Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 22:04 Vance: US-Truppenverlegung nach Polen verzögert sich +++
Eine geplante Verlegung von 4000 US-Soldaten nach Polen verzögert sich nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance. Es handele sich dabei jedoch nicht um einen Truppenabbau in Europa, sagt Vance vor Journalisten im Weißen Haus. Die USA wollten lediglich Ressourcen so umschichten, dass die Sicherheit der USA maximiert werde. "Ich glaube nicht, dass das für Europa schlecht ist", sagt er. Zugleich fordert Vance die Europäer auf, mehr Verantwortung für die gemeinsame Verteidigung zu übernehmen. Berichte über die geänderten Pläne sind bei US-Abgeordneten auf scharfe Kritik gestoßen. Sie fürchten, dass Präsident Donald Trump Verbündete im Stich lassen könnte.
+++ 21:33 Fedorow: Schützen bereits 1170 Kilometer Straße mit Drohnen-Netzen +++
Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow berichtet in seinem Telegram-Kanal, mehr als 1170 Kilometer an Versorgungsrouten hinter der Front seien mit Netzen vor Drohnen geschützt. Jeden Tag würden weitere acht Kilometer der Netzkonstruktion hochgezogen, laut Fedorow doppelt so viel wie noch vergangenes Jahr.
Lettland wirft Russland massive Desinformation über die jüngsten Drohnenvorfälle in den baltischen Staaten vor. Demnach behauptet Moskau, Estland, Lettland und Litauen ließen zu, dass ihr Territorium für ukrainische Angriffe gegen Russland genutzt werde. Dies wird von der lettischen Staatsführung entschieden zurückgewiesen. Das Außenministerium des Nato-Mitglieds bestellte zudem einen Vertreter der russischen Botschaft ein und überreichte eine Protestnote. "Russland verbreitet seit einigen Wochen die Lüge, die baltischen Staaten und Finnland würden unseren Luftraum für ukrainische Angriffe zur Verfügung stellen", sagt Außenministerin Baiba Braze. Dies stimme nicht und sei russischen Vertretern durch Einbestellung ins Außenamt aber auch über andere Quellen mitgeteilt worden. In Estland hatten zuvor Nato-Kampfjets über Estland eine mutmaßlich ukrainische Drohne abgeschossen, die mutmaßlich auf russische Ziele gerichtet war und in den estnischen Luftraum eingeflogen ist.
+++ 20:22 Selenskyj genehmigt neue Angriffspläne +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben Pläne für Angriffe im Juni gegen die russische Invasion genehmigt. Dieser Monat habe eine Veränderung der Dynamik zugunsten der Ukraine gebracht, sagt er in einer abendlichen Videoansprache. Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj und Generalstabschef Andrij Hnatow haben ihm demnach Bericht erstattet. Die Ukraine halte ihre Stellungen besser und unternehme mehr Angriffe, sagt Selenskyj. Als besonders bedeutend beschreibt er Gegenangriffe Kiews mit Drohnen im russischen Hinterland. Sie hätten im Mai ihre Wirksamkeit gezeigt und müssten nun kreativ weiterentwickelt werden.
+++ 19:26 Insider: Russische Raffinerie nach Drohnenangriff außer Betrieb +++
Die russische Ölraffinerie Rjasan hat zwei Insidern zufolge nach einem ukrainischen Drohnenangriff am Freitag den Betrieb eingestellt. Der Betreiber Rosneft äußert sich zunächst nicht. Die Anlage steht für fast fünf Prozent der gesamten russischen Raffineriekapazität. Bei der Attacke auf die Stadt südöstlich von Moskau wurden nach Angaben der örtlichen Behörden vier Menschen getötet. Zudem seien Wohngebäude und ein Industriebetrieb getroffen worden.
+++ 18:45 Russland droht baltischen Staaten +++
Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja wirft der Ukraine vor, militärische Drohnen von Lettland und anderen baltischen Staaten aus starten zu wollen. Eine Nato-Mitgliedschaft werde diese Länder nicht vor Vergeltung schützen, warnt er vor dem UN-Sicherheitsrat. Kiew habe bereits Drohneneinheiten nach Lettland entsandt. Die lettische UN-Gesandte Sanita Pavluta-Deslandes weist die Äußerungen umgehend als frei erfunden zurück. Die stellvertretende US-Botschafterin Tammy Bruce erklärt, die UN seien kein Forum für Drohungen gegen ein Ratsmitglied. Die USA würden all ihren Nato-Verpflichtungen nachkommen. Lettland ist gegenwärtig ein nicht-ständiges Mitglied im Sicherheitsrat.
