Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 11:07 Ukrainer erbeuten russischen Igelpanzer +++

13.01.2026, 00:01 Uhr

Im November sorgt ein neuartiger Panzer der russischen Armee das Aufsehen - nicht nur bei den Ukrainern. Der einem Igel anmutende, umgebaute Panzer trägt die neueste Version eines Aufsatzes, der das Kriegsgerät gegen Drohnenangriffe sichern soll. Jetzt haben die ukrainischen Streitkräfte einen solchen Panzer erkämpft. "Soldaten des Panzerbataillons haben in Zusammenarbeit mit Kämpfern des 1. Angriffsbataillons der 92. separaten Angriffsbrigade einen russischen T-80-Panzer erbeutet", teilt die 92. Schützenbrigade auf Telegram mit. Der Panzer sei außer Gefecht gesetzt worden und nun eine Trophäe.

+++ 10:44 Sacharowa: Selenskyj-Regime für Morde an Journalisten verantwortlich +++

Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, macht den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selensykj für Morde an russischen Journalisten verantwortlich. "Dutzende Journalisten und Kriegsberichterstatter bezahlten den höchsten Preis für ihre Überzeugungen und fielen tragischerweise gezielten Angriffen von Neonazis der ukrainischen Streitkräfte an der Front oder von Saboteuren des Kiewer Regimes fernab der Kontaktlinie zum Opfer", teilt sie anlässlich des russischen Tages der Presse mit. "Weder die direkten Täter dieser blutigen Verbrechen und Terroranschläge noch ihre Führung noch die westlichen Unterstützer der Gräueltaten des Selenskyj-Regimes werden der Verantwortung für diese und andere Morde an Zivilisten entgehen, denen Medienschaffende nach internationalem Recht gleichgestellt sind."

+++ 10:22 Schweden investiert Multimillionenbetrag in Drohnen +++

Schweden wird 4 Milliarden Kronen (umgerechnet 374 Millionen Euro) für Drohnen ausgeben, die in den nächsten zwei Jahren geliefert werden sollen, kündigt der schwedische Verteidigungsminister Pal Jonson an. Das Nato-Mitglied werde unbemannte Systeme erwerben, darunter Langstrecken-Angriffsdrohnen, Systeme für die elektronische Kriegsführung und Überwachungsdrohnen sowie Drohnen zur maritimen Überwachung und Minenräumung. Darüber hinaus werde die Regierung 1,3 Milliarden Kronen (121,5 Millionen Euro) in neue Militärsatelliten investieren, führt Jonson aus. "Niemand weiß, wie der nächste Krieg aussehen wird, aber eines ist klar: Das zukünftige Schlachtfeld wird von unbemannten Systemen und großer Reichweite geprägt sein", sagt Jonson auf der jährlichen Verteidigungskonferenz Schwedens in Salen. "Wer das nicht versteht, wird entweder tot oder besiegt sein. Krieg ist, wie wir wissen, ein grausamer Lehrmeister."

+++ 10:01 Selenskyj beklagt fehlendes "militärisches Verantwortungsgefühl" +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, der Kreml habe in der vergangenen Nacht acht ukrainische Regionen angegriffen. Hauptziel der russischen Schläge sei der Energiesektor gewesen. "Fast 300 Kampfdrohnen, die meisten davon vom Typ Shahed, sowie 18 ballistische Raketen und 7 Marschflugkörper wurden heute Nacht von den Russen über der Ukraine abgefeuert. Hauptziel des Angriffs war erneut unser Energiesektor: Kraftwerke und Umspannwerke. Leider wurden zahlreiche Wohnhäuser und zivile Infrastrukturen zerstört", so Selenskyj auf Telegram. Ihm zufolge griffen die Russen "ohne jegliches militärisches Verantwortungsgefühl" ein Postamt in Korotytsch in der Region Charkiw an und töteten dabei vier Menschen (siehe Eintrag von 6:40 Uhr).

