Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 16:42 Druschba-Pipeline bleibt noch mehrere Wochen außer Betrieb +++

05.03.2026, 00:01 Uhr

Bis zur Wiederinbetriebnahme der Druschba-Pipeline durch die Ukraine könnte es nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj noch Wochen dauern: "Nach aktuellen Informationen kann diese Pipeline in einem bis eineinhalb Monaten wieder in Betrieb genommen werden." Zugleich räumt Selenskyj ein, dass es ihm lieber wäre, wenn die Leitung nicht repariert würde. Die Pipeline transportiert russisches Öl nach Ungarn und in die Slowakei. Sie war nach ukrainischen Angaben im Januar bei einem russischen Angriff beschädigt und deshalb vorübergehend stillgelegt worden. Ungarn und die Slowakei werfen Selenskyj vor, Reparaturen an der Leitung aus politischen Gründen zu verzögern.

+++ 16:18 Selenskyj pocht auf EU-Gesetz gegen Russlands Schattenflotte +++

Russlands sogenannte Schattenflotte umgeht im europäischen Raum weiterhin Sanktionen, beklagt Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Die EU müsse mit Hilfe von Gesetzesänderungen russisches Öl künftig direkt beschlagnahmen, um die Finanzierung des Angriffskrieges effektiv zu stoppen, fordert Selenskyj.

+++ 15:48 Kallas warnt: Putin profitiert in der Ukraine vom Nahost-Konflikt +++

Nach Einschätzung der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas könnte der Nahost-Konflikt dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in die Hände spielen: "Wenn der Ölpreis steigt, nützt das Russland bei der Finanzierung seines Krieges", warnt Kallas mit Blick auf Russlands Invasion in die Ukraine. Zudem würden nun Verteidigungsfähigkeiten, die in der Ukraine benötigt würden, in die Nahost-Region verlagert. Auch abseits der Ukraine sei Luftverteidigung derzeit stark gefragt.

+++ 15:17 Wadephul: Ukraine-Krieg bleibt trotz Iran-Eskalation "Thematik Nummer 1" +++

Der "völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und die damit verbundene Bedrohung seiner gesamten Nachbarstaaten" bleibe für Deutschland "die sicherheitspolitische Thematik Nummer 1", sagt Bundesaußenminister Johann Wadephul. Er reagiert damit auf die Sorge Kiews, dass sich der Fokus angesichts der militärischen Eskalation im Iran von den Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Krieges wegverlagern könnte. Zugleich betont Wadephul, dass die Bundesregierung die neuen Bedrohungen, die aus dem Iran-Krieg entstehen könnten, "sehr ernst" nehme.

+++ 14:49 Russisches Gericht verurteilt Rumänen wegen Spionage für die Ukraine +++

Ein russisches Gericht hat einen Rumänen wegen "Spionage" für die Ukraine zu 15 Jahren Haft verurteilt. Der Mann sei für schuldig befunden worden, im November 2024 "aus eigener Initiative" einen Mitarbeiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes kontaktiert und Informationen über die russischen Streitkräfte weitergegeben zu haben, erklärt das Gericht in Krasnodar im Süden Russlands.

+++ 14:27 Wadephul verspricht Kiew weitere 200 Millionen Euro für Energieinfrastruktur +++

Deutschland stellt der Ukraine angesichts anhaltender russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes weitere über 200 Millionen Euro zur Verfügung. "Mit diesen Geldern soll der Schutz der Ukraine gegen den Bombenterror Putins noch einmal verstärkt werden", sagt Außenminister Johann Wadephul bei einem Treffen mit seinem moldauischen Kollegen Mihai Popsoi in Berlin mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Mit dem Geld sollten unter anderem Aufklärungsdrohnen finanziert und der Zivilschutz unterstützt werden. "All das stärkt die Widerstandskraft der Ukraine und nützt auch Moldau", erklärt Wadephul.

+++ 13:59 Russland und die Ukraine tauschen 200 Kriegsgefangene aus +++

Russland kündigt einen weiteren Austausch von Gefangenen an. Am Donnerstag und Freitag sollen jeweils 500 Kriegsgefangene übergeben werden, teilt Kreml-Berater Wladimir Medinsky mit. Zuvor hat das russische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass bereits je 200 Soldaten ausgetauscht worden seien.

