Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 18:57 Rubio will Iran-Krieg ohne Bodentruppen "in wenigen Wochen" abschließen +++

27.03.2026, 00:01 Uhr

Das US-Militär liege bei der Erreichung seiner Ziele im Iran vor dem Zeitplan - "und wir können sie ohne Bodentruppen erreichen", sagt US-Außenminister Marco Rubio beim Außenminister-Treffen der G7-Staaten. Rubio sei überzeugt, dass der Einsatz "in wenigen Wochen, nicht in Monaten" abgeschlossen sein werde. Zugleich betont Rubio, dass er einen Einsatz von Bodentruppen nicht kategorisch ausschließe.

+++ 18:31 Wadephul: USA fordern vor Kriegsende keinen militärischen Beitrag von uns +++

Trotz Kritik aus den USA an den europäischen Partnern haben die G7-Außenminister eine gemeinsame Linie zum Iran-Krieg gefunden. "Es gab und es gibt keine Anforderung der Vereinigten Staaten von Amerika, insbesondere an uns, vor Ende der Kampfhandlungen einen militärischen Beitrag zu leisten", sagt Außenminister Johann Wadephul. In einer gemeinsamen Erklärung fordern die G7-Staaten unter anderem den Schutz von Zivilisten. Zur "Gruppe der Sieben" gehören neben Deutschland auch Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA.

+++ 18:06 Britischer Kraftstoffhändler räumt lokale Lieferengpässe ein +++

Großbritanniens zweitgrößter Kraftstoffhändler Asda kämpft angesichts des Nahost-Konflikts gegen "temporäre Engpässe", berichtet die BBC. Eine "kleine Anzahl von Zapfsäulen" sei außer Betrieb, alle Tankstellen seien aber weiter geöffnet. "Das Angebot ist knapp - und wir alle geben unser Bestes, um das zu ändern", verspricht Asda-Chef Allan Leighton. Der Kraftstoffhändler geht davon aus, dass alle betroffenen Zapfsäulen nach der nächsten Lieferung wieder in Betrieb sein werden.

+++ 17:44 Iran wirft US-Armee "kalkulierten" Angriff auf Schule vor +++

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat den Luftangriff auf eine Schule im Iran am ersten Kriegstag Ende Februar als gezielte Attacke der USA bezeichnet. Der Angriff sei "weder ein bloßer 'Zwischenfall' noch eine 'Fehlkalkulation' gewesen", sagt Araghtschi in einer Videobotschaft. Es habe sich um einen "kalkulierten" Angriff der US-Armee gehandelt.

+++ 17:05 Atombehörde: Iranische Uran-Aufbereitungsanlage bei Angriff getroffen +++

Bei einem Angriff im Iran soll eine Uran-Aufbereitungsanlage getroffen worden sein, meldet die Atombehörde. Ein Schwerwasserreaktor sei zudem auf dem Gelände einer Atomanlage in Chondab (früher Arak genannt) in zwei Wellen angegriffen worden, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf die Verwaltung der Provinz Markasi. Es habe keine Verletzten gegeben, auch Radioaktivität sei demnach nicht ausgetreten. Schwerwasserreaktoren können Plutonium produzieren, das wie angereichertes Uran zum Bau des Kerns einer Atombombe verwendet werden kann.

+++ 16:48 Iran-nahe Hacker verschaffen sich Zugang zu FBI-Mails +++

Hacker mit Verbindungen zum Iran haben sich nach eigenen Angaben Zugang zum E-Mail-Account des FBI-Direktors Kash Patel verschafft und angebliches Material daraus veröffentlicht. Auf ihrer Website teilt die Hackergruppe Handala Hack Team mit, der Chef der US-Bundespolizei werde "nun seinen Namen auf der Liste der erfolgreich gehackten Opfer finden". Ein Beamter des Justizministeriums bestätigt, dass E-Mails von Patel kompromittiert worden seien - nennt aber keine Details. Später sagt auch eine Quelle aus dem Ministerium, dass das Material der Hackergruppe mutmaßlich echt sei.