+++ 17:58 US-General bestätigt Aus für Raketenpläne in Deutschland +++
Der US-General und Nato-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich bestätigt, dass die Vereinigten Staaten vorerst keine weitreichenden Mittelstreckenwaffen in Deutschland stationieren werden. Die zuvor geplante Verlegung eines sogenannten "Long Range Fires Battalion" werde nicht beginnen, sagt der US-General, der gleichzeitig auch Befehlshaber des für Europa zuständigen US-Militärkommandos Eucom ist. Grynkewich erklärt zudem, dass der von US-Präsident Donald Trump angekündigte Abzug von rund 5.000 Soldaten aus Europa zu einem beträchtlichen Teil über die Rückkehr eines sogenannten Brigade Combat Teams erfolgen werde. Zu möglichen weiteren Anpassungen der US-Truppenstärke in Europa sagt Grynkewich, kurzfristig erwarte er keine anderen Ankündigungen.
+++ 17:19 Estnischer Geheimdienstchef rechnet aktuell nicht mit russischem Angriff +++
Kaupo Rosin, Generaldirektor des estnischen Nachrichtendienstes, hält das Risiko eines russischen Angriffs auf europäische Staaten derzeit für gering. Russland brauche die meisten seiner militärischen Ressourcen für den Krieg gegen die Ukraine, sagt Rosin im Deutschlandfunk. Das könne sich aber ändern. Deshalb müssten die westlichen Verbündeten zusammenhalten und ihre militärischen Fähigkeiten stärken, so Rosin. Russland beobachte den Westen. Es müsse zu dem Schluss kommen, dass sich ein Angriff nicht lohne. Es gelte nun, den Druck auf Russland durch Sanktionen zu erhöhen und die Ukraine weiter im Kampf gegen den Kreml zu unterstützen.
+++ 16:26 Reporter begleitet Ukrainer - russische Drohne taucht auf +++
Täglich greifen in Kostjantyniwka russische Drohnen ukrainische Stellungen an. CNN-Reporter Nick Paton Walsh begleitet eine Einheit, die zu Fuß ihre Position an der Front wechselt - als plötzlich eine russische Drohne über ihnen auftaucht, dicht gefolgt von dem nächsten Flugkörper. Das Kamerateam filmt den Angriff.
+++ 15:39 Ukraine will Eckstein für Europas Energiesicherheit werden +++
Die Ukraine bietet sich Europa als Eckstein eines künftigen widerstandsfähigen Energiesystems an. "Die ukrainische Erfahrung muss jetzt über die Ukraine hinausgehen", sagt der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal in Berlin am Rande einer Konferenz. Europa müsse fähig werden, Schocks abzufangen und in Krisen entschieden zu handeln. Als Beispiel für die beginnende grenzüberschreitende Kooperation nennt Schmyhal die Synchronisierung des ukrainischen Stromnetzes mit den EU-Nachbarn. "In diesem Winter, als unsere Stromerzeugung attackiert wurde, haben Stromimporte aus der EU an kritischen Tagen bis zu 20 Prozent des Verbrauchs ausgemacht. Das Gleiche gilt für Gas", sagt er. Die Ukraine leite kein russisches Gas mehr durch, sondern stelle ihr Pipeline- und Speichersystem den europäischen Partnern zur Verfügung.
+++ 14:58 Munz: In Russland ist man verstört über das, was passiert ist +++
Die ukrainischen Angriffe auf Moskau wurden in der offiziellen Kommunikation zwar heruntergespielt, unter den Menschen aber sind sie noch immer großes Thema, wie ntv-Korrespondent Rainer Munz berichtet. Ebenso wie die generelle wirtschaftliche Lage im Land - der Glücksindex fällt auf den tiefsten Wert seit 2011.
