Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 07:32 Selenskyj: Putin hat auf dem Schlachtfeld und in der Diplomatie nicht mehr die Oberhand +++
Der russische Präsident Wladimir Putin hat aus Sicht von Wolodymyr Selenskyj im Krieg gegen sein Land die Initiative verloren, aber weigert sich, einen Waffenstillstand zu erklären. Das sagte der ukrainische Präsident in einem Interview mit dem US-Sender Fox News. Selenskyj war in den USA, um an der Trauerfeier für den verstorbenen Senator Lindsay Graham teilzunehmen und in dem Zuge auch US-Präsident Donald Trump zu treffen. Der ukrainische Präsident betonte im Gespräch mit Fox-News-Moderator Sean Hannity die sich wandelnde Dynamik im Russland-Ukraine-Krieg, sowohl auf dem Schlachtfeld als auch auf der diplomatischen Ebene hinter den Kulissen. "Die Initiative liegt jetzt nicht mehr in Putins Händen", sagte Selenskyj. "Und das ist die wesentliche Veränderung."
+++ 06:58 Russischer Online-Händler Wildberries evakuiert Logistikzentrum +++
Der russische Online-Händler Wildberries hat nach eigenen Angaben sein Logistikzentrum in der zentralrussischen Stadt Rjasan evakuiert. Einen Grund für das Vorgehen nannte das Unternehmen, das als Pendant von Amazon in Russland gilt, nicht. Die Regierung der Oblast Rjasan hatte zuvor mitgeteilt, mehrere Industrieanlagen seien nach einem Drohnenangriff in Brand geraten. Wildberries hat zuletzt wiederholt ukrainische Drohnenangriffe auf Lagerhallen an verschiedenen Standorten gemeldet.
+++ 06:27 Auto explodiert in Odessa - ein Verletzter +++
Ein Auto ist am frühen Morgen in der ukrainischen Hafenstadt Odessa explodiert. Wie die staatliche ukrainische Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Regionalpolizei meldet, ereignete sich der Vorfall auf dem Innenhof eines Hochhauses im Bezirk Peresypskyj. Der 49 Jahre alte Fahrer sei dabei verletzt worden. "Ersten Erkenntnissen zufolge explodierte das Auto genau in dem Moment, als der Fahrer den SUV startete und losfuhr", so die Polizei.
+++ 05:55 Drohnenangriff trifft Wildberries-Lager in Rjasan +++
In Russland steht erneut ein Lager des Online-Versenders Wildberries in Flammen. Am frühen Morgen habe es einen "massiven Drohnenangriff" auf die Stadt Rjasan gegeben, teilt der Gouverneur der Region, Pawel Malko, mit. Neben dem Logistikzentrum wurde auch eine der größten Ölraffinierien des Landes getroffen. Rjasan liegt etwa 200 Kilometer südöstlich von Moskau entfernt.
+++ 04:40 Selenskyj: Trump hat uns Patriot-Lizenzen zugesagt +++
US-Präsident Trump hat der Ukraine laut deren Präsident Selenskyj die vielfach geforderten Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Abfangraketen zugesichert. "Er hat zugesagt, uns die Lizenzen zu erteilen", sagte Selenskyj im Interview des Fox-News-Moderators Sean Hannity. Er hofft dadurch, die Produktion der dringend benötigten Abwehrraketen selbst schneller steigern zu können. Die Patriot-Systeme sind für die Ukraine das einzige wirksame Mittel gegen Russlands ballistische Raketen.
+++ 03:06 US-Senat macht Weg frei für schärfere Sanktionen gegen Moskau +++
Der US-Senat bringt einen weitreichenden Gesetzentwurf für Sanktionen gegen die russische Energiewirtschaft auf den Weg. In einer ersten Verfahrensabstimmung haben die Senatoren mit 86 zu zwölf Stimmen für die Vorlage gestimmt, die den wirtschaftlichen Druck auf Moskau erhöhen soll. US-Präsident Trump würde damit die Befugnis erhalten, Zölle von bis zu 100 Prozent auf Importe aus Ländern wie China und Indien zu erheben, die in großem Umfang russisches Öl und Gas kaufen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verfolgte die Abstimmung im Kapitol. Sie gilt als Würdigung des kürzlich verstorbenen republikanischen Senators Lindsey Graham, einem der einflussreichsten Unterstützer der Ukraine im Kongress, an dessen Beerdigungstag die Abstimmung stattfand.