+++ 16:21 Bericht: Zwei iranische Stahlwerke bei Angriffen beschädigt +++

Bei US-israelischen Luftangriffen auf den Iran sind iranischen Medienberichten zufolge zwei wichtige Stahlwerke beschädigt worden. "Vor wenigen Minuten hat der amerikanisch-zionistische Feind in separaten Angriffen auf die Stahlfabriken Chusestan und Mobarakeh in Isfahan gezielt", meldet die amtliche Nachrichtenagentur Fars. Rettungskräfte hätten sich unmittelbar vor Ort begeben. Auch der staatliche Rundfunk Irib berichtet über die Angriffe.

+++ 15:50 ntv-Reporterin: "Iranisches Regime kann Trumps Ultimatum ausschlachten" +++

Trump verlängert sein Ultimatum für den Iran erneut. ntv-Reporterin Kavita Sharma geht davon aus, dass das Mullah-Regime das Narrativ zu seinem eigenen Vorteil formt: Trump sei eingeknickt. Gleichzeitig erhebt der Iran nachdrücklich Kontrollansprüche auf die Straße von Hormus.

+++ 15:26 Israel droht mit "Intensivierung" der Iran-Angriffe +++

Israel werde die Angriffe "intensivieren" und ein breiteres Spektrum an Zielen im Iran ins Visier nehmen, kündigt Verteidigungsminister Katz laut "Times of Israel" gegenüber Militärbeamten an. Er beschuldigt das iranische Regime, Raketen auf die israelische Zivilbevölkerung abzufeuern. "Sie werden einen hohen Preis zahlen", droht Katz in Richtung Teheran. "Wir werden unsere Operationen im Iran mit voller Kraft fortsetzen - bis alle Kriegsziele erreicht sind."

+++ 14:52 Polnischer Ministerpräsident rechnet mit "neuer Eskalation" in kommenden Tagen +++

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk sagt unter Berufung auf Informationen von nicht namentlich genannten Verbündeten, dass es in den kommenden Tagen zu einer "neuen Eskalation" im Nahen Osten kommen könnte. "Ich habe Grund zu der Annahme - auch aufgrund von Informationen unserer Verbündeten - dass eine Stabilisierung in den kommenden Tagen unwahrscheinlich ist", sagt Tusk in Warschau. Weitere Details und Quellen nennt Tusk nicht.

+++ 14:28 Bericht: Nur etwa ein Drittel des iranischen Raketenarsenals zerstört +++

Die USA können Insidern zufolge nur bestätigen, dass sie etwa ein Drittel des iranischen Raketenarsenals zerstört haben. Der Status von etwa einem weiteren Drittel sei demnach weniger klar - doch die Bombardements haben diese Raketen wahrscheinlich beschädigt, zerstört oder in unterirdischen Tunneln und Bunkern verschüttet, sagen vier Insider.

+++ 13:58 USA stocken auf: Diese Truppen stehen vor Iran bereit +++

Kriegsschiffe, Kampfjets, Fallschirmjäger: Die USA verstärken ihre Kräfte am Golf drastisch, planen die Verlegung von 10.000 weiteren Soldaten und schicken zwei große amphibische Angriffsschiffe in Richtung Iran. Militärexperte Thiel warnt: Dennoch wird es kaum für eine Entscheidung am Boden reichen.

+++ 13:31 Iran-Krieg sorgt für größten Preisschub seit 2022 +++

Der Iran-Krieg lässt die deutschen Verbraucherpreise nach Prognose von Ökonomen so schnell steigen wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr. Waren und Dienstleistungen dürften sich im März um durchschnittlich 1,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat verteuern, sagen von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Volkswirte voraus. Das wäre der größte monatliche Zuwachs seit September 2022, als nach der russischen Invasion in der Ukraine viele Rohstoffe teurer wurden. "Der starke Anstieg der Öl- und Gaspreise dürfte dafür gesorgt haben", erklärten die Analysten der Landesbank Helaba am Freitag. Im Vergleich zum Vorjahresmonat dürften die Verbraucherpreise um 2,6 Prozent steigen, sagen die Ökonomen voraus. Das wäre die höchste Inflationsrate seit Dezember 2024. 