+++ 14:26 Insider: China bildete russische Soldaten für Ukraine-Krieg aus +++
China hat Ende vergangenen Jahres heimlich rund 200 russische Soldaten militärisch ausgebildet, von denen einige inzwischen in der Ukraine kämpfen. Das teilen Vertreter von drei europäischen Geheimdiensten der Nachrichtenagentur Reuters mit. Zudem zeigen dies geheime Dokumente, die Reuters einsehen konnte. Damit sei China weitaus direkter in den Krieg verwickelt als bislang bekannt. Das chinesische Außenministerium weist dies indirekt zurück und betont seine neutrale Haltung sowie den Einsatz für Friedensgespräche. Die geheimen Drohnenschulungen basieren demnach auf einem Abkommen vom Juli 2025. Demnach sollten rund 200 russische Soldaten auf Stützpunkten in China, darunter in Peking und Nanjing, ausgebildet werden. Im Gegenzug war das Training hunderter chinesischer Soldaten in Russland vorgesehen.
+++ 13:59 Zahl der gefallenen Russen nimmt laut Ukraine wieder zu +++
Die Kampfhandlungen im Ukraine-Krieg gewinnen offenbar wieder an Intensität: Die von der Ukraine gemeldete Zahl der russischen Verluste nimmt im mehrwöchigen Mittel zu. Wie aus den täglich veröffentlichten Angaben des ukrainischen Generalstabs hervorgeht, lag die Anzahl der pro Tag getöteten oder verwundeten russischen Soldaten zuletzt im Schnitt bei 1101. Im Frühjahr, vor Beginn der anlaufenden russischen Sommeroffensive, war diese Zahl zeitweise deutlich unter die 1000er-Marke gefallen. Insgesamt bewegen sich die russischen Verluste noch unter dem Niveau der beiden Vorjahre. Im Mai 2025 beliefen sich die ukrainischen Schätzungen im Schnitt auf 1163 getötete oder verwundete Angreifer pro Tag. Im Sommer 2024 war der Höhepunkt der russischen Verluste erst Anfang Juni bei 1295 Verwundeten oder Gefallenen erreicht.
+++ 13:48 Wehrbeauftragter warnt: Beförderungsstopp sorgt für "Unruhe in der Truppe" +++
Der Wehrbeauftragte Henning Otte fordert vom Verteidigungsministerium, den Beförderungsstopp für Feldwebel so kurz wie möglich zu halten. Das Ministerium von Boris Pistorius will ab nächstem Jahr neue Regeln einführen. Hintergrund ist ein Gerichtsurteil: Beförderungen dürfen demnach nicht nur von Dienstjahren abhängen. Sie müssen Leistung stärker beachten. Pistorius solle die nötige Reform rasch umsetzen, um den Beförderungsstopp "zügig" aufheben zu können, forderte Otte im "Tagesspiegel". Er sei gut, dass ein rechtlicher Missstand beseitigt werde, aber der Stopp sorge für "Unruhe in der Truppe". Perspektiven dürften nicht zerstört werden, Vertrauen nicht enttäuscht werden, sagte Otte.
+++ 13:35 Nowaja Gaseta: Verwundete Soldaten überlasten russische Krankenhäuser +++
Im Krieg gegen die Ukraine verwundete Soldaten überlasten nach Recherchen der russischen Exil-Zeitung Nowaja Gaseta das Gesundheitssystem Russlands. Militärkrankenhäuser hätten nicht genügend Betten. Deshalb würden zivile Kliniken, Stationen und ganze Gebäude an die Armee übergeben. In Omsk wurde demnach eine frühere Frauenklinik zu einer Klinik für Kriegsveteranen umgebaut. In St. Petersburg behandeln laut Nowaja Gaseta fast alle größeren zivilen Krankenhäuser verwundete Soldaten. Das verschärfe den Mangel an Ärzten, Betten und Material. Russlands Gesundheitsminister nannte im Februar 2025 demnach einen Bedarf von 23.300 Ärzten und 63.600 Rettungssanitätern.
+++ 13:16 Ukraine: Haben russische Raffinerie von Lukoil angegriffen +++
Die Ukraine hat nach Angaben ihres Generalstabs eine russische Ölraffinerie des Konzerns Lukoil in der Region Nischni Nowgorod angegriffen. Weiteres Ziel sei eine Ölpumpstation in der Region Jaroslawl gewesen. Das Ausmaß der Schäden werde noch ermittelt, teilt das Militär über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.
