Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 10:33 Ukraine: Russische Kampfjets im Ural attackiert +++
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben zwei russische Kampfjets im Uralgebirge rund 1700 Kilometer von der Grenze entfernt mit Drohnen angegriffen. "Getroffen wurden eine Su-57 und eine Su-34", heißt es in einer Mitteilung des ukrainischen Generalstabs vom Freitag. Der Chef der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, schreibt auf Telegram von einer weiteren nicht identifizierten Maschine des Flugzeugbauers Suchoi, die ebenfalls getroffen worden sei. Der Angriff auf den Militärflugplatz Schagol im Gebiet Tscheljabinsk soll demnach bereits Ende vergangener Woche erfolgt sein. Das Ausmaß der Schäden werde noch geprüft, heißt es.
+++ 10:01 Ukraine: 142 von 163 Drohnenangriffen binnen einer Nacht abgewehrt +++
Binnen einer Nacht hat das russische Militär die Ukraine mit 163 Kampfdrohnen angegriffen. Das teilt die ukrainische Luftwaffe auf den sozialen Medien mit. 142 der russischen Drohnen hat die Luftabwehr der Ukraine nach eigenen Angaben abgeschossen. 12 russische Drohnen sollen an verschiedenen Zielen in der Ukraine eingeschlagen sein. Die russischen Angriffe dauern laut ukrainischer Luftwaffe weiter an.
+++ 09:20 Ukraine: Tote bei russischer Attacke auf Kleinbus +++
Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Kleinbus in der südukrainischen Stadt Cherson sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen, ein Mann und eine Frau, ums Leben gekommen. "Darüber hinaus sind noch sieben Passagiere des Kleinbusses verletzt worden - sechs Männer und eine Frau", teilt der Militärgouverneur von Cherson, Olexander Prokudin, auf Telegram mit. Alle Verletzten seien ins Krankenhaus gebracht worden. Der Angriff ereignete sich demnach gegen 7 Uhr morgens Ortszeit.
+++ 08:46 ISW entlarvt Falschaussage: Russen behaupten Gebietsgewinne in Sumy +++
Obwohl die russischen Streitkräfte kürzlich behauptet haben, sie würden Kortschakivka, einen Ort nördlich der Stadt Sumy, erobert haben, kontrollieren sie diesen Ort nicht. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Russische Offiziere behaupteten fälschlicherweise, die Ortschaft eingenommen zu haben, weil sie unbedingt bis zum 1. Mai Vorstöße vermelden wollten, zitieren die ISW-Analysten einen Bericht der ukrainischen Streitkräfte. Sie beziehen sich in ihrer Interpretation der Frontlage auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.
+++ 07:58 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++
Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.332.950 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1240. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem drei Panzer, 73 Artilleriesysteme und 2305 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 11.897 Panzer, 41.117 Artilleriesysteme, 1357 Flugabwehrsysteme und 435 Flugzeuge, 352 Hubschrauber, 267.589 Drohnen, 33 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind.
+++ 07:13 ISW: Ukrainer halten alle Stellungen an der Front in der Ukraine +++
Weder die russischen noch die ukrainischen Streitkräfte konnten an der Front bestätigte Vorstöße verzeichnen. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.
+++ 06:27 Ukraine meldet massive Drohnenangriffe auf Charkiw +++
In der Nacht starteten die russischen Streitkräfte mehrere heftige Drohnenangriffe auf die Region Charkiw, die im Norden an Russland grenzt. Das schreiben die örtlichen Behörden auf Telegram. Vor allem die Siedlung Schewtschenkowe war demnach von dem Angriff betroffen. Dort schlug eine russische Shahed-Drohne in ein Wohnhaus. Dabei wurde eine Person verletzt. Rettungskräfte sind im Einsatz. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Informationen derzeit nicht.