+++ 12:51 Pentagon alarmiert: USA gehen die Tomahawk-Raketen aus +++

Das US-Militär hat in den vier Wochen des Krieges mit dem Iran mehr als 850 Tomahawk-Marschflugkörper abgefeuert und damit diese Präzisionswaffen in einem noch nie dagewesenen Tempo verbraucht. Entsprechend sind einige Vertreter des Pentagon alarmiert und diskutieren, wie man den Vorrat aufstocken könnte. Das berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf mit dem Verfahren vertraute Personen. Die Raketen, die von Schiffen und U-Booten der Marine abgefeuert werden können, sind seit ihrem ersten Einsatz während des Golfkriegs ein fester Bestandteil der Angriffe des US-Militärs. Jährlich werden jedoch nur wenige Hundert Stück hergestellt, was bedeutet, dass das weltweite Angebot begrenzt ist. Tomahawks werden unter anderem deshalb geschätzt, weil sie eine Reichweite von mehr als 1500 Kilometern haben, wodurch sich die Notwendigkeit verringert, amerikanische Piloten in gut verteidigten Luftraum zu entsenden. Das Pentagon hat dem Bericht zufolge die Anzahl der eingesetzten Tomahawks verfolgt und dabei zunehmend darauf geachtet, was der Verbrauch nicht nur für eine anhaltende Kampagne gegen den Iran, sondern auch für zukünftige Militäroperationen bedeutet. Ein Beamter bezeichnete die Anzahl der im Nahen Osten verbleibenden Tomahawks als "alarmierend niedrig", während ein anderer sagte, dass das Pentagon ohne Eingreifen bei seinem Vorrat an Tomahawk-Raketen im Nahen Osten kurz vor dem "Winchester" stehe - ein militärischer Slangausdruck, der "keine Munition mehr" bedeutet.

+++ 12:29 Büchter zu Trumps Unberechenbarkeit: "Israelische Medien schreiben von kritischem Moment" +++

In der Nacht fliegt Israel massive Angriffe auf Ziele in Teheran und Beirut, und auch die Hisbollah feuert hunderte Geschosse ab. Zwar könne Israels Raketenabwehr den Großteil abfangen, doch sie "können den Himmel nicht hermetisch abriegeln", so ntv-Reporterin Elke Büchter. Derweil wachse in Israel die Sorge über die Rolle der USA.

+++ 11:53 Irans Chefdiplomat: USA und Israel haben Genozid vor +++

Teherans Außenminister Abbas Araghtschi warnt vor einem Völkermord durch Israel und die Vereinigten Staaten in seinem Land. In einer Dringlichkeitssitzung des UN-Menschenrechtsrates in Genf verweist er auf zahlreiche Angriffe auf Zivilisten und zivile Einrichtungen in seinem Land. "Das Vorgehen der Aggressoren, gepaart mit ihrer Rhetorik, lässt kaum Zweifel an ihrer klaren Absicht, Völkermord zu begehen", sagt er in einer Videobotschaft an das Gremium. 

+++ 11:12 Kleim: "Trump hasst Allianzen, benötigt aber plötzlich eine" +++

Donald Trump verlängert sein Ultimatum an den Iran erneut - und manövriert sich laut ntv-US-Experte Peter Kleim immer tiefer in eine Sackgasse. Derweil erwägt das Pentagon die Entsendung weiterer Soldaten und lenkt Ausrüstung und Munition, die für die Ukraine bestimmt waren, in die Golfregion um.

+++ 10:50 Revolutionsgarden: Haben drei Schiffe in Straße von Hormus zur Umkehr gezwungen +++

Die iranischen Revolutionsgarden erklären, dass der Schiffsverkehr "von und zu Häfen von Verbündeten und Unterstützern der israelisch-amerikanischen Feinde" über jeden Korridor und zu jedem Zielort verboten sei. Das berichten iranische Staatsmedien. Die Straße von Hormus sei gesperrt. Jeder Transit durch die Wasserstraße werde mit harten Maßnahmen geahndet. Drei Containerschiffe unterschiedlicher Nationalitäten seien nach Warnungen der Marine der Garden aus der Straße von Hormus zurückgeschickt worden.

+++ 10:27 Iran: Reiseverbot für Nationalteams in "verfeindete" Länder +++

Rund zweieinhalb Monate vor Beginn der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada hat der Iran seinen Nationalmannschaften und Sportvereinen bis auf Weiteres verboten, in Länder zu reisen, die als "feindlich" gelten. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur Isna unter Verweis auf Sicherheitsrisiken für die Sportlerinnen und Sportler. Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf den Iran begonnen. Teheran reagiert seither mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Region.

