Iran-Krieg im Liveticker+++ 20:12 Insider: Große Differenzen in US-iranischen Verhandlungen +++
Zwischen dem Iran und den USA bestehen bei den Verhandlungen über ein Ende des Krieges weiterhin erhebliche Differenzen. Die Offenhaltung der Straße von Hormus sei an die Einhaltung der Waffenruhe durch die USA geknüpft, sagt ein Insider aus der iranischen Führung der Nachrichtenagentur Reuters. Es sei noch keine Einigung über die Details des Atomprogramms erzielt worden. Teheran hoffe jedoch, dass durch die Vermittlung Pakistans in den kommenden Tagen ein vorläufiges Abkommen erreicht werden könne. Eine Verlängerung der Waffenruhe solle Raum für weitere Gespräche über die Aufhebung von Sanktionen und Entschädigungen für Kriegsschäden schaffen. Im Gegenzug werde der Iran der internationalen Gemeinschaft die friedliche Natur seines Atomprogramms zusichern, heißt es weiter.
+++ 19:52 Iran pocht auf Aufhebung der US-Blockade +++
Der Iran bekräftigt seine Forderung nach Aufhebung der US-Blockade der Straße von Hormus für Schiffe, die von iranischen Häfen kommen oder diese ansteuern wollen. Sollten die USA dabei bleiben, würden Gegenmaßnahmen ergriffen, teilt das Außenministerium im Staatsfernsehen mit. US-Präsident Donald Trump hat dagegen angekündigt, die Blockade werde in vollem Umfang aufrecht erhalten, bis ein Abkommen mit der Regierung in Teheran zu 100 Prozent abgeschlossen sei (Eintrag 15:38 Uhr).
+++ 19:09 Mehrere Länder einigen sich auf "neutrale" Hormus-Mission +++
Unter starkem wirtschaftlichem Druck durch die wochenlange Blockade der Straße von Hormus haben Dutzende Länder in Paris über eine mögliche Militärmission nach dem Iran-Krieg beraten. Nach der von Frankreich und Großbritannien initiierten Konferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach der französische Präsident Emmanuel Macron von einer "neutralen Mission, die sich klar von den Kriegsparteien abgrenzt".
+++ 18:55 Meloni stellt Einsatz italienischer Marineeinheiten in Aussicht +++
Italien ist nach den Worten von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bereit, eigene Marineeinheiten für Einsätze zur Sicherung der Schifffahrt in der Meerenge vor der iranischen Küste zur Verfügung zu stellen. Dies sagte die Regierungschefin nach Beratungen über einen möglichen Militäreinsatz in der Straße von Hormus in Paris. Voraussetzung sei jedoch eine entsprechende parlamentarische Genehmigung im Einklang mit den verfassungsrechtlichen Vorgaben ihres Landes, so Meloni.
+++ 18:25 Navidi zu Hormus: "Trump hat Tabu gebrochen" - mögliche Folgen "katastophal" +++
Für die Zeit der Waffenruhe im Libanon hebt der Iran die Blockade der Straße von Hormus auf. Doch die Öffnung hat Einschränkungen: "Es ist freier", aber "nicht wirklich frei", erklärt Sandra Navidi. Trotz vorsichtigem Optimismus warnt die USA-Expertin vor Szenarien, die "zum Teil katastrophal" ausfallen könnten.
+++ 18:08 Trump will angereichertes Uran in "gemächlichem Tempo" aus dem Iran holen +++
Die USA werden nach den Worten von Präsident Donald Trump in "gemächlichem Tempo" in den Iran einrücken, um das dortige angereicherte Uran sicherzustellen und in die USA zu bringen. Dies sagt Trump in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Er bekräftigt, der Iran werde im Rahmen eines möglichen Abkommens kein Geld erhalten.
