Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 22:15 Geld für Kultur: EU und London erhöhen Hilfen +++

24.03.2026, 00:04 Uhr

Die EU-Kommission und Großbritannien wollen zur Unterstützung der Kultur in der Ukraine mehr Geld bereitstellen. 250.000 Euro sagt der EU-Kommissar für Kultur, Glenn Micallef, seitens der Kommission zu. Großbritannien wolle seinen Beitrag zum Schutz des ukrainischen Kulturerbes im Vergleich zu den zuletzt zugesagten 200.000 Pfund (rund 230.000 Euro) mehr als verdoppeln, teilt der britische Kulturminister Ian Murray nach einem gemeinsamen Treffen in Brüssel mit. Mit mehr als 50 Millionen Euro hätten die Kommission und die Mehrheit der Mitgliedsstaaten den Kultursektor seit Kriegsbeginn bereits unterstützt, so der Kommissar.

+++ 21:29 Nach Drohnengeschwadern: Selenskyj fordert mehr Druck auf Moskau +++

Nach massiven russischen Angriffen mit mehreren Toten und Dutzenden Verletzten fordert der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mehr Druck auf Moskau. Das Ausmaß dieses Angriffs zeige, dass Russland nicht die Absicht habe, diesen Krieg zu beenden, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Er spricht von Toten und mehr als 40 Verletzten. Nach schweren Angriffen in der Nacht mit Raketen und Drohnen habe es auch tagsüber mehrere Wellen von Drohnenattacken gegeben. Russland nehme weiterhin vor allem die Energieversorgung der Ukraine ins Visier, erklärt Selenskyj. Die russische Armee habe mehr als 550 Drohnen eingesetzt. Ein Großteil sei abgefangen worden, aber es habe auch Einschläge in neun Regionen gegeben.

+++ 20:49 Libyen: Abschleppen russischen Gastankers vorbereitet +++

Spezialisierte Teams haben das führerlos im Mittelmeer treibende russische Gastankschiff "Arctic Metagaz" erreicht und gesichert. Das teilt das libysche Verteidigungsministerium mit. Es sei ein Seil festgemacht worden, um das Abschleppen des rund 280 Meter langen Schiffs vorzubereiten und ein weiteres Abdriften zu verhindern. Am Wochenende hatte der libysche Staatskonzern National Oil Corporation mitgeteilt, dafür eine Spezialfirma beauftragt zu haben. Die "Arctic Mategaz" war Anfang März vor der Küste Libyens nach Explosionen in Brand geraten. Russland wirft der Ukraine vor, das Schiff mit Wasserdrohnen angegriffen zu haben. Kiew hat den Vorfall offiziell nicht kommentiert.

+++ 20:07 Bericht: USA drängen Kiew zum Abzug aus dem Donbass +++

Die USA üben gemeinsam mit Russland Druck auf die Ukraine aus, ihre Truppen aus der Region Donezk abzuziehen. Das berichtet die "Ukrainska" Pravda unter Berufung auf das Umfeld des ukrainischen Präsidenten. Laut der nicht namentlich genannten Quelle könnten die USA bei einer Weigerung Kiews die Verhandlungen abbrechen und sich auf die Militäroperation im Iran konzentrieren.

+++ 19:33 Moskau verbietet Proteste gegen Internetblockaden +++

Nach zahlreichen Protestaufrufen in Russland gegen die Blockade des Mobilfunks und sozialer Netzwerke haben Städte reihenweise die Demonstrationen untersagt. Im Moskauer Gebiet hätten mehrere Städte in gleichlautenden Schreiben Versammlungsverbote erteilt, teilt der russische Oppositionspolitiker Boris Nadeschdin mit. Als Vorwand werde die Gefahr vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus genannt. Nadeschdin wirft den Behörden vor, gegen die Verfassung zu verstoßen, die in Russland Rede- und Versammlungsfreiheit garantieren soll.

