Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 04:39 Ukraine kündigt "Ramstein"-Treffen für 15. April an +++

11.04.2026, 00:01 Uhr

Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat bei einem Telefonat mit seinem deutschen Amtskollegen Boris Pistorius für den 15. April ein neues Treffen im sogenannten Ramstein-Format vereinbart. Bei den Gesprächen der Ukraine-Kontaktgruppe solle es darum gehen, wie Russland zu einem Frieden gezwungen werden könne, teilt das Ministerium in Kiew mit. Vom Bundesverteidigungsministerium gibt es bislang keine Informationen zu dem Telefonat. Unklar ist auch, ob die Gespräche per Videoschalte oder an einem konkreten Ort laufen sollen.

+++ 02:53 Chinas Außenminister: Wollen verstärkte Zusammenarbeit mit Nordkorea +++

China und Nordkorea wollen sich in der Zukunft bei wichtigen internationalen Themen enger abstimmen. "Angesichts einer turbulenten und komplexen internationalen Lage sollten China und Nordkorea die Kommunikation und Koordination bei wichtigen internationalen und regionalen Angelegenheiten weiter stärken", sagt der chinesische Außenminister Wang Yi laut einer Mitteilung des chinesischen Außenministeriums bei einem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un. Die nordkoreanische staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtet , Kim habe ebenfalls die Notwendigkeit intensiverer Kontakte auf verschiedenen Ebenen betont. Stärkere Beziehungen zwischen China und Nordkorea seien zur Wahrung gemeinsamer Interessen unerlässlich. Wang hält sich zu einem zweitägigen Besuch in Pjöngjang auf. Ziel ist es, die durch die Corona-Pandemie unterbrochenen Beziehungen wiederzubeleben. Nordkorea hat seitdem seine Beziehungen zu Russland ausgebaut und unterstützt Moskau bei seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine.

+++ 01:49 Trump verspricht Ungarn vor Wahl wirtschaftliche Unterstützung - falls Orban gewinnt +++

Kurz vor der Parlamentswahl in Ungarn hat US-Präsident Donald Trump dem Land wirtschaftliche Unterstützung zugesagt, falls Ministerpräsident Viktor Orban erneut gewinnt. Er sei bereit, "die volle wirtschaftliche Macht" der USA einzusetzen, um Ungarn zu helfen, erklärt Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. Die USA würden sich darauf freuen, "in den künftigen Wohlstand zu investieren, der durch Orbans fortgesetzte Führung entstehen wird". Trump setzt damit seine höchst ungewöhnliche Wahlkampfhilfe für Orban fort. Orban regiert Ungarn ununterbrochen seit 2010, als er zum zweiten Mal in Budapest an die Macht kam. Der rechtsnationale Politiker ist der engste Verbündete von US-Präsident Trump in der EU - und auch von dessen russischem Amtskollegen Wladimir Putin.

+++ 00:41 Bundeswehr: Verteidigungsausschuss kritisiert Pistorius' Reformtempo +++

Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp, hat Verteidigungsminister Boris Pistorius Versäumnisse bei der Reform der Bundeswehr zur Last gelegt. "Was wir dringend brauchen, ist eine Gesamtverteidigungsbeschaffungsplanung - über Einzelbeschaffungen hinaus", sagt der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Uns ist das außerordentlich wichtig. Das Ministerium muss sich hier bewegen." Defizite gebe es offenkundig bei der Luftverteidigung, der Anschaffung von Drohnen und im Weltraum. Doch benötige man einen genaueren Überblick. Röwekamp kritisierte auch das langsame Tempo bei der Steigerung der Zahl von Soldaten: "Uns fehlt weiterhin ein Aufwuchsplan für die aktive Truppe und damit eine Antwort auf die Frage: Wie wollen wir auf 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten kommen? Der Minister wollte eigentlich bis Ostern ein Konzept vorlegen. Das ist auch notwendig."

