Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:25 Heftiger Zoff zwischen Ungarn und Ukraine - Außenministerium soll Delegation abgesagt haben +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, er wisse nichts von einer Reise einer ungarischen Delegation in die Ukraine, die den Zustand der Ölpipeline "Druschba" ("Freundschaft") überprüfen will (siehe Eintrag von 00:49 Uhr). Die ukrainische Nachrichtenagentur Unian berichtet, sie sei in Beitz des offiziellen Schreibens, mit dem das Außenministerium der Delegation am Dienstag geantwortet habe. Darin soll es heißen: "Für die ukrainische Seite sind die in der genannten Note der Botschaft vorgeschlagenen Termine für den Besuch inakzeptabel. Wir schlagen der ungarischen Seite vor, über diplomatische Kanäle neue Termine für den Besuch der ungarischen Delegation unter der Leitung des stellvertretenden Energieministers, Herrn Gábor Csépek, zu vereinbaren." Laut Außenministerium soll mittlerweile eine ungarische Gruppe die Staatsgrenze überschritten haben. Diese habe keinen offiziellen Status, es gebe keine offiziellen Treffen mit ukrainischen Behörden.
+++ 05:42 EU befragt Selenskyj über Reparaturtermin der Druschba-Pipeline +++
Die EU- Spitze bemüht sich um Klärung des Zeitpunkts der Wiederaufnahme des Betriebs der Druschba-Ölpipeline. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betont, dass dieses Thema mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa erörtert werde, schreibt Ukrinform. Auf die Frage eines Journalisten sagt Selenskyj: "In unseren letzten Telefongesprächen haben wir vereinbart, dass die Ukraine den EU-Präsidenten einen Termin für die mögliche Wiederaufnahme der Öllieferungen nennen soll. Damit ist gemeint, wann die Möglichkeit besteht, die Lieferungen aus technischer Sicht und hinsichtlich des Zeitplans wieder aufzunehmen." Derzeit blockiert Ungarn die Freigabe eines Milliarden-Kredits der EU an Kiew. Budapest gibt der Ukraine die Schuld für den Öllieferstopp durch die Pipeline.
+++ 04:42 Russland meldet sieben Tote nach ukrainischem Angriff auf Brjansk +++
Das russische Außenministerium verurteilt einen tödlichen ukrainischen Angriff auf die westrussische Stadt Brjansk als "Terrorakt". Bei dem Angriff seien britische Raketen eingesetzt worden, teilt das Ministerium mit. Großbritannien überschreite damit internationale Rechtsnormen. Der Angriff ziele darauf ab, Friedensbemühungen zu verhindern und den Konflikt zu eskalieren. Die Zahl der Todesopfer steigt nach Angaben des Regionalgouverneurs Alexander Bogomas auf sieben, 42 Menschen seien verletzt worden.
+++ 03:39 Russischer Fliegerbombenangriff auf Saporischschja - 13 Verletzte +++
Die südukrainische Stadt Saporischschja und die umliegende Region sind in der Nacht mit gelenkten Fliegerbomben angegriffen worden. Dabei wurden mindestens 13 Menschen, darunter zwei Kinder, verletzt, wie lokale Behörden mitteilen. Die Bombenanschläge galten Saporischschja und dem Dorf Rosumiwka und beschädigten Wohnhäuser, Häuser und wichtige Infrastruktureinrichtungen, schreibt der "Kyiv Independent" mit Verweis auf die regionale Staatsanwaltschaft. Dreizehn Menschen wurden verletzt, sagt Gouverneur Iwan Fjodorow. Unter den Opfern befinden sich zwei Kinder, ein elfjähriger Junge und ein zwölfjähriges Mädchen. Die örtliche Staatsanwaltschaft leitete als Reaktion auf die Angriffe Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen ein.
