03 Iran-Krieg füllt Kremlkassen: Bis zu 250 Milliarden Dollar für Putin +++

Russland kann aufgrund des Iran-Kriegs mit erheblichen Mehreinnahmen aus dem Rohstoff-Geschäft rechnen. Zu diesem Schluss kommt eine dem "Spiegel" vorliegende ökonomische Folgenabschätzung des KSE Institutes der Kyiv School of Economics. Selbst im optimistischen Fall eines baldigen Kriegsendes am Golf dürfte Russland wegen der höheren Öl- und Gaspreise 84 Milliarden Dollar an Mehreinnahmen generieren. Die direkten Steuereinnahmen des Kremls würden um 45 Milliarden Dollar steigen. "Aus Sicht der europäischen Sicherheitspolitik muss die Durchfahrt durch die Straße von Hormus so schnell wie möglich wieder ermöglicht werden, egal wie", sagt Studien-Autor Benjamin Hilgenstock dem "Spiegel". Hilgenstock ist Ökonom und Direktor des KSE-Zentrums für Geoökonomie. Sollte sich der Krieg länger hinziehen, könnten Russlands Einnahmen noch weiter steigen. Bei einem Ende der Kampfhandlungen Ende Mai lägen sie bei 161,3 Milliarden Dollar und das Plus der Steuereinnahmen bei 97 Milliarden Dollar.

+++ 13:37 Französische Marine stoppt Tanker der russischen Schattenflotte +++

Die französische Marine setzt im westlichen Mittelmeer ein Schiff der russischen Schattenflotte fest. Dabei handelt es sich um den Tanker "Deyna", wie Präsident Emmanuel Macron auf X mitteilt. "Diese Schiffe, die internationale Sanktionen umgehen und das Seerecht verletzen, sind Kriegsgewinnler", schreibt Macron. "Sie wollen Gewinne einstreichen und den russischen Angriffskrieg finanzieren. "Lokalen Behörden zufolge enterte die französische Marine den unter der Flagge Mosambiks fahrenden Öltanker, nachdem der Verdacht aufkam, das aus dem russischen Hafen Murmansk kommende Schiff fahre unter falscher Flagge. Der Einsatz sei gemeinsam mit Großbritannien ausgeführt worden, teilt die französische Mittelmeer-Präfektur mit. Das Schiff sei zur weiteren Untersuchung zu einem Ankerplatz gebracht worden. Mit der Schattenflotte versucht Russland, die internationalen Sanktionen wegen seines Krieges gegen die Ukraine zu umgehen und sein Öl auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Dabei kommen oft veraltete Tanker mit unklaren Besitzverhältnissen zum Einsatz, die auch eine Bedrohung für die Umwelt darstellen können. Eine russische Stellungnahme liegt nicht vor.

+++ 13:16 Hilfe für Ukraine: "Der Aufwand erhöht sich einfach" +++

Seit über vier Jahren unterstützt Frank Bender mit seinem Verein Blau-Gelbes Kreuz die Ukraine. Die Hilfslieferungen aus Deutschland reichen von Stromgeneratoren über Rettungsfahrzeuge bis zu lebensrettenden Notfallrucksäcken. Doch der Krieg im Iran stellt ihn und seine Mitstreiter vor Herausforderungen.

+++ 12:38 Tass: Russisches Militär veröffentlicht Zahlen zu Verlusten der Ukrainer +++

Die russische Luftwaffe will in der vergangenen Woche 40 Fliegerbomben, 12 HIMARS-Raketen und 2.615 Drohnen der ukrainischen Streitkräfte abgeschossen haben. Das berichtet zumindest die staatliche Nachrichtenagentur Russlands, Tass, unter Berufung auf Angaben des russischen Verteidigungsministeriums. Demnach haben die russischen Streitkräfte seit Beginn des Krieges 671 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 125.225 Drohnen, 652 Flugabwehrraketensysteme, 28.366 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge des ukrainischen Militärs zerstört.

+++ 12:00 ISW: Russen rücken im Gebiet um Kostjantyniwka-Druschkiwka vor +++

Die russischen Streitkräfte sind kürzlich im taktischen Gebiet zwischen Kostjantyniwka-Druschkiwka in der Region Donezk sowie in Richtung der ukrainischen Stadt Huljajpole in der Region Saporischschja vorgerückt. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 11:37 Russland: Toter in russischer Grenzregion nach ukrainischem Drohnenangriff +++

In der russischen Grenzregion Belgorod wurde ein Mann bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet. Das berichten örtliche Behörden.