+++ 10:06 Iran fordert zu Evakuierung von Gebieten rund um US-Stützpunkte auf +++

Irans Revolutionsgarden fordern laut iranischen Medien die Zivilbevölkerung in der Nahost-Region auf, Gebiete, in denen US-Streitkräfte stationiert sind, zu verlassen.

+++ 09:41 Kuwait: Größter Hafen bei Drohnenangriff beschädigt +++

Kuwait größter Handelshafen ist bei einem Drohnenangriff beschädigt worden. Der Hafen von Schuwaich sei a"von feindlichen Drohnen" angegriffen worden, teilt die kuwaitische Hafenbehörde im Onlinedienst X mit. Es gebe Hinweise auf Sachschäden, aber keine Opfer.

+++ 09:15 Wadephul: Direkte Gespräche zwischen USA und Iran geplant +++

In den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs gibt es nach Aussage von Außenminister Johann Wadephul Vorbereitungen für ein direktes Treffen zwischen Vertretern der USA und Irans. "Das soll wohl in der nächsten Zeit recht kurzfristig in Pakistan stattfinden", sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Vorher habe es nach seinen Informationen indirekte Kontakte gegeben. Er bezeichnete das als "erste Zeichen der Hoffnung, der Zuversicht". "Man hat offensichtlich schon erste Positionen schriftlich ausgetauscht über Dritte." Weiter sagt Wadephul, er wisse nicht genau, "wer das alles fazilitiert hat". US-Außenminister Marco Rubio werde das "vielleicht heute auch noch etwas genauer darstellen". Es helfe aber auch gar nicht, so etwas allzu öffentlich zu diskutieren.

+++ 08:54 Iran meldet Angriffe auf Golfstaaten und Israel +++

Der Iran greift Ziele in Israel sowie von der US-Armee genutzte Stützpunkte in mehreren Golfstaaten mit Raketen und Drohnen an. Bei den Angriffen seien Raketen und Drohnen eingesetzt worden, heißt es in einer von den staatlichen iranischen Nachrichtenagenturen Irna und Fars verbreiteten Erklärung der Revolutionsgarden. Die Attacken hätten sich gegen Ziele in Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Kuwait und Bahrain gerichtet. In Bahrain sei eine Wartungsanlage für das US-Luftverteidigungssystem Patriot ins Visier genommen worden.

+++ 08:27 VAE wollen sich an Einsatz zur Öffnung der Straße von Hormus beteiligen +++

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen sich einem Zeitungsbericht zufolge an einem multinationalen Marine-Einsatz zur Wiederöffnung der Straße von Hormus beteiligen. Die VAE hätten ihre Bereitschaft dazu den USA und anderen westlichen Verbündeten mitgeteilt, berichtet die "Financial Times" (FT) unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Dem Bericht zufolge bemühen sich die VAE zudem darum, Dutzende Länder für die Bildung einer "Hormus-Sicherheits-Truppe" ("Hormuz Security Force") zu gewinnen. Diese solle die Meerenge vor iranischen Angriffen schützen und die Schifffahrt eskortieren. Die VAE arbeiten laut "FT" zusammen mit Bahrain an einer Resolution des UN-Sicherheitsrates, die ein Mandat für einen Einsatz erteilen soll. Frankreich hatte am Donnerstag mitgeteilt, es habe Gespräche mit rund 35 Ländern über einen Einsatz zur Öffnung der Meerenge geführt, allerdings erst für die Zeit nach einem Ende des Krieges.

+++ 08:15 Israel greift Raketenproduktionsstätten im Iran an +++

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht erneut Ziele im Iran angegriffen. Ins Visier seien dabei unter anderem Produktionsstätten für ballistische Raketen, Raketenlager und Raketenabschussrampen genommen worden, teilt das israelische Militär mit. Angriffe habe es unter anderem in der iranischen Hauptstadt Teheran gegeben. Ziel sei es, den iranischen Beschuss auf Israel einzuschränken. Dennoch heulten wegen Angriffen aus dem Iran in der Nacht erneut die Sirenen in Israel, darunter in der Küstenmetropole Tel Aviv. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.