+++ 12:51 Estland meldet Abschuss ukrainischer Drohne durch Nato-Kampfjet +++
Ein Nato-Kampfjet hat über Estland eine Drohne offenbar ukrainischer Herkunft abgeschossen. Das sagte Verteidigungsminister Hanno Pevkur dem Nachrichtenportal Delfi. Seit März dringen immer wieder ukrainische Militärdrohnen in den Luftraum der an Russland grenzenden Nato-Staaten Finnland, Lettland, Litauen und Estland ein. Wegen des Umgangs mit diesen Vorfällen ist in der vergangenen Woche die lettische Regierung zurückgetreten. Eine Stellungnahme der Nato lag zunächst nicht vor.
+++ 12:35 Schweden kauft vier Fregatten – für Luftverteidigung der Ostsee +++
Schweden will mit dem Kauf von vier Fregatten aus Frankreich seine militärischen Möglichkeiten in der Ostsee deutlich stärken. Mit den Kriegsschiffen des französischen Rüstungskonzerns Naval Group sollten die Kapazitäten der Luftverteidigung verdreifacht werden, sagte Ministerpräsident Ulf Kristersson. Es handele sich um die größte militärische Investition seit den 1980er-Jahren. Die Kosten für die vier Kriegsschiffe belaufen sich auf etwa 40 Milliarden schwedische Kronen. Das enstpricht rund 3,6 Milliarden Euro. Die erste Fregatte solle 2030 in Dienst genommen werden. Auf den Schiffen sollen auch in Schweden entwickelte Waffensysteme, unter anderem von Saab, eingesetzt werden können. Die Ostsee sei in der jüngeren Geschichte geopolitisch noch nie so gefährdet und umstritten gewesen wie heute, sagte Kristersson.
+++ 12:11 Nato probt Entern russischer Schattenflotte-Schiffe" +++
Im Schwarzen Meer üben Spezialeinheiten aus fünf Nato-Staaten den Ernstfall. Schwer bewaffnete Kräfte aus Rumänien, den USA, Großbritannien, Portugal und Spanien nähern sich einem verdächtigen Frachter und entern ihn. Das Szenario: Eine feindliche Schattenflotte soll militärische Ausrüstung für Agenten in Richtung Nato-Ostflanke schmuggeln. Die Soldaten greifen zugleich aus der Luft und vom Wasser aus an. Hubschrauber sichern den Einsatz, Spezialkräfte klettern über Leitern an Bord. Der heikelste Moment ist demnach der Einstieg aufs Schiff. Solange die Soldaten an den Leitern hängen, sind sie besonders verwundbar.
+++ 11:57 Ukraine: Russische Menschenrechtsbeauftragte organisierte Verschleppung ukrainischer Kinder +++
Russland hat eine Politikerin zur Menschenrechtsbeauftragten ernannt, der die Verschleppung ukrainischer Kinder vorgeworfen wird. Die Staatsduma stimmte vergangenen Donnerstag mit großer Mehrheit für Yana Lantratowa. Ukrainische Behörden werfen der 37-jährigen Abgeordneten vor, dem Chef der Regierungspartei geholfen zu haben, ein Mädchen aus dem besetzten Teil der Ukraine illegal zu adoptieren. Die Ukraine wirft Moskau vor, Tausende Kinder nach Russland gebracht oder in besetzten Gebieten zwangsumgesiedelt zu haben. Russland sagt, die Kinder seien meist aus Heimen nahe der Front zu ihrer Sicherheit weggebracht worden. Laut dem ukrainischen Geheimdienst SBU soll Lantratowa auch an der illegalen Verlegung zweier Kinder aus Cherson beteiligt gewesen sein.
+++ 11:42 Ukraine meldet zwei Tote nach Raketenangriff im Norden +++
Bei einem russischen Raketenangriff auf das Zentrum der Stadt Pryluky in der nordukrainischen Region Tschernihiw werden nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Menschen getötet. Mindestens 17 weitere seien verletzt, darunter ein Teenager, teilt Regionalgouverneur Wjatscheslaw Tschaus über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Bei dem Angriff rund 150 Kilometer östlich der Hauptstadt Kiew sei ein Unternehmen getroffen worden. Zudem seien ein nahegelegenes Einkaufszentrum und ein Supermarkt beschädigt worden.
