Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 17:06 Russischer Kampfjet bei Moskau abgestürzt +++

23.07.2026, 00:01 Uhr

Ein russischer Kampfjet ist in der Nähe der Hauptstadt Moskau abgestürzt. Der Unfall sei kurz nach dem Start passiert, der Pilot habe sich per Schleudersitz retten können, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau russischen Nachrichtenagenturen zufolge mit. "Das Flugzeug ist in unbewohnter Gegend abgestürzt, es gibt keine Zerstörungen am Boden", heißt es in der Mitteilung. Medienberichten zufolge handelt es sich bei der Maschine um eine der modernen Su-57. Die Behörden ermitteln offiziell wegen eines technischen Fehlers im Flugzeug. Der russische Militärblogger Wladimir Romanow deutet hingegen an, dass der Kampfjet von der eigenen Flugabwehr abgeschossen wurde. Belege für diese Version liefert er nicht.

+++ 16:31 Selenskyj: Erwarte russische Angriffe auf Getreideschiffe +++

Russland wird nach Einschätzung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj seine Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer verstärken. Moskau wolle den ukrainischen Getreidekorridor auf dem Seeweg blockieren, zitiert die Nachrichtenagentur Interfax den Präsidenten.

+++ 15:42 Selenskyj erwartet in Kürze Treffen mit US-Vertretern +++

Vertreter der Ukraine und der USA könnten sich nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in den kommenden Tagen in den USA treffen. Er habe am Mittwoch mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner über Ideen zur Wiederbelebung der Friedensgespräche mit Russland gesprochen, sagt Selenskyj. Die Diskussionen dürften in naher Zukunft fortgesetzt werden, meldet die Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine unter Berufung auf den Präsidenten.

+++ 14:57 Mehrere Tote nach russischen Bomben auf Pawlohrad +++

Bei russischen Bombenangriffen auf die Industriestadt Pawlohrad in der Ostukraine sind mindestens drei Menschen getötet worden. Gut ein Dutzend seien verletzt worden, teilt Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram mit. Angegriffen worden sei das Gelände eines Unternehmens. Verletzte habe es auch bei Attacken auf die Stadt Cherson in der Südukraine gegeben. Selenskyj fordert die westlichen Partnerstaaten erneut zur Lieferung von Flugabwehrraketen für das Patriot-System auf.

+++ 13:48 Soldat kämpft 346 Tage ununterbrochen an Ukraine-Front +++

Seit fast viereinhalb Jahren tobt der russische Angriffskrieg in der Ukraine inzwischen. Einer der besonders umkämpften Orte ist Tschassiw Jar, in der Oblast Donezk. Dort hat ein ukrainischer Soldat fast ein Jahr lang in der Todeszone ausgeharrt, gekämpft und überlebt.

+++ 13:38 Unesco nimmt antike Stadt auf Krim auf Liste gefährdeten Welterbes auf +++

Die Unesco hat die antike Stadt Chersones auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim auf die Liste des gefährdeten Welterbes aufgenommen. Sie sei unter der russischen Besatzung durch Bauarbeiten und archäologische Aktivitäten bedroht, erklärt die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur. Die antike Stadt Chersones liegt auf der 2014 von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim und gehört seit 2013 zum Welterbe. Es handelt sich um eine im fünften Jahrhundert vor Christus von Griechen am Ufer des Schwarzen Meeres gegründete Siedlung. Sie gilt als eine der bedeutendsten archäologischen Stätten in der Schwarzmeerregion.

+++ 12:56 Insider: Ukrainische Angriffe auf Russland drosseln Ölförderung in Kasachstan +++

Die ukrainischen Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur treffen nun auch die Ölproduktion in Kasachstan. Nach der Schließung eines wichtigen Export-Terminals am Schwarzen Meer ist die Ölförderung des zentralasiatischen Landes eingebrochen, wie die Nachrichtenagentur Reuters von zwei Brancheninsidern erfuhr. Das Verladeterminal des Kaspischen Pipeline-Konsortiums CPC am russischen Schwarzmeer-Hafen Noworossijsk war am Montag nach Drohnenangriffen auf Öltanker geschlossen worden. Besonders stark sei der Rückgang im vom US-Konzern Chevron geführten Tengis-Feld, dem größten Ölfeld Kasachstans.

