Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 15:46 Ukraine attackiert nach Wildberries auch russischen Onlinehändler Ozon +++
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben die Drohnenangriffe auf russische Logistikzentren ausgeweitet und nimmt nun auch den zweitgrößten russischen Onlinehändler Ozon ins Visier. Nach einem ukrainischen Drohnenangriff sei in einem Logistikzentrum in der zentralrussischen Region Orenburg ein Feuer ausgebrochen, teilt Ozon mit. Der Betrieb des Lagers mit 300 Beschäftigten werde vorerst eingestellt.
+++ 15:12 Macron bestätigt Lieferung von Abfangraketen an die Ukraine +++
Der französische Präsident Emmanuel Macron teilt nach einem fast zweistündigen Telefonat mit Präsident Wolodymyr Selenskyj mit, dass Frankreich Abfangraketen an die Ukraine liefern wird. Selenskyj hatte zuvor gesagt, dass die Themen des Telefonats die Beschaffung des Patriot-Systems, Lizenzen für die inländische Raketenproduktion sowie die Verteidigungsfinanzierung für die Jahre 2026 und 2027 waren.
+++ 14:44 Selenskyj: Ukraine und Russland entwickeln jeweils Starlink-Alternativen +++
Sowohl Russland als auch die Ukraine arbeiten nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj jeweils an Alternativen zum Satellitennetzwerk Starlink von US-Technologieunternehmer Elon Musk. Moskau entwickle gemeinsam mit China ein entsprechendes System. Diese werde spätestens im kommenden Dezember fertig sein, so die Einschätzung von Selenskyj. Die Ukraine werde "nicht einfach dasitzen und darauf warten", dass Russland und China ihr System fertigstellten. Kiew arbeite mit einem europäischen Land an einem ähnlichen Projekt und habe bereits mit Tests begonnen. Welches Land beteiligt ist, verrät er nicht.
+++ 14:22 Drohne trifft Zug nahe Odessa - während Evakuierung zweite Attacke +++
Beim Einschlag einer russischen Drohne in einen ukrainischen Zug sind fast 600 Passagiere mit dem Schrecken davongekommen (siehe auch Eintrag 10:51 Uhr). Die Lokomotive des Zugs mit der Nummer 147 von Schytomyr nach Odessa gerät dabei in Brand, teilen Behörden nun weitere Details mit. Während der Evakuierung habe es eine zweite Attacke gegeben. Niemand sei verletzt worden.
+++ 13:53 Selenskyj erwartet 30 Milliarden Euro von der EU +++
Die Ukraine braucht nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj dringend Milliarden zur Finanzierung des Abwehrkampfes gegen Russlands Angriffskrieg. Kiew erwarte von der EU 30 Milliarden Euro für die Verteidigungsausgaben, sagt er im Gespräch mit Journalisten in Kiew. "Sie werden für die Verteidigung des ganzen Landes gebraucht", betont er. Derzeit gebe es im Verteidigungshaushalt eine Lücke von 27 Milliarden Dollar (rund 23 Milliarden Euro). Allein 20 Milliarden seien notwendig, um die Gehälter der Soldaten, die Kompensationen für die Familien der Gefallenen und andere Ausgaben zu bezahlen, sagt Selenskyj. Etwa wegen der Produktion von Drohnen sei zusätzliches Geld nötig. "Ein bedeutender Geldbetrag ist erforderlich. Ich arbeite in dieser Sache mit den Franzosen und Deutschen", sagt er.
+++ 12:59 Selenskyj: Russland plant Mobilisierung im September +++
Russland plant nach Einschätzung der Ukraine die Mobilisierung von 300.000 weiteren Soldaten nach den Parlamentswahlen im September. Das sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu Journalisten. Zudem könnte Russland seinen Worten zufolge 2027 Hunderttausende weitere Soldaten einziehen, um den Rest der ostukrainischen Region Donezk zu erobern.
+++ 12:13 Norwegen sagt Ukraine erneute Milliarden-Hilfe zu +++
Norwegen will die Ukraine im Haushaltsjahr 2027 mit weiteren 85 Milliarden Kronen unterstützen. Umgerechnet sind das 7,82 Milliarden Euro. Die Summe entspreche dem Betrag für das Jahr 2026, teilt die Regierung des skandinavischen Landes mit.
+++ 11:29 Jäger: "Trump eilt von Niederlage zu Niederlage in Außenpolitik" +++
Die Koalition der Willigen kommt erneut zusammen, kann der Ukraine beim Thema Luftabwehrraketen aber nicht helfen, schätzt Politologe Thomas Jäger ein. So dürfte im Ukraine-Krieg vorerst kaum neue Bewegung sein - auch, weil Donald Trump außenpolitisch reihenweise Schlappen einstecken muss.
+++ 10:51 Ukraine meldet Beschuss eines Personenzuges in Odessa +++
Eine russische, düsengetriebene Shahed-Drohne hat in der Region Odessa die Lokomotive eines Personenzuges getroffen. Die "Kyiv Post" berichtet unter Berufung auf den Chef der ukrainischen Eisenbahn, Oleksandr Pertsovskyi, dass der Zug zuvor gestoppt und evakuiert worden seien. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich 593 Menschen, darunter 15 Kinder, an Bord. Verletzte gab es demnach nicht.