+++ 11:22 Wadephul fordert widerständige europäische Energiesysteme +++
Außenminister Johann Wadephul fordert, Europa müsse sich besser auf Angriffe gegen seine Energieversorgung vorbereiten. "Die kritische Infrastruktur ist eine Frontlinie der geopolitischen Auseinandersetzung", sagte der CDU-Politiker am Rande einer Konferenz namens "Von der Ukraine lernen". Energiesicherheit müsse stärker als Sicherheitsfrage verstanden werden. Davon hänge ab, wie widerstandsfähig Gesellschaft und Wirtschaft bleiben. In ganz Europa nehme die Zahl hybrider Angriffe auf kritische Infrastruktur zu, sagte Wadephul. Er nannte Cyberangriffe auf Versorger, unbekannte Drohnen über Energieanlagen und Schäden an Unterseekabeln, Pipelines und Kommunikationsnetzen. Sichere und belastbare Energiesysteme seien wichtig für Wohlstand, Industrie und Demokratie.
+++ 10:54 Russland meldet großflächigen ukrainischen Drohnenangriff +++
Bei einem russischen Raketenangriff auf das Zentrum der Stadt Pryluky in der nordukrainischen Region Tschernihiw werden nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Menschen getötet. Mindestens 17 weitere seien verletzt, darunter ein Teenager, teilt Regionalgouverneur Wjatscheslaw Tschaus über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Bei dem Angriff rund 150 Kilometer östlich der Hauptstadt Kiew sei ein Unternehmen getroffen worden. Zudem seien ein nahegelegenes Einkaufszentrum und ein Supermarkt beschädigt worden.
+++ 10:54 Russland meldet großflächigen ukrainischen Drohnenangriff +++
Das russische Militär hat erneut über einen großflächigen ukrainischen Drohnenangriff in der Nacht berichtet. 315 feindliche Flugobjekte seien abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Abschüsse erfolgten demnach über fast allen Regionen des westlichen und zentralen Russlands, einschließlich der Hauptstadtregion um Moskau. Die Zahl spricht für einen großen Angriff. Die russische Militärstatistik lässt aber - anders als die ukrainische Zählung - keine Rückschlüsse auf die Abfangquote zu. Ein Ziel schien nach Angaben russischer wie ukrainischer Telegramkanäle die Raffinerie von Jaroslawl nordöstlich von Moskau zu sein.
+++ 10:29 Ukraine braucht Taurus nicht mehr: "Verfügen schon länger über eigene Fähigkeiten dieser Art" +++
Deutschlands Zögern bei der Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine ist nach den Worten ihres Botschafters nicht länger kriegsentscheidend. Sowohl die alte als auch die neue Bundesregierung hatten bis zuletzt davon abgesehen, der Ukraine die Waffe zur Verfügung zu stellen; meist unter Verweis auf ihre Reichweite von bis zu 500 Kilometern . "Wir verfügen nun schon länger über eigene Fähigkeiten dieser Art, erreichen mit Drohnen und Marschflugkörpern jetzt Ziele von 1500 bis 2000 Kilometer tief im russischen Hinterland", sagte der Diplomat Oleksii Makeiev dem "Tagesspiegel".
+++ 10:06 Politologe: "Ukrainische Drohnenschläge tun Russland immer mehr weh" +++
Die Fortschritte in der ukrainischen Rüstungsindustrie und die löchrige russische Luftabwehr erlauben es Kiew, "Drohnenschläge qualitativ und quantitativ stetig zu erhöhen", so Sicherheitsexperte Frank Umbach. Er ergänzt: Russland könne seine jetzige Kriegsführung ohne die Hilfe Chinas nicht durchführen, weswegen Xi beim kommenden Besuch Putins am längeren Hebel sitze.
+++ 09:34 Xi soll Trump gesagt haben: Putin könnte Ukraine-Krieg bereuen +++
Chinas Staatschef Xi Jinping soll US-Präsident Donald Trump gesagt haben, Russland könnte seinen Angriff auf die Ukraine noch bereuen. Das berichten laut der "Financial Times" mehrere Personen, die die US-Einschätzung des Gipfels in Peking kennen. Die Aussage fiel demnach bei Gesprächen über die Ukraine.
