Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:41 Sabotage an russischem Frontzubringer in Luhansk +++
Agenten der ATESH-Bewegung haben eine Reihe von Sabotageakten gegen die Eisenbahninfrastruktur im russisch besetzten Luhansk durchgeführt. Damit sei die einzige stabile Nachschubroute für den Frontabschnitt bei Pokrowsk lahmgelegt, berichtet Ukrinform mit Verweis auf einen Telgram-Post der Partisanen. "Zwei Relais in verschiedenen Stadtteilen wurden außer Betrieb gesetzt, was zu einem systemweiten Ausfall der Zugverkehrssteuerung führte. Der Streik traf die Hauptversorgungsroute der Besatzer. Diese Strecke verbindet Russland mit Luhansk, führt über Debalzewe und Popasna nach Pokrowsk", heißt es in der Meldung.
+++ 04:49 Ukraine vor UN-Menschenrechtsrat: Russen richteten 337 Kriegsgefangene hin +++
Russland hat bis Ende 2025 mindestens 337 ukrainische Kriegsgefangene "vorsätzlich und brutal" hingerichtet, sagt der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinets laut "Kyiv Independent" während einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrats. Die Misshandlung von Kriegsgefangenen stellt einen Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht, einschließlich der Genfer Konventionen von 1949, dar. "Russland hat die Folter zur Staatspolitik erhoben und setzt sie als Waffe ein", schreibt Lubinets in einem Beitrag auf Telegram. Lubinets fügt hinzu, dass laut UN-Daten 95 Prozent der ukrainischen Kriegsgefangenen in Gefangenschaft systematisch gefoltert würden.
+++ 03:49 Merz: Trump will an US-Präsenz in Deutschland festhalten +++
US-Präsident Donald Trump hat Kanzler Friedrich Merz zugesagt, dass die USA an ihrer Truppenpräsenz in Deutschland festhalten wollen. Trump habe ihm "nicht erst heute, aber erneut versichert, dass die Vereinigten Staaten an ihrer militärischen Präsenz in Deutschland festhalten", sagt der CDU-Vorsitzende in Washington nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. "Das ist eine gute Nachricht, die ich aber auch anders nicht erwartet habe", fügt der Kanzler hinzu. Angesichts der kritischen Grundhaltung von Trump gegenüber Europa war in den vergangenen Monaten spekuliert worden, dass der Präsident US-Soldaten auch aus Deutschland abziehen könnte. Merz ergänzt, man habe in dem Gespräch vor dem im Juli anstehenden Nato-Gipfel in Ankara besprochen, wie man die Abschreckung Russlands in Zukunft besser organisieren könne. Ob Trump zugesagt hat, dass das US-Kontingent in bisherigem Umfang erhalten bleibt, sagt Merz nicht.
+++ 02:39 Kreml-nahe Institute: Russland am Rande der Stagflation +++
Führende Wirtschaftsinstitutionen in Russland haben bestätigt, dass die Wirtschaft des Landes am Rande einer Stagflation steht. Dies berichtete der Auslandsgeheimdienst der Ukraine (FISU) laut Ukrinform. Bei den betreffenden Institutionen handelt es sich um Einrichtungen mit Verbindungen zum Kreml: das Zentrum für makroökonomische Analyse und Kurzfristprognose, die Higher School of Economics und die Zentralbank Russlands. Laut FISU hat der zusammengesetzte Frühindikator für den Eintritt der Wirtschaft in eine Rezession seit November 2025 den Wert von 0,44 überschritten, wobei die kritische Schwelle bei 0,12 liegt. Der symmetrische Indikator für die Erholung von der Rezession fiel im November 2025 auf 0,05, verglichen mit 0,10 im Oktober, und blieb damit deutlich unter dem kritischen Wert von 0,35. "Das bedeutet nicht nur eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Rezession, sondern auch extrem geringe Chancen auf eine schnelle Erholung", heißt es in dem Geheimdienstbericht.