+++ 17:55 Trump: Iran bekommt kein Geld für Aufgabe von Uran-Vorrat +++
Der Iran wird nach Angaben von Präsident Donald Trump kein Geld dafür bekommen, dass er seinen Vorrat an hoch angereichertem Uran aufgibt. Die Vereinigten Staaten würden Teherans Uran bekommen und es werde keine Geldtransfers in irgendeiner Form geben, schreibt er auf seiner Plattform Truth Social. Das hochangereicherte Uran, das sich sehr tief unter Irans Atomanlagen befinden soll, nannte Trump nicht direkt. Stattdessen sprach er von "nuklearem Staub" - einen Begriff, den er bereits häufiger für Irans Uran-Vorrat genutzt hat. Das Nachrichtenportal "Axios" hatte zuvor über einen Plan zur Beendigung des Kriegs berichtet, über den die USA und der Iran aktuell verhandelten. Zur Diskussion stehe unter anderem, ob die USA eingefrorene Gelder des Irans in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar freigeben, schrieb das Portal unter Berufung auf zwei US-Beamte und weitere mit den Verhandlungen vertraute Personen. Im Gegenzug solle Teheran seinen Vorrat an hoch angereichertem Uran aufgeben, hieß es.
+++ 17:13 Experte Fischer sieht US-Problem: Iran öffnet Hormus - "Trump setzt sich auf falsche Seite" +++
Für die Dauer der aktuell geltenden Waffenruhe gibt der Iran seinerseits die Durchfahrt durch die Straße von Hormus frei. Die von den USA aufgebaute Blockade für Schiffe, die mit dem Iran handeln, bleibt allerdings bestehen. Politologe Klemens Fischer erwartet, dass auf US-Präsident Trump nun Probleme zukommen.
+++ 16:53 Merz zu Hormus-Einsatz unter Auflagen bereit - US-Beteiligung erwünscht +++
Bundeskanzler Friedrich Merz unterstreicht seine Bereitschaft zu einer Beteiligung Deutschlands an einem militärischen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus. Nach einem Treffen mit europäischen Staats- und Regierungschefs in Paris nennt Merz dabei etwa die Minenräumung und die Seeaufklärung. "Das können wir", sagt der Kanzler. Bedingung für einen Einsatz sei aber zunächst ein Ende des Kriegs. Zudem brauche es eine sichere Rechtsgrundlage, etwa eine Resolution des UN-Sicherheitsrats. Auch sei ein Beschluss der Bundesregierung und des Bundestags erforderlich. Auch sei eine Beteiligung der USA an einem solchen Einsatz "wünschenswert".
+++ 16:43 Trump: USA verbieten Israel weitere Angriffe auf Libanon +++
Israel wird nach Angaben von Präsident Donald Trump nicht mehr den Libanon angreifen. "Es ist ihnen von den USA VERBOTEN. Es reicht jetzt!!!", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Am Donnerstag hatte Trump eine zehntägige Waffenruhe im Libanon verkündet, nachdem sich in dem Land die proiranische schiitische Hisbollah-Miliz sechs Wochen lang Gefechte mit der israelischen Armee geliefert hatte. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte, er habe der Waffenruhe auf Bitten Trumps zugestimmt.
+++ 16:25 Merz fordert völlige Freigabe der Straße von Hormus +++
Bundeskanzler Friedrich Merz fordert die völlige Freigabe der Straße von Hormus für die Schifffahrt. Merz spricht bei einer Pressekonferenz in Paris von einer "guten Nachricht", dass der Iran die Meerenge unter Auflagen geöffnet habe. Die Durchfahrten müssten aber "in vollkommener Übereinstimmung mit dem internationalen Seerecht" möglich sein, es dürfe "keinerlei Einschränkungen" geben.
+++ 16:15 Macron: Irans Ankündigung zu Hormus geht in richtige Richtung +++
Der französische Präsident Emmanuel Macron begrüßt die Ankündigung des Irans zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Dies gehe in die richtige Richtung, sagt Macron in Paris. Die jüngsten Entwicklungen seien ermutigend, auch wenn man weiterhin vorsichtig bleiben müsse.
+++ 15:38 Trump: US-Blockade der iranischen Häfen bleibt zunächst bestehen +++
Die Blockade der iranischen Häfen durch das US-Militär bleibt US-Präsident Donald Trump zufolge trotz der Öffnung der Straße von Hormus durch den Iran zunächst bestehen. Dies gelte, bis die Verhandlungen mit dem Iran zu 100 Prozent abgeschlossen seien. Der Prozess sollte sehr rasch vorankommen, da die meisten Punkte bereits ausverhandelt seien, teilt Trump auf Truth Social mit.
