Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 20:39 Selenskyj: Arbeiten an weiteren Gefangenenaustauschen +++

11.04.2026, 00:01 Uhr

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigt sich nach dem heutigen Gefangenenaustausch zuversichtlich, dass weitere Austauschrunden folgen werden. "Wir hoffen, dass wir die Austausche in nächster Zeit fortsetzen können - zumindest von unserer Seite erledigen wir dafür alle notwendige Arbeit", sagt er in seiner abendlichen Ansprache. Jede Rückkehr habe Bedeutung: "Wir erinnern uns an alle. Wir suchen nach jedem Namen. Manchmal finden wir Menschen nach Jahren, wenn nichts über sie bekannt war." Der heutige Austausch sei "lange vorbereitet" worden.

+++ 19:54 Boris Johnson besucht Front in der Ukraine +++

Der frühere britische Premierminister Boris Johnson hat die Front in der südlichen Oblast Saporischschja besucht und darüber einen Bericht für die "Daily Mail" verfasst. In seinem Artikel kritisiert Johnson die westlichen Partner scharf: "Warum um alles in der Welt kürzen wir ihnen noch immer die Mittel?" Der Westen sei in Gefahr, den Krieg zu vergessen, warnt Johnson. Putin versuche verzweifelt, Saporischschja einzunehmen - und scheitere dabei. Johnson war zwischen 2019 und 2022 Premierminister und ist einer der engagiertesten westlichen Unterstützer der Ukraine.

+++ 19:06 Lawrow wirft EU "nazistische" Politik vor und fordert "Sicherheitsgarantien" +++

Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärt, dass "Sicherheitsgarantien für Russland" notwendig seien, um den Krieg in der Ukraine zu beenden, und zeigt sich empört darüber, dass die Europäische Union "nur von solchen Garantien für die Ukraine spricht". Zugleich wirft Lawrow Brüssel eine "nazistische" Menschenrechtspolitik vor und behauptet, die EU dulde die systematische Unterdrückung russischsprachiger Menschen in der Ukraine und fördere aktiv die Auslöschung "alles Russischen".

+++ 18:16 Selenskyj: Vorschlag zur Verlängerung der Waffenruhe an Russland übergeben +++

Mit Blick auf die Oster-Waffenruhe erneuert der ukrainische Selenskyj seinen Vorschlag, aus der Feuerpause einen dauerhaften Waffenstillstand zu machen. "Eine Waffenruhe zu Ostern könnte auch der Beginn einer echten Bewegung in Richtung Frieden sein - von unserer Seite liegt ein entsprechender Vorschlag vor", sagt er. Die Initiative für eine Verlängerung der Waffenruhe sei der russischen Seite übergeben worden.

+++ 17:30 Video: Wie Charkiws Kinder den Krieg erleben +++

"Dieser Krieg nervt jeden Tag" sagt der neunjährige Yakiv, der mit seiner Familie einen österlich geschmückten Park besucht - im Hintergrund ständiger Luftalarm. Für die Feiertage ist Charkiw bunt dekoriert, die Sonne scheint und die Sirenen werden ignoriert. Kinder berichten von ihren Ängsten und Beschusserfahrungen.

+++ 16:34 Beim Gefangenenaustausch auch Zivilisten dabei +++

Im Rahmen des heutigen Gefangenenaustausches zwischen Russland und der Ukraine haben beide Seiten neben je 175 Soldaten auch je sieben Zivilisten ausgetauscht. Das bestätigen sowohl das russische Verteidigungsministerium als auch der ukrainische Präsident Selenskyj. Moskau spricht von sieben Menschen, die vom "Kiewer Regime" in der Region Kursk "unrechtmäßig festgehalten" worden seien. Kiew teilt mit, dass alle sieben ukrainische Zivilisten bereits 2022 von russischen Besatzungstruppen verschleppt worden seien.