+++ 09:24 Ukrainischer Angriff in Taganrog: Russland äußert sich zu Schäden +++

Bei einem Drohnenangriff in Taganrog im Süden Russlands (siehe Eintrag von 6:00 Uhr) wurden zwei Industrieanlagen, acht Wohnhäuser und mehrere Fahrzeuge beschädigt. Das sagt Bürgermeisterin Swetlana Kambulowa. Über Verletzte oder Todesopfer gibt sie bisher keine Auskunft. Eine Arbeitsgruppe sei unterwegs, die beschädigten fünf Mehrfamilien- und drei Einfamilienhäuser zu begutachten. Lediglich sieben ukrainische Drohnen konnte die russische Luftabwehr im Anflug zerstören, hieß es am Morgen (siehe Eintrag von 8:58 Uhr).

+++ 08:58 Russland zerstört elf Drohnen, die Ukraine fast 22-mal so viele +++

Die Streitkräfte Russlands haben in der vergangenen Nacht eigenen Angaben zufolge elf ukrainische Drohnen in ihrem Anflug zerstört. Die meisten davon, sieben, seien über dem Gebiet Rostow abgeschossen worden. Jeweils eine sei über Belgorod, Kursk, Orjol und der Krim zerstört worden, teilt das Verteidigungsministerium des Kreml mit. Die Luftwaffe der Ukraine meldet hingegen die Zerstörung zweier ballistischer Raketen vom Typ Iskander-M, von fünf Marschflugkörpern des Typs Iskander-K sowie 240 unbemannter Luftfahrzeuge. Das entspricht nahezu der 22-fachen Anzahl der russischen Drohnen-Abwehrschläge.

+++ 08:25 Ballistische Raketen auf Kiew gefeuert +++

Russland feuerte in der vergangenen Nacht ballistische Raketen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ab. Das berichtet die Zeitung "Kyiv Independent". Beobachterkanäle hätten "zahlreiche" ballistische Raketen festgestellt. Die Reporter bemerkten gegen 1.10 Uhr Ortszeit eine Erschütterung durch Explosionen. "Weitere Explosionen waren gegen 8.30 Uhr zu hören", so die Zeitung am Morgen.

+++ 08:05 Russische Armee greift Wärmekraftwerk in der Ukraine an +++

Die russische Armee greift erneut ein Wärmekraftwerk an, teilt das Unternehmen DTEK Group mit. Bei der Attacke seien Anlagen des Wärmekraftwerks erheblich beschädigt worden. Es handelt sich um den achten massiven Angriff auf die Wärmekraftwerke des Unternehmens seit Oktober 2025. "Insgesamt wurden die Kraftwerke von DTEK seit Beginn der groß angelegten Invasion mehr als 220 Mal vom Feind angegriffen", so die Betreiber in ihrer Mitteilung. "Dabei wurden 59 Mitarbeiter verletzt, 4 kamen ums Leben."

+++ 07:39 Grünste Stadt der Ukraine: Angeblich Kämpfe in Swjatohirsk ausgebrochen +++

Der Kreml will die "Volksrepublik Donezk" - also die ukrainische Oblast - befreien. Nun brechen im Norden der Region neue Kämpfe aus, berichtet der Berater des russischen Chefs der "Volksrepublik", Igor Kimakowski. "Die ersten Gefechte begannen am östlichen Stadtrand von Swjatohirsk, entlang des Flusses Siwerskyj Donez", sagt er der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass. Laut DeepState sind die russischen Kräfte noch einige Kilometer von Swjatohirsk entfernt. Die Stadt war über Jahre die grünste Gemeinde der Ukraine. Auf jeden der über 4200 Einwohner entfielen im Jahr 2004 144 Quadratmeter Parkfläche. Seit dem Krieg nahm der Baumbestand ab. Dies dürfte sich nun deutlich fortsetzen.