+++ 09:07 Russland startet Großmanöver der Atomstreitkräfte +++
Das russische Militär hält nach Angaben des Verteidigungsministeriums bis Donnerstag ein Manöver seiner Atomstreitkräfte ab. Die Personalstärke werde mehr als 64.000 betragen. Unter anderem soll den Angaben zufolge auf russischem Gebiet der Einsatz von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern sowie die Koordination mit Belarus geübt werden.
+++ 08:44 Putin will mit China "nach Frieden streben - ohne uns gegen jemanden zu verbünden"" +++
Vor seinem zweitägigen Besuch in China hat Russlands Präsident Wladimir Putin die "stabilisierende" Rolle der bilateralen Beziehungen gepriesen. "Die enge strategische Partnerschaft zwischen Russland und China spielt weltweit eine bedeutende, stabilisierende Rolle", sagte Putin in einer Videobotschaft an die Menschen in China. "Ohne uns gegen irgendjemanden zu verbünden, streben wir nach Frieden und allgemeinem Wohlstand", fügte er hinzu - ohne auszuführen, auf welches Drittland er sich dabei bezog.
+++ 08:13 Wasinger: "Russland verkauft seine Zukunft an China" +++
Russland umschiffe "sehr gekonnt" Sanktionen, sagt der österreichische Oberst Matthias Wasinger. Das Land sei militärisch weiter innovativ, zahle für seine Innovationen aber einen hohen Preis: "Es verkauft seine Zukunft an China". Eines Tages werde das für Russland zum Problem und für die Ukraine zum Vorteil.
+++ 08:00 Wadephul eröffnet Energie-Konferenz "Von der Ukraine lernen" +++
In Berlin beraten heute Vertreter aus rund 40 EU-, Nato- und G7-Staaten, wie ihre Energiesysteme sicherer werden. Die Konferenz mit dem Namen "Von der Ukraine lernen" wird von Außenminister Johann Wadephul und dem ukrainischen Energieminister Denys Schmyhal eröffnet. Wadephul sagte vor der Konferenz, Russland versuche die Ukraine seit über vier Jahren in den Blackout zu treiben - ohne Erfolg. Deutschland könne vom Know-how und der Resilienz der Ukraine lernen, um die eigene kritische Energieinfrastruktur zu stärken.
+++ 07:39 Russland meldet ukrainischen Drohnenangriff 280 Kilometer hinter Moskau +++
Am Morgen hat es ukrainische Drohnenangriffe auf die russische Stadt Jaroslawl gegeben. Gouverneur Michail Jewrajew warnte Autofahrer über den Kurznachrichtendienst Telegram davor, in Richtung der Hauptstadt zu fahren. Sie sollten stattdessen alternative Routen nutzen. Jaroslawl liegt rund 280 Kilometer nordöstlich von Moskau. Auch die Region Rostow am Don wurde dem dortigen Gouverneur zufolge mit Drohnen angegriffen. Laut der ukrainischen Zeitung "Kyiv Independent" meldete Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin einen abgewehrten Drohnenangriff. Vier Drohnen seien abgeschossen worden, Trümmer seien herabgefallen. Berichte über Opfer gab es laut der Zeitung zunächst nicht.
+++ 07:16 Ukraine meldet zwei Tote nach Angriffen auf Donezk +++
Ukrainische Behörden berichten von zwei Todesfällen infolge russischer Angriffe auf zwei Orte in der Nähe der Frontstadt Kramatorsk. In Drushkіwka hätten Rettungskräfte einen Brand auf einer Fläche von hundert Quadratmetern löschen müssen. Der Notfalldienst appellierte auf Facebook an Menschen, die noch immer in Frontnähe wohnen: "Liebe Mitbürger! Der Feind zerstört weiterhin die Stadt (...), zögern Sie nicht mit der Evakuierung und begeben Sie sich in sicherere Regionen. Achten Sie auf Ihr eigenes Leben und die Sicherheit Ihrer Angehörigen."
