Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:59 Behörden melden zahlreiche russische Angriffe auf Odessa +++

23.07.2026, 00:01 Uhr

Russische Truppen haben die Stadt Odessa offenbar fast die ganze Nacht über angegriffen. Das melden ukrainische Medien mit Verweis auf den Leiter der städtischen Militärverwaltung. Demnach wurden Infrastruktur, ein Bürogebäude, Häuser und Autos beschädigt. Opfer seien nicht gemeldet worden. 

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Ein Feuerwehrmann steht vor einer Tankstelle in Sumy, die bei einem russischen Drohnenangriff getroffen wurde. (Foto: via REUTERS)

+++ 09:16 Einigung in Brüssel: EU verhängt neue Russland-Sanktionen +++

Die EU-Staaten haben sich angesichts des anhaltenden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine auf ein neues Sanktionspaket verständigt. Die Pläne sehen unter anderem weitere Maßnahmen gegen den russischen Finanz- und Energiesektor sowie ein Einreiseverbot für russische Soldaten vor, wie EU-Diplomaten in Brüssel mitteilen.

+++ 09:06 Behörden melden zwei Tote bei ukrainischen Angriffen auf russische Region Belgorod und Krim +++

Bei ukrainischen Angriffen in der russischen Grenzregion Belgorod und auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sind zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Das teilen die Behörden der beiden Regionen mit. Im Bezirk Schebekino in der Region Belgorod griff eine ukrainische Drohne nach Behördenangaben ein Fahrzeug an. Ein Mann wurde dabei getötet, ein weiterer verletzt. Auf der Krim wurde bei einem ukrainischen Angriff ebenfalls ein Mensch getötet, wie der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow mitteilt. Vier weitere Menschen wurden demnach verletzt, darunter zwei Kinder.

+++ 08:29 Russland: Lawrow und Rubio sprechen in Manila über Ukraine +++

Die Außenminister der USA und Russlands, Marco Rubio und Sergej Lawrow, sind russischen Medienberichten zufolge in Manila zusammengekommen. Die Begegnung habe am Rande eines Treffens des Verbands Südostasiatischer Nationen (Asean) in der philippinischen Hauptstadt stattgefunden und mehr als eineinhalb Stunden gedauert, meldet die Nachrichtenagentur Tass. Thema sei die Ukraine gewesen, berichtet die Agentur RIA unter Berufung auf das russische Außenministerium. Außerdem sei es um die Normalisierung der Beziehungen zwischen Russland und den USA gegangen. Beide Außenminister hätten sich darauf verständigt, in Kontakt zu bleiben.

+++ 07:48 Gouverneur: Ein Toter und 20 Verletzte bei russischen Angriffen in Cherson +++

Bei russischen Angriffen in der Region Cherson ist am Mittwoch offenbar eine Person getötet worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Gouverneur Oleksandr Prokudin. Demnach wurden im Laufe des vergangenen Tages 20 weitere Menschen verletzt. Zudem seien unter anderem mehrere Häuser, eine Tankstelle und Mobilfunkmasten beschädigt worden. Derweil meldet die ukrainische Polizei einen Toten und sieben Verletzte bei russischen Angriffen in der Region Sumy am Vortag.

+++ 07:04 Bericht: Drohnenangriff auf russische Ölraffinerie +++

Das ukrainische Militär hat laut einem Bericht der "Kyiv Inidependent" in der Nacht verschiedene russische Regionen mit Drohnen angegriffen. Wie die Zeitung mit Verweis auf russische Telegram-Kanäle schreibt, war ein großes Feuer zu sehen, das von einer Ölraffinerie in der russischen Region Uljanowsk ausging. 

+++ 05:10 Russland setzt Verkehr an Schwarzmeer-Hafen aus +++

Russland hat drei Insidern zufolge wegen ukrainischer Drohnenangriffe den Schiffsverkehr im Hafen von Noworossijsk am Schwarzen Meer über Nacht ausgesetzt. Zwischen Mitternacht und 5.00 Uhr (Ortszeit) durften keine Schiffe ein- oder auslaufen, verlautet aus Kreisen der Getreideindustrie. Die Anordnung sei mündlich erfolgt. Außerhalb der Sperrzeiten laufe der Betrieb in Russlands größtem Hafen normal weiter, Getreidelieferungen seien bislang nicht beeinträchtigt. Über Noworossijsk wird bis zu ein Drittel der russischen Getreideexporte abgewickelt, zudem werden dort Öl, Metalle und Container verladen.