+++ 12:35 Kreml dämpft nach Lawrow-Rubio-Treffen Hoffnung auf baldige Lösung +++

Nach einem Treffen der Außenminister Russlands und der USA, Sergej Lawrow und Marco Rubio, in Manila schätzt der Kreml die Aussichten auf ein schnelles Abkommen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs als wenig optimistisch ein. Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow betont gleichwohl, dass Russland den Dialog mit den USA fortsetzen werde. Er hoffe auf einen Besuch der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau, sobald diese verfügbar seien. Washingtons Friedensbemühungen für die Ukraine sind angesichts des US-Krieges im Iran weitgehend ins Stocken geraten.

+++ 12:09 Schiffsverkehr in ukrainische Häfen eingestellt +++

Ukrainische Häfen werden aufgrund russischer Angriffe vorerst nicht mehr von Schiffen angelaufen. "Wir als Staat haben keine Einschränkungen gemacht, das ist eine Entscheidung der Schiffseigner", sagt Agrarminister Taras Wyssozkyj gemäß der staatlichen Nachrichtenagentur Ukrinform. Noch am Vortag hätten "vier bis fünf Schiffe" in ukrainischen Häfen angelegt. Wyssozkyj machte demnach keine Angaben, ob das nur die Seehäfen betrifft oder auch der Schiffsverkehr zu den Donauhäfen eingestellt wurde.

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Blick auf den Hafen von Odessa im Juli 2025. (Foto: picture alliance / /AA/photothek.de)

+++ 11:43 Ukrainischer Generalstab meldet mehr als 250 Front-Gefechte +++

Im Laufe des vergangenen Tages hat es zwischen ukrainischen und russischen Truppen offenbar 261 Gefechte an der Front gegeben. Das meldet das Portal Ukrainska Pravda unter Berufung auf den Generalstab der ukrainischen Streitkräfte. Besonders schwer umkämpft waren demnach Pokrowsk, Slowjansk und Kostiantynivka. 

+++ 10:44 Gouverneur: Ein Toter nach ukrainischem Drohnenangriff auf Woronesch +++

In einem Vorort von Woronesch etwa 500 Kilometer südlich der Hauptstadt Moskau ist ein dreijähriger Junge bei einem Brand ums Leben gekommen, wie der zuständige Gouverneur Alexander Gussew im Onlinedienst Telegram mitteilt. Das Feuer im Wohnhaus sei durch eine herabstürzende Drohne ausgelöst worden. Die Eltern seien verletzt worden. Bei einem weiteren Drohnenangriff in der Region sei ein junger Mann verletzt worden.

+++ 10:30 Rubio: USA bereit zu "konstruktiver Rolle" für Ukraine-Frieden +++

US-Außenminister Marco Rubio hat gegenüber Russland die Bereitschaft der Vereinigten Staaten bekräftigt, bei der Suche nach einer Friedenslösung im Ukraine-Krieg zu helfen. "Wir sind bereit, eine konstruktive Rolle bei der Beendigung eines sinnlosen Krieges zu spielen", sagt Rubio nach einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow am Rande der Konferenz der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean in der philippinischen Hauptstadt Manila. Für ein Friedensabkommen sei aber noch viel Arbeit nötig. Es müssten neue Vorschläge und Ideen für eine akzeptable Vereinbarung gefunden werden. Sein Gespräch mit Lawrow bezeichnete Rubio als "gut und offen". Zu Einzelheiten wollte er sich nicht äußern.

+++ 09:59 Behörden melden zahlreiche russische Angriffe auf Odessa +++

Russische Truppen haben die Stadt Odessa offenbar fast die ganze Nacht über angegriffen. Das melden ukrainische Medien mit Verweis auf den Leiter der städtischen Militärverwaltung. Demnach wurden Infrastruktur, ein Bürogebäude, Häuser und Autos beschädigt. Opfer seien nicht gemeldet worden. 