+++ 07:00 Kreml-Kräfte töten Ukrainer bei "PR-Aktion" nahe Pokrowsk +++

Russische Streitkräfte haben eine Gruppe ukrainischer Streitkräfte getötet, die in der Nähe von Pokrowsk die ukrainische Flagge hissen wollten. Dies teilt das russische Verteidigungsministerium mit. "Das Kiewer Regime versucht weiterhin, Kämpfer der ukrainischen Streitkräfte einzusetzen, um ähnliche PR-Aktionen durchzuführen und so die angebliche Präsenz der ukrainischen Streitkräfte in von russischen Truppen befreiten Siedlungen zu beweisen", teilt das Ministerium mit. Es veröffentlicht ein Video des Luftangriffs auf die ukrainischen Soldaten.

+++ 06:40 Weitere Todesopfer bei russischem Angriff auf Charkiw +++

Die Zahl der Todesopfer durch einen russischen Drohnenangriff am Stadtrand von Charkiw ist auf vier gestiegen. Das teilt der Leiter der Charkiwer Militärverwaltung, Oleh Synjehubow, auf Telegram mit. Sechs weitere Menschen wurden seinen Angaben zufolge verletzt. Zuvor war von zwei Todesopfern die Rede (siehe Eintrag von 05:11 Uhr).

+++ 06:00 Ukraine greift südrussische Stadt Taganrog an +++

Die russische Luftabwehr wehrt einen ukrainischen Luftangriff auf die Stadt Taganrog im Süden Russlands ab. Das teilt der Gouverneur der Region Rostow, Juri Sljussar, über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Details zu den Folgen am Boden würden noch geklärt.

+++ 05:11 Mindestens zwei Tote bei Angriff in Charkiw +++

Bei einem russischen Angriff am Stadtrand von Charkiw im Nordosten der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Außerdem gebe es drei Verletzte, erklärt der Gouverneur der Region Charkiw, Oleh Synjehubow, auf Telegram. Ein weiterer Angriff mit einer Langstreckendrohne habe in einer medizinischen Einrichtung für Kinder ein Feuer ausgelöst, so Charkiws Bürgermeister Igor Terechow. Ersten Erkenntnissen zufolge wurde dabei niemand verletzt.

+++ 04:41 Kallas und Pistorius beraten in Berlin über EU-Verteidigung +++

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas trifft heute Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius zu ihrem Antrittsbesuch im Berliner Bendlerblock. Nach einer Begrüßung mit militärischen Ehren stehen die Stärkung der europäischen Verteidigungsbereitschaft sowie die weitere Unterstützung der Ukraine im russischen Angriffskrieg im Zentrum der Gespräche.

+++ 03:30 Ukraine vergibt Abbaurechte für Lithium an US-nahe Investoren +++

Die Ukraine vergibt die Rechte für den Abbau des Lithium-Vorkommens Dobra an eine Investorengruppe mit Verbindungen in die USA. Im Rahmen der Vereinbarung zur Produktionsteilung werde das Unternehmen eines der größten Lithiumvorkommen der Ukraine erschließen und die Förderung mit dem ukrainischen Staat teilen, teilt die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko auf Telegram mit. Die Vergabe gilt als wichtiger Test, ob westliches Kapital in die vom Krieg gezeichnete Wirtschaft des Landes fließen kann. Zudem sollen die Beziehungen zu Washington vertieft werden. Hinter dem Projekt stehen die Firmen Techmet und Rock Holdings. Es soll Investitionen von mindestens 179 Millionen Dollar anziehen. Techmet wird von der US-Regierung unterstützt.

+++ 02:40 Wadephul äußert sich zuversichtlich nach Rubio-Treffen +++

Bundesaußenminister Johann Wadephul betont nach einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Marco Rubio die Einigkeit mit den USA. Die Partnerschaft sei stark, sagt Wadephul in Washington und verweist auf ein gemeinsames Bekenntnis zu einem gerechten Frieden in der Ukraine. Man sei sich zudem einig über die Verbindlichkeit der Beistandspflicht nach Nato-Artikel 5. Dies sei ein klares Signal an Russland.