+++ 00:54 Drohne tötet Mann in Cherson +++
In Cherson ist ein Mann von einer russischen Drohne getötet worden. Der 48-Jährige sei bei einem Angriff auf ein Dorf tödlich verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region bei Telegram mit. Schon am Morgen war ein 61 Jahre alter Mann bei Artilleriebeschuss ums Leben gekommen.
+++ 23:27 Kreml: Genug Freiwillige für Einsatz in der Ukraine +++
Nach offiziellen Angaben haben sich in Russland im ersten Halbjahr erneut rund 200.000 Freiwillige für den Krieg gegen die Ukraine gemeldet. Diese nennt der Vizechef des nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, bei einer Sitzung. Überprüfen lässt sie sich nicht. In einem bei Telegram veröffentlichten Video weist er zugleich Behauptungen der ukrainischen Führung zurück, wonach Moskau wie nach Kriegsbeginn 2022 eine Mobilmachung plane, um massive Verluste bei den Streitkräften auszugleichen. Auch 2022 hatte der Kreml behauptet, es sei keine Zwangsrekrutierung geplant. Als sie doch kam, ergriffen Hunderttausende die Flucht.
+++ 22:06 Deepstate: Russen versuchen neuen Vorstoß in der Region Charkiw +++
Russische Streitkräfte versuchen offenbar, in der Nähe des Grenzdorfes Artilne in der ukrainischen Region Charkiw Fuß zu fassen und in Richtung des Dorfes Iwaschkine vorzurücken. Das berichtet der ukrainische Analyseblog Deepstate. Demnach könnten die russischen Angriffe in dem Gebiet mit Moskaus Bemühungen zusammenhängen, eine Pufferzone entlang der nördlichen Grenze der Ukraine zu errichten. Bereits am Montag sollen Kreml-Truppen mit einem Angriff auf Artilne gescheitert sein.
+++ 21:13 Ukraine richtet Botschaft an den Iran +++
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat nach dem tödlichen Angriff auf ein iranisches Frachtschiff seinen Teheraner Kollegen Abbas Araghtschi angerufen und die Lage erklärt. Es sei das Ziel Kiews, eine unnötige Eskalation zu vermeiden, teilt Sybiha bei X mit. Der Ukraine gehe es bei ihren Angriffen nur darum, sich selbst vor der russischen Aggression zu verteidigen. Der Minister räumt ein, dass die Ukraine im Kaspischen Meer ein ziviles Schiff angegriffen und dabei einen iranischen Staatsangehörigen getötet zu haben. Demnach fordert Sybiha seinen Kollegen Araghtschi auf, auf eskalierende Schritte zu verzichten und jede Unterstützung für den russischen Angriffskrieg einzustellen. "Dieser Krieg ist illegal, und er muss enden", sagt der Minister.
+++ 20:29 Russland lockert Begrenzungen beim Kraftstoffverkauf +++
Knapp zwei Monate nach dem Beginn von Begrenzungen beim Kraftstoffverkauf in Russland infolge ukrainischer Angriffe sind in mehreren Regionen die Beschränkungen wieder aufgehoben oder gelockert worden. Anfang der Woche wurden die Maßnahmen in mindestens sieben Regionen aufgehoben oder gelockert, wie aus Angaben der Behörden und Medienberichten hervorgeht. Darunter sind die Hauptstadt Moskau, die zweitgrößte Metropole St. Petersburg sowie stark betroffene Regionen im Süden. In Moskau und St. Petersburg hoben die Mineralölkonzerne Lukoil, Teboil und Gazprom Neft die Abgabebeschränkungen an ihren Tankstellen vollständig oder teilweise auf, wie das Fachmedium Infotek berichtet. Laut örtlichen Medienberichten wurden die Einschränkungen auch in den Regionen Rostow, Wolgograd, Stawropol und Krasnodar im Südwesten sowie in der Region Omsk in Sibirien gelockert oder aufgehoben.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.