+++ 23:42 Angriffe auf Schiffe: Ukraine beantragt Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats +++

Die Ukraine beantragt dem geschäftsführenden Außenminister Andrij Sybiha zufolge wegen russischer Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer eine Dringlichkeitssitzung im UN-Sicherheitsrat. Sybiha wirft Russland in einem Post auf X vor, mindestens drei zivile Frachtschiffe in den vergangenen Tagen bombardiert zu haben. Er sprach von Dutzenden Toten und Verletzten in der Folge und warf Moskau vor, die globale Lebensmittelsicherheit zu gefährden. Beantragt sei die Sitzung für den 27. Juli.

+++ 22:25 Statt Gefängnis an die Front: Russland weitet Rekrutierung von Häftlingen aus +++

Die russische Staatsduma hat ein Gesetz verabschiedet, das den Kreis potenzieller militärischer Rekruten aus den Reihen von Gefängnisinsassen erweitert. Wie der russische Sender RBC berichtet, kommen nun auch Häftlinge für den Dienst infrage, die wegen organisierter Kriminalität oder des unsachgemäßen Umgangs mit Staatsgeheimnissen verurteilt wurden. Im Gegenzug für ihren Dienst im Militär werde ihr Strafregister bereinigt - sofern sie den Kriegseinsatz überleben. Moskau gelingt es Berichten zufolge trotz erhöhter finanzieller Anreize nicht, genug Soldaten für den Krieg gegen die Ukraine zu rekrutieren.

+++ 21:41 Selenskyj: Lage an der Front und Langstreckenangriffe schaffen "sehr toxische Atmosphäre" um Putin +++

Nach Ansicht des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj entsteht um Russlands Staatschef Wladimir Putin momentan eine "sehr toxische Atmosphäre". "Natürlich schaffen die Lage an der Front, unsere Sanktionen und unsere Angriffe mit großer Reichweite derzeit eine neue Atmosphäre um Putin - eine sehr toxische Atmosphäre. Er allein ist der Grund dafür, dass der Krieg begonnen hat und andauert. Putin allein ist für die Verluste verantwortlich, die die Russen erleiden", schreibt Selenskyj in seiner abendlichen Ansprache bei Telegram. Putins engster Kreis sei sich seiner Verantwortung für den Krieg bewusst und signalisiere dies auch gegenüber der Ukraine sowie internationalen Partnern, so der ukrainische Präsident. Zudem beginne auch die russische Gesellschaft zunehmend, die Auswirkungen zu spüren.

+++ 21:13 Selenskyj spricht mit US-Gesandten über "neuen Schwung" für Diplomatie in Ukraine-Krieg +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben mit den beiden US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner über Wege zu einem Ende des Krieges mit Russland beraten. Bei dem Gespräch sei es darum gegangen, "wie man der Diplomatie neuen Schwung verleihen und den Frieden voranbringen kann", erklärt Selenskyj bei X. Das Gespräch nannte er "fruchtbar und wichtig". "Frieden ist notwendig - ein Frieden in Würde", schreibt Selenskyj weiter und fügt hinzu: "Die Ukraine ist schon seit langem dazu bereit." Die Teams beider Länder stünden "weiterhin in engem Kontakt".

+++ 20:50 Bericht: Selenskyjs Büro plant US-Reise und Treffen mit Trump +++

Das Büro des ukrainischen Präsidenten plant einem Bericht zufolge eine USA-Reise für Wolodymyr Selenskyj. Wie der ukrainische Sender Suspilne berichtet, soll der ukrainische Präsident an der Beisetzung von Senator Lindsey Graham teilnehmen und im Rahmen der laufenden Friedensgespräche zur Beendigung des Kriegs US-Präsident Donald Trump für ein bilaterales Gespräch treffen. Selenskyj soll Berichten zufolge zur Beisetzung des kürzlich verstorbenen Senators eingeladen worden sein. Der Reiseplan sowie die vollständige Liste der Treffen, der Teilnehmer und der Dauer des Besuchs stehen demnach noch nicht endgültig fest.

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