+++ 15:25 Trump bedankt sich bei Iran für Öffnung der Straße von Hormus +++
US-Präsident Donald Trump hat sich beim Iran für die Öffnung der Straße von Hormus bedankt. "Der Iran hat soeben bekannt gegeben, dass die Straße von Iran vollständig geöffnet und für die uneingeschränkte Durchfahrt bereit ist. Vielen Dank!", schreibt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Allerdings bezeichnete der US-Präsident damit die Straße von Hormus falsch. Zuvor hatte der Iran erklärt, Handelsschiffen die Durchfahrt durch die Straße von Hormus für die verbleibende Dauer der geltenden Waffenruhe wieder zu erlauben (Eintrag 15:02 Uhr). Außenminister Abbas Araghtschi schreibt auf X, die Schiffe müssten auf einer vom Iran vorgegebenen Route fahren (Eintrag 15:18 Uhr).
+++ 15:18 Irans Außenminister: Hormus während Libanon-Waffenstillstand offen +++
Die Straße von Hormus wird seitens des Iran zunächst geöffnet. "Im Einklang mit dem Waffenstillstand im Libanon wird die Durchfahrt durch die Straße von Hormus für alle Handelsschiffe für die verbleibende Dauer des Waffenstillstands für vollständig offen erklärt", teilt der iranische Außenminister Abbas Araghchi auf seinem X-Konto mit.
+++ 15:02 Iran will Straße von Hormus wird während Waffenruhe im Libanon öffnen +++
Die Blockade der für die Schifffahrt wichtigen Straße von Hormus wird dem Iran zufolge für die restliche Zeit der mit dem Libanon geltenden Waffenruhe aufgehoben. Der Grund dafür sei diese vereinbarte Waffenruhe, die der Iran gefordert hatte, teilte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Freitag auf X mit. Dies gelte für alle Handelsschiffe
+++ 15:00 Westliche Partner starten Beratungen in Paris über Straße von Hormus +++
Europäische Staats- und Regierungschefs, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, haben Beratungen über einen möglichen Militäreinsatz in der Straße von Hormus gestartet. Initiiert hatten die Konferenz im Élysée-Palast in Paris der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer. Neben den beiden und Merz ist Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni vor Ort, außerdem sind Dutzende weitere Staaten und internationale Organisationen per Video zugeschaltet. Ziel des Treffens ist, eine freie Schifffahrt in der derzeit wegen des Iran-Kriegs blockierten Meerenge zu ermöglichen, sobald es die Sicherheitslage zulässt. Die Partner wollen dazu einen Plan erarbeiten.
+++ 14:31 Israel: Entwaffnung der Hisbollah bleibt zentrales Ziel +++
Israel pocht trotz der Waffenruhe im Libanon-Krieg darauf, dass die dort ansässige Hisbollah-Miliz entwaffnet wird. "Das von uns definierte Ziel - die Entwaffnung der Hisbollah mit militärischen oder politischen Mitteln - war und bleibt das Ziel des Einsatzes", sagt Verteidigungsminister Israel Katz in einer Videobotschaft. Der Vorstoß israelischer Bodentruppen sowie die Luftangriffe auf die vom Iran unterstützten Hisbollah-Kämpfer hätten viele Erfolge gebracht, seien aber noch nicht abgeschlossen.
+++ 14:00 Luftfahrtverband warnt vor möglichen Flugausfällen ab Ende Mai +++
Wegen Kerosinmangels infolge des Iran-Kriegs könnten in Europa ab Ende Mai Flüge ausfallen. Dies sagt Willie Walsh, Generaldirektor des Luftfahrtverbandes IATA. Neben der Sicherung alternativer Lieferwege sei es wichtig, dass die Behörden gut kommunizierte und koordinierte Pläne für den Fall einer Rationierung hätten. Dies schließe auch Ausnahmeregelungen für Start- und Landerechte ein. Europäische Fluggesellschaften hatten bereits vor Kerosinengpässen innerhalb der kommenden Wochen gewarnt. Durch den Iran-Krieg ist die für den Transport von Öl wichtige Straße von Hormus blockiert. Europa ist besonders anfällig, da es bei Kerosin stärker auf Importe angewiesen ist als bei jedem anderen Kraftstoff. Etwa 75 Prozent der Lieferungen stammen aus dem Nahen Osten. Der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge lag die weltweite Nachfrage nach Kerosin im Jahr 2025 bei durchschnittlich 7,8 Millionen Barrel pro Tag. Die Golfregion ist dabei mit fast 400.000 Barrel pro Tag der größte Lieferant für den Weltmarkt.