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Ein Feuerwehrmann steht vor einer Tankstelle in Sumy, die bei einem russischen Drohnenangriff getroffen wurde. (Foto: via REUTERS)

+++ 09:40 Von der Leyen begrüßt Einigung auf neue Russland-Sanktionen +++

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßt die Einigung in Brüssel. "Zu einem Zeitpunkt, an dem die Ukraine militärisch an Schwung gewonnen hat, schwächen unsere Sanktionen weiterhin die wirtschaftlichen Grundlagen der russischen Kriegsführung", schreibt von der Leyen auf X.

+++ 09:16 Einigung in Brüssel: EU verhängt neue Russland-Sanktionen +++

Die EU-Staaten haben sich angesichts des anhaltenden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine auf ein neues Sanktionspaket verständigt. Die Pläne sehen unter anderem weitere Maßnahmen gegen den russischen Finanz- und Energiesektor sowie ein Einreiseverbot für russische Soldaten vor, wie EU-Diplomaten in Brüssel mitteilen.

+++ 09:06 Behörden melden zwei Tote bei ukrainischen Angriffen auf russische Region Belgorod und Krim +++

Bei ukrainischen Angriffen in der russischen Grenzregion Belgorod und auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sind zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Das teilen die Behörden der beiden Regionen mit. Im Bezirk Schebekino in der Region Belgorod griff eine ukrainische Drohne nach Behördenangaben ein Fahrzeug an. Ein Mann wurde dabei getötet, ein weiterer verletzt. Auf der Krim wurde bei einem ukrainischen Angriff ebenfalls ein Mensch getötet, wie der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow mitteilt. Vier weitere Menschen wurden demnach verletzt, darunter zwei Kinder.

+++ 08:29 Russland: Lawrow und Rubio sprechen in Manila über Ukraine +++

Die Außenminister der USA und Russlands, Marco Rubio und Sergej Lawrow, sind russischen Medienberichten zufolge in Manila zusammengekommen. Die Begegnung habe am Rande eines Treffens des Verbands Südostasiatischer Nationen (Asean) in der philippinischen Hauptstadt stattgefunden und mehr als eineinhalb Stunden gedauert, meldet die Nachrichtenagentur Tass. Thema sei die Ukraine gewesen, berichtet die Agentur RIA unter Berufung auf das russische Außenministerium. Außerdem sei es um die Normalisierung der Beziehungen zwischen Russland und den USA gegangen. Beide Außenminister hätten sich darauf verständigt, in Kontakt zu bleiben.

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Russischen Medien zufolge dauerte das auf US-Initiative organisierte Gespräch lediglich 35 Minuten. (Foto: picture alliance/dpa/Pool AFP)

+++ 07:48 Gouverneur: Ein Toter und 20 Verletzte bei russischen Angriffen in Cherson +++

Bei russischen Angriffen in der Region Cherson ist am Mittwoch offenbar eine Person getötet worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Gouverneur Oleksandr Prokudin. Demnach wurden im Laufe des vergangenen Tages 20 weitere Menschen verletzt. Zudem seien unter anderem mehrere Häuser, eine Tankstelle und Mobilfunkmasten beschädigt worden. Derweil meldet die ukrainische Polizei einen Toten und sieben Verletzte bei russischen Angriffen in der Region Sumy am Vortag.

+++ 07:04 Bericht: Drohnenangriff auf russische Ölraffinerie +++

Das ukrainische Militär hat laut einem Bericht der "Kyiv Inidependent" in der Nacht verschiedene russische Regionen mit Drohnen angegriffen. Wie die Zeitung mit Verweis auf russische Telegram-Kanäle schreibt, war ein großes Feuer zu sehen, das von einer Ölraffinerie in der russischen Region Uljanowsk ausging. 

+++ 05:10 Russland setzt Verkehr an Schwarzmeer-Hafen aus +++

Russland hat drei Insidern zufolge wegen ukrainischer Drohnenangriffe den Schiffsverkehr im Hafen von Noworossijsk am Schwarzen Meer über Nacht ausgesetzt. Zwischen Mitternacht und 5.00 Uhr (Ortszeit) durften keine Schiffe ein- oder auslaufen, verlautet aus Kreisen der Getreideindustrie. Die Anordnung sei mündlich erfolgt. Außerhalb der Sperrzeiten laufe der Betrieb in Russlands größtem Hafen normal weiter, Getreidelieferungen seien bislang nicht beeinträchtigt. Über Noworossijsk wird bis zu ein Drittel der russischen Getreideexporte abgewickelt, zudem werden dort Öl, Metalle und Container verladen.