+++ 07:48 Moskau bestreitet Weitergabe von Aufklärungsdaten an Iran +++

Russlands Regierung weist den Vorwurf der Weitergabe von Geheimdienstinformationen an den Iran zur Bekämpfung von US-Militärobjekten im Nahen Osten zurück. "Wir haben dem Iran bestimmte Arten militärischer Güter geliefert, aber dem Vorwurf, dass wir dem Iran mit Aufklärungsdaten helfen, können wir nicht zustimmen", sagt Russlands Außenminister Sergej Lawrow in einem Interview mit dem Sender France Television. Die Koordinaten der US-Militärbasen in der Region seien bekannt und offen zugänglich. Sie müssten nicht vom Geheimdienst übermittelt werden. "Ich wundere mich nicht darüber, dass der Iran sie attackiert", sagt Russlands Chefdiplomat. Er bestätigte dabei, dass Moskau und Teheran weiterhin strategische Partner seien.

+++ 07:23 Iran lässt einige Öltanker Straße von Hormus passieren +++

Der Iran gewährt einigen malaysischen Öltankern die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Malaysias Premierminister Anwar Ibrahim dankt dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkia in einer Fernsehansprache dafür, dass er die Schiffe durch die Meerenge passieren lasse. "Wir sind derzeit dabei, die Freigabe der malaysischen Öltanker und der betroffenen Besatzungen zu erwirken, damit sie ihre Heimreise fortsetzen können", sagt er. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar haben nur sehr wenige Schiffe die Straße von Hormus passiert.

+++ 06:51 Fed-Gouverneurin Cook: Iran-Krieg erhöht Inflationsrisiken +++

Der Krieg im Iran verschiebt nach Einschätzung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook das Gleichgewicht der Risiken für die US-Notenbank stärker in Richtung Inflation. Die Risiken für die beiden Ziele der Fed - Preisstabilität und Vollbeschäftigung - hielten sich zwar weitgehend die Waage, die Gefahr einer anziehenden Teuerung sei aufgrund des Konflikts derzeit jedoch größer, sagt Cook bei einer Veranstaltung an der Yale-Universität im Bundesstaat Connecticut. Der Krieg könne erhebliche Auswirkungen auf die Verbraucherpreise haben. Die Notenbank habe sich eigentlich ihrem Inflationsziel von zwei Prozent angenähert, erklärt Cook weiter. 

+++ 06:23 Pistorius: Europa ist dank Nato vor Irans Raketen sicher +++

Verteidigungsminister Boris Pistorius tritt Befürchtungen wegen der Reichweite iranischer Raketen entgegen, die theoretisch auch Ziele in Europa erreichen könnten. Europa sei "sicher, zumal Deutschland sich ja nicht alleine verteidigt im Rahmen der Luftverteidigung, sondern es im Kontext passiert mit den Nato-Luftverteidigungskräften", sagt der SPD-Politiker bei einem Besuch in einer australischen Kaserne nahe der Ostküstenmetropole Brisbane. Er verweist dabei auch auf den Aufbau des in Israel beschafften Luftverteidigungssystems Arrow 3, das in Kürze einsatzbereit sei. "Das ist ein Riesensprung nach vorne. Ich erinnere mich noch an die kritischen Stimmen, als wir es beschafft haben. Es gäbe ja gar keine Raketen, die das Ding abwehren müsste", sagt Pistorius.

+++ 06:07 Umfrage: Iran-Krieg steigert Akzeptanz erneuerbarer Energien +++

Der Iran-Krieg und die daraus resultierenden Preisausschläge bei Öl, Gas und Kraftstoffen steigern einer Umfrage zufolge die Akzeptanz erneuerbarer Energien. "66 Prozent der Befragten sehen angesichts der aktuellen Lage eine wachsende Bedeutung erneuerbarer Energien, nur zwölf Prozent erwarten keinen Bedeutungszuwachs", erklärt der Chef des Energiekonzerns Eon, Filip Thon. Eon hat demnach die Umfrage beim Meinungsforschungsinstitut Yougov in Auftrag gegeben. Die meisten Menschen setzen der Befragung zufolge auf Solarenergie, um selbst unabhängiger von geopolitisch ausgelösten Rohstoff- und Energiepreisschwankungen zu werden. 34 Prozent nennen eine PV-Anlage auf dem eigenen Dach als beste Möglichkeit, weitere zwölf Prozent halten ein Balkonkraftwerk für ihre persönliche Situation besser geeignet. 13 Prozent nennen zudem den Einbau einer Wärmepumpe und acht Prozent die Anschaffung eines E-Autos als Favorit.