+++ 13:10 Libanon meldet Dutzende Tote und Verletzte von Angriffen bei Beginn der Waffenruhe +++
Bei israelischen Angriffen auf die südlibanesische Küstenstadt Tyrus sind kurz vor Eintritt der Waffenruhe mit der Hisbollah nach libanesischen Angaben 13 Menschen getötet worden. Vier Gebäude im Zentrum der Stadt seien bei den Angriffen getroffen worden, bestätigte der libanesische Zivilschutz der Deutschen Presse-Agentur. Auf Bildern von Anwohnern waren die komplett zerstörten Häuser zu sehen ."Wir haben bisher 13 Leichen geborgen und gehen davon aus, dass sich noch mehr als 20 Menschen unter den Trümmern befinden", sagte der Leiter des Zivilschutzes in Tyrus, Musa Nasrallah. Es seien bisher mehr als 35 Verletzte gezählt worden. Die Suche nach weiteren Opfern dauere noch an. Die Angriffe erfolgten Nasrallah zufolge kurz vor Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah. Auch kurz danach habe noch ein Angriff eines der Gebäude getroffen. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht.
+++ 12:25 Straße von Hormus: Deutschland beteiligt sich erst nach "nachhaltiger Friedenslösung" +++
Deutschland wird sich nach Angaben eines Regierungssprechers erst nach "einer stabilen, nachhaltigen Friedenslösung" an einer Absicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus beteiligen. Während der Kampfhandlungen sei ein Einsatz nicht geplant, sagt der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer. "Natürlich muss es zu einer wirklich tragfähigen, belastbaren Verständigung kommen." Was genau der Zeitpunkt für einen Einsatz Deutschlands und der Europäer sein könnte, bleibt offen. Kanzler Friedrich Merz nimmt am Nachmittag an Beratungen europäischer Regierungen zu einer möglichen Hilfe für die Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus teil.
+++ 11:45 Iraner sollen "etliche Minen aus den Augen verloren haben" +++
Die Bundeswehr könnte vor einem Einsatz in der Straße von Hormus stehen. Aus der Politik sind bereits Bedingungen für eine entsprechende Offensive zu hören. Warum das deutsche Heer hier besonders gefragt ist und welche Gefahr im Persischen Golf lauert, erklärt Militärexperte und Oberst a.D. Ralph Thiele.
+++ 11:15 Iranische Revolutionwächter warnen: Haben Finger am Abzug +++
Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) richten zum nationalen Tag der Armee scharfe Warnungen an die USA und Israel. In einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung betonen die Elitestreitkräfte ihre Bereitschaft, auf jede militärische Bedrohung mit "verheerenden und tödlichen Schlägen" zu reagieren. Weiter heißt es, man sei mit "fester Entschlossenheit, wachsamen Augen, eisernem Willen und dem Finger am Abzug" bereit, auf jede Bedrohung durch die USA, Israel und deren Verbündete zu reagieren. Die Rhetorik folgt einem bekannten Muster der Revolutionsgarden zu militärischen Gedenktagen, gewinnt jedoch vor dem Hintergrund der aktuellen Lage an Bedeutung. Im Iran-Krieg gilt seit dem 8. April eine Waffenruhe, die am 22. April endet. International wird unter Führung Pakistans versucht, eine dauerhafte Vereinbarung zu erzielen. Zu den zentralen Streitpunkten gehören das iranische Atomprogramm, die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus sowie die iranische Unterstützung für proiranische Milizen wie die libanesische Hisbollah.
+++ 10:40 Deutsche Minenboote - wie die Bundeswehr in der Straße von Hormus helfen kann +++
Schon wenige Seeminen können ganze Seewege blockieren - selbst Attrappen reichen oft aus. Die Suche ist aufwendig und riskant. Spezialisierte Boote und Drohnen der Bundeswehr spüren die unsichtbare Gefahr auf.