+++ 11:15 Tass: Brand in einem Umspannwerk im russischen Krasnodar +++

In einem Umspannwerk in der russischen Region Krasnodar brennt es. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Russlands, Tass, unter Berufung auf die regionale Katastrophenschutzbehörde. Demnach soll der Brand durch herabfallende Trümmerteile einer Drohne verursacht worden sein. 40 Personen sollen das Feuer bereits unter Kontrolle gebracht haben, so Tass.

+++ 10:40 Bericht: Russen schießen Drohne auf ein Fahrzeug einer ukrainischen Hilfsorganisation +++

Russische Streitkräfte haben mit einer Drohne ein Fahrzeug der humanitären Mission Proliska im Dorf Oleksijewo-Druschkiwka in der Region Donezk angegriffen. Das berichtet "Ukrainska Pravda". "Ein schlimmer Morgen in der Region Donezk. Unser Evakuierungsteam in Oleksijewo-Druschkiwka wurde von einer russischen Drohne angegriffen", zitiert "Ukrainska Pravda" den Leiter der ukrainische Nichtregierungsorganisation Proliska. "Leider gibt es Verletzte und Tote. Wir tun derzeit alles, um die Verletzten ins Krankenhaus zu bringen."

+++ 10:00 Ukraine schießt 133 von 156 russische Drohnen ab +++

Die ukrainischen Luftabwehrkräfte haben innerhalb der vergangenen zwölf Stunden 133 von insgesamt 156 Drohnen abgeschossen, die von russischen Truppen gegen die Ukraine gestartet worden waren. Das teilt die ukrainische Luftwaffe auf Telegram mit. Demnach soll es zu 19 Einschlägen von Drohnen an 13 Orten gekommen sein, an sieben Orten sollen Trümmerteile abgeschossener Drohnen heruntergefallen sein.

+++ 09:26 ISW: Ukraine zwingt russische Streitkräfte bei Oleksandrivka in taktische Dilemmata +++

Die russischen Streitkräfte setzen ihre Offensive in Richtung Oleksandrivka fort, können jedoch keine Fortschritte erzielen. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Dabei hätte das russische Militär seine Angriffe sogar erhöht, so die Analysten des ISW. Demgegenüber habe das ukrainische Militär 285 Quadratkilometer in dem Gebiet befreit, zitieren die Analysten des ISW einen Sprecher der ukrainischen Streitkräfte. Die jüngsten ukrainischen Vorstöße in Richtung Oleksandrivka und der anhaltende Erfolg der ukrainischen Verteidigungslinien bei der Eindämmung der russischen Offensive haben das russische Militärkommando in konkurrierende taktische und operative Dilemmata auf dem Schlachtfeld gezwungen, bilanzieren die ISW-Experten.

+++ 08:48 EVP-Sprecher: Ukraine wird Hilfskredit bekommen - trotz Orbans Veto +++

Der außenpolitische Sprecher der EVP-Fraktion im Europa-Parlament, Michael Gahler von der CDU erwartet, dass die Ukraine trotz der Blockade Ungarns den zugesagten Unterstützungskredit bekommt. Offenbar werde an einem Plan B gearbeitet, sagt Gahler im rbb24 Inforadio. Er verwies auf eine Äußerung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach dem EU-Gipfel vom Donnerstag: "Frau von der Leyen hat gesagt, dass wir Mittel und Wege finden, die Gelder doch auszuzahlen", so Gahler. Öffentlich darüber spekulieren sollte man zwar nicht, aber "ich gehe auch davon aus, dass die Ukraine und wir jedenfalls nicht an Herrn Orbán scheitern werden". Gahler sagt, das Verhalten des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban sei "absolut schändlich" und ergänzte: "Orban wird hoffentlich von seinen eigenen Wählern am 12. April endlich abgewählt".