+++ 18:55 Viele Verletzte nach russischen Angriffen in Lwiw +++

In der westukrainischen Großstadt Lwiw sind mehrere Menschen nach Behördenangaben durch russische Drohnenangriffe verletzt worden. Bürgermeister Andrij Sadowyj zufolge werden 17 Menschen in Krankenhäusern der Stadt behandelt. Er schreibt von Einschlägen an mehreren Stellen der Stadt, ein Wohnhaus sei zweimal getroffen worden. Militärgouverneur Maksym Kosyzkyj berichtet auf Telegram von Schäden im historischen Zentrum der Stadt.

+++ 18:25 Ukraine: Russische Drohnen treffen Unesco-Welterbe in Lwiw +++

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die westukrainische Stadt Lwiw wird ukrainischen Angaben zufolge die zum Unesco-Welterbe gehörende St.-Andreas-Kirche aus dem 17. Jahrhundert getroffen. Russland greife am helllichten Tag ein belebtes Stadtzentrum an, erklärt Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko auf der Kurznachrichtenplattform X. Bei der für die Tageszeit ungewöhnlichen Attacke werden nach Angaben örtlicher Behörden zwei Menschen verletzt. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Das historische Zentrum von Lwiw ist für seine gut erhaltene mittelalterliche Architektur bekannt.

+++ 17:56 Ukrainische Luftwaffe: Russland feuert fast tausend Drohnen auf Ukraine ab +++

Bei dem mutmaßlich größten Luftangriff zur Tageszeit seit Kriegsbeginn hat Russland die Ukraine nach Angaben aus Kiew mit hunderten Drohnen angegriffen. Seit dem Morgen "haben sie bereits über 400 Drohnen abgefeuert", sagt der ukrainische Luftwaffen-Sprecher Jurij Ignat. "Ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals Tagesangriffe in einem solchen Ausmaß gegeben hat." "In dieser Größenordnung ist das grundsätzlich das erste Mal", ergänzt Ignat. Örtlichen Behördenangaben zufolge wurden die Angriffe weiter fortgesetzt. Später präzisiert die Luftwaffe: Seit Montagabend habe man insgesamt 948 russische Drohnen gezählt. Tagsüber seien es 556 gewesen, von denen die ukrainische Flugabwehr 541 abgefangen habe.

+++ 17:22 EU verschiebt Verbotsplan für russische Ölimporte +++

Nach Beginn des Iran-Kriegs verschiebt die EU-Kommission die Präsentation von Plänen für ein vollständiges und dauerhaftes Verbot von russischen Ölimporten. Die ursprünglich für den 15. April geplante Vorlage wird auf unbestimmte Zeit verschoben, wie aus einer Terminübersicht zu geplanten Initiativen der Brüsseler Behörde hervorgeht. Wann die Maßnahmen stattdessen vorgestellt werden sollen, lässt eine Sprecherin auf Nachfrage offen. Auch Gründe für die Verschiebung nennt sie nicht. Denkbar ist, dass die Situation auf dem weltweiten Ölmarkt oder auch die Kritik des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban eine Rolle spielen.

+++ 16:51 Verdächtige nach Brandanschlag in Tschechien festgenommen +++

Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf einen Rüstungsbetrieb im ostböhmischen Pardubice sind drei Verdächtige festgenommen worden. Das teilt die tschechische Polizei bei X. Davon sei eine Person in der benachbarten Slowakei gefasst worden, die übrigen in Tschechien. Es handele sich um tschechische und US-amerikanische Staatsangehörige. Nach weiteren Verdächtigen werde gesucht. Tschechische Medien veröffentlichten ein mutmaßliches Bekennerschreiben einer propalästinensischen Gruppe. "Heute am frühen Morgen wurde ein wichtiges Herstellungszentrum für israelische Waffen von einer Untergrundgruppe angezündet", heißt es darin. Sicherheitsexperten halten es indes für möglich, dass Russland hinter dem Brandanschlag stecken könnte. Sie verweisen darauf, dass die betroffene Firma die Ukraine beliefert.