+++ 10:20 "Israelische Aggressionen": Libanesische Armee warnt Bewohner vor Rückkehr in den Süden +++
Trotz des Inkrafttretens einer Waffenruhe zwischen den lange verfeindeten Nachbarländern Libanon und Israel hat die libanesische Armee Vertriebene vor einer Rückkehr in den Süden des Landes gewarnt. In der Region gebe es weiterhin "zahlreiche israelische Aggressionen", erklärt die libanesische Armee. Vertriebene sollten sich noch etwas gedulden, heißt es weiter. Die zehntägige Waffenruhe hatte um Mitternacht Ortszeit (23.00 Uhr MESZ) begonnen. Die libanesische Armee erklärte am Morgen jedoch bei X, es seien bereits mehrere Verstöße durch Israel registriert worden. Die Hisbollah-Miliz teilte ihrerseits mit, sie habe als Vergeltungsmaßnahme "eine Ansammlung israelischer Soldaten" bombardiert. Ungeachtet der Warnung des Militärs machten sich zahlreiche Menschen in den Süden des Landes auf. Bilder der Nachrichtenagentur AFP zeigten Fahrzeug-Kolonnen auf einer nach Süden führenden Küstenstraße. Die Autos waren mit allerlei Habseligkeiten beladen und stauten sich vor der teilweise zerstörten Brücke von Kasmijeh. Sie war am Donnerstag bei einem israelischen Angriff stark beschädigt worden. Am Morgen war die libanesische Armee dabei, das Bauwerk zu reparieren.
+++ 09:45 "Deutsche Soldaten nicht in Himmelfahrtskommando schicken" +++
"Es ist nicht unser Krieg, aber uns treffen die Folgen." Adis Ahmetovic, außenpolitischer Sprecher der SPD, wird im ntv Frühstart deutlich: Der Krieg im Iran sei völkerrechtswidrig, und ohne einen gesicherten Waffenstillstand würden sich deutsche Soldatinnen und Soldatinnen nicht in der Region beteiligen.
+++ 09:25 Human Rights Watch: Brückenzerstörung durch Israel ist ein potenzielles Kriegsverbrechen +++
Die Zerstörung der Kasmijeh-Brücke im Süden des Libanon durch das israelische Militär könnte der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zufolge ein Kriegsverbrechen darstellen. "Da dieser gezielte Angriff den letzten wichtigen Übergang für Zivilisten und Hilfslieferungen zerstörte und immense Schäden für die Zivilbevölkerung zu erwarten sind, sollte der Angriff als potenziell unverhältnismäßiger Angriff auf Zivilisten untersucht werden", teilt die Organisation mit. Israels Armee hatte am Donnerstag im Libanon laut offiziellen Angaben die letzte Brücke zerstört, die den Süden mit dem Rest des Landes verbindet. Ein israelischer Armeesprecher sagte, die Luftwaffe habe nicht die Brücke selbst angegriffen, sondern auf einen Bereich daneben gezielt. Zehntausende Zivilisten befinden sich laut Human Rights Watch weiterhin in Gebieten des Libanon südlich des Litani-Flusses.
+++ 08:45 Straße von Hormus: "Was die Europäer vorschlagen, ist nicht, was Trump wollte" +++
Europa berät über den Schutz der Straße von Hormus und ringt um seinen Kurs gegenüber den USA. Experte Peter Kleim sagt, die Vorschläge richten sich nicht nach der Linie des US-Präsidenten, sondern vor allem nach eigenen wirtschaftlichen Interessen.
+++ 07:55 Deutsche erwarten kein schnelles Ende des Iran-Kriegs - große Mehrheit lehnt Beteiligung ab +++
Die Deutschen rechnen trotz neuer Verhandlungen nicht mit einem schnellen Ende des Iran-Kriegs. Laut ZDF-Politbarometer erwarten 87 Prozent der Befragten, dass der Krieg der USA und Israels gegen Iran länger dauern wird. Nur neun Prozent glauben an ein Ende in den kommenden Wochen. Eine militärische Beteiligung Deutschlands an dem Krieg lehnen 93 Prozent ab.