+++ 01:03 Zahl ziviler Opfer in Ukraine deutlich gestiegen +++

Das vergangene Jahr war für die Zivilbevölkerung in der Ukraine das mit den meisten Todesopfern seit Kriegsbeginn im Februar 2022. Grund seien intensivierte Kämpfe an der Frontlinie und der vermehrte Einsatz von Langstreckenwaffen, teilt die UN-Menschenrechtsbeobachtungsmission in der Ukraine mit. Demnach wurden 2025 bei kriegsbedingter Gewalt 2514 Zivilisten getötet und 12.142 verletzt. Dies sei ein Anstieg der Opferzahlen um 31 Prozent gegenüber 2024. Fast zwei Drittel aller Opfer des vergangenen Jahres seien in Frontgebieten zu beklagen, wobei ältere Menschen besonders betroffen seien, da sie in ihren Dörfern geblieben seien.

+++ 23:57 USA verurteilen russischen Angriff mit Oreschnik-Rakete als "gefährliche Eskalation" +++

Die USA verurteilen den Angriff Russlands auf die Ukraine mit der modernen Mittelstreckenrakete Oreschnik. "Dies ist eine weitere gefährliche und unerklärliche Eskalation, während die Vereinigten Staaten mit Kiew, anderen Partnern und Moskau zusammenarbeiten, um den Krieg durch eine Verhandlungslösung zu beenden", sagt die stellvertretende US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Tammy Bruce, bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zum Ukraine-Krieg. Die russischen Streitkräfte hatten die Oreschnik-Rakete bei massiven nächtlichen Angriffen auf die Ukraine in der Nacht zum Freitag eingesetzt. Nach Angaben Moskaus traf die Hyperschallrakete eine Flugzeug-Instandsetzungsfabrik in der westukrainischen Stadt Lwiw. Die Ukraine erklärt, es sei ein "ziviles" Ziel in der Region getroffen worden.

+++ 22:52 Russland: Autofahrer stirbt bei Drohnenangriff +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff ist nach russischen Angaben ein Mensch im Grenzgebiet Brjansk getötet worden. Er sei unterwegs in einem Auto im Dorf Stratschowo nahe der Grenze zur Ukraine ums Leben gekommen, teilt der Gouverneur der Region, Alexander Bogomas, mit.

+++ 22:13 Selenskyj: Russland bereitet neuen Großangriff vor +++

Der ukrainische Präsident Selenskyj warnt die Bürger seines Landes vor einem weiteren heftigen Angriff Russlands. Es gebe Geheimdienstinformationen, wonach Moskau erneut einen massiven Angriff vorbereite, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Konkret spricht er von Drohnen zur Ausschaltung der Flugabwehr und Raketen. Dieser Angriff könne in den nächsten Tagen geschehen, sagt er und fordert die Menschen auf, den Luftalarm zu beachten. Bereits am Donnerstag hatte Selenskyj vor einem massiven Angriff Moskaus in der Nacht gewarnt. Tatsächlich attackierte Russlands Militär die Ukraine in der Nacht zu Freitag heftig. In Kiew kam es in der Folge zu so heftigen Ausfällen von Strom-, Wasser- und Heizungsversorgung, dass Bürgermeister Klitschko zum vorübergehenden Verlassen der Stadt riet.

+++ 21:41 Ukrainische Einheiten: Rathaus von Kupjansk zurückerobert +++

Ukrainische Einheiten erklären, die Kontrolle über das Rathaus von Kupjansk zurückerlangt zu haben. Auf dem Gebäude sei die ukrainische Fahne gehisst worden, heißt es vom 2. Korps der Nationalgarde "Khartiia". Eine "Säuberung der Stadt" sei abgeschlossen, schreibt die "Khartiia"-Brigade in sozialen Medien. Unverifizierte Videos sollen die Rückeroberungen in Kupjansk belegen. Dem ukrainischen Militärblog Deepstate zufolge ist die Stadt im Nordosten des Landes weitgehend befreit, allerdings werden drei kleine Bereiche in der Stadt von den Bloggern noch als besetzt angegeben.

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