+++ 13:42 Russische Drohnen treffen Charkiw - vier Verletzte +++

Russland greift die Ukraine in der Nacht erneut aus der Luft an. Im ostukrainischen Gebiet Charkiw werden dabei nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft mehrere Menschen durch russische Drohnenattacken verletzt. Vier Personen seien verletzt worden, als eine Drohne in der Nähe eines Mehrfamilienhauses im Dorf Nowopokrowka einschlug, teilt die Staatsanwaltschaft mit. 

+++ 13:16 Ukraine deckt Sprit-Komplott auf - 50 Verdächtige und Millionenschaden +++

Ukrainische Behörden haben eigenen Angaben zufolge zwei Fälle von Kraftstoffunterschlagung innerhalb des Militärs aufgedeckt. Der Verluste soll bei insgesamt 30 Millionen Hrywnja (knapp 590.000 Euro) liegen. Der erste Fall ereignete sich zwischen 2022 und 2025 in der Region Mykolajiw, wo Militärbeamte laut Generalstaatsanwaltschaft Dokumente gefälscht haben sollen, um überschüssigen Treibstoff zu erhalten und ihn mit Gewinn weiterzuverkaufen. Ein weiterer Fall ereignete sich zwischen 2024 und 2025 in der Region Schytomyr, wo aufgrund falscher Dateneingaben unnötige Steuern erhoben wurden, was laut Generalstaatsanwaltschaft "zu einer ungerechtfertigten Überweisung von 8,3 Millionen Hrywnja (163.000 Euro) führte", die "für Verteidigungszwecke hätten verwendet werden sollen". Die Generalstaatsanwaltschaft teilt mit, dass seit Anfang 2026 insgesamt 54 Personen in 29 Strafverfahren wegen Amtsmissbrauchs oder Fahrlässigkeit bei der Beschaffung von Verteidigungsgütern unter Verdacht stehen. "Zu den Verdächtigen zählen ehemalige Leiter von Abteilungen des ukrainischen Verteidigungsministeriums und des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte, der Leiter des Kraftstoff- und Schmierstoffdienstes der Militäreinheit sowie der Leiter der Tankstelle", heißt es in der Pressemitteilung. 

+++ 12:50 Ungarn glaubt nicht an Pipeline-Schaden in der Ukraine und fordert Inspektion +++

Im Streit mit der Ukraine um eine im Krieg beschädigte Erdölleitung will Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban eine eigene Erkundungsmission in die Ukraine schicken. Eine diesbezügliche Verordnung des rechtspopulistischen Regierungschefs erscheint im ungarischen Amtsblatt. Angeführt werden soll die Mission von einem stellvertretenden Minister aus dem ungarischen Energieministerium, angehören soll ihr auch ein Vertreter des ungarischen Mineralölkonzerns MOL. Über die Druschba-Pipeline bekamen Ungarn und die Slowakei bis Ende Januar Erdöl aus Russland, von dem beide Länder abhängig sind. Die Lieferungen über diese Pipeline wurden der Ukraine zufolge abgebrochen, nachdem sie durch russische Angriffe beschädigt worden war. Die Regierungen Ungarns und die Slowakei behaupten, dass der Abbruch der Lieferungen nicht an technischen Problemen liege, sondern an einer politischen Entscheidung in Kiew. Die Ukraine bestreitet das. Ihren Angaben nach liegt die Schadstelle im Westen des Landes bei Brody im Gebiet Lwiw. Dort habe ein russischer Drohnenangriff Ende Januar ein Tanklager getroffen, dessen Brand auch technische Systeme der Pipeline-Steuerung unter der Erde beschädigt habe. 

+++ 12:10 Umfrage: Immer mehr Russen wollen Friedensgespräche statt Fortsetzung des Krieges +++

Laut dem unabhängigen russischen Meinungsforschungsinstitut Lewada sind so viele Russen für die Aufnahme von Friedensgesprächen wie noch nie. 36 Prozent beantworten die Frage, ob sie für eine Fortsetzung des Krieges oder Verhandlungen sind, mit: In jedem Fall Friedensverhandlungen beginnen. Das ist der höchste Wert bisher. 31 weitere Prozent sagen, es sollte eher verhandelt als weitergekämpft werden. Elf Prozent sind eher für eine Fortsetzung der Invasion. 14 Prozent wollen den Krieg in jedem Fall fortsetzen – das ist der niedrigste Zustimmungswert seit 2022. Neun Prozent der Befragten sagten, sie können sich nicht entscheiden. Noch im Sommer 2022 befürworteten 29 Prozent der Befragten klar die Invasion, nur 21 Prozent waren seinerzeit für Verhandlungen. 