+++ 16:14 Mutmaßliche Russland-Spione in Deutschland und Spanien festgenommen +++

Die Bundesanwaltschaft hat in Nordrhein-Westfalen und in Spanien zwei mutmaßliche Russland-Spione festnehmen lassen. Sie sollen in Deutschland jemanden ausgespäht haben, der Drohnen und dazugehörige Bauteile in die Ukraine liefert, wie die Karlsruher Behörde mitteilt. Es geht um eine Rumänin und einen Ukrainer. Seit Dezember 2025 soll der ukrainische Staatsbürger Sergey N. im Auftrag eines russischen Geheimdiensts den Betreffenden ausgespäht haben. Dazu soll er den Angaben zufolge Informationen im Internet gesammelt und Videos gemacht haben. N. sei dann nach Spanien gezogen, spätestens ab März habe die Rumänin Alla S. den Auftrag übernommen.

+++ 15:51 Munz aus Belgorod: Bei Ankunft gab es gleich "eine Warn-SMS" +++

Die Ukraine zielt weiter auf Russlands Energieinfrastruktur und trifft wichtige Anlagen in Saratow und Primorsk. Auch die Region um Belgorod wird immer wieder zum Ziel von Angriffen. ntv-Korrespondent Rainer Munz berichtet als erster deutscher Reporter seit Kriegsbeginn live aus der russisschen "Frontstadt".

+++ 15:19 Nach russischem Angriff auf Ukraine: Moldau kündigt Energie-Notstand an +++

Nach der Kappung einer wichtigen Stromverbindung hat die Republik Moldau angekündigt, einen Notstand für den Energiesektor des Landes erklären zu wollen. Dies sei "keine Maßnahme, die aus Panik, sondern aus Verantwortungsbewusstsein heraus getroffen wird", erklärt Regierungschef Alexandru Munteanu. Demnach schlägt die Regierung nach einer Dringlichkeitssitzung vor, den Notstand für 60 Tage auszurufen. Grund für die Trennung der Leitung sind nach moldauischen Angaben russische Luftangriffe in der Ukraine. Die frühere Sowjetrepublik importiert Strom aus dem benachbarten EU-Mitgliedsland Rumänien, insbesondere über eine Stromleitung, die auch durch den Süden der Ukraine verläuft. (Siehe Eintrag um 08:27 Uhr)

+++ 14:38 Zahl der Verletzten in Poltawa nach russischem Angriff steigt +++

Die Zahl der Verletzten bei dem massiven russischen Beschuss der Region Poltawa ist auf 12 gestiegen. Das berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform mit Verweis auf die Staatsanwaltschaft der Region Poltawa. Bei dem Beschuss sind demnach zwölf Zivilisten verletzt worden, darunter ein fünfjähriger Junge. Das Kind befinde sich derzeit in einem ernsten Zustand im Krankenhaus. Ob es weitere Opfer gibt, wird noch ermittelt. Die russische Armee setzte laut den Behörden Drohnen und Raketen des Typs "Geran-2" ein.

+++ 13:57 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

Laut einem Medienbericht soll Russland seit dem 24. Februar 2022 in der Ukraine rund 1.289.740 Soldaten verloren haben. Das schreibt der "Kyiv Independent" unter Berufung auf den Generalstab der Streitkräfte der Ukraine. Dem Bericht zufolge hat Russland zudem 11.800 Panzer, 38.695 Artilleriesysteme, 1336 Flugabwehrsysteme, 435 Flugzeuge, 350 Hubschrauber, 193.892 Drohnen und 33 Schiffe verloren.

+++ 13:22 Bundeswehr zieht Eurofighter aus Polen ab +++

Die Luftwaffe hat den Einsatz mehrerer Kampfflugzeuge in Polen zum verstärkten Schutz der Nato-Ostflanke beendet. Die Mission der Eurofighter auf dem polnischen Militärflugplatz in Malbork sei beendet, teilte das Oberkommando der polnischen Streitkräfte auf X mit. "Ihre Anwesenheit war eine äußerst wichtige Geste der Zusammenarbeit im Rahmen der kollektiven Verteidigung", hieß es. Die Bundeswehr hatte im Dezember die Flugzeuge sowie eine Truppe von etwa 150 Männern und Frauen geschickt, darunter neben den Piloten auch Techniker, Logistiker, Objektschützer und Feldjäger. Die Stationierung war eine Reaktion auf Luftraumverletzungen durch russische Kampfjets im Ostsee-Raum sowie den Einflug von Kamikaze-Drohnen auf Nato-Gebiet. Der Militärflughafen Malbork liegt rund 60 Kilometer südöstlich von Danzig und 80 Kilometer von der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad entfernt.