+++ 00:54 Ukrainischer Ex-Grenzschutzchef dient trotz Korruptionsanklage weiter +++
Der ehemalige Chef des staatlichen Grenzschutzdienstes der Ukraine, Serhij Deineko, wurde mobilisiert und wird das Grenzschutzdetachement in Luhansk leiten, berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf ukrainische Medienunternehmen Hromadske. Deineko, der von 2019 bis Januar 2026 die staatliche Grenzschutzbehörde leitete, wurde letzten Monat im Zusammenhang mit einem Bestechungsskandal in Höhe von 204.000 Euro angeklagt und aus dem Militärdienst entlassen. Der Sprecher des staatlichen Grenzschutzdienstes, Andrii Demchenko, erklärt, dass Deinekos Entlassung ihn nicht daran hindere, während der Mobilmachung weiterhin im staatlichen Grenzschutzdienst zu dienen.
+++ 23:42 Merz an Trump: Europa in Ukraine-Verhandlungen einbeziehen +++
Bundeskanzler Friedrich Merz hat von US-Präsident Donald Trump mehr Druck auf Moskau verlangt und gefordert, Europa in die Verhandlungen über eine Friedenslösung in der Ukraine einzubeziehen. "Wir sind nicht bereit, ein Abkommen zu akzeptieren, das über unsere Köpfe hinweg verhandelt wird", sagt der CDU-Vorsitzende in Washington nach einem Treffen mit Trump im Weißen Haus. Trump wisse: "Nur ein Frieden, den Europa mitträgt und legitimiert, kann auch wirklich von Dauer sein", erklärt Merz. Der US-Präsident wisse auch, dass Europas Beiträge zur Sicherheit, zum Wiederaufbau und zur europäischen Einbettung der Ukraine "für diesen Frieden schlichtweg unverzichtbar" seien. Ohne die EU und ihre engen Partner wie Großbritannien "geht das nicht".
+++ 22:32 Belgien hält russischen Tanker fest +++
Ein Öl-Tanker, der mutmaßlich zur russischen Schattenflotte gehört, wird nach Aufbringung durch die belgischen Behörden weiter festgehalten. Die "Ethera" könne den Hafen Seebrügge erst wieder verlassen, "wenn sie den Vorschriften genügt" und eine Kaution in Höhe von zehn Millionen Euro gezahlt werde, erklärt der belgische Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke. Die Inspekteure hätten bei einer Prüfung des Schiffes insgesamt 45 Verstöße festgestellt, darunter technische Mängel, teilt die belgische Regierung mit. Belgische Spezialkräfte hatten die "Ethera" am Sonntag in der Nordsee abgefangen und nach Seebrügge gebracht. Nach belgischen Regierungsangaben fuhr das Schiff fälschlicherweise unter der Flagge Guineas. Der russische Kapitän des Schiffes sowie die 20-köpfige Mannschaft wurden angewiesen, an Bord des Tankers zu bleiben.
+++ 22:05 Selenskyj: Nicht sicher, ob ich noch einmal kandidiere +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigt, dass Wahlen im Land erst nach dem Ende des russischen Angriffskriegs stattfinden werden. "Die eigentliche Frage ist, wann wir Wahlen abhalten können", sagt Selenskyj der italienischen Zeitung "Corriere della Sera". "Sie werden definitiv nach Kriegsende stattfinden, nicht während einer vorübergehenden Waffenruhe." Ob er selbst antreten werde, sei noch nicht entschieden. "Ich bin mir überhaupt nicht sicher, ob ich kandidieren werde. Ich werde sehen, was die Ukrainer wollen", fügt Selenskyj an.
+++ 21:26 Selenskyj bietet Golfstaaten Drohnenabwehr gegen Luftabwehrraketen an +++
Drohnenabwehr gegen mehr Raketenabwehr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schlägt den US-Verbündeten im Nahen Osten im Zuge der massiven iranischen Angriffe ein Geschäft vor. "Sprechen wir über die Waffen, die uns fehlen: PAC-3-Raketen", sagt Selenskyj vor Journalisten in Kiew. "Wenn sie uns diese liefern, liefern wir ihnen Abfangraketen." Selenskyj nennt das Angebot einen "fairen" Tausch.
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