+++ 11:36 Munz: "Iran-Krise spült Geld in Russlands Kriegskasse" +++

Für Putin ist der Krieg im Iran primär ein finanzieller Vorteil, berichtet Russland-Korrespondent Rainer Munz. Auch die mutmaßliche Verschiebung der Ukraine-Gespräche spielt dem Präsidenten in die Hände. Ein europäisches Vorhaben ruft derweil eine Drohung aus Russland hervor.

+++ 11:06 Was wird aus Ukraine-Gesprächen? Selenskyj schlägt Verlegung vor +++

Die Ukraine bemüht sich um eine Verschiebung der Gespräche zur Beendigung des Kriegs. Hintergrund sei die Lage im Nahe Osten, teilt Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Die Ukraine habe diesbezüglich mit den USA Kontakt aufgenommen. Es sei über eine Verschiebung und Verlegung der nächsten Runde gesprochen worden. "Das nächste trilaterale Treffen zwischen der Ukraine, den USA und Russland war für den Zeitraum vom 5. bis 9. März geplant, abhängig von den Entwicklungen weltweit. Derzeit gibt es einen weiteren Krieg im Nahen Osten", erklärt Selenskyj auf X.

+++ 10:33 Russische Drohne soll Maisfrachter getroffen haben, der ukrainischen Hafen verließ +++

Russische Streitkräfte sollen ein unter panamaischer Flagge fahrendes Schiff im Schwarzen Meer angegriffen haben. Es soll Verletzte unter der Besatzung geben. Laut Oleh Kiper, dem Leiter der Militärverwaltung der Region Odessa soll es von einer Drohne getroffen worden sein, als es den Hafen von Tschornomorsk verlassen habe. Das Schiff soll Mais geladen haben. Die Besatzung konnte gerettet werden, heißt es weiter. Wie schwer die Verletzungen sind und was mit dem Schiff passiert ist, ist unklar. 

+++ 10:01 Bericht: Ukraine verfügte über Wochen über kaum Raketen für ihre F-16-Kampfjets +++

Die F-16-Kampfflugzeuge der Ukraine verfügten Ende 2025 mehr als drei Wochen lang nicht über genügend Raketen, um russische Drohnen und Raketen abzuschießen. Problem: Die Lieferungen von Kiews Partnern versiegten genau zu dem Zeitpunkt, als Moskau eine massive Winter-Kampagne vorbereitete, sagen drei Quellen Reuters. Kiew beklagt seit Beginn der russischen Vollinvasion einen Mangel an Waffen und Munition. Die drei Quellen, die über direkte Kenntnisse der Situation verfügen, sagen, dass die Ukraine nur über eine Handvoll US-amerikanischer AIM-9 "Sidewinder"-Luft-Luft-Raketen für ihre gesamte F-16-Flotte verfügte, als die Lieferungen eingestellt wurden. Hunderttausende Ukrainer haben den großen Teil eines bitterkalten Winters ohne Heizung, Strom und fließendes Wasser überstanden, nachdem Russland seine Angriffe auf das Energiesystem der Ukraine verstärkt hatte. Während der Knappheit versuchten die F-16-Piloten Drohnen mit Rotationskanonen zu treffen, sagt eine Quelle. Da die meisten Drohnenangriffe aber nachts erfolgen, ist eine Abwehr schwierig. Der Mangel sei im Dezember behoben worden, als die Ukraine von Partnern AIM-9-Luft-Luft-Raketen erhielt, sagen die drei Quellen. Welche Länder die Raketen lieferten, ist unklar. Weshalb die Lieferungen stockten, ist unklar. Bekannt ist, dass die USA zeitweise sämtliche Waffenlieferungen an die Ukraine aussetzten.

+++ 09:28 Erfolgreiche Flugabwehr: Ukraine fängt 136 russische Drohnen ab +++

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe hat Russland die Ukraine in der Nacht mit 155 Drohnen angegriffen. 136 davon seien abgefangen worden, heißt es im Bericht. 18 russische Drohnen seien jedoch eingeschlagen - an acht Orten. In drei Fällen haben es Schäden durch herabfallende Trümmerteile abgefangener Drohnen gegeben. Die Abfangquote liegt demnach bei knapp 88 Prozent. Über Schäden und mögliche Opfer sagt die Luftwaffe nichts. 