+++ 02:31 Insider: Russland erwägt Ausgabenkürzungen im Haushalt von 10 Prozent +++
Die russische Regierung bereitet nach Reuters-Informationen eine Kürzung aller "nicht sensiblen" Ausgaben im diesjährigen Haushalt um möglicherweise zehn Prozent vor. Die endgültige Entscheidung hänge aber von der Beständigkeit des jüngsten Ölpreisanstiegs ab. "Das Finanzministerium hat die für die Verteilung der Haushaltsmittel zuständigen Stellen darüber informiert, dass Ausgabenkürzungen notwendig sind", sagt eine mit den Plänen vertraute Person. "Diese überlegen nun, wo gekürzt werden kann." Russland sieht sich angesichts des andauernden Krieges in der Ukraine mit sinkenden Haushaltseinnahmen aus Energieexporten und einer Konjunkturabschwächung konfrontiert, die sich auf die Steuereinnahmen aus anderen Wirtschaftsbereichen auswirkt.
+++ 00:49 Kiew und Budapest streiten um Besuch ungarischer Prüfer +++
Zwischen Budapest und Kiew entbrennt ein immer heftigerer Streit um den geplanten Besuch einer ungarischen Delegation in der Ukraine, die den Zustand der Ölpipeline "Druschba" ("Freundschaft") überprüfen will. Weil der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, er wisse nichts von einer solchen Reise, wirft ihm Ungarns Außenminister Peter Szijjarto Lüge vor. "Der ukrainische Präsident lügt", die Ukrainer seien in einer offiziellen Notiz über den anstehenden Besuch informiert worden, schreibt Szijjarto bei Facebook. Der Konter aus Kiew kommt umgehend: "Vielleicht haben sie dort schon vergessen, was bilaterale Beziehungen sind, aber offizielle Besuche sind eine Vereinbarung und keine 'hingeworfene Notiz'", sagt Selenskyjs Berater Dmytro Lytwyn dem Internetportal "Ukrajinska Prawda" zufolge.
+++ 23:41 Putins Gesandter trifft Trump-Vertraute in Florida +++
Der Sondergesandte des Kremls Kirill Dmitrijew ist in Florida nach Medienangaben zu Gesprächen mit Vertretern von US-Präsident Donald Trump zusammengetroffen. Das berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Verhandlungskreise. Dmitrijew ist der Sonderbeauftragte von Kremlchef Wladimir Putin für die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland und spielt auch bei den Verhandlungen über die Beendigung des Ukraine-Kriegs eine wichtige Rolle. Er soll aus Moskauer Sicht vor allem auf die Position Washingtons Einfluss nehmen und auch die Wirtschaftsbeziehungen wieder verbessern. Medienberichten nach hat Dmitrijew in den vergangenen Monaten ein gutes Verhältnis zu Trumps Sondergesandten Steve Witkoff aufgebaut, den er bei Verhandlungsrunden in Moskau auch zum Essen ausführte.
+++ 22:23 Kiew bestellt ungarischen Botschafter ein +++
Nach der Beschlagnahmung eines ukrainischen Geldtransporters in Ungarn und der Festnahme von sieben Begleitern hat das ukrainische Außenministerium den ungarischen Botschafter einbestellt. In einer Protestnote wirft Kiew Budapest unter anderem Verstöße gegen die Europäische Menschenrechtskonvention im Umgang mit ukrainischen Staatsbürgern vor, wie die Behörde mitteilt. Ungarn wird illegale Festnahme, Einschüchterung und übermäßige Gewaltanwendung vorgeworfen.
+++ 21:58 Selenskyj hofft auf "Plan B" für weitere Hilfen aus Europa +++
Um die von Ungarn blockierten milliardenschweren EU-Hilfen an die Ukraine freizugeben, braucht es nach Angaben aus Kiew neue Ideen. "Wir und Europa, wir brauchen alle einen Plan B", sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Interview von Politico. Das sei nötig, um weitere Erpressungsversuche von Ungarns Regierungschef Viktor Orban abzuschmettern.
+++ 21:31 Klöckner: "Weitere Staaten Europas im Blickfeld des Aggressors Putin" +++
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner betont bei ihrem Kiew-Besuch die Solidarität Deutschlands - auch im fünften Jahr des russischen Angriffskrieges. "Alle haben die Sorge, dass die Welt jetzt auf den Mittleren und Nahen Osten blickt, und die Ukraine vergessen wird", sagt Klöckner. "Die Ukraine führt nicht nur einen Kampf für sich selbst. Denn wir wissen auch, dass weitere Staaten Europas im Blickfeld des Aggressors Putin sind".
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