+++ 10:21 Selenskyj: Wahlen im Krieg würden Ukraine "spalten" +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj weist die Forderung von Ex-Verteidigungsminister Mychailo Fedorow nach Neuwahlen im Krieg zurück. "Ich glaube, dass Wahlen als solche in einem Krieg wie diesem ein großes Risiko darstellen", sagt Selenskyj vor Journalisten. Er warnt vor einem "Tsunami für das Land, der die Ukraine spalten wird".
+++ 09:38 Wadephul sieht Ukraine auf Siegeskurs +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul sieht die Ukraine im Krieg gegen Russland auf Siegeskurs. Bei seinem Besuch in Kiew sagt der CDU-Politiker, die Ukraine habe gemeinsam mit ihren Unterstützern den "längeren Atem" und werde ihr Ziel eines gerechten Friedens erreichen. Wie der Krieg ende, sei entscheidend für die Zukunft Europas: Es dürfe sich nicht das Recht des Stärkeren, sondern die Stärke des Rechts durchsetzen. Zugleich kündigt Wadephul an, weiter um zusätzliche Patriot-Luftabwehrsysteme für die Ukraine zu werben.
+++ 08:49 Russland meldet erneut Angriff Ozon-Logistikzentrum +++
Das ukrainische Militär hat in der Nacht zum 23. August nach russischen Angaben ein Logistikzentrum des Onlinehändlers Ozon in Orenburg angegriffen. Der "Kyiv Independent" berichtet unter Berufung auf russische Telegram-Kanäle über den mutmaßlichen Drohnenangriff. Fotos und Videos sollen Rauch über dem Lagerhaus zeigen. Das Ausmaß möglicher Schäden ist bislang unklar, die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Bei Angriffen in der Nacht auf Samstag war ein Ozon-Logistikzentrum in der Region Samara getroffen worden.
+++ 07:57 Zwei Menschen sterben durch Sprengsatz in Region Sumy +++
In der Region Sumy nahe der Grenze kamen bei der Detonation von Sprengsätzen ein Mann und eine Frau ums Leben; eine weitere Frau wurde verletzt. Das berichtet "Ukrinform" unter Berufung auf einen Telegram- Beitrag von Oleh Hryhorov, dem Leiter der regionalen Militärverwaltung von Dnipropetrowsk. Seinen Angaben zufolge fuhr in der Gemeinde Seredyno-Buda ein 61-jähriger Radfahrer über einen Sprengsatz. Er erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Später erlitt in derselben Gemeinde eine 50-jährige Frau tödliche Verletzungen durch eine Explosion, die durch einen unbekannten Gegenstand verursacht wurde.
+++ 07:02 Bundeswehr hilft Polen beim Aufbau des "Ostschilds" +++
Eine weitere Frau wurde verletzt. Sie erhält die notwendige medizinische Versorgung.Deutsche und polnische Soldaten bauen im Nordosten Polens gemeinsam Verteidigungsanlagen gegen eine mögliche Bedrohung durch Russland und Belarus. Seit rund fünf Wochen errichten Bundeswehr-Pioniere unter anderem Panzerabwehrgräben, Stacheldrahtsperren, Feldbefestigungen und Kampfstände. Die Arbeiten finden nahe der russischen Exklave Kaliningrad sowie am strategisch wichtigen Suwalki-Korridor statt. Polen hatte das rund zehn Milliarden Euro teure Verteidigungsprojekt "Ostschild" 2024 als Reaktion auf Russlands Krieg gegen die Ukraine gestartet. Die deutsche Unterstützung ist zunächst bis Oktober vorgesehen.
+++ 06:11 Fedorow prangert Korruption im Verteidigungsministerium an +++
Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov kritisiert die "weit verbreitete Korruption" im Verteidigungsministerium und fordert zugleich erneut Vorbereitungen auf Wahlen. Das sagt Fedorov laut "Kyiv Independent" in einem Interview mit dem Sender Channel 24. Er habe während seiner Amtszeit erlebt, wie "Hunderte von Menschen" sich am Staatshaushalt bereichert hätten. Die Korruption hindere die Ukraine daran, den Krieg "aus einer Position der Stärke" zu beenden. Zugleich fordert Fedorov, sich auf die Rückkehr zu einem demokratischen Wahlzyklus auf lokaler, parlamentarischer und präsidentieller Ebene vorzubereiten.
+++ 05:29 Putin spottet über "exotische Friedensvorschläge" der Ukraine +++
Der russische Präsident Wladimir Putin erklärt im Interview mit Pawel Sarubin, seinem Haus- und Hofreporter, dass die Ukraine zuletzt "exotische Vorschläge" für eine Friedenslösung gemacht habe. Der Kremlchef weist diese durch Vermittler überbrachten Ideen zurück, ohne Details zu nennen. Nach Darstellung Putins wird so versucht, eine für die Ukraine "katastrophale Entwicklung" abzuwenden. Ein Dialog über eine Friedenslösung sei nur auf Grundlage der Situation an der Front auf dem Boden möglich, sagt Putin.