+++ 09:07 Alles nur ein Test? Kanada und USA fangen russische Aufklärer vor Alaska ab +++

Wegen des Eindringens russischer Aufklärungsflugzeuge in die Luftverteidigungszone in Nordamerika sind mehrere Maschinen des Militärs zu einem Abfangeinsatz aufgestiegen. Im Luftraum vor dem US-Bundesstaat Alaska und vor Kanada seien zwei russische Seeaufklärer vom Typ TU-142 festgestellt und bis zum Verlassen der Luftverteidigungszone eskortiert worden, teilt das Kommando für die Luftraumverteidigung (Norad) mit. Die russischen Maschinen seien bei ihrem Vorstoß nicht in den kanadischen oder amerikanischen Luftraum eingedrungen Norad, das von den USA und Kanada gemeinsam betrieben wird, erklärt, es gebe regelmäßig solche Zwischenfälle mit russischen Flugzeugen. Diese würden nicht als Bedrohung aufgefasst. Nach Ansicht von Militärexperten nutzen Staaten ein solches Vordringen häufig, um die Verteidigung der betroffenen Länder zu testen. 

+++ 08:31 Kiew: 900 russische Soldaten getötet oder verwundet +++

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs wurden am Mittwoch 900 russische Soldaten in der Ukraine verletzt oder getötet. Ihre Gesamtzahl seit Beginn der russischen Vollinvasion steht damit auf mehr als 1,27 Millionen. Zudem seien knapp 2000 Drohnen, 41 Artilleriesysteme und 4 Panzer zerstört worden. Die Zahlen zum vernichteten Militärgerät werden von westlichen Beobachtern allgemein allerdings als deutlich zu hoch angegeben eingeschätzt.

+++ 07:57 Ukraine sieht Anzeichen für große russische Offensive bei Pokrowsk +++

Im Ballungsraum Pokrowsk-Myrnohrad in der Region Donezk soll es Anzeichen für die Vorbereitung der russischen Truppen auf die Offensive geben. Dabei sollen auch Reserveeinheiten zum Einsatz kommen, teilt die Einheit "Schid" auf Facebook mit. "Der Feind erhöht die Anzahl der Luftangriffe und setzt verstärkt andere Feuermittel ein", heißt es in dem Bericht. "Der Feind konzentriert seine Bemühungen insbesondere auf Vorstöße im Raum der Ortschaft Hryschyne und versucht, in deren Zentrum vorzudringen, während er die Ortschaft gleichzeitig von Norden und Süden stürmt", so die Meldung. Darüber hinaus versuchen die Russen, Pokrowsk und Myrnohrad komplett einzunehmen. Ukrainische Einheiten halten dem Bericht zufolge Stellungen am nördlichen Rand dieser Ortschaften. Prokowsk ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in der Region. 

+++ 07:24 Ukraine überzieht russische Region mit Drohnen - Augenzeugen melden 60 Explosionen +++

Die ukrainische Armee überzieht nach eigenen Angaben die russische Region Saratow in der Nacht mit einer großen Zahl von Drohnen. Der Angriff soll gegen 23 Uhr begonnen haben. Laut Augenzeugen soll die Flugabwehr in Aktion getreten sein. Das russische Verteidigungsministerium habe behauptet, 48 Drohnen abgefangen zu haben. Allerdings soll es etwa 60 Explosionen gegeben haben, so die ukrainische Armee. Infolgedessen sei es zu einem Stromausfall in der Region und zahlreichen Bränden gekommen, heißt es weiter. In einem Stadtteil der namensgebenden Stadt Saratow sei ein Großbrand ausgebrochen, der bisher nicht gelöscht werden konnte. Auch eine Öl-Raffinerie soll beschädigt worden sein. Belege gibt es nicht. Videos, die aus der Region stammen sollen zeigen aber tatsächlich eine aktive Flugabwehr und Explosionen am Himmel und am Boden. In der Nachbarstadt von Saratow, Engels, befindet sich ein Flughafen des russischen Militärs, auf dem Tu-95MS-Bomber stationiert sein sollen. 

+++ 06:42 Flugabwehr gegen Shahed zu teuer - USA haben Interesse an ukrainischen Abfangdrohnen +++

Das Pentagon und einige Golfstaaten erwägen den Kauf ukrainischer Abfangdrohnen zur Abwehr iranischer Shahed-Drohnen, berichtet die "Financial Times". Die Ukraine hat kostengünstige, in Massenproduktion hergestellte Abfangdrohnen entwickelt, die nur wenige tausend Dollar kosten und damit weitaus günstiger sind als die derzeit zum Abschuss von Shaheds eingesetzten Patriot-Raketen (etwa 5 bis 8 Millionen Dollar pro Stück). Da der Iran möglicherweise über Zehntausende von Shahed-Drohnen verfügt, suchen die Länder nach einer kostengünstigeren Verteidigungsmethode. Der Ukraine ist es zuletzt wieder deutlich besser gelungen, von Russland abgefeuerte Drohnen abzufangen. In der vergangenen Nacht sollen es 89 Prozent gewesen sein. 