+++ 08:07 Ukraine: Frachter in Odessa bei russischem Angriff getroffen +++

Bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Schwarzmeer-Region Odessa sind nach Angaben der örtlichen Behörden zwei unter ausländischer Flagge fahrende Handelsschiffe beschädigt worden. Bei dem nächtlichen Angriff seien zudem zwei Menschen verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, weiter mit. Getroffen worden seien auch ein Getreidesilo und Verwaltungsgebäude. Die beiden zivilen Frachter unter der Flagge von Palau und Barbados hätten im Hafen gelegen und seien mit Getreide beladen gewesen. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Russland greift immer wieder die ukrainische Hafeninfrastruktur an, die auch für die weltweite Getreideversorgung wichtig ist.

+++ 07:38 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.285.700 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1610. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem drei Panzer, 31 Artilleriesysteme und 1480 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 11.789 Panzer, 38.569 Artilleriesysteme, 1333 Flugabwehrsysteme und 435 Flugzeuge, 349 Hubschrauber, 187.204 Drohnen, 33 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind.

+++ 06:59 Ukrainische Nationalgarde zerstört russische Raketenwerfer bei Pokrowsk +++

Eine Spezialeinheit der ukrainischen Nationalgarde für Luftabwehr soll sechs russische Raketenwerfer im Raum von Pokrowsk zerstört haben. Das berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform. In dem Bericht veröffentlicht die Agentur auch ein Video, dass die Aktion der Spezialeinheit zeigen soll. Damit habe die ukrainische Truppe die Kampffähigkeiten der Russen "erheblich eingeschränkt", so Ukrinform. Die ukrainische Nationalgarde ist eine paramilitärische Kampftruppe der Ukraine, die dem Innenministerium untersteht und nicht dem Verteidigungsministerium. Im Krieg unterstützt sie die ukrainischen Streitkräfte.

+++ 06:24 Ukraine meldet heftigen Drohnenangriff auf Charkiw +++

Russische Streitkräfte haben die Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine mit Drohnen angegriffen. Das teilt der Bürgermeister der Stadt, Ihor Terechow, auf Telegram mit. Demnach ist eine russische Drohne in der Nähe einer Bildungseinrichtung im Stadtteil Schewtschenkivskyi eingeschlagen. Derzeit werden die Schäden noch begutachtet, so Terechow. Fenster des Gebäudes sollen zerstört worden sein. Bislang lägen keine Informationen über Opfer vor.

+++ 06:01 Ukraine: Eine Tote bei russischen Angriffen auf Saporischschja +++

Bei russischen Angriffen in der Region Saporischschja im Süden der Ukraine ist nach Angaben des Regionalgouverneurs eine Frau getötet worden. Zwei weitere Menschen, darunter ein 10-jähriger Junge, seien bei den zwei Angriffen auf Wohnhäuser verletzt worden, erklärt Regionalgouverneur Iwan Fedorow im Onlinedienst Telegram.

+++ 05:36 Liste deutscher Rüstungsfirmen an der Börse wächst +++

Mit dem Zulieferer Vincorion wagt eine weitere deutsche Rüstungsfirma den Sprung auf das Börsenparkett. Für den heutigen Freitag ist der erste Handelstag mit Anteilsscheinen des Unternehmens aus Wedel bei Hamburg vorgesehen. Seit Beginn des Ukraine-Krieges boomt die Branche, die Nachfrage nach Waffen und Rüstungsgütern ist groß. Das macht den Markt auch für Investoren attraktiv.

+++ 05:10 Bericht: Ukraine will Zusammenarbeit mit Lateinamerika verstärken +++

Die Ukraine will offenbar die Zusammenarbeit mit Ländern in Lateinamerika verstärken. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf Präsident Wolodymyr Selenskyj. Demnach habe Außenminister Andrij Sybiha vor Ort mit seinem chilenischen Amtskollegen und Vertretern von mehr als zehn weiteren Ländern in der Region gesprochen. 

+++ 01:44 EU will Ukraine-Kredit trotz ungarischer Blockade auszahlen +++

Die EU will Wege finden, den zugesagten Kredit von 90 Milliarden Euro an die Ukraine trotz des anhaltenden Widerstands Ungarns auszuzahlen. "Wir werden auf die eine oder andere Weise liefern", sagt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach dem EU-Gipfel in Brüssel. EU-Ratspräsident Antonio Costa erklärt dazu, die EU-Staats- und Regierungschefs hätten den "inakzeptablen" Widerstand Ungarns gegen die Auszahlung des Ukraine-Kredits bei ihrem Treffen verurteilt: "Eine Vereinbarung ist eine Vereinbarung, wir müssen zu unserem Wort stehen. Und niemand kann den Europäischen Rat erpressen."