+++ 23:32 Insider: USA wollen Aussetzung der Sanktionen auf russisches Öl verlängern +++

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump verlängert Insidern zufolge voraussichtlich eine Ausnahmeregelung für Sanktionen auf russisches Öl. Ein entsprechender Schritt könnte in Kürze erfolgen, sagen zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Das US-Finanzministerium erlaubt seit Mitte März den Erwerb von russischem Öl auf dem Seeweg, um die weltweiten Energiepreise-Anstiege infolge des Krieges der USA und Israels mit dem Iran zu dämpfen. Die aktuelle Frist läuft am Samstag aus. Mit den Sanktionen auf Öl wollte Trump Russland zu Verhandlungen mit der Ukraine zur Beendigung des Krieges bewegen.

+++ 22:15 Russland-Nähe könnte Serbien Milliardensumme kosten +++

Serbien könnte aufgrund von Rückschritten bei der Demokratie und seiner engen Beziehungen zu Moskau möglicherweise 1,5 Milliarden Euro an EU-Fördermitteln verlieren. Die Europäische Kommission erwägt einem Bericht von Politico zufolge einen solchen Schritt. Sie ist demnach besorgt über antidemokratische Entwicklungen in Serbien und erwägt bereits, die Finanzhilfen auszusetzen, die das Land als Beitrittskandidat im Rahmen von EU-Programmen erhält. Die Erweiterungskommissarin Marta Kos erklärt gegenüber Politico, dass die Kommission zunehmend besorgt sei über die Geschehnisse in Serbien, "von Gesetzen, die die Unabhängigkeit der Justiz untergraben, über das harte Vorgehen gegen Demonstranten bis hin zu wiederholten Eingriffen in unabhängige Medien". Ein weiterer Auslöser ist die anhaltende Zurückhaltung der regierenden Kräfte Serbiens - traditionell ein "Freund Russlands" auf dem Balkan -, ihre Außenpolitik an der Position der EU auszurichten, sowie offen anti-europäische Äußerungen hochrangiger serbischer Amtsträger. Die EU ist Serbiens größter Geldgeber. Von 2021 bis 2024 erhielt Belgrad mehr als 586 Millionen Euro an nicht rückzahlbaren Zuschüssen sowie weitere 1,5 Milliarden Euro, die an Reformen geknüpft sind.

+++ 21:48 Ukrainer stirbt zehn Tage nach Drohnenangriff im Krankenhaus +++

Ein Mann, der am 31. März bei einem russischen Drohnenangriff auf das Dorf Darivka schwere Verletzungen erlitten hatte, ist im Krankenhaus verstorben, teilt Oleksandr Prokudin, Leiter der regionalen Militärverwaltung von Cherson, mit. "Über zehn Tage lang kämpften die Ärzte um das Leben des 76-jährigen Einwohners. Leider erwiesen sich die Verletzungen als tödlich", schreibt er auf Telegram. 

+++ 21:19 Kiews Geheimdienst verhindert Attentat auf Offizier in letzter Minute +++

Ein vom russischen Geheimdienst angeheuerter ausländischer Auftragskiller ist in Odessa während eines Attentatsversuchs auf einen hochrangigen Offizier der ukrainischen Marine festgenommen worden, teilt der ukrainische Geheimdienst (SBU) auf Facebook mit. Der Verdächtige wurde laut SBU in der Nähe einer Wohnanlage, in der der Offizier wohnt, "auf frischer Tat" ertappt. Demnach wollte er auf das Fahrzeug des Offiziers schießen. Der Schütze soll eine Pistole und zwei Magazine bei sich gehabt haben und mit einer Sturmhaube maskiert gewesen sein. Er warf ein Fahrrad vor das Auto des Offiziers und wollte schon das Feuer eröffnen, als er von Spezialeinheiten der Spionageabwehr festgenommen wurde. Der 37-Jährige soll aus einem Balkanstaat stammen. Er sei vom russischen Geheimdienst rekrutiert worden und soll im Februar in die Ukraine eingereist sein. Der Verdächtige wird wegen versuchten Terroranschlags angeklagt und befindet sich in Haft. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 12 Jahre Haft. 

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.