+++ 06:08 Slowakischer Premier: Satellitenbilder zeigen unbeschädigte Druschba-Pipeline +++

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico behauptet, er verfüge über Satellitenbilder, die beweisen, dass die Druschba-Ölpipeline, durch die zuvor russisches Öl transportiert wurde, nicht beschädigt sei. "Bis auf einen kleinen Lagertank ist die Haupttrasse der Druschba-Ölpipeline nicht beschädigt. Präsident Wolodymyr Selenskyj lügt also nachweislich", behauptet Fico laut dem slowakischen Nachrichtenportal Aktuality. "Er dachte, so könne er die Slowakei und Ungarn erpressen, obwohl ich nicht weiß, was er von uns erreichen will", sagt Fico. Die Satellitenbilder wollte Fico den Medien allerdings nicht zur Verfügung stellen, da es sich um vertrauliche Informationen handele.

+++ 05:36 Bericht: Rosatom entgeht EU-Sanktionen +++

Russlands staatlicher Atomkonzern Rosatom betreibt 21 Unternehmen, die direkt an der Waffenproduktion beteiligt sind - unterliegen aber keinen EU-Sanktionen, wie aus einem Bericht der in Kiew ansässigen Denkfabrik DiXi Group hervorgeht. Diese Organisationen produzieren Drohnenkomponenten und Güter mit doppeltem Verwendungszweck und entwickeln gleichzeitig Russlands Atomwaffenarsenal. Die Organisation veröffentlicht den Bericht zum vierten Jahrestag der russischen Besetzung des Kernkraftwerks Saporischschja, des größten Kernkraftwerks Europas. Rosatom übernahm nach der Besetzung die Betriebsführung und wandelte das Kraftwerk von einer funktionierenden Energieanlage in eine gefängnisähnliche Festung an vorderster Front und ein wichtiges Druckmittel in den laufenden Friedensgesprächen um.

+++ 04:50 Polen nimmt 140 illegale Migranten fest - 91 davon Ukrainer +++

In Polen führte eine gemeinsame Operation von Polizei und Grenzschutz zur Festnahme von 140 Ausländern, die sich illegal im Land aufhielten, darunter 91 ukrainische Staatsbürger. Die Operation, die am 2. und 3. März durchgeführt wurde, wurde auf der offiziellen Webseite der polnischen Polizei gemeldet. Von den mehr als 140 Inhaftierten wurden in rund 110 Fällen wegen illegalen Aufenthalts in Polen und in über 20 Fällen wegen einer Gefährdung der nationalen Sicherheit Abschiebungsverfahren eingeleitet.

+++ 03:16 Russische Drohne trifft Zivilschiff vor Odessa +++

Durch einen russischen Drohnenangriff wurde ein unter panamaischer Flagge fahrendes Zivilschiff beschädigt, das Mais durch den ukrainischen Korridor transportierte. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf die ukrainische Hafenbehörde. Zum Zeitpunkt des Angriffs verließ das Schiff den Hafen von Tschornomorsk (Region Odessa). Es gibt verletzte Besatzungsmitglieder, die die notwendige Hilfe erhalten.

+++ 01:49 Selenskyj: Kiews Hilfe bei Shahed-Drohnen wird nachgefragt +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, die Verbündeten hätten Kiew um Hilfe bei der Abwehr iranischer Drohnen gebeten. Dabei sei es um im Iran entwickelte Shahed-Drohnen gegangen, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Auch die USA hätten angefragt. Selenskyj hatte zuvor angedeutet, dass Kiew sein Fachwissen mit Ländern des Nahen Ostens teilen könnte, wenn diese dazu beitragen könnten, Russland zu einer Waffenruhe in dem Krieg zwischen der Ukraine und Russland zu bewegen.