+++ 07:05 Straße von Hormus: Australischer Premier wehrt sich gegen Anschuldigungen von Trump +++
Der australische Premierminister Anthony Albanese sagt, die USA hätten "keine neuen Forderungen" nach Unterstützung in der Straße von Hormus gestellt. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erneut gegen die Regierung in Canberra gewettert. Trump sagte in Washington vor Reportern: "Ich bin nicht zufrieden mit Australien, weil sie nicht da waren, als wir sie darum gebeten haben. Sie waren nicht da, was Hormus betrifft." Albanese weist darauf hin, dass Trump deutlich gemacht habe, in Bezug auf den Iran "alles im Griff" zu haben. "Es gab überhaupt keine neuen Anfragen", so der australische Regierungschef. Australische Regierungsvertreter hatten zuvor bestätigt, dass Washington im vergangenen Monat um Unterstützung bei der Verteidigung der Golfstaaten gebeten hatte, woraufhin Canberra ein Aufklärungsflugzeug und Raketen zum Schutz der Vereinigten Arabischen Emirate entsandt habe.
+++ 06:20 Bericht: USA verzögern wegen Iran-Krieg Waffenlieferungen an Europa +++
Die USA werden Insidern zufolge wegen des Krieges im Iran voraussichtlich einige bereits vereinbarte Waffenlieferungen an europäische Länder verzögern. US-Regierungsvertreter hätten ihre europäischen Kollegen darüber informiert, dass der Konflikt an den Waffenbeständen zehre, sagen drei mit dem Vorgang vertraute Personen. Betroffen seien mehrere Staaten, darunter Länder im Baltikum und in Skandinavien. Bei den Rüstungsgütern handele es sich um Käufe im Rahmen des US-Programms für ausländische Militärverkäufe (FMS), die noch nicht ausgeliefert worden seien. Das Weiße Haus, das US-Verteidigungsministerium und das Außenministerium in Washington nahmen zunächst nicht Stellung.
+++ 05:45 USA veröffentlichten Sechs-Punkte-Plan zu Libanon-Waffenruhe +++
Nach der Ankündigung einer Waffenruhe im Libanon durch US-Präsident Donald Trump macht das US-Außenministerium die Abmachung zwischen Israel und dem Libanon öffentlich. Zu den sechs vereinbarten Punkten gehört demnach, dass die libanesische Regierung mit internationaler Hilfe die Hisbollah daran hindert, vom Libanon aus Angriffe gegen israelische Ziele durchzuführen. Israel verzichtet währenddessen auf "offensiven Militäroperationen" gegen libanesische Ziele. Allerdings behält Israel sich das Recht vor, jederzeit alle notwendigen Maßnahmen zur Selbstverteidigung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe zu ergreifen. Dies werde durch die Einstellung der Feindseligkeiten nicht beeinträchtigt, heißt es in dem Text.
+++ 04:46 Trump nennt Iran-Krieg "kleinen Umweg" +++
US-Präsident Donald Trump hat den Iran-Krieg als "kleinen Umweg" bezeichnet. Bei einem Auftritt in Las Vegas verteidigt Trump seine Wirtschaftspolitik und rechtfertigt den Militäreinsatz. "Wir übertreffen alle Rekorde und das trotz unseres kleinen Umwegs durch das reizende Land Iran", sagt Trump. "Aber wir mussten es tun, denn sonst hätten schlimme Dinge passieren können", fügt er unter Anspielung auf das iranische Atomprogramm hinzu. In einer aktuellen Umfrage des Instituts Ipsos geben 51 Prozent der befragten US-Bürger an, der Iran-Krieg sei angesichts der damit verbundenen Kosten nicht zu rechtfertigen. Rund ein Viertel der Befragten meint das Gegenteil.
+++ 03:45 Libanesische Armee wirft Israel Verstöße gegen Waffenruhe vor +++
Der Libanon hat Israel wenige Stunden nach Inkrafttreten einer Waffenruhe Verstöße gegen die Vereinbarung vorgeworfen. Die libanesische Armee erklärt am frühen Morgen im Onlinedienst X, es seien "mehrere israelische Aggressionen registriert worden". Die pro-iranische Hisbollah-Miliz teilt mit, sie habe als Vergeltungsmaßnahme "eine Ansammlung israelischer Soldaten in der Nähe der Stadt Chiam" im Südlibanon bombardiert. US-Präsident Donald Trump hatte kurz zuvor erklärt, er hoffe, dass die Hisbollah sich während der Waffenruhe "anständig" verhalte. "Es wird ein großartiger Moment für sie sein, wenn sie das tun", schrieb Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. "Kein Töten mehr. Es muss endlich Frieden geben."