+++ 12:53 Deutschland verstärkt Marinepräsenz im Nordatlantik +++

Deutschland verstärkt zur Entlastung Verbündeter seine Marinepräsenz im Nordatlantik. Weil Großbritannien den Zerstörer "HMS Dragon" ins Mittelmeer verlege, werde die deutsche Fregatte "Sachsen" als Führungsschiff der ständigen Nato-Einsatzgruppe eingesetzt, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius am Rande seines Besuchs in Singapur. Er habe dies mit seinem britischen Amtskollegen John Healey besprochen. Zudem wird die Deutsche Marine mit der "Brandenburg" nach eigenen Angaben eine weitere Fregatte in den Nordatlantik verlegen. Dies gilt als Reaktion auf militärische Aktivitäten Russlands im Nordatlantik, ohne dass dazu offizielle Angaben gemacht wurden.

+++ 12:20 Litauen: Abgestürzte Drohne stammte aus Ukraine +++

Bei einem im Südosten des baltischen EU- und Nato-Mitglieds Litauen abgestürzten Flugobjekt handelt es sich nach Angaben der Regierung in Vilnius um eine ukrainische Drohne. Regierungschefin Inga Ruginiene teilte mit, der Vorfall habe sich im Zusammenhang mit einer Operation der Ukrainer gegen Russland ereignet. "Wir können schon mit Sicherheit sagen, dass es sich um eine verirrte Drohne handelte", sagte sie nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Vilnius. Die Drohne war in der Nacht zu Montag im Bezirk Varena nahe der Grenze zu Belarus in den litauischen Luftraum eingedrungen und auf einem zugefrorenen See abgestürzt. Sie war weder von Militärradargeräten erfasst noch vom Grenzschutz bemerkt worden. Auf Aufnahmen einer Überwachungskamera, die der litauische Rundfunk veröffentlichte und die den Vorfall zeigen sollen, sind eine Explosion und brennende Trümmer zu sehen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

+++ 11:46 Ukrainischer Generalstab meldet 75 russische Luftangriffe +++

Im Laufe des vergangenen Tages gab es offenbar 168 Zusammenstöße zwischen ukrainischen und russischen Truppen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Generalstab der Streitkräfte der Ukraine. Besonders schwer umkämpft war demnach der Frontabschnitt bei Pokrowsk. Russland habe unter anderem 75 Luftangriffe durchgeführt und 9027 Kamikaze-Drohnen eingesetzt. 

+++ 11:02 Belarussischer Präsident Lukaschenko reist nach Nordkorea +++

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko reist nach Angaben von Staatsmedien in dieser Woche nach Nordkorea. Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un habe Lukaschenko ab Mittwoch zu dem zweitägigen Besuch eingeladen, meldeten Lukaschenko nahestehende Medien in Belarus. Ziel sei die Stärkung der bilateralen Beziehungen. Belarus und Nordkorea unterstützen Russland in dessen Krieg gegen die Ukraine. Das russische Militär hatte unter anderem das Gebiet von Belarus genutzt, um seine Offensive im Februar 2022 zu starten. Nordkorea hat eigene Truppen für den Kampf an der Seite Russlands entsandt.

+++ 10:28 Ukrainische Behörden melden nach russischen Angriffen inzwischen fünf Tote +++

Bei massiven russischen Raketen- und Drohnenangriffen wurden nach ukrainischen Behördenangaben in verschiedenen Landesteilen mindestens fünf Menschen getötet. Unter anderem sei in Charkiw ein 61-jähriger Insasse einer Straßenbahn gestorben, die von einer russischen Drohne getroffen wurde. Nach Warnungen von Präsident Wolodymyr Selenskyj vor einem neuen russischen Großangriff ist in der Nacht zum Dienstag fast in der gesamten Ukraine Luftalarm ausgelöst worden.