+++ 16:02 Russland greift Kramatorsk mit Gleitbombe an +++

Nach ukrainischen Angaben treffen russische Streitkräfte am Morgen das Stadtzentrum von Kramatorsk in der Oblast Donezk mit einer FAB-250-Gleitbombe. Wie die Donezker Gebietsstaatsanwaltschaft mitteilt, seien dabei zehn Zivilisten verletzt worden, darunter vier Frauen und sechs Männer im Alter zwischen 29 und 89 Jahren. Zwei von ihnen schwebten in Lebensgefahr. Die Verletzten hätten Explosions-, Schädel-Hirn- und Splitterverletzungen erlitten. Mehrere Wohngebäude und Fahrzeuge seien beschädigt worden.

KRAMATORSK-UKRAINE-APRIL-11-A-view-of-the-aftermath-following-a-Russian-airstrike-using-KAB-250-guided-bombs-in-the-city-center-of-Kramatorsk-Ukraine-on-April-11-2026-Russia-and-Ukraine-are-expected-to-observe-a-brief-ceasefire-starting-Saturday-afternoon-for-Orthodox-Easter-at-a-time-when-diplomatic-efforts-to-end-four-years-of-conflict-remain-stalled
Das Stadtzentrum von Kramatorsk nach dem russischen Bombenangriff. (Foto: picture alliance / Anadolu)

+++ 14:46 Bericht: Russland stuft die Stanford University als "unerwünschte Organisation" ein +++

Das russische Justizministerium hat die Stanford University auf seine Liste "unerwünschter Organisationen" gesetzt. Das berichtet das ukrainische Online-Medium Kyiv Independent. Als Folge könnte nun jede Person, die mit der Hochschule in Verbindung steht, strafrechtlich verfolgt werden. Diese Einstufung sei Teil des Vorgehens des Kremls gegen die Zivilgesellschaft, internationale Organisationen und westliche Universitäten - eine Kampagne, die sich im Zuge des Angriffskrieges auf die Ukraine verschärft hat. Auf der Liste stehen bereits mehrere westliche Elite-Unis, unter anderem Yale und Berkeley. Den Einrichtungen ist jegliche Präsenz in Russland untersagt, und russische Studierende, die an diesen Universitäten im Ausland studieren, gehen bei ihrer Rückkehr nach Hause rechtliche Risiken ein.

+++ 13:48 Selenskyj warnt Russland vor Waffenruhe-Bruch: "Auge um Auge"-Reaktion +++

"Heute haben wir die Rahmenbedingungen für unsere Reaktion auf mögliche Verstöße gegen die Waffenruhe durch die russische Armee festgelegt", schreibt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X. "Wir alle wissen, mit wem wir es zu tun haben. Die Ukraine wird sich an die Feuerpause halten und streng nach dem Prinzip "Auge um Auge" reagieren. Solange es keine russischen Angriffe aus der Luft, zu Lande oder auf See gibt, wird es auch keine Reaktion von unserer Seite geben." Der Kreml und Kiew hatten sich auf eine Waffenruhe geeinigt, der vom 11. April, 16.00 Uhr (15.00 Uhr MESZ), bis zum Ende des Tages am 12. April 2026 gelten soll.

+++ 13:14 ISW: Russen priorisieren Offensive in Richtung Huljaipole +++

Die russischen Streitkräfte räumen Offensivoperationen in Richtung Huljaipole Vorrang vor der Abwehr ukrainischer Gegenangriffe in Richtung Oleksandrivka ein. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Trotz dieser Priorisierung erzielten die Russen keine nennenswerten Fortschritte westlich von Huljaipole.

+++ 12:48 Russland und Ukraine tauschen Kriegsgefangene aus +++

Russland und die Ukraine haben kurz vor einer Feuerpause über das orthodoxe Osterfest erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Wie das russische Verteidigungsministerium in Moskau mitteilt, ließen beide Seiten je 175 Soldaten frei. Seit dem Beginn der russischen Offensive Ende Februar 2022 haben Moskau und Kiew bereits mehrfach Kriegsgefangene ausgetauscht.