+++ 05:27 Iran pocht auf Recht zur Blockade der Straße von Hormus +++

Der Iran bezeichnet es als sein legitimes Recht, Schiffe des "Feindes und seiner Verbündeten" an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu hindern. Dies erklärt der iranische Außenminister in einem Telefonat mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres, wie der iranische Sender Press TV berichtet.

+++ 04:24 Thailändisches Frachtschiff läuft vor iranischer Insel auf Grund +++

Ein unter thailändischer Flagge fahrendes Frachtschiff ist nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim vor der Insel Keschm auf Grund gelaufen. Die "Mayuree Naree" war Anfang des Monats in der Straße von Hormus bereits von unbekannten Geschossen getroffen worden. Thailändischen Angaben zufolge hatte die omanische Marine 20 Besatzungsmitglieder gerettet, nachdem eine Explosion im Heck des Frachters ein Feuer im Maschinenraum ausgelöst hatte.

+++ 03:27 Bericht: Pentagon erwägt Entsendung von 10.000 weiteren Soldaten +++

Das US-Verteidigungsministerium prüft laut einem Bericht des "Wall Street Journal" die Entsendung von bis zu 10.000 zusätzlichen Bodentruppen in den Nahen Osten. Damit solle US-Präsident Donald Trump mehr militärische Optionen erhalten, auch wenn er Friedensgespräche mit der Regierung in Teheran erwäge, meldet die Zeitung unter Berufung auf Insider aus dem Pentagon. Demnach würde es sich voraussichtlich um Infanterieinheiten handeln, die in Schlagdistanz zur Insel Kharg und zum Iran stationiert werden könnte. Derzeit befinden sich etwa 5000 Marines und Tausende Fallschirmjäger in der Region.

+++ 02:14 Explosionen im Süden von Beirut +++

Im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut sind Reportern zufolge mehrere Explosionen zu hören gewesen. Videoaufnahmen zeigen Rauch, der aus den südlichen Vororten, die als Hochburg der pro-iranischen Hisbollah-Miliz gelten, aufsteigt. Libanesische Medien melden israelische Angriffe, eine Evakuierungswarnung hatte es im Vorfeld nicht gegeben. Die normalerweise dicht besiedelten Viertel haben sich seit Ausbruch der Kämpfe weitgehend geleert. 

+++ 01:35 Weltbank kündigt rasche Hilfen wegen Nahost-Konflikt an +++

Die Weltbank kündigt rasche Finanzhilfen für Länder an, die unter den Folgen des Nahost-Konflikts leiden. Um die Regierungen bei der Bewältigung von Herausforderungen wie stark gestiegenen Energiekosten zu unterstützen, sollen schnell auszahlbare Finanzierungsinstrumente genutzt werden, teilt die Entwicklungsorganisation mit. Zudem sollen Unternehmen mit Liquidität versorgt werden, um Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum in den betroffenen Staaten zu erhalten.

+++ 00:13 Bericht: Iran hat USA nicht um Aufschub gebeten +++

Der Iran hat einem Zeitungsbericht zufolge nicht um einen zehntägigen Aufschub der Angriffe auf seine Energieanlagen gebeten. Zudem stehe eine endgültige Antwort auf einen 15-Punkte-Plan der USA zur Beendigung des Krieges noch aus, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Vermittler. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, er setze die geplanten Angriffe auf Bitte der iranischen Regierung für zehn Tage aus.

+++ 23:05 Golf-Staaten sehen rote Linien überschritten +++

Die Golf-Staaten üben scharfe Kritik an den die iranischen Angriffen auf arabische Länder am Golf. Irans Verhalten sei destabilisierend und habe roten Linien überschritten, sagt der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrats, Dschasim al-Budaiwi, laut einem Bericht des saudischen Fernsehsenders Al-Arabija vor Diplomaten. Dazu gehöre es, die Straße von Hormus zu schließen und Gebühren für deren Passage zu verlangen. Der Iran habe 85 Prozent seiner Raketen auf Golf-Staaten abgefeuert, so al-Budaiwi.