+++ 06:55 Charkiw meldet Verletzte nach russischen Drohnenangriffen +++
Russische Drohnenangriffe auf die Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine sollen in der Nacht mehr als 25 Wohngebäude beschädigt haben. Feuer seien ausgebrochen, drei Menschen hätten Verletzungen erlitten, melden der Bürgermeister Іhor Terechow und ein Militär auf Telegram. Eine Person werde gesucht, man vermute sie unter den Trümmern.
+++ 06:32 Sicherheitsexpertin rechnet mit erhöhter Gefahr für Nato durch ukrainische Erfolge +++
Die Wiener Sicherheitsexpertin Velina Tchakarova sagt, im Ukraine-Krieg lasse sich "ein interessanter Durchbruch" beobachten. Der Ukraine gelinge es immer wieder, Russland tief im eigenen Land anzugreifen. Tchakarova sagt im Interview mit ntv, sie rechne mit einer Intensivierung des Krieges und mit einem erhöhten Risiko für die Nato. Moskau könne versucht sein, den Westen verstärkt zu provozieren, allerdings ohne eine Kettenreaktion hervorzurufen. In den Augen der Politikwissenschaftlerin dürften die Angriffe aber "unterhalb der konventionellen Schwelle" bleiben.
+++ 06:06 Botschafter: Ukraine bekommt aus Deutschland "mehr Militärhilfe als je zuvor" +++
Die Ukraine bekommt aus Deutschland nach den Worten des ukrainischen Botschafters Oleksii Makeiev "mehr Militärhilfe als je zuvor". Zwar würden die Details der deutschen Unterstützung für die Ukraine nicht mehr öffentlich kommuniziert, doch habe die neue Bundesregierung diese "quantitativ wie qualitativ erhöht", sagte Makeiev dem "Tagesspiegel".
+++ 05:44 Russland meldet ukrainische Drohnenangriffe in mehreren Regionen +++
Mehrere russische Regionen waren in der Nacht nach Angaben der örtlichen Behörden Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. In der nordöstlich von Moskau gelegenen Region Jaroslawl warnte Gouverneur Michail Jewrajew Autofahrer über den Kurznachrichtendienst Telegram davor, in Richtung der Hauptstadt zu fahren. Sie sollten stattdessen alternative Routen nutzen. Auch die Region Rostow am Don wurde dem dortigen Gouverneur zufolge mit Drohnen angegriffen.
+++ 05:21 Putin: Beziehungen zu China auf "beispiellosem Niveau" +++
Vor seiner Abreise nach China lobt Russlands Machthaber Putin das Verhältnis zu Peking. Die Beziehungen hätten ein "beispielloses Niveau" an Verständnis und Vertrauen erreicht. Beide Länder seien bereit, sich bei Kerninteressen wie der nationalen Einheit und dem Schutz der Souveränität gegenseitig zu unterstützen, sagt Putin in einer Videobotschaft. Die strategische Verbindung zwischen Moskau und Peking spiele eine stabilisierende Rolle in der Welt. Zudem bauten beide Staaten ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Politik und Verteidigung aktiv aus. Die Freundschaft richte sich gegen niemanden, sondern diene dem Frieden und dem Wohlstand, behauptet der Kreml-Chef. Putin trifft in Peking den chinesischen Präsidenten Xi Jinping, wenige Tage nachdem dieser US-Präsident Trump empfangen hatte.
+++ 03:52 Russland: Drohne auf dem Weg nach Moskau abgefangen +++
Die russische Luftabwehr hat nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin eine Drohne auf dem Weg in die Hauptstadt abgefangen. Rettungskräfte seien in dem Gebiet im Einsatz, in dem das Fluggerät abgestürzt sei, teilt Sobjanin auf Telegram mit. Am Wochenende hatte es in der Region einen massiven Angriff mit ukrainischen Langstreckendrohnen gegeben.
+++ 01:43 Kaja Kallas macht Witz über Gerhard Schröder +++
Die europäische Außenbeauftragte Kaja Kallas hat sich über die Idee lustig gemacht, Ex-Kanzler Gerhard Schröder könne im Ukraine-Krieg vermitteln. Bei einem Treffen der EU-Außenminister habe jemand in einem Freud'schen Versprecher von dem Vorschlag gesprochen, "Schröder solle Russland vertreten". Darauf habe sie gesagt: "Ja! Schröder sollte Russland vertreten. Da stimmte ich absolut zu."