+++ 02:48 Iran lockert Sperren: Internet und Auslandstelefonate teils zurück +++
Erstmals seit Kriegsbeginn sind wieder Telefonate aus dem Ausland in den Iran möglich. Auch der Zugang zum Internet wurde in begrenztem Umfang wieder freigeschaltet. Medienberichten zufolge ließ die Regierung "im Zuge der schrittweisen Lockerung der Kommunikationsbeschränkungen" internationale Anrufe auf Festnetzanschlüsse wieder zu - Anrufe auf Mobiltelefone bleiben jedoch gesperrt. Auch Google-Dienste im Internet sind nach fast 50 Tagen wieder erreichbar, laufen aber noch nicht stabil.
+++ 01:43 Libanesen feiern jubelnd auf den Straßen +++
Der Beginn der Waffenruhe im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah hat im Libanon für Freudenbekundungen gesorgt. In der Hauptstadt Beirut feuerten Menschen Schüsse in die Luft ab. Am Himmel zeichneten sich deren Spuren ab, wie eine dpa-Reporterin berichtet. Über der gesamten Stadt waren immer wieder auch laute Knallgeräusche zu hören. Laut lokalen Medien handelte es sich dabei um Freudenschüsse, unter anderem mutmaßlich von Panzerabwehrraketen. Lokalen Medienberichten zufolge machten sich mit Beginn der Waffenruhe auch zahlreiche Menschen bereits auf in Richtung Süden des Landes. Mehr als eine Million Menschen waren durch den Krieg zwischen der Hisbollah und Israel vertrieben worden. In sozialen Medien wurden Videos von vollen Straßen in Richtung Süden geteilt, unter anderem aus der Küstenstadt Sidon. Auf den Straßen waren Autokorsos unterwegs, Insassen schwangen Fahnen. Sowohl die libanesische Armee als auch die Hisbollah hatten Bewohner und Vertriebene zuvor zur Vorsicht und Zurückhaltung bei einer Rückkehr in den Süden gemahnt.
+++ 00:40 USA: Libanon will während Waffenruhe Hisbollah-Angriffe auf Israel verhindern +++
Der Libanon hat sich nach Angaben des US-Außenministeriums dazu verpflichtet, während der vereinbarten zehntägigen Waffenruhe mit "konkreten Maßnahmen" jegliche Angriffe der Hisbollah auf Israel zu verhindern. "Ab dem 16. April 2026 ab 17.00 Uhr (Ortszeit, 23.00 MESZ) und mit der Unterstützung der internationalen Gemeinschaft wird die libanesische Regierung konkrete Maßnahmen ergreifen, um die Hisbollah und jede andere nicht-staatliche bewaffnete Gruppe auf dem libanesischen Territorium daran zu hindern, Angriffe, Einsätze oder feindliche Aktivitäten gegen israelische Ziele auszuführen", teilt das US-Außenministerium mit.
+++ 23:53 Netanjahu: Waffenruhe mit Libanon Chance auf "historischen Frieden" +++
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die mit dem Libanon ausgehandelte zehntägige Waffenruhe als Chance für eine dauerhafte Friedenslösung bezeichnet. "Wir haben die Gelegenheit für ein historisches Friedensabkommen mit dem Libanon", sagt Netanjahu. Zugleich verwies er darauf, dass eine Entwaffnung der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon die Bedingung Israels für jedwedes Abkommen sein werde. Weiter führt er aus, dass sich die israelischen Streitkräfte im Süden des Libanon in einem Grenzstreifen festsetzen würden, der zehn Kilometer tief in das Land reichen werde.
