Iran-Krieg im Liveticker+++ 03:17 Wadephul spricht mit Rubio über Iran +++
Außenminister Johann Wadephul hat während des Besuches in Marokko mit seinem US-Kollegen Marco Rubio telefoniert. Beide seien sich einig gewesen, dass es eine schnelle Verhandlungslösung zur Beendigung des Iran-Kriegs brauche, heißt es aus Delegationskreisen des deutschen Außenministers. Derzeit sähen beide Minister eine Chance auf Bewegung, um eine bedingungslose Öffnung der Straße von Hormus zu erreichen. Voraussetzung für langfristige Stabilität sei es allerdings, dass Teheran bereit sei, dauerhaft auf die Entwicklung von Nuklearwaffen zu verzichten. Dazu müsse der Druck auf den Iran weiter erhöht werden, heißt es. Hierbei wollten Deutschland und die USA weiter zusammenwirken, etwa im Sanktionsbereich. Die beiden Außenminister hätten vereinbart, sich in den kommenden Tagen weiter eng abzustimmen.
+++ 02:03 Iran richtet laut UN seit Kriegsbeginn 21 Menschen hin +++
Der Iran hat seit Beginn des Krieges mit den USA und Israel vor zwei Monaten mindestens 21 Menschen hingerichtet und mehr als 4000 Personen wegen Vorwürfen der Gefährdung der nationalen Sicherheit festgenommen. Das teilt UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk mit. Mindestens neun Menschen seien im Zusammenhang mit Protesten im Januar exekutiert worden, zehn wegen angeblicher Mitgliedschaft in Oppositionsgruppen und zwei wegen Spionagevorwürfen. "Ich bin entsetzt, dass die Rechte des iranischen Volkes zusätzlich zu den ohnehin schweren Auswirkungen des Konflikts weiterhin auf harsche und brutale Weise von den Behörden beschnitten werden", erklärt Türk.
+++ 00:20 Trump: Iran-Gespräche laufen telefonisch +++
Verhandlungen mit dem Iran werden laut US-Präsident Trump derzeit telefonisch geführt. Man verzichte auf zeitaufwendige persönliche Treffen, auch wenn er diese bevorzuge, sagt Trump im Weißen Haus. Es sei "lächerlich" 18 Stunden zu fliegen, um am Ende absehbar unbefriedigende Ergebnisse zu erhalten. Zwar habe es Fortschritte gegeben, ein Durchbruch sei aber noch nicht erreicht, sagte er. Eine Einigung werde es nur geben, wenn Teheran vollständig auf Atomwaffen verzichte. Die Frage, ob dafür aus seiner Sicht zusätzlicher militärischer Druck nötig werden, beantwortet Trump nicht. Das hänge davon ab, wie weit der Iran in den Gesprächen gehe.
+++ 23:00 Israel bringt Gaza-Hilfsschiffe unter Kontrolle +++
Israel beginnt laut einem Bericht des Armeeradios damit, weit vor der eigenen Küste Hilfsschiffe mit Ziel Gazastreifen unter seine Kontrolle zu bringen. Der Sender beruft sich auf israelische Kreise, ohne die Zahl der betroffenen Schiffe oder ihren genauen Standort zu nennen. Am 12. April war eine zweite Flottille mit humanitärer Hilfe für Palästinenser im Gazastreifen aus dem Hafen von Barcelona ausgelaufen, um die israelische Blockade zu durchbrechen. An Bord der gut 50 Schiffe der "Global Sumud Flotilla" sind Aktivisten aus zahlreichen Ländern.
+++ 21:55 Trump: König Charles hätte anders auf Iran-Krieg reagiert +++
König Charles III. hätte nach Meinung von US-Präsident Donald Trump anders auf den Krieg im Iran reagiert als die britische Regierung. "Wenn es nach ihm ginge, hätte er uns wahrscheinlich in der Iran-Frage geholfen", sagt Trump im Weißen Haus. Der US-Präsident hatte die britische Regierung um Premier Keir Starmer immer wieder für eine aus seiner Sicht zu zögerliche Reaktion auf den Iran-Krieg kritisiert. Auch mit Blick auf den Ukraine-Krieg hätte der britische König Trump zufolge eher auf die Anweisungen der USA gehört. Was genau er damit meinte, erläutert Trump nicht. "Ich finde, er ist ein hervorragender Repräsentant seines Landes. Ich finde, die Menschen im Vereinigten Königreich können stolz auf ihn sein", sagt der US-Präsident.
+++ 21:17 Ölpreis steigt deutlich nach Trumps Drohung gegen Iran +++
Der Ölpreis hat nach Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran deutlich zugelegt. Am Abend wurden die Aufschläge noch ausgeweitet. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni steigt um 7,1 Prozent auf 119,19 US-Dollar. In der Spitze klettert der Ölpreis kurzzeitig bis auf 119,76 Dollar. Kurz zuvor hatte Trump in einem aktuellen Social-Media-Beitrag angesichts der schleppenden Verhandlungsfortschritte im Nahost-Krieg heftige Drohungen gegen den Iran ausgesprochen. "Der Iran bekommt es nicht auf die Reihe. Sie wissen nicht, wie man einen Anti-Atomwaffen-Deal abschließt. Sie sollten sich lieber bald schlaumachen!", schreibt er auf seiner Platform Truth Social. Überschrieben ist die Darstellung mit den Worten "NO MORE MR. NICE GUY".
+++ 20:38 US-Flugzeugträger zieht aus dem Nahen Osten ab +++
Der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford wird den Nahen Osten in den kommenden Tagen verlassen und die Heimfahrt antreten. Das berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf mehrere Offizielle. Dies dürfte für die rund 4500 Matrosen, die seit zehn Monaten im Einsatz sind, eine willkommene Erleichterung sein - bedeutet jedoch einen erheblichen Verlust an Feuerkraft, während die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran ins Stocken geraten sind.
+++ 19:49 Iranischer Parlamentspräsident Ghalibaf: Trump will mit Seeblockade das Land spalten +++
Die Blockade iranischer Häfen durch die USA zielt nach Ansicht des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf auf eine Spaltung des Landes ab. US-Präsident Donald Trump teile den Iran "in zwei Gruppen, Hardliner und Gemäßigte", und habe die Seeblockade verhängt, "um den Iran durch wirtschaftlichen Druck und interne Zwietracht zur Unterwerfung zu zwingen", sagte Ghalibaf laut dem iranischen Staatsfernsehen. "Der Feind ist in eine neue Phase eingetreten und will durch eine Seeblockade und Medienrummel wirtschaftlichen Druck ausüben und interne Spaltungen schüren", betont Ghalibaf. Auf diese Weise wolle Trump "uns von innen heraus schwächen oder gar zum Zusammenbruch bringen", fügt der Parlamentspräsident hinzu. Er ruft zur "Wahrung der Einheit" auf, was in dieser Situation die einzige Lösung sei.
+++ 19:05 Hegseth: Iran-Krieg ist kein Schlamassel +++
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth verteidigt den Krieg im Iran vor dem Kongress mit scharfen Worten. Er weist die Darstellung zurück, die US-Truppen steckten in dem unpopulären Konflikt in einer ausweglosen Situation fest. "Sie nennen es einen Sumpf und liefern unseren Feinden damit Propagandamaterial? Schämen Sie sich für diese Aussage", sagt Hegseth vor dem Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses mit Blick auf die Demokraten. Deren Abgeordneten wirft er vor, mit ihrer Kritik "rücksichtslos, schwach und defätistisch" zu agieren.
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