+++ 00:45 Selenskyj: Bisher keine Signale für neue Ukraine-Gespräche +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj geht wegen der Lage im Nahen Osten von einer Pause in den Friedensgesprächen mit Russland unter US-Vermittlung aus. "Aufgrund der Situation mit dem Iran sind die notwendigen Signale für ein trilaterales Treffen bislang noch nicht gekommen", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Er habe eigentlich mit neuen Verhandlungen zwischen Ukrainern und Russen Anfang März gerechnet. Nun sagt er, dass die "trilaterale diplomatische Arbeit" wieder aufgenommen werden solle, sobald "die Sicherheitslage und der allgemeine politische Kontext es uns erlauben". "Die Ukraine ist dazu bereit." Auch der Kreml hatte mitgeteilt, trotz der "Enttäuschung" über den US-Angriff auf den mit Russland befreundeten Iran weiter auf die Vermittlung Washingtons im Ukraine-Krieg zu setzen.

+++ 23:39 Nordeuropäische Staaten bereiten gemeinsam Evakuierungs-Pläne vor +++

Zehn nordeuropäische Staaten haben sich darauf geeinigt, Vorbereitungen für mögliche grenzüberschreitende Evakuierungen von Zivilisten im Falle einer Krise oder eines militärischen Konflikts in der Region zu treffen, um Lehren aus dem Krieg in der Ukraine zu ziehen. Das teilt das schwedische Verteidigungsministerium mit. Demnach unterzeichnete Schweden gemeinsam mit Dänemark, Estland, Finnland, Deutschland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen und Polen eine Absichtserklärung zum Schutz der Zivilbevölkerung im Ostseeraum und den nordischen Ländern. "Diese ermöglicht die vorübergehende grenzüberschreitende Bewegung von Personen im Krisenfall oder, im schlimmsten Fall, im Kriegsfall", schreibt das Ministerium. Die zehn Staaten würden gemeinsam Pläne für Transport, Grenzkontrollen, Reisekorridore und andere Angelegenheiten ausarbeiten.

+++ 22:19 Radfahrerin mit Drohne getötet +++

Russische Soldaten sollen eine Radfahrerin mit einer Drohne getötet haben. Die 49-Jährige sei in Nowodmitrowka in der Gemeinde Biloserska mit dem Rad unterwegs gewesen, als sie von der Drohne in den Rücken getroffen worden sei, schreibt die Verwaltung der Region Cherson in sozialen Medien. Auch ein 32-jähriger Einwohner der Stadt Cherson wurde von einer Drohne angegriffen. Er erlitt eine Explosionsverletzung und eine Gehirnerschütterung, wie die Behörde mitteilt.

+++ 21:50 Putin erwägt, Gaslieferungen in EU "sofort" zu beenden +++

Angesichts des von der EU geplanten Embargos gegen russisches Gas denkt Kremlchef Putin darüber nach, die Lieferungen nun selbst schon vorher zu stoppen. "Jetzt öffnen sich andere Märkte. Und vielleicht ist es für uns vorteilhafter, jetzt sofort die Lieferungen für den europäischen Markt einzustellen", sagt er im russischen Staatsfernsehen. Die Europäische Union will bis spätestens Ende 2027 vollkommen unabhängig von Erdgas aus Russland sein und jegliche Importe stoppen. Wenn die EU ohnehin bald kein russisches Gas mehr abnehme, "ist es besser, jetzt selbst aufzuhören und in die Länder zu gehen, die zuverlässige Partner sind, und uns dort zu etablieren", sagt Putin. Eine solcher Schritt dürfte, sollte er beschlossen werden, die im Zuge des Iran-Kriegs ohnehin gespannte Lage auf dem Gasmarkt weiter verschärfen und die Energiepreise noch mehr in die Höhe treiben.

+++ 21:21 Trilaterales Treffen wird anscheinend verschoben +++

Eigentlich sollen die trilateralen Gespräche zwischen Vertretern Russlands, der Ukraine und der USA in dieser Woche weitergehen, doch eine neue Verhandlungsrunde ist derzeit nicht in Sicht. Man sei fast täglich in Kontakt mit den USA, sagt der ukrainische Präsident Selenskyj. Aufgrund der aktuellen Lage hinsichtlich des Irans gebe es jedoch keine Anzeichen für ein trilaterales Treffen. Die Ukraine sei bereit, die Gespräche fortzusetzen, sobald die Lage dies erlaube. Der Sender Suspilne meldet, die Gespräche würden verschoben und zitiert eine Quelle innerhalb der ukrainischen Delegation mit den Worten: "Es gibt noch keinen Termin und keinen Ort für die nächste Runde der trilateralen Gespräche."

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