+++ 12:16 Tass: 99 ukrainische Drohnenangriffe auf Russland binnen einer Nacht +++

Über Nacht wurden 99 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten abgeschossen. Das schreibt die staatliche Nachrichtenagentur Russlands Tass unter Berufung auf Angaben des russischen Verteidigungsministeriums. "Zwischen 20:00 Uhr Moskauer Zeit am 10. April und 7:00 Uhr Moskauer Zeit am 11. April haben Luftverteidigungs-Alarmsysteme 99 ukrainische Drohnen über der Region Krasnodar, der Krim, den Regionen Belgorod, Brjansk, Rostow, Kaluga und Kursk sowie über den Gewässern des Asowschen und des Schwarzen Meeres abgefangen und zerstört", zitiert die Tass das russische Militär.

+++ 11:30 ntv-Reporterin Kriewald: "Trump-Unterstützung für Orbán sieht Ukraine kritisch" +++

Die USA sind nach wie vor einer der größten Unterstützer der Ukraine. Dass die Trump-Administration im ungarischen Wahlkampf ausgerechnet für Viktor Orbán wirbt, stößt in dem angegriffenen Land jedoch auf Unverständnis. ntv-Reporterin Nadja Kriewald berichtet aus Kiew. 

+++ 10:47 Drohne stürzt auf Öllager im russischen Krasnodar +++

In der Stadt Krymsk in der südrussischen Region Krasnodar ist nach dem Absturz von Drohnenteilen auf dem Gelände eines Öldepots ein Feuer ausgebrochen. Der in der Nacht entstandene Brand sei bis zum Morgen gelöscht worden, das teilen die örtlichen Behörden mit. Verletzte gebe es nicht. Von Samstagnachmittag bis Mitternacht am Sonntag soll es eine Feuerpause geben. Dies hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj anlässlich des orthodoxen Osterfestes am Sonntag mehrfach angeboten.

+++ 10:01 ISW: Russlands Reserven erbringen "keine taktisch bedeutsamen Gewinne" +++

Berichten zufolge greifen die russischen Streitkräfte auf ihre strategischen Reserven zurück, um ihre Operationen in der Ukraine zu verstärken. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW). Dabei greifen die ISW-Analysten unter anderem auf Berichte des ukrainischen Militär-Analysten, Konstantin Mashovets, zurück. Die russischen Reserven würden demnach nicht zur Verstärkung der Operationen im Gebiet Donezk eingesetzt werden, die Offensive wird vom russischen Militär eigentlich als vorrangig eingestuft. Der Rückgriff auf diese Reserven habe bislang zu keinen taktisch bedeutsamen Gewinnen für Russland geführt, so die Analysten. "Die Ukraine scheint Russland gezwungen zu haben, diese Reserven in einem Gebiet einzusetzen, das weit von seinem Hauptoperationsziel für die Frühjahrs- und Sommeroffensive entfernt ist", heißt es im ISW-Bericht.

+++ 09:25 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.310.110 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1440. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem drei Panzer, 64 Artilleriesysteme und 2014 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 11.851 Panzer, 39.798 Artilleriesysteme, 1344 Flugabwehrsysteme und 435 Flugzeuge, 350 Hubschrauber, 231.785 Drohnen, 33 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind.

+++ 08:45 Ukraine: Drei Tote und 17 Verletzte bei russischen Angriffen +++

Vor einer geplanten Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest sind bei russischen Angriffen auf die Ukraine örtlichen Behörden zufolge drei Menschen getötet worden. 17 weitere Menschen seien bei den Attacken auf die südukrainische Stadt Odessa, die zentralukrainische Stadt Poltawa und die nordöstliche Region Sumy verletzt worden, erklären die ukrainischen Behörden. Bei Angriffen auf ein Wohngebiet der Hafenstadt Odessa seien zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden, teilt der Regionalgouverneur Serhij Lysak mit. In der Stadt Poltawa habe ein "feindlicher Drohnenangriff" ein Geschäft und ein Café getroffen, erklärt die regionale Militärverwaltung. Dabei sei ein Mensch getötet worden, ein weiterer Mensch sei verletzt worden. In der nordöstlichen Region Sumy trafen russische Drohnenangriffe laut der regionalen Militärverwaltung mehrere Wohngebiete. Dabei wurden 14 Menschen verletzt, unter ihnen ein 14-Jähriger und eine 87-Jährige.