+++ 09:43 RIA: Sicherheitskräfte in Moskau in erhöhter Alarmbereitschaft +++

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB, die Polizei und die Nationalgarde in Moskau sind in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden, wie die staatliche Nachrichtenagentur RIA berichtet. Grund seien Hinweise, wonach die Ukraine Sabotageakte und Angriffe auf Regierungsvertreter, Angehörige des Verteidigungsministeriums und Polizisten plane. In dem seit vier Jahren andauernden Krieg haben beide Seiten immer wieder Ziele weit hinter der Front angegriffen. Dabei setzten sie Drohnen und Sabotageeinheiten ein, um Menschen zu töten und kritische Infrastruktur zu attackieren.

+++ 09:04 Ukraine meldet russische Angriffe mit über 400 Drohnen und Raketen +++

Die Ukraine ist nach Angaben ihrer Luftwaffe in der Nacht mit 392 Drohnen und 34 Raketen aus Russland angegriffen worden. Der Flugabwehr sei es gelungen, 25 Raketen und 365 Drohnen abzuschießen oder zu "neutralisieren". Weitere Angaben liegen bislang nicht vor. Derweil berichtet der "Kyiv Independent", dass bei den russischen Drohnen- und Raketenangriffen mindestens vier Menschen getötet wurden. Zuvor war von drei Toten die Rede gewesen.

+++ 08:27 Moldau meldet Unterbrechung von wichtiger Stromleitung +++

Russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur in der Ukraine wirken sich auf die benachbarte Republik Moldau aus. Die wichtigste Stromverbindung zwischen dem Land und Europa sei gekappt, teilt Präsidentin Maia Sandu auf X mit. "Es gibt alternative Routen, aber die Lage bleibt fragil. Russland allein ist dafür verantwortlich."

+++ 08:07 Tote und Verletzte nach Explosion in Wohnhaus auf der Krim +++

In der Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sind in der Nacht bei einer schweren Explosion in einem Wohnhaus nach offiziellen Angaben zwei Menschen getötet worden. "Weitere acht Menschen wurden verletzt, die Ärzte leisten ihnen alle nötige Hilfe", schrieb Sewastopols Gouverneur Michail Raswosschajew bei Telegram. Die Ursache der Detonation werde noch untersucht. Die Wucht der Explosion hat Behördenangaben nach zu einem Teileinsturz des Gebäudes geführt. Auch ein Nachbarhaus wurde in Mitleidenschaft gezogen und daher ebenfalls evakuiert. In der Nacht gab es ukrainische Drohnenangriffe auf die Krim. Auch in Sewastopol selbst wurde Luftalarm ausgelöst. Es ist allerdings unklar, ob die Drohnen die Explosion ausgelöst haben.

+++ 07:20 Heeresinspekteur setzt für 2027 große Militärübung an +++

Ein großangelegtes Heeresmanöver soll im kommenden Jahr Einsatzbereitschaft und Führungsfähigkeit der Bundeswehr unter Beweis stellen. In die Übung "Land Shield 2027" werden erstmals wieder große Teile der Landstreitkräfte eingebunden, um den Übergang von Abschreckung zu Verteidigung im Bündnisfall zu trainieren. "Land Shield 2027 wird zeigen: Unsere Landstreitkräfte sind bereit, schnell zu handeln, erfolgreich zu kämpfen und sich gemeinsam mit unseren Bündnispartnern durchzusetzen", sagte Heeresinspekteur Christian Freuding. Die vor allem im April und Mai kommenden Jahres geplante Übung soll alle Phasen militärischer Einsätze von Frieden über Krise bis zum kriegerischen Konflikt umfassen, teilte das Heer mit.