+++ 23:52 Selenskyj: Wir schicken den Angriffskrieg dorthin, wo er herkommt +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj spricht in seiner abendlichen Videoansprache über die jüngsten Angriffe gegen Ziele in Russland. "Wir schicken den russischen Angriffskrieg zurück nach Hause, an den einzigen Ort, von dem aus der Krieg gekommen ist", sagt er. "Früher war es ein Ereignis, wenn Dutzende ukrainischer Drohnen Russland angriffen, doch heute sind Hunderte unserer weitreichenden Angriffe täglich keine Sensation mehr, aber immer eine erfreuliche Nachricht, eine nützliche Nachricht."
+++ 22:20 Zehntausende Krimtataren von der Krim geflohen +++
Rund 50.000 Krimtataren sind wegen der russischen Besatzung und wegen des Kriegs von der Krim geflohen. Das sagt der Vorsitzende des Medschlis des krimtatarischen Volkes, Refat Tschubarow, im ukrainischen Fernsehen, meldet die Nachrichtenagentur Ukrinform. Die russischen Besatzer würden ihre Politik der Vertreibung von Krimtataren und Ukrainern von der Halbinsel fortführen. Der 18. Mai ist in der Ukraine der Tag für die Rechte der Krimtataren; es ist der Jahrestag ihrer Deportation durch die Sowjetunion. Ziel war die Vernichtung der Krimtataren als Volk. Der Medschlis ist eine Vertretung der Krimtataren. In Russland ist die Organisation verboten.
+++ 21:52 "Dem Krieg kann man nicht entkommen": Russische Deserteure kommen nicht ins Gefängnis +++
Angesichts steigender Verluste Russlands in der Ukraine sowie der unmenschlichen Behandlung durch Kommandeure desertieren nach einem Bericht des russischen Exilmediums Mediazona immer mehr russische Soldaten. Ihr Kalkül: lieber ins Gefängnis als an der Front zu sterben. Doch häufig werden sie nicht wegen Fahnenflucht verurteilt, sondern zurück in den Krieg geschickt. "Menschen flehen die Ermittler an, Strafverfahren gegen sie einzuleiten, und sie engagieren Anwälte, um ihr vermeintliches Recht auf eine Gefängnisstrafe zu verteidigen - doch selbst das hilft nicht immer", heißt es in dem Artikel unter der Überschrift "Dem Krieg kann man nicht entkommen".
+++ 21:03 Als Drohnen-Pilot angeworben, drei Monate später tot +++
Der erste namentlich bekannte Student, der in der jüngsten Mobilisierungsoffensive der russischen Armee angeworben wurde, ist tot. Das meldet der "Kyiv Independent" unter Berufung auf den russischsprachigen Dienst der BBC. Der 23-jährige Valery Averin habe seinen Vertrag im Januar unterschrieben; ihm sei gesagt worden, er werde zum Drohnenpiloten ausgebildet. Drei Monate später wurde er in Luhansk getötet. Dem Bericht zufolge wurde er ohne militärische Erfahrung in den Kampf geschickt.
Die Ausbildung von "Freiwilligen" dauere oft nur wenige Tage, sagte der Russland-Experte Matthias Uhl im Interview mit ntv.de. "Kürzlich äußerte ein bekannter russischer Militärblogger, 85 Prozent der Verluste beträfen neu angeworbene Soldaten. Das spricht für ein extrem schlechtes Ausbildungsniveau. Der Bedarf an Nachschub von 'Menschenmaterial' ist offenbar so groß, dass die Armee glaubt, nicht viel Zeit für die Ausbildung aufwenden zu können."
+++ 20:51 Selenskyj: Putin führt Russland in den Bankrott +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj sieht Russland im wirtschaftlichen Niedergang. Die russischen Staatseinnahmen hätten "dank unseres umfassenden Drucks auf allen Ebenen" ein deutlich höheres Defizit als geplant. "Putin hat zwar Geld für den Krieg bereitgestellt, aber sicherlich nicht so viel, um ihn endlos fortzusetzen." Zahlreiche russische Regionen befänden sich "in einem Zustand des Staatsbankrotts, und Putin führt Russland in den Bankrott", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Allein in diesem Monat sei die Kapazität der russischen Ölraffinerien um zehn Prozent zurückgegangen.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.