+++ 08:06 Geheimdienst warnt Ukrainer vor russischen Aggressionen zu Ostern +++

Der ukrainische Geheimdienst SBU warnt die Menschen davor, den Ankündigungen Putins zu vertrauen und mahnt zur Achtsamkeit. "Trotz der Erklärungen des Aggressorstaates über eine sogenannte Waffenruhe geben die feindlichen Geheimdienste ihre Pläne nicht auf, arbeiten weiterhin gegen die Ukraine und greifen auf informationspsychologische Spezialoperationen, Provokationen, Terroranschläge und Sabotageakte zurück", heißt es in einer in Kiew veröffentlichten Mitteilung des SBU. Allerdings kündigten beiden Seiten an, auf mögliche Verstöße gegen die Waffenruhe antworten zu wollen.

+++ 07:25 ISW: Ukrainer erobern Gebiete in Donezk zurück +++

Die ukrainischen Streitkräfte haben kürzlich taktische Gebiete in verschiedenen Frontregionen zurückerobert. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Die ukrainischen Streitkräfte sind im Nordosten von Pishchane in der Region Charkiw, im Bordosten der Stadt Slowjansk sowie im Westen der umkämpften Bergbaustadt Pokrowsk, beide in der Region Donezk sowie im Norden der Stadt Huljajpole in der Region Saporischschja vorgerückt. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 06:53 ISW: Russen schießen 128 Langstrecken-Drohnen in einer Nacht auf die Ukraine +++

Russische Streitkräfte haben 128 Langstrecken-Angriffsdrohnen innerhalb einer Nacht gegen die Ukraine eingesetzt. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Russische Streitkräfte führten in der Nacht vom 9. auf den 10. April eine Reihe von Drohnenangriffen gegen die Ukraine durch und beschädigten dabei die Energieinfrastruktur.

+++ 06:20 Putin: 32 Stunden Feuerpause zum orthodoxen Osterfest +++

Im Ukraine-Krieg sollen zum orthodoxen Osterfest am Wochenende für 32 Stunden die Waffen schweigen. Auf Beschluss von Kreml-Chef Wladimir Putin gelte "eine Waffenruhe vom 11. April, 16.00 Uhr (15.00 Uhr MESZ), bis zum Ende des Tages am 12. April 2026 ", teilt der Kreml mit. Der Generalstab der russischen Armee sei angewiesen worden, "die Kampfhandlungen in allen Richtungen für diesen Zeitraum einzustellen". Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj erklärt die Bereitschaft seines Landes zur Einhaltung der Feuerpause ab Samstagnachmittag.

+++ 05:41 Abgestürzte Drohnen: Baltische Staaten werfen Russland Lügen vor +++

Die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen widersprechen entschieden den Behauptungen aus Moskau, wonach sie ihr Territorium und ihren Luftraum für ukrainische Angriffe gegen Russland zur Verfügung gestellt hätten. In einer gemeinsamen Erklärung weisen die Außenminister der drei baltischen EU- und Nato-Staaten die "andauernde russische Desinformationskampagne gegen unsere Länder" als "völlig haltlos" zurück. Die Anschuldigungen seien bereits Ende März gegenüber den Geschäftsträgern der russischen Vertretungen in Tallinn, Riga und Vilnius unmissverständlich widerlegt worden. Dennoch setze Russland seine Lügen fort, heißt es in der Mitteilung der drei Länder. Betont wird darin zugleich auch, dass die Ukraine das Recht habe, sich gegen den russischen Angriffskrieg zu verteidigen. Bei Angriffen auf den Nordwesten Russlands sind mehrere fehlgeleitete ukrainische Drohnen in den Luftraum der baltischen Staaten eingedrungen und teils abgestürzt. Russland hatte daraufhin seine unbelegten Behauptungen erhoben.