+++ 04:47 Finnlands Präsident will Trump-Beziehung für die Ukraine einsetzen +++
Finnlands Präsident Alexander Stubb will seine Beziehung zu US-Präsident Donald Trump für Frieden in der Ukraine einsetzen - aber auch nicht überbewerten. "Ich bin sehr realistisch. Präsident Trump ist ein eigenständiger Mann. Wenn ich bei ihm auch nur eine von zehn Ideen zum Ukraine-Krieg anbringen kann, ist das gut", sagt Stubb in einem Interview mit dem estnischen Fernsehen. "Aber ich möchte meine Rolle unter keinen Umständen überbewerten", erklärt Finnlands Präsident, der mit Trump in Mar-a-Lago Golf gespielt hat.
+++ 01:59 Tschechien erlaubt Ficos Flug nach Moskau +++
Tschechien erlaubt dem slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico, auf dem Weg zur russischen Siegesparade am 9. Mai den tschechischen Luftraum zu überfliegen, sagt ein Sprecher des tschechischen Außenministeriums. Mehrere europäische Länder hatten Ficos Reise nach Moskau zuvor blockiert.
+++ 23:09 Militärblog: Russen rücken an mehreren Stellen vor +++
Laut dem ukrainischen Militärblog Deepstate gibt es an einzelnen Punkten der Front Bewegung. Im Gebiet Charkiw seien russische Truppen in der Nähe von Synkivka vorgerückt, sowie im Gebiet Donezk in der Nähe der Orte Pryvillya und Andriivka-Klevtsovoye.
+++ 21:51 Bericht: Russland immer abhängiger von China +++
Moskaus Abhängigkeit von Peking hinsichtlich wichtiger Kriegsgüter wächst einem Bericht zufolge weiter: Russland importiere über 90 Prozent seiner sanktionierten Technologie über China, schreibt das US-Medienunternehmen Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Im Vorjahr seien es noch etwa 80 Prozent gewesen, heißt es. Der Anstieg gehe auf verstärkte Kontrollen der Europäischen Union zurück. Laut Bloomberg reagiert die chinesische Botschaft in Brüssel nicht auf eine Anfrage zu den genannten Werten. Die EU hat Sanktionen verhängt, um Russland den Zugang zu Technologien wie Halbleitern, integrierten Schaltkreisen, Elektronik und Maschinen zu verwehren, die für die Herstellung und den Einsatz von Waffen wie Drohnen und Raketen benötigt werden.
+++ 21:06 Kiew: Bisher kein offizielles Angebot für Feuerpause erhalten +++
Nach den Worten des ukrainischen Außenministers hat die Ukraine bisher keinen offiziellen Vorschlag aus Moskau für eine Waffenruhe zum russischen Tag des Sieges am 9. Mai erhalten. Laut RBC Ukraine spricht Minister Andrii Sybiha von einem weiteren Versuch der Russen, den Amerikanern zu gefallen und eine Art konstruktives Engagement vorzugeben. "All diese sogenannten Waffenstillstände, die später von eben jener Seite gebrochen werden, die sie initiiert hat - Russland -, sind nichts anderes als ein plumpes diplomatisches Manöver", wird Sybiha zitiert. Kreml-Chef Wladimir Putin hatte den Vorschlag über eine temporäre Waffenruhe in einem Telefonat mit seinem US-Kollegen Donald Trump am Mittwoch unterbreitet. Putin sagte laut Kreml-Berater Juri Uschakow in dem Telefonat, er sei "bereit, für die Dauer der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges eine Waffenruhe anzuordnen".
+++ 20:22 Armee will Dnipro und Odessa besser schützen +++
Die Ukraine will die Flugabwehr für die Städte Dnipro und Odessa verstärken. In Dnipro sollen dafür zusätzliche Radare und Systeme der Elektronischen Kampfführung eingesetzt werden, sagt Präsident Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Die Abfangrate in Odessa müsse steigen, sagt er. "Die Russen versuchen, unsere Flugabwehr durch dichte und intensive Angriffe zu umgehen." Der Armee zufolge hat Russland die Ukraine tagsüber erneut mit Hunderten Drohnen attackiert. Selenskyj betont gleichzeitig die Notwendigkeit, die Raketenabwehr zu stärken.
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