+++ 23:42 Angriffe auf Schiffe: Ukraine beantragt Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats +++

Die Ukraine beantragt dem geschäftsführenden Außenminister Andrij Sybiha zufolge wegen russischer Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer eine Dringlichkeitssitzung im UN-Sicherheitsrat. Sybiha wirft Russland in einem Post auf X vor, mindestens drei zivile Frachtschiffe in den vergangenen Tagen bombardiert zu haben. Er sprach von Dutzenden Toten und Verletzten in der Folge und warf Moskau vor, die globale Lebensmittelsicherheit zu gefährden. Beantragt sei die Sitzung für den 27. Juli.

+++ 22:25 Statt Gefängnis an die Front: Russland weitet Rekrutierung von Häftlingen aus +++

Die russische Staatsduma hat ein Gesetz verabschiedet, das den Kreis potenzieller militärischer Rekruten aus den Reihen von Gefängnisinsassen erweitert. Wie der russische Sender RBC berichtet, kommen nun auch Häftlinge für den Dienst infrage, die wegen organisierter Kriminalität oder des unsachgemäßen Umgangs mit Staatsgeheimnissen verurteilt wurden. Im Gegenzug für ihren Dienst im Militär werde ihr Strafregister bereinigt - sofern sie den Kriegseinsatz überleben. Moskau gelingt es Berichten zufolge trotz erhöhter finanzieller Anreize nicht, genug Soldaten für den Krieg gegen die Ukraine zu rekrutieren.

+++ 21:41 Selenskyj: Lage an der Front und Langstreckenangriffe schaffen "sehr toxische Atmosphäre" um Putin +++

Nach Ansicht des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj entsteht um Russlands Staatschef Wladimir Putin momentan eine "sehr toxische Atmosphäre". "Natürlich schaffen die Lage an der Front, unsere Sanktionen und unsere Angriffe mit großer Reichweite derzeit eine neue Atmosphäre um Putin - eine sehr toxische Atmosphäre. Er allein ist der Grund dafür, dass der Krieg begonnen hat und andauert. Putin allein ist für die Verluste verantwortlich, die die Russen erleiden", schreibt Selenskyj in seiner abendlichen Ansprache bei Telegram. Putins engster Kreis sei sich seiner Verantwortung für den Krieg bewusst und signalisiere dies auch gegenüber der Ukraine sowie internationalen Partnern, so der ukrainische Präsident. Zudem beginne auch die russische Gesellschaft zunehmend, die Auswirkungen zu spüren.

+++ 21:13 Selenskyj spricht mit US-Gesandten über "neuen Schwung" für Diplomatie in Ukraine-Krieg +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben mit den beiden US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner über Wege zu einem Ende des Krieges mit Russland beraten. Bei dem Gespräch sei es darum gegangen, "wie man der Diplomatie neuen Schwung verleihen und den Frieden voranbringen kann", erklärt Selenskyj bei X. Das Gespräch nannte er "fruchtbar und wichtig". "Frieden ist notwendig - ein Frieden in Würde", schreibt Selenskyj weiter und fügt hinzu: "Die Ukraine ist schon seit langem dazu bereit." Die Teams beider Länder stünden "weiterhin in engem Kontakt".

+++ 20:50 Bericht: Selenskyjs Büro plant US-Reise und Treffen mit Trump +++

Das Büro des ukrainischen Präsidenten plant einem Bericht zufolge eine USA-Reise für Wolodymyr Selenskyj. Wie der ukrainische Sender Suspilne berichtet, soll der ukrainische Präsident an der Beisetzung von Senator Lindsey Graham teilnehmen und im Rahmen der laufenden Friedensgespräche zur Beendigung des Kriegs US-Präsident Donald Trump für ein bilaterales Gespräch treffen. Selenskyj soll Berichten zufolge zur Beisetzung des kürzlich verstorbenen Senators eingeladen worden sein. Der Reiseplan sowie die vollständige Liste der Treffen, der Teilnehmer und der Dauer des Besuchs stehen demnach noch nicht endgültig fest.

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