+++ 04:39 Ukraine kündigt "Ramstein"-Treffen für 15. April an +++

Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat bei einem Telefonat mit seinem deutschen Amtskollegen Boris Pistorius für den 15. April ein neues Treffen im sogenannten Ramstein-Format vereinbart. Bei den Gesprächen der Ukraine-Kontaktgruppe solle es darum gehen, wie Russland zu einem Frieden gezwungen werden könne, teilt das Ministerium in Kiew mit. Vom Bundesverteidigungsministerium gibt es bislang keine Informationen zu dem Telefonat. Unklar ist auch, ob die Gespräche per Videoschalte oder an einem konkreten Ort laufen sollen.

+++ 02:53 Chinas Außenminister: Wollen verstärkte Zusammenarbeit mit Nordkorea +++

China und Nordkorea wollen sich in der Zukunft bei wichtigen internationalen Themen enger abstimmen. "Angesichts einer turbulenten und komplexen internationalen Lage sollten China und Nordkorea die Kommunikation und Koordination bei wichtigen internationalen und regionalen Angelegenheiten weiter stärken", sagt der chinesische Außenminister Wang Yi laut einer Mitteilung des chinesischen Außenministeriums bei einem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un. Die nordkoreanische staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtet , Kim habe ebenfalls die Notwendigkeit intensiverer Kontakte auf verschiedenen Ebenen betont. Stärkere Beziehungen zwischen China und Nordkorea seien zur Wahrung gemeinsamer Interessen unerlässlich. Wang hält sich zu einem zweitägigen Besuch in Pjöngjang auf. Ziel ist es, die durch die Corona-Pandemie unterbrochenen Beziehungen wiederzubeleben. Nordkorea hat seitdem seine Beziehungen zu Russland ausgebaut und unterstützt Moskau bei seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine.

+++ 01:49 Trump verspricht Ungarn vor Wahl wirtschaftliche Unterstützung - falls Orban gewinnt +++

Kurz vor der Parlamentswahl in Ungarn hat US-Präsident Donald Trump dem Land wirtschaftliche Unterstützung zugesagt, falls Ministerpräsident Viktor Orban erneut gewinnt. Er sei bereit, "die volle wirtschaftliche Macht" der USA einzusetzen, um Ungarn zu helfen, erklärt Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. Die USA würden sich darauf freuen, "in den künftigen Wohlstand zu investieren, der durch Orbans fortgesetzte Führung entstehen wird". Trump setzt damit seine höchst ungewöhnliche Wahlkampfhilfe für Orban fort. Orban regiert Ungarn ununterbrochen seit 2010, als er zum zweiten Mal in Budapest an die Macht kam. Der rechtsnationale Politiker ist der engste Verbündete von US-Präsident Trump in der EU - und auch von dessen russischem Amtskollegen Wladimir Putin.

+++ 00:41 Bundeswehr: Verteidigungsausschuss kritisiert Pistorius' Reformtempo +++

Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp, hat Verteidigungsminister Boris Pistorius Versäumnisse bei der Reform der Bundeswehr zur Last gelegt. "Was wir dringend brauchen, ist eine Gesamtverteidigungsbeschaffungsplanung - über Einzelbeschaffungen hinaus", sagt der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Uns ist das außerordentlich wichtig. Das Ministerium muss sich hier bewegen." Defizite gebe es offenkundig bei der Luftverteidigung, der Anschaffung von Drohnen und im Weltraum. Doch benötige man einen genaueren Überblick. Röwekamp kritisierte auch das langsame Tempo bei der Steigerung der Zahl von Soldaten: "Uns fehlt weiterhin ein Aufwuchsplan für die aktive Truppe und damit eine Antwort auf die Frage: Wie wollen wir auf 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten kommen? Der Minister wollte eigentlich bis Ostern ein Konzept vorlegen. Das ist auch notwendig."