+++ 23:19 Iran bietet laut Trump Verzicht auf Atomwaffen für über 20 Jahre an +++
Der Iran hat nach den Worten von US-Präsident Donald Trump angeboten, für mehr als 20 Jahre auf Atomwaffen zu verzichten. "Wir haben eine Erklärung, eine sehr starke Erklärung, dass sie über 20 Jahre hinaus keine Atomwaffen haben werden", sagt Trump vor Journalisten am Weißen Haus.
+++ 23:00 Zehntägige Libanon-Waffenruhe in Kraft getreten +++
Nach wochenlangen Kämpfen zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz ist eine von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe offiziell in Kraft getreten. Die Frist für die Feuerpause beginnt um Mitternacht (Ortszeit, 23.00 Uhr MESZ), sie soll zunächst zehn Tage dauern. Trump hatte die Waffenruhe nach Gesprächen mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun angekündigt - die Hisbollah war daran nicht beteiligt. Unklar ist zunächst, inwieweit beide Seiten sie einhalten werden.
+++ 22:54 Trump: Iran hat Übergabe seines angereicherten Urans zugestimmt +++
Der Iran hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zugestimmt, seine Bestände von angereichertem Uran zu übergeben - eine der Bedingungen der USA für ein Abkommen mit Teheran. "Sie haben zugestimmt, uns den Atomstaub zurückzugeben", sagt Trump vor Journalisten in Washington, ohne nähere Angaben dazu zu machen. Er fügt hinzu, beide Länder stünden "sehr kurz" vor dem Erzielen eines Friedensabkommens. "Es gibt eine sehr gute Chance, dass wir einen Deal erzielen." Trump verwendet das Wort Atomstaub für die Bestände von angereichertem Uran, die Washington zufolge für den Bau von Nuklearwaffen genutzt werden können.
+++ 22:11 Vor Waffenruhe: neuer Raketenbeschuss Israels durch Hisbollah +++
Vor Beginn einer von US-Präsident Donald Trump verkündeten Waffenruhe hat die libanesische Hisbollah-Miliz erneut zahlreiche Raketen auf Israel abgefeuert. In mehreren Orten im Norden Israels heulten Warnsirenen. Nach Angaben des Nachrichtenportals "ynet" wurden rund zehn Geschosse auf die israelische Küstenstadt Naharija abgefeuert. Die meisten davon seien von Israels Raketenabwehr abgefangen worden. Der israelische Kan-Sender berichtet zudem von Raketenangriffen auf die Umgebung der Stadt Karmiel. Ein Mensch sei von Raketensplittern schwer verletzt worden.
+++ 21:50 Hisbollah-Abgeordneter: Miliz wird sich unter Bedingungen an Waffenruhe halten +++
Die Hisbollah-Miliz wird sich nach Angaben eines Abgeordneten der proiranischen Gruppe unter Bedingungen an die zwischen Israel und dem Libanon vereinbarte zehntägige Waffenruhe halten. "Wir von der Hisbollah werden uns vorsichtig an die Waffenruhe halten unter der Bedingung, dass es sich um eine umfassende Einstellung der Kampfhandlungen gegen uns handelt", sagt der Abgeordnete Ibrahim al-Mussawi. So dürfe Israel die Feuerpause nicht für "Morde" nutzen.
+++ 21:23 US-Generalstabschef Caine warnt vor Verstößen gegen Blockade +++
US-Generalstabschef Dan Caine fordert nachdrücklich zur Beachtung der Seeblockade auf, mit der das amerikanische Militär den Druck auf die Führung in Teheran erhöhen will, um diese zu einem Abkommen zur Beendigung des Kriegs zu drängen. Man werde jedes Schiff unter iranischer Flagge sowie jedes Schiff, das dem Land materielle Unterstützung liefern wolle, aktiv verfolgen, erklärt Caine während eines Pentagon-Briefings mit Verteidigungsminister Pete Hegseth. Schiffe, die die Blockade durchbrechen wollten, würden abgefangen. Bei Zuwiderhandlung werde militärische Gewalt eingesetzt. Die Blockade werde sowohl in iranischen Hoheitsgewässern als auch in internationalen Gewässern durchgesetzt. Insgesamt 13 Schiffe hätten sich entschieden, umzukehren, anstatt die Blockade zu durchbrechen, fügt Caine hinzu. Bislang sei kein Schiff geentert worden.
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