+++ 22:17 Israel droht mit Tötung weiterer Führungsfiguren +++

Israels Armee hat damit gedroht, weitere wichtige Führungsfiguren im Iran ins Visier zu nehmen. Die Tötungen würden nicht aufhören, sagte Militärsprecher Effie Defrin am Abend. "Wir werden weiterhin jeden verfolgen, der Israel bedroht."

+++ 21:49 Rubio sieht Europa in der Bringschuld +++

US-Außenminister Marco Rubio hat die Kritik von US-Präsident Donald Trump an der Nato verteidigt. Er sagte, die Verbündeten müssten im Hinblick auf den Iran und die Sicherung der Straße von Hormus mehr tun. "Die Vereinigten Staaten werden ständig gebeten, in einem Krieg zu helfen - und wir haben mehr als jedes andere Land der Welt geholfen - in einem Krieg, der auf einem anderen Kontinent, in der Ukraine, stattfindet. Aber als die USA selbst Hilfe brauchten, hat [Trump] keine positiven Reaktionen erhalten", sagte Rubio zu Journalisten.

+++ 21:21 Trump verschiebt Angriffe auf iranische Energieanlagen um zehn Tage +++

US-Präsident Donald Trump setzt nach eigenen Angaben die angekündigte Zerstörung von Energieanlagen im Iran für zehn Tage aus. Die Frist laufe nun bis zum 6. April, erklärt Trump. Die Gespräche mit dem Iran liefen "sehr gut". Eine iranische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Ursprünglich lief die Frist bis zum Ende dieser Woche. Der Iran hatte mit Vergeltung gedroht.

+++ 21:06 Wadephul fordert: "Wollen einbezogen werden in Gespräche" +++

Vor der Teilnahme des US-Außenministers Marco Rubio an den Verhandlungen der G7 bietet der deutsche Außenminister im Interview mit ntv deutsche Hilfe im Iran, sollte der Krieg erstmal vorbei sein. Dafür verlangt er aber politische Beteiligung.

+++ 20:48 Iran signalisiert Spanien Entgegenkommen bei Hormus-Passage +++

Der Iran zeigt sich nach Angaben seiner Botschaft in Spanien offen für Anfragen aus Madrid mit Bezug zur Straße von Hormus. Spanien respektiere das Völkerrecht, hieß es zur Begründung in einem Post auf X. Laut einem Schreiben des iranischen Außenministeriums dürfen "nicht-feindliche Schiffe" die Meerenge nach Rücksprache mit den Behörden passieren. Die spanische Regierung gehört zu den ersten Ländern, die die Angriffe der USA und Israels auf den Iran als rücksichtslos und illegal verurteilt haben.

+++ 20:23 Israel ändert wegen Trump Iran-Strategie +++

Israel hat den Schwerpunkt seiner Luftkampagne von der Destabilisierung des iranischen Regimes auf die Zerstörung der militärisch-industriellen Basis des Landes verlagert, in der Hoffnung, in der verbleibenden Zeit vor einem möglichen Kriegsende einen nachhaltigeren Schaden zu hinterlassen.

+++ 20:06 Sharma: Teheran fürchtet US-amerikanisches Ablenkungsmanöver +++

Das iranische Regime misstraue den USA, berichtet ntv-Korrespondentin Kavita Sharma. Das erschwere mögliche Verhandlungen. Teheran fürchte, von den USA mit deren diplomatischem Werben von einer bevorstehenden Angriffswelle abgelenkt zu werden.

+++ 19:58 Hisbollah-Rakete tötet Mann in Nordisrael +++

Bei einem Raketenangriff der Hisbollah ist in der israelischen Küstenstadt Naharija ein Mann getötet worden. Zudem habe es 14 Verletzte gegeben, darunter einen Schwerverletzten, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Den Angaben zufolge wurden außerdem elf Menschen wegen Angstzuständen behandelt. Ein Sanitäter berichtete von beschädigten Gebäuden und massiver Zerstörung nach einem Raketeneinschlag. Israelischen Medien zufolge wurde der Parkplatz eines Wohnhauses getroffen.

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