+++ 23:32 Insider: USA wollen Aussetzung der Sanktionen auf russisches Öl verlängern +++

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump verlängert Insidern zufolge voraussichtlich eine Ausnahmeregelung für Sanktionen auf russisches Öl. Ein entsprechender Schritt könnte in Kürze erfolgen, sagen zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Das US-Finanzministerium erlaubt seit Mitte März den Erwerb von russischem Öl auf dem Seeweg, um die weltweiten Energiepreise-Anstiege infolge des Krieges der USA und Israels mit dem Iran zu dämpfen. Die aktuelle Frist läuft am Samstag aus. Mit den Sanktionen auf Öl wollte Trump Russland zu Verhandlungen mit der Ukraine zur Beendigung des Krieges bewegen.

+++ 22:15 Russland-Nähe könnte Serbien Milliardensumme kosten +++

Serbien könnte aufgrund von Rückschritten bei der Demokratie und seiner engen Beziehungen zu Moskau möglicherweise 1,5 Milliarden Euro an EU-Fördermitteln verlieren. Die Europäische Kommission erwägt einem Bericht von Politico zufolge einen solchen Schritt. Sie ist demnach besorgt über antidemokratische Entwicklungen in Serbien und erwägt bereits, die Finanzhilfen auszusetzen, die das Land als Beitrittskandidat im Rahmen von EU-Programmen erhält. Die Erweiterungskommissarin Marta Kos erklärt gegenüber Politico, dass die Kommission zunehmend besorgt sei über die Geschehnisse in Serbien, "von Gesetzen, die die Unabhängigkeit der Justiz untergraben, über das harte Vorgehen gegen Demonstranten bis hin zu wiederholten Eingriffen in unabhängige Medien". Ein weiterer Auslöser ist die anhaltende Zurückhaltung der regierenden Kräfte Serbiens - traditionell ein "Freund Russlands" auf dem Balkan -, ihre Außenpolitik an der Position der EU auszurichten, sowie offen anti-europäische Äußerungen hochrangiger serbischer Amtsträger. Die EU ist Serbiens größter Geldgeber. Von 2021 bis 2024 erhielt Belgrad mehr als 586 Millionen Euro an nicht rückzahlbaren Zuschüssen sowie weitere 1,5 Milliarden Euro, die an Reformen geknüpft sind.

+++ 21:48 Ukrainer stirbt zehn Tage nach Drohnenangriff im Krankenhaus +++

Ein Mann, der am 31. März bei einem russischen Drohnenangriff auf das Dorf Darivka schwere Verletzungen erlitten hatte, ist im Krankenhaus verstorben, teilt Oleksandr Prokudin, Leiter der regionalen Militärverwaltung von Cherson, mit. "Über zehn Tage lang kämpften die Ärzte um das Leben des 76-jährigen Einwohners. Leider erwiesen sich die Verletzungen als tödlich", schreibt er auf Telegram. 

+++ 21:19 Kiews Geheimdienst verhindert Attentat auf Offizier in letzter Minute +++

Ein vom russischen Geheimdienst angeheuerter ausländischer Auftragskiller ist in Odessa während eines Attentatsversuchs auf einen hochrangigen Offizier der ukrainischen Marine festgenommen worden, teilt der ukrainische Geheimdienst (SBU) auf Facebook mit. Der Verdächtige wurde laut SBU in der Nähe einer Wohnanlage, in der der Offizier wohnt, "auf frischer Tat" ertappt. Demnach wollte er auf das Fahrzeug des Offiziers schießen. Der Schütze soll eine Pistole und zwei Magazine bei sich gehabt haben und mit einer Sturmhaube maskiert gewesen sein. Er warf ein Fahrrad vor das Auto des Offiziers und wollte schon das Feuer eröffnen, als er von Spezialeinheiten der Spionageabwehr festgenommen wurde. Der 37-Jährige soll aus einem Balkanstaat stammen. Er sei vom russischen Geheimdienst rekrutiert worden und soll im Februar in die Ukraine eingereist sein. Der Verdächtige wird wegen versuchten Terroranschlags angeklagt und befindet sich in Haft. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 12 Jahre Haft. 

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.