+++ 06:47 Weltkirchenrat verurteilt Verschleppung ukrainischer Kinder +++

Der Weltkirchenrat hat sich zutiefst besorgt über die Verschleppung ukrainischer Kinder nach Russland geäußert, berichtet der Evangelische Pressedienst. Demnach sagte Generalsekretär Jerry Pillay: "Solche Handlungen berauben Kinder ihrer Familien, ihrer Sprache, ihrer Kultur und ihrer Heimat und fügen ihnen tiefen psychischen und seelischen Schaden zu." Laut UN handelt es sich bei den gewaltsamen Deportationen ukrainischer Kinder nach Russland um Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

+++ 05:43 Kiew fordert Waffen für Angriffe auf Drohnenfabriken +++

Die Ukraine bezeichnet russische Produktionsstätten für Drohnen als legitime militärische Ziele und fordert den Westen zur Lieferung weitreichender Waffen auf. Russlands Lieferung modernisierter Drohnen an den Iran mache Moskau zu Teherans wichtigstem Komplizen im Krieg, sagt der ukrainische UN-Botschafter Andrij Melnyk am Montag vor dem Weltsicherheitsrat. Die Lieferungen modernisierter Versionen der iranischen Schahed-Drohnen an Teheran stellten eine beispiellose Eskalation dar, die es dem Iran ermögliche, Golfstaaten und US-Streitkräfte in der Region über längere Zeit anzugreifen. "Russische Drohnenproduktionsstätten sollten als legitime Ziele für Militärschläge im Kampf gegen das Mullah-Regime betrachtet werden", erklärt Melnyk. Die Ukraine greife bereits russische Drohnenfabriken an, könne jedoch mit neuen Waffen und Ressourcen effektiver sein.

+++ 04:03 Russland greift Ukraine mit Drohnen und Raketen an: Tote und Verletzte +++

Bei den russischen Angriffen auf die Ukraine sind mindestens drei Menschen getötet worden. Die Behörden der Region Poltawa bestätigen zwei Todesopfer sowie elf Verletzte. In der Stadt Saporischschja starb eine Person und fünf weitere wurden verletzt, wie Gouverneur Iwan Fjodorow mitteilt. Russland habe einen massiven kombinierten Angriff mit Drohnen und Raketen auf Saporischschja durchgeführt. Mehrere Wohnhäuser, ein Geschäft und eine Industrieanlage seien beschädigt worden.

+++ 02:28 Hochhaus in Saporischschja getroffen +++

Das russische Militär greift in der Nacht die ukrainische Großstadt Saporischschja an. Ein Hochhaus sei von einer Drohne getroffen worden, sagt Gouverneur Ivan Fedorov. Ihm zufolge sind mindestens zwei Menschen verletzt. An mehreren Orten in der Stadt seien infolge der Angriffe Brände ausgebrochen. Fedorov teilt auf Telegram Fotos, die brennende Gebäude und beschädigte Fahrzeuge zeigen. Schäden werden auch aus der Region Poltawa gemeldet. Den Behörden zufolge verursachten russische Angriffe mehrere Brände, es wurden Wohnhäuser und ein Hotel beschädigt. Aktuell gilt in weiten Teilen der Ukraine Luftalarm. Die Luftstreitkräfte warnen die Bevölkerung vor Drohnenschwärmen, Marschflugkörpern und Bomben.

+++ 02:19 Selenskyj will Rüstungs- und Energiedeal mit Mosambik +++

Die Ukraine ist an der Einfuhr von Flüssiggas aus Mosambik interessiert, sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj. Nach jahrelangen russischen Angriffen auf seine Produktionsinfrastruktur habe die Ukraine Schwierigkeiten, ihren Energiebedarf zu decken. Nach einem Treffen mit dem mosambikanischen Präsidenten Daniel Chapo äußert sich Selenskyj über den Messengerdienst Telegram und schlägt vor, dass Kiew dem südafrikanischen Land, das mit einem islamistischen Aufstand zu kämpfen hat, Unterstützung bei der Bewältigung seiner Sicherheitsherausforderungen anbieten könne. "Die Ukraine ist an zusätzlichen Energielieferungen interessiert. Mosambik ist an den Erfahrungen und Technologien der Ukraine interessiert, um seine innere Sicherheit zu stärken und die Bevölkerung vor Terror zu schützen", schreibt Selenskyj. Einzelheiten, um welche Gasmengen es sich bei einem möglichen Abkommen handeln könnte, nennt er nicht.