+++ 00:21 Merz nennt Orbans Blockade "groben Verstoß gegen Loyalität der Mitgliedstaaten" +++

Bundeskanzler Friedrich Merz hat den ungarischen Regierungschef Viktor Orban wegen dessen Blockade eines bereits beschlossenen Milliarden-Kredits für die Ukraine scharf kritisiert. "Dies ist ein grober Verstoß gegen die Loyalität der Mitgliedstaaten untereinander und beschädigt die Handlungsfähigkeit, das Ansehen der Europäischen Union als Ganzes", sagte Merz nach dem EU-Gipfel in Brüssel. "Das wird auch Konsequenzen haben, die weit über dieses einzelne Ereignis hinausreichen", mahnte Merz.

+++ 23:36 EU-Gipfel endet ohne Freigabe von Finanzhilfen für Ukraine +++

Bundeskanzler Friedrich Merz und die anderen EU-Spitzen haben Ungarns Regierungschef Viktor Orban bei einem Gipfeltreffen in Brüssel nicht zur Aufgabe seiner Blockade von milliardenschweren Finanzhilfen für die Ukraine bewegen können. Die Beratungen endeten am späten Abend ohne eine Lösung des Streits, wie mehrere Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur sagten.

+++ 23:12 USA erlassen neue Ausnahmeregelung für russisches Öl +++

Die USA haben eine neue Lizenz für den Verkauf von russischem Öl erlassen, um die durch den Nahost-Konflikt gestiegenen Energiepreise zu dämpfen. Die neue Regelung ersetzt eine frühere und ist bis zum 11. April gültig, teilt das US-Finanzministerium mit. Geschäfte mit Nordkorea, Kuba und der Krim sind davon jedoch ausgeschlossen.

+++ 22:10 Ukrainische Streitkräfte wehren Angriff der Russen bei Pokrowsk ab +++

Ukrainische Streitkräfte melden die Abwehr eines russischen Angriffs im Sektor Pokrowsk ab. Innerhalb von 48 Stunden sei eine feindliche Streitmacht in Kompaniestärke vernichtet worden, heißt es laut Ukrinform in einer Mitteilung der 3. Spartan- Einsatzbrigade der Nationalgarde der Ukraine auf Facebook. Das russische Oberkommando habe im Pokrowsk-Sektor erhebliche Streitkräfte für den Angriff eingesetzt und hoffte, das regnerische Wetter auszunutzen. Die feindliche Infanterie habe versucht, mit Autos, Motorrädern und Quads vorzurücken. Die Spartan-Brigade stoppte jedoch eigenen Angaben zufolge zusammen mit benachbarten Einheiten die feindliche Offensive.

+++ 21:40 USA: Einigung mit Belarus über Freilassung von 250 Häftlingen +++

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat 250 Häftlinge freigelassen und dafür weitere Lockerungen der US-Sanktionen erhalten. Die Freilassungen erfolgten nach Gesprächen zwischen Lukaschenko und dem US-Gesandten John Coale in Minsk, teilt die US-Botschaft in Litauen mit (Eintrag 18:50 Uhr). Die USA willigten ein, Sanktionen gegen zwei belarussische Banken und das Finanzministerium des Landes aufzuheben. Unter den Freigelassenen befindet sich Marfa Rabkowa, Koordinatorin des Freiwilligennetzwerks der Menschenrechtsgruppe Wjasna. Sie war im September 2020 festgenommen worden und verbüßte eine Haftstrafe von 14 Jahren und neun Monaten wegen Extremismus und anderer Vorwürfe, die sie bestritt. Coale zufolge könnte Lukaschenko bald die USA besuchen. Dies wäre ein Durchbruch für den seit 1994 regierenden autoritären Staatschef, der nach Jahren der Isolation seine Beziehungen zu den USA und Europa verbessern will. Nach Angaben von Wjasna befinden sich noch mehr als 1100 politische Gefangene in Belarus.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.