+++ 04:17 Selenskyj spricht mit Trumps Ex-Gesandten Kellogg über Patriot-Mangel +++
Keith Kellogg, der ehemalige US-Gesandte in der Ukraine, hat sich in Kiew mit Präsident Wolodymyr Selenskyj getroffen, um über den dringenden Bedarf der Ukraine an Luftverteidigungsraketen zu sprechen, da Russland seine Angriffe auf ukrainische Städte weiter intensiviert. Kellogg, der zuvor eine wichtige pro-ukrainische Stimme im Weißen Haus war, verließ sein Amt im Jahr 2025, erklärte aber, dass er seine Arbeit zur Unterstützung der Ukraine auch nach seinem Ausscheiden aus der Regierung fortsetzen werde. Selenskyj bekräftigte gegenüber Kellogg die Bereitschaft Kiews, die Abfangraketen vor dem voraussichtlich erneut harten Winter zu erwerben, berichtet der "Kyiv Independent".
+++ 23:28 Luftalarm ignoriert: Supermarktdirektor von Krywyj Rih wird angeklagt +++
Die Strafverfolgungsbehörden in der Region Dnipropetrowsk haben den Direktor eines Supermarktes in Krywyj Rih angeklagt, wo bei dem russischen Angriffe am Freitag die meisten Menschen getötet wurden. Ukrinform zitiert den ukrainischen Innenminister Iwan Wyhiwskyj. "In einer Zeit, in der Russland gezielt Einkaufszentren und Supermärkte angreift, muss die Sicherheit der Bevölkerung an erster Stelle stehen", sagt Wyhiwskyj. Ihm zufolge haben Ermittler der Polizei in der Region Dnipropetrowsk unter der Aufsicht der Staatsanwaltschaft Dnipropetrowsk ein Strafverfahren wegen Amtspflichtverletzung eingeleitet. "Trotz Warnungen der örtlichen Behörden, den Betrieb während des Luftalarms einzustellen, blieb die Anlage geöffnet. Dort wurde eine beträchtliche Anzahl der Opfer gefunden. Bei diesem gezielten russischen Angriff wurden 16 Menschen getötet und etwa 130 weitere verletzt. Zwischen dem Auslösen des Luftalarms in der Stadt und dem Einschlag der ersten Drohne vergingen etwa 20 Minuten", so der Innenminister.
+++ 22:03 Selenskyj und Macron beraten über Luftabwehr-Hilfe +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat heute fast zwei Stunden mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron telefoniert. Dabei sei es vor allem um die ukrainische Luftabwehr gegangen. Macron wolle sich bei Verbündeten für die Lieferung von US-Patriot-Abfangraketen einsetzen. Hintergrund der Gespräche sind die verstärkten russischen Luftangriffe. Russland wolle durch die gezielte Tötung von Zivilisten Stärke demonstrieren, offenbare damit jedoch vor allem seine Schwäche, teilt Macron bei X mit.
+++ 20:42 Moskau rechtfertigt Angriffe während Wadephul-Besuch +++
Während des Aufenthalts von Bundesaußenminister Johann Wadephul in der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat Russland den Vorort Boryspil mit ballistischen Raketen angegriffen. Das russische Verteidigungsministerium betont, der Angriff habe Lastwagen gegolten, die für den Transport von Langstreckendrohnen ausgerüstet gewesen seien. Außerdem seien Ziele mit Bezug zur ukrainischen Armee in der Region Odessa am Schwarzen Meer attackiert worden. Dabei wurden nach ukrainischen Angaben drei Menschen verletzt.
+++ 19:41 ntv-Reporter Weichert über Abwehrraketen: "Ukraine steht blank da" +++
Bei seinem Besuch in Kiew sagt Außenminister Johann Wadephul der Ukraine weitere Unterstützung zu. Doch gerade bei dringend benötigten Abwehrraketen sind die Möglichkeiten begrenzt. ntv-Reporter Jürgen Weichert erklärt, warum auch Deutschlands Bestände knapp sind.
+++ 19:01 "Deutlich zerstörerischer": Putin droht Kiew +++
Nach Angriffen auf Ölraffinerien und Logistikzentren in Russland droht Wladimir Putin der Ukraine: "Die Gegenmaßnahmen werden nicht lange auf sich warten lassen. Die bekommt ihr." Ultranationalistische Kreise in Russland hatten Putin zuletzt aufgefordert, härter gegen die Ukraine vorzugehen. Kiew habe nun selbst den "Geist aus der Flasche" gelassen, so Putin. "Dabei werden die Handlungen der russischen Armee noch deutlich spürbarer und zerstörerischer ausfallen." Die Ukraine habe diese Reaktion provoziert, behauptet Putin, der selbst vor viereinhalb Jahren seinen Angriffskriegskrieg gegen das Nachbarland begonnen hatte. Schon in den vergangenen Wochen hatte Russland immer häufiger ballistische Raketen gegen die Ukraine eingesetzt - in dem Wissen, dass das Land kaum noch Abfangraketen hat.
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