+++ 00:08 Ukraine: Mehr als 60 Angriffe auf die Region Dnipropetrowsk, acht Verletzte +++

Die russische Armee startet im Laufe des Tages mehr als 60 Angriffe auf die Region Dnipropetrowsk und nimmt dabei die Bezirke Synelnykowe, Nikopol und Krywyj Rih sowie die Stadt Dnipro ins Visier, berichtet Ukrinform. Acht Menschen, darunter ein Kind, wurden verletzt, teilt Oleksandr Hanzha, Chef der Militärverwaltung der Region, via Telegram mit.

+++ 22:15 Selenskyj: Haben Beweise für Moskaus Kriegshilfe für Teheran +++

Der ukrainische Militärgeheimdienst verfügt nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj über unwiderlegbare Beweise dafür, dass Russland dem Iran Geheimdienstinformationen liefert. Russland nutze dafür seine eigenen Fähigkeiten zur elektronischen Aufklärung sowie Daten von Partnern aus der Region. Dies helfe dem Iran, präzisere Angriffe auszuführen, und verlängere den Krieg im Nahen Osten, erklärt Selenskyj auf X. Die Regierung in Moskau hat zuvor einen Bericht des "Wall Street Journal" über die Weitergabe von Satellitenbildern und Drohnentechnologie an den Iran als Falschmeldung zurückgewiesen.

+++ 21:45 Deutschland finanziert der Ukraine 15.000 Abfangdrohnen +++

Deutschland hat im Rahmen eines neuen Unterstützungspakets 15.000 Abfangdrohnen für die Ukraine finanziert. Das teilt die deutsche Botschaft in Kiew mit. "Weitere 15.000 STRILA-Abfangdrohnen wurden in der Ukraine mit deutscher Finanzierung für die ukrainische Nationalgarde produziert. Das millionenschwere Abkommen umfasst außerdem Schulungen, logistische Unterstützung und die Weiterentwicklung von Drohnen. Die Finanzierung erfolgt durch Deutschland, das die Ukraine im Kampf gegen die russische Aggression unterstützt", schreibt die Botschaft auf der Plattform X. Die STRILA-Drohnen sind zum Abfangen von Shahed-Drohnen konzipiert. Laut der Botschaft können sie dank störungsresistenter Systeme ohne GPS operieren.

+++ 21:15 Selenskyj: Haben Hinweise auf massiven russischen Angriff +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt vor einem unmittelbar bevorstehenden russischen Großangriff auf sein Land. Geheimdienstinformationen deuteten darauf hin, dass Russland einen massiven Schlag vorbereite, sagt er in seiner abendlichen Videobotschaft. Die Bevölkerung solle auf Luftalarm achten, entsprechende Befehle an die Flugabwehr seien bereits erteilt worden. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

+++ 20:37 Insider: Russland verschiebt wegen hohem Ölpreis Aufbau von Rücklagen +++

Der durch den Iran-Krieg ausgelöste Anstieg der Ölpreise ermöglicht es der russischen Regierung Insidern zufolge, Pläne zur Aufstockung ihrer langfristigen Finanzreserven zu verschieben. Dadurch werde der Druck auf die kurzfristigen Finanzen gelindert, sagen drei mit den Beratungen vertraute Personen. Während die russische Wirtschaft unter den Kosten des Krieges in der Ukraine und den internationalen Sanktionen leidet, profitiert sie als eine der wenigen weltweit von dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran. Die internationalen Ölpreise notierten zuletzt bei etwa 100 Dollar pro Barrel, nach rund 70 Dollar vor Kriegsbeginn Ende Februar. Auch die Erdgaspreise ziehen an. Berechnungen von Reuters zufolge dürften die russischen Öl- und Gaseinnahmen im April im Vergleich zum März um 70 Prozent steigen.

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